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Artwork for Armutszeugnis

Armutszeugnis

Eva Völpel, Sabine Nuss

Warum haben Wenige so viel und Viele so wenig? Soziale Ungleichheit ist kein Betriebsunfall, sondern Voraussetzung und Resultat «unserer» Wirtschaftsweise und Nährboden für Faschismus und völkisches Denken. Ein Armutszeugnis, denn: Theoretisch wäre genug für alle da. Monatlich diskutieren Eva Völpel und Sabine Nuss mit Expert*innen über die Verteilungskrise. «Armutszeugnis» ist der neue Wirtschaftspodcast der Rosa-Luxemburg Stiftung.

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  • #31
    September 15 · 1 hr 15 min

    #31 Kapitalismus wegatmen? Die Entpolitisierung durch Achtsamkeit, Yoga & Co

    Yoga-Studios sprießen aus dem Boden, Meditationsapps haben Millionen Nutzer*innen und immer mehr Menschen üben sich in Praktiken der Achtsamkeit, englisch: Mindfulness. Auch Unternehmen wie Bosch, Telekom oder BASF setzen Achtsamkeitsprogramme in der Personalentwicklung ein, SAP beschäftigt sogar einen „Chief Mindfulness Officer“. Die Stress-Reduction Industry boomt. Das ist auch eine Antwort auf die zunehmenden Krisen im Kontext neoliberaler Individualisierung. Doch Mindfulness-Praktiken werden u.a. als Betäubungsmittel gegen die herrschenden Verhältnisse kritisiert. Andere sehen in ihnen das Potential, die Welt zu verbessern. Über diese Ambivalenzen sprechen wir mit der Journalistin, Podcasterin und Autorin Kathrin Fischer. Im April 2026 erschien ihr viel diskutiertes Buch „Achtsam geht die Welt zugrunde. Wie die Ideologie der Achtsamkeit gesellschaftlichen Wandel blockiert“. Kathrin Fischer hat 15 Jahre beim Hessischen Rundfunk gearbeitet und hostet seit 2022 den Podcast „Erschöpfung statt Gelassenheit. Warum Achtsamkeit die falsche Antwort auf ziemlich jede Frage ist". Shownotes: Kathrin Fischer: Achtsam geht die Welt zugrunde. Wie die Ideologie der Achtsamkeit gesellschaftlichen Wandel blockiert, Hanser 2026. Podcast von Kathrin Fischer: "Erschöpfung statt Gelassenheit - warum Achtsamkeit die falsche Antwort auf ziemlich jede Frage ist" Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.

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  • #30
    August 7 · 1 hr 9 min

    #30 Vergesellschaftung: Wie funktioniert das feministisch?

    Was können wir gegen die Sorgekrise und die gewaltvollen Geschlechterverhältnisse im Kapitalismus tun? Wie verhindern wir, dass sich die gesellschaftlichen Strukturen, die diese Konflikte hervorbringen, ständig wieder neu herstellen? Manche sagen: Feministisch vergesellschaften! Doch was genau steckt hinter dem Ansatz und warum könnte die Strategie des feministischen Vergesellschaftens eine Brücke schlagen zwischen verschiedenen Generationen und Spektren linker, feministischer Akteur*innen? Wie können Projekte des feministischen Vergesellschaftens schon im Hier und Jetzt ausbuchstabiert werden? Darüber sprechen wir in unserer neuen Folge mit Barbara Fried. Sie ist Referentin für klassenpolitischen Feminismus und sozialistische Transformation in der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter. Shownotes Konferenz "Feministisch Vergesellschaften - Her mit dem ganzen Leben!" (25.-27. September 2026, Ruhr-Uni-Bochum) Fried, Barbara/Wischnewski, Alex: Feministisch Vergesellschaften: Intersektionale Perspektiven auf Eigentum, Herrschaft und Produktion. In: Zeitschrift LuXemburg 2026. Mascha Madörin (2017): Neoliberalismus und die Reorganisation der Care-Ökonomie. In: Hans Baumann et al. (Hg.): Denknetz. Jahrbuch 2007: Zur politischen Ökonomie der Schweiz. Eine Annäherung. Zürich. Offizielle Webseite des mexikanischen Projekts UTOPIAS in Itztapalapa, Mexiko: https://utopias.mx/ Hier geht’s zum RLS-Dossier „Sorgende Städte“ mit vielen Texten, darunter Studien zu Eigentumsverhältnissen und rechtlichen Möglichkeiten einer stärkeren Gemeinwohlorientierung in der kommunalen Altenpflege, zur Initiative „Shoppingzentren zu Sorgezentren“ in Berlin oder zu internationalen Beispielen sorgender Städte, etwa in Lateinamerika und Spanien. Initiative „Sorge ins Parkcenter“:https://www.sorgezentren.de/ Wahmkow, Jonas:Die sorgende Stadt. Ein Kongress in Berlin diskutiert, wie die Stadt in Zukunft aussehen könnte. Vor allem geht es um die Bedürfnisse der Be­woh­ne­r:in­nen. In: taz, die tageszeitung, 24.3.2026.

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  • #29
    July 10 · 1 hr 15 min

