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WDR Zeitzeichen

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Der tägliche Podcast über Geschichte von der Antike bis heute, über Europa und die Welt, über die Geschichte der Menschheit: 15 Minuten zu historischen Persönlichkeiten und Erfindungen. Von George Washington bis Rosa Luxemburg, vom Büstenhalter bis Breaking Bad.

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  • 106 episodes
  • daily
  • Avg 14 min
  • German
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  • September 16 · 14 min

    Hitlers jüdische Prinzessin: Stephanie von Hohenlohe

    Sie wusste mit ihren Reizen zu spielen, wurde Hitlers Vertraute und spionierte für ihn - und das trotz ihrer jüdischen Herkunft: Die spätere Prinzessin von Hohenlohe Waldenburg-Schillingsfürst. In diesem Zeitzeichen erzählt Edda Dammmüller: wie aus einer jungen Frau aus einfachen Wiener Verhältnissen eine Prinzessin mit besten Kontakten wird, weshalb sie für Hitler geheime Kanäle nach Großbritannien und in die USA eröffnet, wie sie den britischen Medienmagnaten Lord Rothermere für politische Ziele gewinnt, warum ihre geheime Mission nach London 1938 auffliegt, wie sie selbst nach Haft und Internierung immer wieder neue einflussreiche Netzwerke aufbaut. Als Stephanie von Hohenlohe 1891 in Wien geboren wird, deutet wenig auf ihren späteren Aufstieg hin. Doch sie entwickelt ein außergewöhnliches Talent, Menschen für sich einzunehmen, und bewegt sich bald souverän in den höchsten Kreisen Europas. Zwischen den Weltkriegen knüpft sie Verbindungen zu Adligen, Politikern und Medienunternehmern. Schließlich wird sie zu einer wichtigen Mittlerin für das NS-Regime. Ihre Geschichte führt von Wien über London und Berlin bis in die USA und zeigt, wie sehr persönlicher Einfluss politische Entscheidungen beeinflussen kann. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Dr. habil. Karina Urbach (Historikerin, London) Karina Urbach: Hitlers heimliche Helfer. Der Adel im Dienst der Macht. Darmstadt 2016 Weiterführende Links: Planet Wissen: Der Weg in den Zweiten Weltkrieg Zeitzeichen 13.03.1938: Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Edda Dammmüller Redaktion: Sefa Inci Suvak

  • September 15 · 14 min

    Erster Schwarzer Staatsbürger Deutschlands: Mandenga Diek

    Dass Diek (geb. 15.9.1871) eingebürgert wird, ist im Kaiserreich eine absolute Ausnahme. Die Staatsbürgerschaft schützt ihn nicht vor Rassismus - nicht einmal in der eigenen Familie. In diesem Zeitzeichen erzählt Franziska Rempe: wie Mandenga Diek aus Kamerun nach Hamburg kommt, weshalb seine Einbürgerung im Kaiserreich eine Ausnahme bleibt, wie er sich trotz rassistischer Erfahrungen ein Leben in Deutschland aufbaut, wie Diek sich für Schwarze Menschen in Deutschland engagiert, welche Rolle ein Familienfoto nach dem Zweiten Weltkrieg bei einer Flucht spielt. Mandenga Diek reist 1891 aus Kamerun nach Hamburg. Er lernt Deutsch, absolviert eine Schusterlehre und beantragt schließlich die deutsche Staatsbürgerschaft. 1896 wird seinem Antrag stattgegeben. Nach heutigem Forschungsstand ist er damit der erste Schwarze Staatsbürger im Deutschen Kaiserreich. Diek engagiert sich in Vereinen, engagiert sich politisch für die Rechte Schwarzer und wird Teil einer wachsenden Schwarzen Community. Doch das NS-Regime beendet das bürgerliche Leben von Diek und seiner Familie - und entzieht ihnen schließlich die Staatsbürgerschaft. Bald darauf wird ein Familienfoto wird zum Schlüssel für das Überleben der Angehörigen. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Abenaa Adomako (Urenkelin von Mandenga Diek) Katharina Oguntoye: Schwarze Wurzeln. Afro-deutsche Familiengeschichten von 1884 bis 1950. Leipzig 2020 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Franziska Rempe Redaktion: Carolin Rückl, Sefa Inci Suvak

