
Baut die Bucht
„Wenn du surfen willst, brauchst du erst mal eine Bucht.“ Was heißt das eigentlich für Vereine, die ihre Engagierten nicht verlieren wollen? In der vierten und letzten Folge unserer Serie zu Engagement-Life-Balance wechseln Fabio und Isi die Perspektive: Nachdem es in der letzten Folge darum ging, was du ganz persönlich tun kannst, um engagiert zu bleiben, ohne auszubrennen, geht es diesmal um die Strukturen drumherum. Die große Frage: Was können Vereine schaffen, damit es Menschen leichter fällt, sich nicht zu überfordern und trotzdem das Maximum aus ihrem Engagement zu holen? Wir sprechen darüber, warum Strukturen einen Rahmen geben müssen, ohne starr zu werden, warum Wertschätzung die Währung des Ehrenamts ist und weshalb ein pauschales „Danke für eure Arbeit dieses Jahr“ eher Frust als Freude auslöst. Denn Überlastung ist selten das Problem einzelner Personen, sondern das Ergebnis fehlender Rahmenbedingungen. In dieser Folge erfährst du: warum sich die Forschung bei zwei Dingen einig ist: Wertschätzung auf emotionaler und Unterstützung auf struktureller Ebene machen den größten Unterschied für die Engagement-Life-Balance wieso klare Rollen, Stellvertretungen und das AG-Prinzip Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen, statt sie bei den immer gleichen fünf Leuten zu bündeln wie ihr Aufgaben so beschreibt, dass Menschen sie einschätzen können: Kontext, Ziel und Ablauf, dazu eine ehrliche Angabe zum Zeitaufwand aus euren Erfahrungswerten warum Wertschätzung kontinuierlich und konkret sein muss und ein globales Danke bei der Jahresendversammlung sich eher nach Verarschung anfühlt weshalb Wertschätzung viel mehr ist als ein Danke: Sichtbarkeit nach innen und außen, Vertrauen, Mitsprache und aktiv geöffnete Entwicklungsräume warum Vereine Ausstieg und Wiedereinstieg normalisieren sollten und wie ein Pauseknopf, gute Übergaben und schöne Abschiede dafür sorgen, dass Menschen später wiederkommen Zum Mitnehmen: eine Frage auf zwei Ebenen. Als Verein: Wie schafft ihr Strukturen, in denen Menschen langfristig bleiben möchten? Und als Einzelperson: Was brauchst du, um in zwei, drei oder fünf Jahren immer noch Teil dieses Vereins sein zu wollen, und welche Strukturen und welche Kultur müssten dafür geschaffen werden? Diese und ähnliche Fragen findet ihr auch in unserem Blog, der jeden zweiten Mittwoch erscheint. Und wenn Überforderung, Überlastung oder eine fehlende Wertschätzungskultur bei euch gerade Thema sind: Wir begleiten das in Workshops und Coachings. Damit endet unsere Serie zur Engagement-Life-Balance. In der nächsten Serie geht es um Machtstrukturen im Verein: Wie sie entstehen, wie sie ausgelebt werden und wie man sie aufbricht, um demokratischer zu arbeiten. Abonniert Ehrenamt 2.0, wenn ihr keine Folge dieser Serie verpassen wollt und wenn ihr euch in dieser Folge wiedererkannt habt, lasst uns gerne fünf Sterne und eine Rezension bei Spotify oder Apple Podcasts da.