    #29 Armut auf dem Land: Zwischen Landlust und Landfrust

    Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland lebt auf dem Land. Trotzdem kommt deren Lebensrealität wenig vor im öffentlichen Diskurs. Dabei zeigt sich in einigen Landkreisen ein drastischer ökonomischer Niedergang. Es sind abgehängte Regionen. Armut gilt hier nicht nur als Tabu, sie wird von den kommunalen Behörden nurmehr verwaltet, tendenziell sogar eher verfestigt, als bekämpft. Das hat fatale Konsequenzen, für die Betroffenen, aber auch für die Demokratie. In dieser Folge sprechen wir mit der Soziologin Tine Haubner über die Ursachen dieser Entwicklung. Wir sprechen mit ihr über das Spannungsverhältnis von Landfrust und Landlust, über Elendsverwaltung, über Armutsdeutungen und Angstscham, über einen möglichen Zusammenhang mit dem Erstarken der Rechten in abgehängten Regionen, was all das mit Kapitalismus zu tun hat und darüber, warum der Stadt-Land-Gegensatz kein Naturgesetz ist. Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter. Shownotes Engelke, B., & Belina, B. (2026). Provinzielle politische Kultur und extreme Rechte im ländlichen Raum. ZRex – Zeitschrift für Rechtsextremismusforschung, 6(1), 91–105. Haubner, T., Laufenberg, M., & Boemke, L. (2022). Zweiklassengesellschaften auf dem Land. Rurale Armutsräume im Spannungsfeld von Aufwertungs- und Peripherisierungsprozessen. In B. Belina, A. Kallert, M. Mießner, & M. Naumann (Hg.), Ungleiche ländliche Räume. Bielefeld. Vergessenes Land. Perspektiven auf rurale Entwicklung. (2021). PROKLA. Zeitschrift für Kritische Sozialwissenschaft, 51(204), 400–414.

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  • #28
    June 12 · 1 hr 1 min

    #28 Menschen mit Behinderung: Zurück ins Heim?

    Die Bundesregierung plant den größten Angriff auf den Sozialstaat seit der rot-grünen Agenda 2010. Auch die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung ist im Visier. Sogar das individuelle Recht auf ein selbstbestimmtes Leben steht auf der Kippe, ein Recht, das von Betroffenen hart erkämpft wurde. In der aktuellen Folge schauen wir uns an, was die Bundesregierung plant und werfen einen Blick nach Berlin. Dort hat in den letzten Monaten eine solidarische Bewegung wichtige Verbesserungen in der Eingliederungshilfe erstritten, unter anderem mithilfe einer Besetzung der Berliner Senatsverwaltung für Soziales. Doch unter anderem solche Erfolge auf Stadt- bzw. Länderebene stellt die Bundesregierung nun in Frage. Für unser Thema haben wir mit Birgit Stenger gesprochen. Sie ist Sozialpädagogin und arbeitet bei der Arbeitsgemeinschaft für selbstbestimmtes Leben schwerstbehinderter Menschen e.V. Birgit Stenger hat eine Behinderung und kämpft seit Jahren mit anderen Menschen, Behindertenverbänden und der Gewerkschaft ver.di für ein Leben in Würde. Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter. Shownotes Eva Völpel (2026): Sozialstaat: Die Kettensäge ist angeworfen. Wikipediaeintrag zum Bundesteilhabegesetz. Arbeitsgemeinschaft der Arbeitgeber*innen mit persönlicher Assisstenz: Verein - AAPA e.V. Peter Nowak (2026): Plötzlich ging‘s ganz schnell. In: taz, die tageszeitung, 19.5.2026. Zu Kristina Schröder (CDU) bzw. der Denkfabrik R21: Denkfabrik R21: Millionenförderung in der Kritik | Campact Rede von Bundeskanzler Merz auf dem Deutschen Kommunalkongress (2025): Starke Kommunen für ein starkes Deutschland | Bundesregierung Das vom Paritätischen Gesamtverband enthüllte interne Arbeitspapier mit den Kürzungsvorschlägen der Bund-Länder-Arbeitsgruppe. Joachim Rock (2026): Der Rollback: Sozialrechte sollen still abgebaut werden. DGB (2026): Kürzungen in der Eingliederungshilfe? Zur Empfehlung Nr. 17 der Kommission zur Sozialstaatsreform (KSR). Dagmar Herzog (2026): Aus Lust an der Zerstörung. SZ, 14.5.2026. Sowie Dagmar Herzog (2021): Eugenische Phantasmen. Eine deutsche Geschichte. Berlin. Und Dagmar Herzog (2025): Der neue faschistische Körper. Berlin. Hendrik Cremer (2026):Die AfD. Eine Gefahr für Menschen mit Behinderung. Deutsches Institut für Menschenrechte. Mitbringsel: Raúl Krauthausen, Adina Hermann (2024): Als Ela das All eroberte. über:morgen. Internationales Festival für linke Politik, Bildung und Kultur.

  • #27
    May 8 · 1 hr 28 min

    #27: Klassengesellschaft: Wie spaltet uns die Lohnarbeit? | Mit Nicole Mayer-Ahuja

    Über „die Arbeiterklasse“ zu reden, gilt vielen als überholt. Andere sind zwar der Meinung, dass es solch eine Klasse noch gibt, aber wer alles dazu gehört, ist umstritten. Sind es vornehmlich Beschäftigte in der Industrie, vor allem der Arbeiter im Blaumann? Oder ist die Arbeiterklasse nicht viel ausdifferenzierter und diverser? Und wenn das so ist: Was aber eint alle Mitglieder der Arbeiterklasse und unterscheidet sie von denen „da oben“? Die Soziologin Nicole Mayer-Ahuja legt mit ihrem neuesten Buch „Klassengesellschaft akut: Warum Lohnarbeit spaltet – und wie es anders gehen kann“ eine klärende Intervention vor. Die arbeitende Klasse ist demnach alles andere als verschwunden, allerdings ist sie stark fragmentiert, besitzt kaum Klassenbewusstsein, steht vielmehr in Konkurrenz zueinander. Wir sprechen mit Nicole Mayer-Ahuja darüber, was Klasse ist, wo die Spaltungslinien innerhalb der arbeitenden Klasse verlaufen, wie auf diese Weise Bündnisse und Gegenwehr erschwert werden, wer davon profitiert und wie eine verbindende Klassenpolitik dem etwas entgegen setzen könnte. Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter. Shownotes: Nicole Mayer-Ahuja: Klassengesellschaft akut. Warum Lohnarbeit uns spaltet – und wie es anders gehen kann, C.H. Beck 2025. Zum Weiterlesen bietet auch die Rosa-Luxemburg-Stiftung viele Texte, etwa das Buch „Klassentheorie. Vom Making und Remaking“, das Dossier „Klassenpolitik und soziale Gerechtigkeit“ oder regelmäßig aktuelle Artikel in der Zeitschrift LuXemburg. Einfach unter https://zeitschrift-luxemburg.de/ nach „Klassenpolitik“ suchen. Mitbringsel: Kühn, Timm (2026): Protest gegen Bank wirkt. Antifaschisten wieder mit Konto. Taz, 27.4.2026.