  • September 14 · 14 min

    Dante Alighieri: Wie die Hölle den Dichter unsterblich macht

    Wir sagen: Keine Angst vor Dante! Wer war der Dichter, der die Hölle beschrieb wie kein Zweiter und bis heute nach dem Sinn des Lebens fragen lässt? In diesem Zeitzeichen erzählt Maren Gottschalk: wie Dante trotz Verbannung, Armut und Exil sein bedeutendstes Werk vollendet, warum die Figur der Beatrice zum Mittelpunkt seiner Dichtung wird, weshalb die "Göttliche Komödie" weit mehr ist als eine Geschichte über die Hölle, wie Dante mit seinem Werk das Italienische als Schriftsprache begründet, warum seine Bilder von Himmel und Hölle Künstler bis in die Gegenwart inspirieren. Dante Alighieri wächst in Florenz auf, wird Politiker, Dichter und Gelehrter. Seine Lebensgeschichte bleibt in vielem rätselhaft, denn er stellt sein Werk konsequent über die eigene Biografie. Besonders die Gestalt der Beatrice prägt seine Dichtung und wird zur treibenden Kraft seiner literarischen Welt. Nach seiner Verbannung aus Florenz lebt Dante viele Jahre im Exil. In dieser Zeit entsteht die "Comedia", die später als "Göttliche Komödie" berühmt wird. Die Vision einer Reise durch Jenseits, Läuterung und Paradies macht das Werk zu einem Meilenstein der Weltliteratur. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Prof. Winfried Wehle (Romanist, Literaturwissenschaftler und Feuilletonist, langjähriger Vorsitzender der Deutschen Dante-Gesellschaft) Franziska Meier: Besuch in der Hölle. Dantes Göttliche Komödie. Biographie eines Jahrtausendbuchs. München 2021 Ulrich Prill: Dante. Stuttgart 1999 Dante Alighieri: Die göttliche Komödie. Köln 1979 Weiterführende Links: Zeitzeichen: Die Zünfte entmachten den Adel in Florenz (im Jahr 1293) Deutsche Dante-Gesellschaft Europeana: Werke von Dante Alighieri Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Maren Gottschalk Redaktion: Ronald Feisel und Matti Hesse Technik: Sascha Schiemann

  • September 14 · 14 min

    Dante Alighieri: Wie die Hölle einen Dichter unsterblich macht

    Keine Angst vor Dante (gestorben am 14.9.1321): Wer war der Dichter, der die Hölle beschrieb wie kein Zweiter und bis heute nach dem Sinn des Lebens fragen lässt? In diesem Zeitzeichen erzählt Maren Gottschalk: wie Dante trotz Verbannung, Armut und Exil sein bedeutendstes Werk vollendet, warum die Figur der Beatrice zum Mittelpunkt seiner Dichtung wird, weshalb die "Göttliche Komödie" weit mehr ist als eine Geschichte über die Hölle, wie Dante mit seinem Werk das Italienische als Schriftsprache begründet, warum seine Bilder von Himmel und Hölle Künstler bis in die Gegenwart inspirieren. Dante Alighieri wächst in Florenz auf, wird Politiker, Dichter und Gelehrter. Seine Lebensgeschichte bleibt in vielem rätselhaft, denn er stellt sein Werk konsequent über die eigene Biografie. Besonders die Gestalt der Beatrice prägt seine Dichtung und wird zur treibenden Kraft seiner literarischen Welt. Nach seiner Verbannung aus Florenz lebt Dante viele Jahre im Exil. In dieser Zeit entsteht die "Comedia", die später als "Göttliche Komödie" berühmt wird. Die Vision einer Reise durch Jenseits, Läuterung und Paradies macht das Werk zu einem Meilenstein der Weltliteratur. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Prof. Winfried Wehle (Romanist, Literaturwissenschaftler und Feuilletonist, langjähriger Vorsitzender der Deutschen Dante-Gesellschaft) Franziska Meier: Besuch in der Hölle. Dantes Göttliche Komödie. Biographie eines Jahrtausendbuchs. München 2021 Ulrich Prill: Dante. Stuttgart 1999 Dante Alighieri: Die göttliche Komödie. Köln 1979 Weiterführende Links: Zeitzeichen: Die Zünfte entmachten den Adel in Florenz (im Jahr 1293) Deutsche Dante-Gesellschaft Europeana: Werke von Dante Alighieri Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Maren Gottschalk Redaktion: Ronald Feisel und Matti Hesse Technik: Sascha Schiemann

  • September 13 · 14 min

    Albert Einstein und Mileva Marić: Eine Lovestory ohne Happy End

    1896 beginnt die Liebesgeschichte von Mileva Marić und Albert Einstein. Sie forschen gemeinsam. Dann zerbricht die Beziehung: ihre Liebesbriefe enthüllen Geheimnisse. In diesem Zeitzeichen erzählt Martina Meißner: wie ein sensationeller Brieffund 1986 völlig neue Einblicke in Einsteins Privatleben liefert, warum Mileva Marić zu den ersten Physikstudentinnen im deutschsprachigen Raum gehört, welches lange verborgene Familiengeheimnis erst durch die Liebesbriefe bekannt wird, weshalb Milevas Anteil an Einsteins wissenschaftlichem Werk bis heute umstritten ist, mit welcher Taktik Mileva bei der Scheidung ihre Zukunft absichert. Albert Einstein und Mileva Marić lernen sich 1896 am Polytechnikum in Zürich kennen. Aus einem zunächst fachlichen Austausch über Physik und Mathematik entwickelt sich eine intensive Liebesbeziehung. Die erhaltenen Briefe zeigen zwei junge Menschen, die gemeinsam diskutieren, musizieren und von einer Zukunft als gleichberechtigte Partner träumen. Doch auf die unbeschwerte Studienzeit folgen Rückschläge, familiäre Widerstände und zunehmende Spannungen. Während Einstein wissenschaftlich immer erfolgreicher wird, verändert sich das Verhältnis der beiden grundlegend. Erst Jahrzehnte später ermöglichen die wiederentdeckten Briefe einen neuen Blick auf ihre Beziehung. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Anne-Kathrin Kilg-Meyer (Autorin und Scheidungsanwältin) Anne-Kathrin Kilg-Meyer: Wie sich Mileva Einstein Alberts Nobelpreisgeld sicherte. München 2025 Albert Einstein und Mileva Marić: Am Sonntag küss ich Dich mündlich. Die Liebesbriefe 1897-1903. München 1992 Weiterführende Links: Zeitzeichen 24.03.1934: Albert Einstein wird die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt Zeitzeichen 09.07.1955: Das Russell-Einstein-Manifest wird veröffentlicht Bayern 2: Mileva Marić - Die Frau hinter Einsteins Relativitätstheorie? Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherin und der Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Martina Meißner Redaktion: Matti Hesse