  • #26
    April 10 · 1 hr 4 min

    #26: Debanking: Der lange Arm der Regierung Trump

    Zivilgesellschaftliche Organisationen in Deutschland sind kürzlich wegen debanking in die Schlagzeilen geraten, etwa der Rechtshilfeverein Rote Hilfe. Debanking bedeutet, dass Banken ihren Kunden plötzlich die Konten kündigen. Diese Praxis ist kein neues Phänomen. Sie wird beispielsweise eingesetzt, wenn Banken vermuten, dass Geldwäsche stattfindet. Die aktuellen Fälle zeigen jedoch: Debanking gewinnt zunehmend an politischer Brisanz. Zumindest im Fall der Roten Hilfe ist klar, dass Maßnahmen der Trump-Administration Auslöser für die Kontokündigung waren. Hiesige Banken lassen sich, vermutlich auch in anderen Fällen, als verlängerter Arm der US-Regierung einspannen. Dahinter steckt unter anderem Trumps Kampagne gegen „die“ Antifa. Was genau ist debanking, welche Auswirkungen hat es, worauf können sich Banken in ihrer Praxis berufen und warum schützt die Bundesregierung die demokratische Zivilgesellschaft nicht besser vor Maßnahmen ausländischer Regierungen. Und nicht zuletzt: Was kann man gegen debanking tun? Wir beleuchten die Hintergründe von debanking und haben mit einer Betroffenen gesprochen. Ellen Händler, Vorsitzende des Bunds der Antifaschistinnen und Antifaschisten Treptow, erläutert, was debanking für ihre Vereinsarbeit bedeutet. Diese Folge haben wir wegen der Osterferien bereits am 24. März aufgenommen. In der Zwischenzeit wurde bekannt, dass sich auch das ZDF Trumps Sanktionspolitik zu eigen macht: ZDF übernimmt Sanktionslisten von Trump-Regierung Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter. Shownotes: Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Treptow Executive Order der Trumpregierung: Designations of Antifa Ost and Three Other Violent Antifa Groups - United States Department of State Andrea Nüsse: „Ich bin in die 90er Jahre zurückkatapultiert.“ An diesem Mann zeigt sich, wie abhängig Europa im Digitalen von den USA ist. Tagesspiegel, 15. Februar 2026. Kai Ambos: Die Sanktionierung des Rechts. Zur Sanktionspolitik der US-Regierung gegen den Internationalen Strafgerichtshof. Verfassungsblog, 17. Dezember 2025. Initiative Debanking stoppen: debankingstoppen.de – Solidarität mit antifaschistischen Strukturen Anne Baillot und Alexandra Keiner: Trifft es einen, trifft es alle? Herausforderungen und Perspektiven von Debanking-Praktiken in Europa. 25. Januar 2026 Simon Simanovksi: Repressionswäsche. Zum „Debanking“ linker Organisationen. Verfassungsblog, 5. März 20206. Konrad Litschko und Kersten Augustin: Wenn der Verfassungsschutz aussortiert. taz, 17. März 2026. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion (Büro Lisa Schubert): Kündigung von Konten politischer Organisationen („Debanking“) sowie Zahlungssouveränität in der Europäischen Union. Drucksache 21/4638. 6. März 2026. Financial Intelligence Unit (FIU): Typologien der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung Besondere Anhaltspunkte für das Erkennen einer möglichen Terrorismusfinanzierung. Stand April 2024. (Das Papier ist nicht offiziell über die FIU zugänglich, wurde hier aber online gestellt; Frag den Staat hat dazu gerade eine Anfrage laufen: Typologie - FragDenStaat) Das Mitbringsel: Sabine Nuss, Michael Heinrich: Tausch und Täuschung. Wie wir Geld machen. MaroHeft Nr. 22, 2026. MaroVerlag.

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  • #25
    March 13 · 1 hr

    #25: Ungleichheit: Hat Armut ein Geschlecht?

    Frauen sind strukturell stärker von Armut betroffen als Männer. So wird es immer wieder von Studien belegt. Gleichzeitig erleben wir aktuell einen Angriff auf den Sozialstaat, der die Situation von Frauen noch zu verschärfen droht. Armut hat ein Geschlecht und das - so heißt es – ist weiblich. Aber ist das wirklich so und wenn ja, warum? Welche Facetten hat soziale Ungleichheit mit Blick auf die Geschlechterverhältnisse, braucht Kapitalismus unbezahlte Care-Arbeit für seine Existenz und was wird mit dem gängigen Fokus auf „die Frauen“ und „die Männer“ ausgeblendet? In dieser Folge kommt die Politikwissenschaftlerin Friederike Beier zu Wort. Friederike forscht unter anderem zu Care, (queer-)feministischen Theorien und zum Verhältnis von Geschlecht und Kapitalismus. Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter. Shownotes: Claudia Chmel, Lukas Zielinski: »Armut – eine Frage des - Geschlechts?«, Bundesstiftung Gleichstellung, Dezember 2025, Download Friederike Beier (Hrsg.): Materialistischer Queerfeminismus. Theorien zu Geschlecht und Sexualität im Kapitalismus, Münster 2024. Friederike Beier: Time to Care. Chronofeminist Politics for Democracy, Gender Equality and Time Justice, Transcript 2026. Henrik Kleven et al: Child Penalties across countries, in: Regina-Maria Dackweiler/ Alexandra Rau/ Reinhild Schäfer (Hrsg..): Frauen und Armut. Feministische Perspektiven, Berlin 2020. Nikolaus Meyer: Kinderschutz oder Kontrollpolitik? Warum die Bundesregierung einen neuen Verdachtsraum für arme Familien eröffnet – DGSA Blog, 21. Januar 2026. Katharina Lux und Amelie Göppel: „Es ist kompliziert. Zur Beziehung von Kapitalismus und Feminismus“, Maro Heft. #21/2026. Friederike Maier / Dorothea Schmidt: Geschlechterverhältnisse und Erwerbstätigkeit Anmerkungen zu Gundula Ludwigs Artikel über Gramscis Hegemonietheorie und queer-feministische Staatstheorie, in: PROKLA 212, Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft. Schattenbericht 2025: Armut in Deutschland, Nationale Armutskonferenz (nak)

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  • #24
    February 13 · 58 min

    #24: Vermögenssteuer: Ran an die Milliarden!