  • September 12 · 14 min

    Das wahre "Danish Girl": Transgender-Pionierin Lili Elbe

    Für einen weiblichen Körper riskiert die Malerin ihr Leben: Als eine der ersten unterzieht sie sich einer Geschlechtsangleichung. Am 12.9.1931 stirbt sie als Lili Elbe. In diesem Zeitzeichen erzählt Claudia Friedrich: wie Einar Wegener wegen eines abgesagten Termins in Frauenkleider schlüpft, wie Einar seiner Frau als Lili Modell sitzt, von der dramatischen Wandlung, die Einar Wegener durchlebt, welchen Einfluss das Medizinwissen Anfang des 20. Jahrhunderts auf Lili Elbe hat. Für den Gynäkologen Kurt Warnekros ist der Fall Ende der 1920er Jahre klar. Der dänische Maler Einar Wegener, der vor ihm steht, ist in seinen Augen intergeschlechtlich. Geboren mit den Merkmalen beider Geschlechter. Warnekros ist wohl der Erste, der sagt: Ich kann Ihnen helfen, eine Frau zu werden. Er lädt Einar Wegener in die Dresdner Frauenklinik ein. Einar ist außer sich vor Glück. Dieser Mann bedeutet für ihn Rettung, mehr noch: Erlösung. Im April 1930 bezieht Lili Elbe ein Einzelzimmer in der Frauenklinik. Vor ihr liegt ein Marathon an Eingriffen. Kurt Warnekros glückt die vollständige Geschlechtsangleichung. Sie gilt als eine der ersten Transitionen weltweit. Im Sommer 1931 folgt eine weitere Operation in Dresden. In der heutigen Forschung bestehen Zweifel über die Art des Eingriffs. Eine Gebärmuttertransplantation? Das Modellieren einer Scheidenplastik? Die Operation jedenfalls überlebt Lili Elbe nur um ein paar Wochen. Sie stirbt am Vormittag des 12. Septembers 1931 in der Klinik. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Dr. Marina Lienert, Institut für Geschichte der Medizin, Dresden Lili Elbe: Ein Mensch wechselt sein Geschlecht. Eine Lebensbeichte. Aus hinterlassenen Papieren. Niels Hoyer (Hg.). Dresden 1932 Hélène Allatini: Il at Elle. (IN Mosaïques. S. 198 bis 237.) Éditions de la Nouvelle Revue Critique (N.R.C.) Paris 1939 Benno Gammerl: Queer. Eine deutsche Geschichte vom Kaiserreich bis heute. München 2023 Weiterführende Links: Institut für Geschichte der Medizin, Dresden Planet Wissen: Gendermedizin: Warum Männer und Frauen unterschiedlich behandelt werden müssen Planet Wissen: Ostdeutschland - Geschichte der Stadt Dresden Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Claudia Friedrich Redaktion: Carolin Rückl und Sefa Inçi Suvak

  • September 11 · 15 min

    Die Saudi-Connection: Verheimlichte Spuren von 9/11

    Am 11.9.2001 erschüttert Terror die USA und die Welt. Die meisten der Attentäter kommen aus Saudi-Arabien - doch das Land steht zunächst nicht im Fokus des "Kriegs gegen den Terror". In diesem Zeitzeichen erzählt Nikolaus Steiner: wieso Saudi-Arabien in Verdacht gerät, etwas mit den Anschlägen zu tun zu haben, warum eine Überlebende der Darstellung der US-Regierung zu den Anschlägen nicht glaubt, warum viele hundert Angehörige von Opfern Saudi-Arabien auf Schadenersatz in Milliardenhöhe verklagen, welche Rolle das saudische Ministerium für islamische Angelegenheiten gespielt haben könnte. Am Morgen des 11. Septembers 2001 kapern 19 Attentäter fast zeitgleich vier Passagierflugzeuge in den USA. Sie stürmen die Cockpits und übernehmen die Steuerung. Eine Maschine lenken sie in den Nordturm des New Yorker World Trade Center, eine zweite Maschine in den Südturm. Ein dritter Jet stürzt ins Washingtoner Pentagon, den Hauptsitz des US-Verteidigungsministeriums. Eine vierte Maschine ist offenbar ebenfalls auf dem Weg nach Washington D.C., als Passagiere versuchen, ins Cockpit einzudringen. Aber kurz bevor sie die Attentäter überwältigen können, steuern diese das Flugzeug Richtung Boden. Die Maschine stürzt auf offenem Feld ab. 2.977 Menschen sterben an diesem Tag, auch die 19 Attentäter. Mehr als 6.000 Menschen werden verletzt. Weil 15 der 19 Attentäter aus Saudi-Arabien stammen, taucht bald die Frage auf, ob das Königreich bei den Anschlägen seine Finger im Spiel hat. Viele Fragen zur Rolle Saudi-Arabiens sind bis heute unbeantwortet, was auch an der besonderen Beziehung zwischen den USA und Saudi-Arabien liegen könnte. Es geht um Öl und Geopolitik. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Sharon Premoli, Autorin und Überlebende der Anschläge Kenneth Williams, ehemaliger FBI-Ermittler Daniel Benjamin, ehem. Anti-Terror-Koordinator im US-Außenministerium Die "28 Seiten" aus der Joint Inquiry into Intelligence Community Activities before and after the Terrorist Attacks of September 11, 2001 Bericht der 9/11-Kommission (2004) über die Terroranschläge Akten zur FBI-internen Ermittlung “Operation Encore" (freigegeben 2021) Urteil des Bezirksrichters George B. Daniels (2025) Weiterführende Links: Planet Wissen: New York - Die Terroranschläge vom 11. September 2001 Planet Wissen: Naher und Mittlerer Osten - Geschichte des Irans seit 1900 Planet Wissen: US-Präsidenten - George H.W. Bush und George W. Bush Unser Hörtipp: Podcast "Dark Matters" - Geheimnisse der Geheimdienste: Sonderstaffel "Staatsgeheimnis 9/11" Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Nikolaus Steiner Redaktion: David Rother Technik: Steffen Jahn