    Bis zu 150 Milliarden Euro pro Jahr könnte eine Vermögenssteuer einbringen, die vor allem auf die Multimillionärinnen und Milliardärinnen in diesem Land abzielt. Das zeigt eine neue Studie des Steuerexperten Stefan Bach und Kollegen vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), die u.a. im Auftrag der Rosa-Luxemburg-Stiftung entstanden ist. Anlass für uns, erneut auf die Verteilung der großen Vermögen zu schauen. Über die wird gerade wieder intensiver diskutiert: Die SPD hat eine Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer ins Gespräch gebracht, der bekannte Ökonom und Ungleichheitsforscher Gabriel Zucman kürzlich sein schon jetzt viel beachtetes Buch „Reichensteuer. Aber richtig!“ vorgelegt, in dem er für sein Konzept einer weltweiten Mindeststeuer auf extrem hohe Vermögen bzw. Milliardenvermögen wirbt. Wir sprechen darüber, wie und warum wir extremen Reichtum anders besteuern sollten - aber auch, warum das alleine nicht ausreicht, wenn man Ungleichheit bekämpfen will. Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter. Shownotes: Neue DIW-Studie im Auftrag u.a. der Rosa-Luxemburg-Stiftung: Vermögensteuer Die Linke - Rosa-Luxemburg-Stiftung sowie ausgewählte Presseschau von Tom Strohschneider zur Veröffentlichung der Studie auf Substack: Vermögensteuer, »Schlüsselloch«, Epstein - Linksdings Gabriel Zucman im Gespräch bei Jung und Naiv: Ökonom Gabriel Zucman über die Besteuerung von Milliardären - Jung & Naiv: Folge 806 sowie Zucman, Gabriel (2026): Reichensteuer. Aber richtig! Suhrkamp. Berlin. Völpel, Eva: Vermögensteuer: Zum Nachteil der Mittelschicht? Vermögensteuer: Zum Nachteil der Mittelschicht? - Rosa-Luxemburg-Stiftung. Dieses FAQ ist Teil des aktuellen RLS-Februardossiers „Niemand muss Milliardär sein“: Dossier: Niemand muss Milliardär sein - Rosa-Luxemburg-Stiftung. Darin findet Ihr auch unsere in der Sendung erwähnte neue juristische Studie zur Vermögensteuer von Stefan Bornecke sowie unsere neue Publikation „Ungleichland. Grafiken und Fakten zu Deutschland“: Ungleichland - Rosa-Luxemburg-Stiftung Trautvetter, Christoph (2024): Fallstudien zur Steuergerechtigkeit. Der Fall Susanne Klatten. 241118FallstudieSusanne-Klatten_Druck.pdf Jirmann, Julia/Trautvetter, Christoph (2023): Milliardenvermögen in Deutschland. Lücken der Reichtumserfassung und –besteuerung. Vorschlag für einen alternativen Reichtumsbericht. Working paper der Hans-Böckler-Stiftung Nr. 316. Milliardenvermögen in Deutschland. Lücken der Reichtumserfassung und -besteuerung – Vorschlag für einen alternativen Reichtumsbericht Oxfam/Netzwerk Steuergerechtigkeit (2024): Keine Angst vor Steuerflucht. 100 Jahre demokratische Gegenmaßnahmen und ihre Bedeutung für die Besteuerung deutscher Milliardenvermögen. Oxfam-Netzwerk-Steuergerechtigkeit-2024_Keine-Angst-vor-Steuerflucht.pdf Zur aktuellen Debatte um eine Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer: LdN464 Koalition streitet über Vermögensverteilung: Kommt die Erbschaftssteuer für Reiche? – Lage der Nation Nuss, Sabine (2026): Der verdrängte Kapitalismus. Möglichkeiten und Grenzen antifaschistischer Wirtschaftspolitik. Ein Gesprächsband mit Andrej Holm, Stephan Kaufmann, Antonella Muzzupappa und Ingo Stützle. Karl Dietz Verlag Berlin. NDR/Panorama (2025): Stiftung Familienunternehmen: Lobby für Superreiche? Panorama: Stiftung Familienunternehmen: Lobby für Superreiche? - hier anschauen

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  • #23
    Dec 12, 2025 · 1 hr 12 min

    #23: Space Race 2: Der Ausverkauf des Weltraums | mit Isabel Feichtner

    Wem gehören eigentlich Sonne, Mond und Sterne? Allen. Der Weltraum gilt als gemeinsames Menschheitserbe. So sagt es das Völkerrecht. Seit einigen Jahren jedoch schreitet die Privatisierung und Kommerzialisierung des Weltraums rasant voran. Hoch über unseren Köpfen ist ein Wettlauf um die Vorherrschaft im All entbrannt. Es geht unter anderem um die Erschließung von Mond, Mars und Asteroiden als Lieferanten wertvoller Rohstoffe, es geht um Macht, Geld und Größenwahn: Elon Musk will den Mars besiedeln, Jeff Bezos Millionen von Menschen in riesigen Raumschiffen im Sonnensystem ansiedeln. Aber dürfen die das? Wir sprechen mit der Völkerrechtlerin Professor Dr. Isabel Feichtner darüber, wie die Nationalstaaten des Planeten Erde sukzessive den Weltraumvertrag unterlaufen, indem sie ihre irdische Konkurrenz mitsamt Kapitalismus in den Weltraum ausweiten – mit zerstörerischen Folgen. Schreibt uns an armutszeugnis@rosalux.org Shownotes: Raumfahrtstrategie der Bundesregierung, herausgegeben vom Bundeswirtschaftsministerium, September 2023. Isabel Feichtner: Bodenschätze. Über Verwertung und Vergesellschaftung. Hamburger Edition, 2025. Antje Nötzold, Enrico Fels, Andrea Rotter, Moritz Brake (Hrsg.:): Strategischer Wettbewerb im Weltraum. Springer VS, 2024. Jingle: Copyright Free Music inspired heavily by the Star Trek shows, by Louis Humanoide 2. Ausschnitte aus Picard in Star Trek, «Der erste Kontakt», 1996. Enno Schöningh: Wem gehört das All? Über die Zukunft der Erde wird mehr und mehr im Weltraum entschieden. Deshalb können wir ihn nicht den Großmächten überlassen. Eine Anleitung zum Mitreden, vom 12.7.2025 Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.

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  • #22
    Nov 14, 2025 · 1 hr 4 min

    #22: Attacke auf den Sozialstaat: Eine orchestrierte Kampagne

    Kaum eine Woche vergeht, in der nicht eine neue Idee durch die Arena getrieben wird, wie wir den Sozialstaat zusammen kürzen müssen. Zu teuer, nicht mehr finanzierbar, wir müssen alle mehr Eigenverantwortung zeigen, heißt es. Aber sind die Ausgaben für den Sozialstaat wirklich explodiert? Und was soll das eigentlich konkret heißen, mehr Eigenverantwortung, wenn wir krank werden, in Rente gehen oder wenn wir im Alter auf Pflege angewiesen sind? Und warum stehen auch Ausgaben für Kinder, Jugendliche oder Menschen mit Behinderungen auf dem Prüfstand? Der Angriff auf den Sozialstaat ist ein Kernprojekt der Merz-Regierung, das zeigt aktuell auch die Grundsatzrede von Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche (die sie allerdings nach unserem Redaktionsschluss gehalten hat). Höchste Zeit, mal genauer auf die Debatte und mögliche Antworten zu schauen. Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter. Shownotes: Dullien, Sebastian/Rietzler, Katja (2025): Sozialstaatsdebatte krankt an mangelnder Analyse und Fokus auf Scheinprobleme. IMK-Kommentar Nr. 16. Sowie: Systemrelevant-Podcast (2025): Der Sozialstaat im Visier. Falsche Fakten für falsche Debatten. Folge Nr. 267. Cansın Köktürk (2025): „Das ist moralisch verroht“. Interview mit der Linken-Bundestagsabgeordneten zur Sozialstaatsdebatte Tacheles e.V. (2025): Wir schlagen Alarm! Der Verein Tacheles fasst anschaulich die wichtigsten und gravierendsten Änderungen der Bürgergeldreform zusammen. Burkhard Jung, SPD (2025): Kommunen weiter in schwieriger Finanzlage. DLF, Interview der Woche (2.11.2025) RLS-Dossier zu Sorgenden Städten und vielen Aspekten der Care-Frage

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  • #21
    Oct 10, 2025 · 1 hr 38 min

    #21: Wiedervereinigung: Die Enteignung der Ostdeutschen | mit Martyna Linartas

    35 Jahre ist die deutsche Wiedervereinigung her – doch von einer Angleichung der ökonomischen Lebensverhältnisse zwischen Ost- und Westdeutschland kann keine Rede sein. So sind zwar manche Unterschiede kleiner geworden, doch im Großen und Ganzen gilt weiterhin: Im Osten sind Löhne, Erbschaften und Vermögen deutlich geringer und prekäre Beschäftigungsverhältnisse und Armut größer als im Westen. Wir schauen genauer auf das Ausmaß dieser Ungleichheit, was die Treuhand und die schockartige Einführung der privaten Marktwirtschaft damit zu tun hatten und wie man heute gegensteuern müsste. Zu Gast in dieser Folge ist die Ungleichheitsforscherin Martyna Linartas. Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter. Shownotes: Linartas, Martyna (2025): Unverdiente Ungleichheit. Wie der Weg aus der Erbengesellschaft gelingen kann. Reinbek. Schaut gerne auch in Martynas Projekt Home | ungleichheit.info Luft, Christa (1996): Die Lust am Eigentum. Auf den Spuren der deutschen Treuhand. Zürich. Liedtke, Rüdiger (Hg.) (1993): Die Treuhand und die zweite Enteignung der Ostdeutschen. München. Ausstellung der Rosa-Luxemburg-Stiftung „Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale“ samt begleitender Ausstellungsbroschüre Mau, Steffen (4. Aufl. 2024): Ungleich vereint: Warum der Osten anders bleibt. Berlin. Sabine bei Jung & Naiv (Folge 782): https://www.youtube.com/watch?v=_NqOn2BCVOM

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  • #20
    Sep 12, 2025 · 42 min

    #20: Mehr Pappwand als Brandmauer. Das Erstarken der Rechten | Teil 2

    In der letzten Folge haben wir einige Studien besprochen, die einen Zusammenhang zwischen staatlicher Sparpolitik, ökonomischer Krisen und dem Auftrieb rechter Parteien belegen. In dieser Folge schließen wir daran an und stellen weitergehende Erklärungen vor. Rechte Ideologien sind demnach nicht erst in den letzten Jahren durch eine Zuspitzung neoliberaler Politik und Krisen entstanden, sie existieren schon sehr viel länger in den Köpfen der Menschen. Dabei wird deutlich, dass Menschenfeindlichkeit, Nationalismus und autoritäres Denken weniger der extreme Pol am rechten Rand ist, sondern aus der Mitte der Gesellschaft rührt. Woran liegt das und was erzählt uns das über unsere Wirtschaftsweise? Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter. Shownotes: Thomas Ebermann, Thorsten Mense, Flo Thamer: NORMAL – Eine Besichtigung des Wahns. Aufführung am 27. November 2025, Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin. Weitere Informationen zum Stück unter: https://www.vernunftwahn.de/ Wilhelm Heitmeyer: Autoritäre Versuchungen, Berlin 2018. Wilhelm Heitmeyer: Deutsche Zustände: Folge 1-10, Suhrkamp Kaufmann, Stephan: Macht Sparen rechts? Und warum? vom 10. Februar 2024, in: Politik & Ökonomie Blog Thorsten Mense, Judith Goetz (Hrsg.): Rechts, wo die Mitte ist: die AfD und die Modernisierung des Rechtsextremismus, Münster 2024. Andreas Zick, Beate Küpper, Nico Mokros: (Hrsg. für die Friedrich-Ebert-Stiftung): Die distanzierte Mitte. Rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland, 2022/23.