  • September 10 · 14 min

    Frieden in Europa: Deutschland tritt dem Völkerbund bei

    Nach dem Ersten Weltkrieg ist Deutschland isoliert. Außenminister Stresemann erreicht mit dem Beitritt zum Völkerbund am 10.9.1926 die Rückkehr auf die Bühne Europas. In diesem Zeitzeichen erzählt Martina Meißner: welches Ziel der nach dem Ersten Weltkrieg gegründete Völkerbund hat, wie Gustav Stresemann aus ehemaligen Kriegsgegnern wichtige Verhandlungspartner macht, weshalb er im eigenen Land von rechts wie von links angegriffen wird, wie die Verträge von Locarno Deutschlands Weg zurück in die internationale Politik ebnen, warum Historiker heute in Stresemanns Politik ein frühes Modell europäischer Zusammenarbeit sehen. Nach dem Ersten Weltkrieg scheint eine Annäherung zwischen Deutschland und den Siegermächten kaum vorstellbar. Der Versailler Vertrag belastet die Beziehungen, die Ruhrbesetzung verschärft die Spannungen zusätzlich. Trotzdem setzt Gustav Stresemann als deutscher Außenminister auf Verständigung statt Konfrontation. Sein Engagement hat Erfolg: Im September 1926 wird Deutschland Mitglied im Völkerbund und erhält einen ständigen Sitz im wichtigsten Gremium der Organisation. Acht Jahre nach der Niederlage des deutschen Kaiserreichs ist das Land als Weimarer Republik wieder als gleichberechtigter Partner in der internationalen Politik vertreten. Das ist unser wichtigster Interviewpartner: Andreas Rödder (Historiker Uni Mainz) Weiterführende Links: Zeitzeichen 10.05.1878: Gustav Stresemann wird geboren Stichtag 28.06.1919: Friedensvertrag von Versailles unterzeichnet Zeitwort 11.01.1923: Französische und belgische Truppen besetzen das Ruhrgebiet DLF Nova: Folgen des Ersten Weltkriegs – Die Verträge von Locarno 1925 Tipp: Parallel zum Start der 5.Staffel von Babylon Berlin in der ARD-Mediathek gibt es auch das Babylon Berlin Game „Eine Nacht im Moka Efti: Eine Babylon Berlin Story“, kostenlos downloadbar über Steam (für Desktop) Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Martina Meißner Redaktion: Carolin Rückl und David Rother Technik: Moritz Raestrup

  • September 9 · 14 min

    Der blutige Attica-Gefängnisaufstand 1971: Was geschah wirklich?