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  • #19
    Aug 8, 2025 · 42 min

    #19: Ist neoliberale Politik schuld? Das Erstarken der Rechten | Teil 1

    Es gibt viele Erklärungen für das Erstarken der Rechten. Vor allem Sparmaßnahmen des Staates, aber auch andere ökonomische Krisenerscheinungen, wie Inflation, stehen in jüngster Zeit stärker im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Studien zeigen: Die Folgen einer neoliberalen Wirtschaftspolitik begünstigen den Zulauf zu rechten Parteien. Wir stellen einige Studien kurz vor, diskutieren widersprüchliche Beobachtungen und steigen ein in weitergehende Erklärungen. Das setzen wir in einem zweiten Teil fort. Wir vertiefen in der Septemberfolge die Frage, warum rechte Ideologien in allen gesellschaftlichen Schichten greifen und was uns das über unsere Wirtschaft erzählt. Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org Shownotes: Lia Becker: Sozialer Antifaschismus. Neoliberale Faschisierung und das Momentum der Linken in Zeitschrift LuXemburg Hans-Jürgen Bieling: Austerity-induced populism: the rise and transformation of the new right, in: Hrsg.: Stephen McBride, Stephan/ Evans, Bryan/ Plehwe, Dieter: The Changing Politics and Policy of Austerity , S. 213 - 229, Bristol University Press 2021. Dossier der Rosa-Luxemburg-Stiftung: Kampf gegen Rechts Maxine Fowé, Isabella Weber: Mietenstopp gegen rechts, in: Surplus – Das Wirtschaftsmagazin, 24. April 2025 Robert Gold, Lehr, Jakob Lehr: Paying Off Populism: EU-Regionalpolitik verringert Unterstützung populistischer Parteien. April 2024, Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) Jana Hensel: Geld schützt nicht vor Radikalen. Im Osten werden vielerorts Milliardensummen in neue Fabriken investiert – auch dank großzügiger Subventionen der Ampelregierung. Trotzdem ist die AfD so stark wie nie. Wie kann das sein? Aus der ZEIT Nr. 18/2024 Fred Heussner: Antifaschistische Ökonomik? Naklar! Aber was heißt das? Exploring Economics, 2024, und Fred Heussner (2025): Ist antifaschistische Wirtschaftspolitik die Lösung? Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung „Von Tech-Oligarchie bis antifaschistische Wirtschaftspolitik: Aktuelle wirtschaftspolitische Paradigmen und Debatten“, Plurale Ökonomik, Universität Siegen Stephan Kaufmann: Macht sparen rechts? Und warum?, in: Politik & Ökonomie, Beiträge zur politischen Ökonomie, 10. Februar 2024 Thomas Laschyk, Sophie Scheingraber: Lindner „glaubt“ nicht daran, dass Sparpolitik die AfD stärkt – das sagt die Wissenschaft | Mai 27, 2024 | Faktencheck Thorsten Mense, Goetz, Judith (Hrsg.): Rechts, wo die Mitte ist. Die AfD und die Modernisierung des Rechtsextremismus. Unrast 2024. Daniel Mullis: Der Aufstieg der Rechten in Krisenzeiten. Reclam 2024. Berlin Summit Declaration (2024): Winning back the people. Berlin Summit Declaration May 2024 - Forum for a New Economy Weber, Isabella: Fünf antifaschistische Wirtschaftsvorschläge, um den Rechtsruck zu stoppen. Interview im Freitag (Online), 2024. Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.

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  • #18
    Jul 11, 2025 · 1 hr 7 min

    #18: Autoindustrie: Wenn Menschen nur noch Zahlen sind | mit Rhonda Koch

    Die deutsche Automobilindustrie, ein Pfeiler der Exportindustrie, steckt in der (Absatz-)Krise. Verschlafene E-Mobilität, zu viel Fokus auf teure Luxusmodelle, zu hohe Lohnkosten - es mangelt nicht an Erklärungen, woran es angeblich hapert im unerbittlichen Wettrennen um globale Marktanteile. Doch wie geht es überhaupt den Beschäftigten in den Werkshallen? Wir schauen am Beispiel vom VW-Werk Baunatal bei Kassel genauer hin, sprechen über entfremdete Arbeit und wie sich Konflikte um die sozial-ökologische Transformation im Alltag der Belegschaften zeigen. Unser Interviewgast ist Rhonda Koch. Sie ist Referentin beim Betriebsrat in Baunatal und promoviert unter anderem zur Frage, wie Automobilarbeiter*innen die Klimakrise erfahren. Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org Shownotes: Stephan Krull: Lohnraub und Arbeitszeitverlängerung bei Volkswagen, 1. Juli 2025 Thomas Goes: Eine andere Autowirtschaft ist möglich. Sozialökologische Wege aus der Krise der Fahrzeugindustrie. Neues Deutschland, 9. Januar 2025 Stephan Kaufmann: Autobranche: Krisenüberwindung auf Kosten der Beschäftigten. Neues Deutschland, 30.9.2024 Mario Candeias/Stephan Krull (Hrsg.): Spurwechsel. Studien zu Mobilitätsindustrien, Beschäftigungspotenzialen und alternativer Produktion. Januar 2022, Hamburg. Siehe auch das Dossier Spurwechsel der Rosa-Luxemburg-Stiftung Johannes Schulten/Jörn Böwe: Die Transformation der globalen Automobilindustrie. Trend, Deutungen, sozialökologische Handlungsstrategien. Ein Handbuch für die gewerkschaftliche und politische Praxis. März 2023. Châtelaine. Richard Detje/Dieter Sauer: Solidarität in der Transformation. Fortschrittspotenziale in Zeiten der Krise. Juli 2021, Berlin Klaus Dörre/Steffen Liebig/Kim Lucht/Johanna Sittel: Klasse gegen Klima? Transformationskonflikte in der Autoindustrie. Berliner Journal für Soziologie Nr. 34, Dezember 2023. IG Metall/ADFC/Allianz pro Schiene/EVG/Zukunft Fahrrad: Die Verkehrswende starten. Ökologisch, ökonomisch, sozial. Januar 2024 „Vier Ideen, wie wir die AfD besiegen können“ – Klaus Dörre im Gespräch mit Elsa Koester. Der Freitag Podcast, 14. Februar 2024 Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.

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  • #17
    Jun 13, 2025 · 57 min

    #17: Wachstumswahn: Im Bann des BIP

    Alle drei Monate blicken Politik und Wirtschaft gebannt auf das Bruttoinlandsprodukt – das BIP. Diese Zahl ist das Maß aller Dinge, Indikator für wirtschaftliche Leistung, Wohlstand, Fortschritt und Glück. Steigt das BIP, wird gejubelt: Die Wirtschaft wächst! Sinkt es, droht der Untergang. Das BIP scheint Teil eines religiösen Glaubenssystems, das Wachstum der Fetisch auf dem Altar. Doch am Wachstum scheiden sich die Geister. Für die einen ist es Garant für Wohlstand, für die anderen Grund für Umweltzerstörung. Aber was überhaupt ist Wachstum? Was genau wächst, wenn das BIP steigt? Wie wird Wirtschaftsleistung gemessen, was wird dazu gezählt, was nicht, wieso ist genau das das Problem und wie konnte das BIP zur «mächtigsten Zahl der Menschheitsgeschichte» (Philipp Lepenies) werden? Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org Shownotes Gechert, Sebastian/Heimberger, Philipp: Do corporate tax cuts boost economic growth? IMK Working Paper Nr. 210, Düsseldorf, 2021 Kaufmann, Stephan: Angetreten zum Dienst am Wachstum. Worum es der Politik in der Debatte um längere Arbeitszeiten tatsächlich geht, 30.05.2025 Lepenies, Philipp: Die Macht der einen Zahl. Eine politische Geschichte des Bruttoinlandsprodukts. 2. Auflage, Originalausgabe. edition suhrkamp 2673. Berlin: Suhrkamp Verlag, 2023. Schlaudt, Oliver: Die politischen Zahlen. Über Quantifizierung im Neoliberalismus. Originalausgabe. Klostermann Rote Reihe 102. Frankfurt am Main: Vittorio Klostermann GmbH, 2018. Schüle, Christian: Obsession oder Notwendigkeit: Was ist Wachstum? Kulturleben, Bayern 2., 10.04.2018. Theine, Hendrik, Verita, Carlotta und Gartiser, Moritz: Über Reichtum berichten. Der "Gute Rat für Rückverteilung" in den Medien, Erscheinungsdatum 15.05.2025, OBS-Arbeitspapier 79 Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.

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  • #16
    May 9, 2025 · 51 min

    #16: Aufrüstung: Mit Waffen zu Wohlstand?

    Deutschland rüstet massiv auf. Das Wort vom „Kriegskeynesianismus“ macht die Runde – dahinter steckt die Annahme, dass steigende Rüstungsausgaben Deutschland nicht nur sicherer machen, sondern zugleich für mehr Wachstum und Wohlstand sorgen. Aus Sicht vieler Ökonom*innen eine Win-Win-Situation. Aber was passiert eigentlich, wenn riesige, über öffentliche Kredite finanzierte Investitionen in die Beschaffung von Kriegsgerät fließen? Sorgt das tatsächlich für nennenswert mehr Wachstum? Oder gehen uns stattdessen Ressourcen beispielsweise für die Klimatransformation verloren? Und wie groß ist die Gefahr, dass ein Großteil der öffentlichen Gelder in überteuerte Rüstungsgüter fließt und die private Rüstungsindustrie den Staat als cash cow ausnimmt? Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org Shownotes: Hier geht‘s zum Dissens-Podcast Folge 297, in dem der Rüstungsexperte Alexander Lurz (Greenpeace) unter anderem über das militärische Kräfteverhältnis zwischen der NATO und Russland spricht, basierend auf der Greenpeace-Studie: «Wann ist genug genug?» Einschätzungen des Ökonomen Moritz Schularick bzw. eine weitere Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft zum Thema Aufrüstung und Wachstum Stellungnahme des Ökonomen Tom Krebs für den Deutschen Bundestag zur Reform der Schuldenbremse und der Wirkung der Aufrüstungsmilliarden Renata Allio: Der ökonomische Nutzen von Krieg und Rüstungsproduktion. In: PROKLA, Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft Michael Brozska: Arsenale, Aufträge, Amigos - (K)eine Wende in der Rüstungsbeschaffung der Bundeswehr? Dorothea Schmidt: Gibt es in Deutschland einen militärisch-industriellen Komplex? In: PROKLA, Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft Song Kapitulation von Tocotronic Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.

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  • #15
    Apr 11, 2025 · 58 min

    #15: Vergesellschaftung: «Kapitalismus ist verfassungswidrig»