    Im September 1971 bringen fast 1300 Häftlinge das Gefängnis Attica unter ihre Kontrolle. Nach fünf Tagen stürmt die Polizei das Gefängnis - mit fatalen Folgen. Was wirklich geschah, wird jahrzehntelang vertuscht. In diesem Zeitzeichen erzählt Kolja Sand: welche Zustände 1971 im Attica-Gefängnis herrschen und wie brutal Häftlinge behandelt werden, wie aus einem chaotischen Aufruhr ein organisierter Protest von mehr als 1.200 Gefangenen wird, welche Rolle Häftling Don Noble und Wärter Michael Smith während der Geiselnahme spielen, wie die Polizei beim Sturm des Gefängnisses 38 Menschen durch Schüsse tötet, welche Falschmeldungen anschließend von der Polizei in Umlauf gebracht werden. Der Gefängnisaufstand von Attica zählt zu den folgenreichsten Ereignissen der US-Justizgeschichte. Die Gefangenen protestieren gegen Überbelegung, mangelhafte medizinische Versorgung und Misshandlungen. Nach Beginn des Aufstands übernehmen sie Teile des Gefängnisses und treten mit konkreten Forderungen an die Öffentlichkeit. Fünf Tage lang richten sich die Blicke des ganzen Landes auf das Gefängnis. Journalisten, Politiker und Vermittler verfolgen die Verhandlungen, während die Situation zunehmend außer Kontrolle gerät. Als Sicherheitskräfte eingreifen, endet die Konfrontation in einem Blutbad. Die Folgen beschäftigen Gerichte, Historiker und Betroffene noch Jahrzehnte später. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Heather Ann Thompson (Historikerin) Heather Ann Thompson: Blood in the Water. The Attica Prison Uprising of 1971 and Its Legacy. New York 2016 Tom Wicker: A Time to Die. The Attica Prison Revolt. New York 1975 Weiterführende Links: Panorama: Meuterei und Blutbad in Attica (Beitrag vom 20.09.1971) Spiegel: Gefängnisse - Lieber sterben (19.09.1971) ZDF: Überleben hinter Gittern - Doku-Serie über Gefängnisse der Welt Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Kolja Sand Redaktion: Matti Hesse

  • September 8 · 14 min

    Die Schlacht bei Marathon und die Legende vom Läufer

    490 v. Chr. rennt ein Läufer nach dem Sieg von Marathon nach Athen und stirbt. Aus der Legende entsteht ein Mythos von Freiheit - und ein weltberühmter Lauf. In diesem Zeitzeichen erzählt Marfa Heimbach: was die antike Schlacht mit dem beliebten Marathonlauf zu tun hat, wie gut Griechen und Perser eigentlich verbunden sind, warum es trotzdem zum Angriff der Perser gegen die Griechen kommt, wieso die Schlacht bei Marathon lange Zeit als Kampf für die Freiheit des Abendlandes gesehen wird. Im September 490 vor Christus brennt die Sonne glutheiß auf die fast baumlose Ebene von Marathon, rund 40 Kilometer nordöstlich von Athen. Vor der Küste aus Sand und Sümpfen landen Hunderte persische Schiffe. Beladen mit Pferden, Reitern und Bogenschützen. 10.000 Athener, unterstützt von 1.000 Plataiern, stellen sich zur Schlacht auf. An der Küste warten die zahlenmäßig weit überlegenen Perser. Zwischen ihnen die Ebene von Marathon. Unter dem Pfeilhagel der Perser stürmen die Athener plötzlich in voller Rüstung auf die Gegner zu. Die Athener treiben die Perser zurück auf ihre Schiffe, mit denen sie flüchten und direkt auf Athen zusteuern. Die Athener aber eilen ebenfalls dorthin zurück. Und es gelingt ihnen, früher dort anzukommen. Als die Perser dies erkennen, wenden sie ihre Schiffe und kehren zurück nach Asien. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Prof. Dr. Angela Ganter, Althistorikerin, Universität Regensburg Prof. Dr. Raimund Schulz, Althistoriker, Universität Bielefeld Raimund Schulz: Die Perserkriege, Berlin-Boston 2017 Angela Ganter: Griechische Geschichte, München 2024 Wolfgang Will: Die Perserkriege, München 2019 Karl-Joachim Hölkeskamp: Marathon - vom Monument zum Mythos, in: Gab es das griechische Wunder?, hrsg. von D. Papenfuß, V. M. Strocka, Mainz 2001 Weiterführende Links: Planet Wissen: Übersicht: Antike Zeitzeichen: 02.10.0480 v. Chr. - Ende der Seeschlacht bei Salamis Zeitzeichen: 04.08.0465 v. Chr. Todestag des persischen Großkönigs Xerxes Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Marfa Heimbach Redaktion: Sefa Inci Suvak Technik: Sascha Schiemann