    Die aktuellen Großkonflikte spitzen sich zu, allen voran der Klimawandel mit seinen sozialen Verwerfungen. Die herrschenden liberalen Antworten setzen auf den Markt, mithin einen «grünen Kapitalismus», unterschlagen aber den sozialen Ausgleich. Dies stärkt die rechten Parteien und Ideologien. Seit einiger Zeit nun wird als Antwort auf die vielfachen Krisen die Forderung nach «Vergesellschaftung» laut: Grund und Boden, Produktionsmittel und Naturschätze sollen der privaten, profitorientierten Verfügungsgewalt entzogen werden. Auch soziale Ungleichheit möchte man damit beseitigen und so zugleich rechten Ideologien den Nährboden entziehen. Doch was genau verbirgt sich dahinter, inwiefern könnte das ein Ausweg sein und wieso wäre damit ein Ende der permanenten Enteignung eingeläutet? Und wieso sollte Kapitalismus verfassungswidrig sein? Einschalten lohnt sich! Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org Erwähnte Literatur: Adamczak, Bini. Beziehungsweise Revolution: 1917, 1968 und kommende. Berlin: Suhrkamp, 2017. Dahm, Rupay. Selbstbestimmt Arbeiten, Betriebe Demokratisieren: Ein Praxisleitfaden Für Selbstorganisierte Unternehmen. München: Oekom, 2024. Feichtner, Isabel. Bodenschätze: Über Verwertung und Vergesellschaftung. Hamburger Edition, 2024. Kiess, J., Wesser-Saalfrank, A., Bose, S., Schmidt, A., Brähler, E., und Decker, O.: Arbeitswelt und Demokratie in Ostdeutschland: Erlebte Handlungsfähigkeit im Betrieb und (anti)demokratische Einstellungen. OBS-Arbeitspapier 64. Frankfurt am Main: Otto Brenner Stiftung. 2023. Notz, Gisela. Genossenschaften: Geschichte, Aktualität und Renaissance. Stuttgart: Schmetterling Verlag, 2023. Zur erwähnten Philosophin Catherine Colliot-Thélène siehe: Christoph Menke. Expropriation der Expropriateure. Die Rettung des Eigentums, in: Angebauer, Niklas, Jacob Blumenfeld, und Tilo Wesche, Hrsg. Umkämpftes Eigentum: Eine gesellschaftstheoretische Debatte. Berlin: Suhrkamp, 2025. Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.

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  • #14
    Mar 14, 2025 · 54 min

    #14: Klimakrise: Wie Privateigentum den Planeten verwüstet

    Der weltweite Ausstoß von CO2 geht vor allem auf das Konto der Superreichen. Die reichsten 10 Prozent der Weltbevölkerung verursachen die Hälfte aller weltweiten CO2-Emissionen. Das ist nicht neu. Weniger im Fokus der öffentlichen Debatte steht, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten der Milliardäre wesentlich problematischer sind als ihre Luxusjachten und Privatjets. Der Großteil der Emissionen des reichsten 1 Prozent der Bevölkerung stammt aus ihren Investitionen in klimaschädliche Unternehmen. Möglich macht das die herrschende Ordnung, die auf Privateigentum beruht. Aber wie funktioniert die genau, wieso reichen Instrumente der Umverteilung nicht aus und wie könnte mehr Demokratie in der Wirtschaft den Planeten retten? Darüber sprechen wir in dieser Folge. Im Interview: Leonie Petersen, Referentin für sozial-ökologische Transformation bei Oxfam. Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org Hinweis: Bei 06:20 Min. stellt Sabine den Vergleich zwischen Milliardär*innen und durchschnittlichem Mensch auf, es fehlt allerdings die zeitliche Referenz, vollständig muss es heißen: «50 der reichsten Milliardärinnen und Milliardäre der Welt verursachen Oxfam zufolge durch ihre Investitionen, Privatjets und Yachten in 90 Minuten im Mittel mehr Treibhausgase als ein Mensch im weltweiten Durchschnitt in einem ganzen Leben.» Shownotes: "Die tödlichen Folgen der Klimakrise: Wie die Emissionen der reichsten Deutschen die Klimakatastrophe vorantreiben", Oxfam, 13. Februar 2025 "Milliardär*innen verursachen in 90 Minuten mehr Treibhausgase als der Durchschnitt in einem ganzen Leben", Oxfam, 28. Oktober 2024 Website des französischen Ökonomen Lucas Chancel mit seinen Studien zu sozialer Ungleichheit und CO2-Ausstoß Report der NGO Urgewald über die weltweiten Investments in die fossile Industrie Wie Konzerne mit Investitionsschutzklagen (ISDS-Verfahren) Klimaschutz sabotieren, zeigt dieser globale Tracker: Global ISDS Tracker | How Corporate Courts Threaten Our Future Mitbringsel: Future Histories-Folge mit Tadzio Müller zu solidarischem Preppen im Kollaps Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.

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  • #13
    Feb 28, 2025 · 1 hr 5 min

    #13: Sozialer Sprengstoff: Klimaschutz mit der Union

    Die Bundestagswahl ist vorbei. Was erwartet uns jetzt in Sachen Klimaschutz mit einer unionsgeführten Regierung? CDU und CSU wettern gegen eine angeblich ideologische Klimapolitik, die auch auf gesetzliche Einschränkungen und gezielte Investitionen setzt. Stattdessen singen die Konservativen das hohe Lied auf den Markt. Sie wollen den Emissionshandel zum „Leitinstrument“ der Klimapolitik ausbauen. Dabei wird das Recht, klimaschädliches CO2 auszustoßen, zur handelbaren Ware. Auf EU-Ebene ist bereits beschlossen, dass ab 2027 auch die Bereiche Gebäude und Verkehr in den europäischen Emissionshandel einbezogen werden. Damit aber werden die Preise für Heizen und Tanken drastisch erhöht. Das birgt sozialen Sprengstoff. Wir schauen uns genauer an, wie diese CO2-Bepreisung funktioniert, welche Probleme der Mechanismus hat – und was man tun muss, damit künftig nicht noch mehr Menschen sagen: Klimaschutz? Zu teuer. Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org Shownotes: Sven Ploeger: „Viele Politiker leben in einer Fantasiewelt“ Bertelsmann-Studie von Sara Holzmann und Ingo Wolf zum Thema „Klimapolitik und soziale Gerechtigkeit“ Uwe Witt: „Sind CO2-Preise Teufelszeug?“ Agora Energiewende: „Der CO2-Preis für Gebäude und Verkehr“ Hier geht es zum Dossier „Solidarische Wärmewende“ der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Darin findet Ihr unter anderem einen guten Mythencheck zum Thema Wärmewende. Hier findet Ihr die im Prolog erwähnte Studie vom Paritätischen Gesamtverband und Öko-Institut: „Wärmewende: Die Marktlösung macht Heizen zum Luxus“ Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.

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