  • September 7 · 14 min

    30 Jahre Mord an Tupac Shakur: Vom Ballettschüler zur Rap-Ikone

    Als Sohn einer Black-Panther-Aktivistin wird er zur Stimme des Hip-Hop. 30 Jahre nach den Schüssen gibt es nun ein Urteil im Fall 2Pac. In diesem Zeitzeichen erzählt Erik Hlacer: mit welchen letzten Worten Tupac einen Polizisten beleidigt, auf wen Tupacs Name zurückgeht, welche Lücke zwischen Gesetzen und Wirklichkeit in der afroamerikanischen Bevölkerung klafft, wie Tupac die Härte des Gangsta-Rap mit Poesie, politischer Wut und großer Verletzlichkeit verbindet, wie der Streit zwischen Tupac und Biggie zum Motor ihrer Karrieren wird. Am 7. September 1996 besucht der Rapper Tupac in Las Vegas einen Boxkampf seines Freundes Mike Tyson. In der Lobby gerät Tupac in eine Prügelei mit Orlando Anderson, einem Mitglied der South Side Compton Crips. Tupac schlägt ihn nieder. Zwei Stunden später sitzt er als Beifahrer im Wagen seines Label-Managers Suge Night. An einer roten Ampel fallen Schüsse. Suge Night wird am Kopf gestreift, Tupac treffen die Schüsse am Arm, am Bein und in der Brust. Sechs Tage später stirbt er an den Folgen. Sechs Monate später wird auch The Notorious B.I.G, genannt Biggie, erschossen. Zwischen Tupac und Biggie herrscht ein jahrelanger Streit. Bis heute ranken sich Mythen und Verschwörungstheorien um beide Morde. Orlando Anderson gilt als wahrscheinlichster Mörder Tupacs. Doch er wird nie angeklagt und stirbt selbst zwei Jahre später bei einer Schießerei. Dass der Fall nie vollständig aufgeklärt wird, liegt auch am sogenannten Code of the Streets - dem ungeschrieben Gesetz in den benachteiligten Vierteln Amerikas: Wer mit der Polizei redet, gilt als Verräter. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Jan Kawelke, Musikjournalist und Hip-Hop-Experte Staci Robinson: Tupac Shakur: The Authorized Biography. 2023 Rolling Stone: Die letzten Tage im Leben von Tupac Shakur Unser Hörtipp: Rap liebt Politik. Und Politik liebt Rap. Vassili Golod und unser Interviewpartner Jan Kawelke sprechen und streiten über diese Liebesgeschichte. Es geht um Menschen mit einer Stimme, um Menschen mit Macht: COSMO Machiavelli - Rap und Politik Weiterführende Links: Planet Wissen: Musikmetropole New York Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Erik Hlacer Redaktion: Matti Hesse

  • September 6 · 14 min

    Bayerns Robin Hood: Räuber Matthias "Hiasl" Klostermayr

    Den einen ist er ein Volksheld, den anderen ein Verbrecher: Matthias Klostermayr raubt, wildert - und versorgt die Bauern mit Fleisch. Am 3.9.1771 wird er hingerichtet. In diesem Zeitzeichen erzählt Marko Rösseler: woher Klostermeiers Spitzname Hiasl stammt, wie Matthias Klostermeier zum Wilddieb wird, warum Landwirte Klostermeiers Dienste gerne in Anspruch nehmen, wie Klostermeier und seine Bande von Wilddieben zu Räubern und Mördern werden. Für die einen ist er ein Volksheld, eine Art Robin Hood, für die anderen ein Verbrecher. Und so ein wenig Recht haben bei diesem Streit um den Bayerischen Hiasl wahrscheinlich beide Seiten. Schon als Junge kann Matthias Klostermeier hervorragend schießen. Schon früh erlegt er seinen ersten Hirsch. Nun darf nicht jeder einfach Hirsche schießen. Jagen darf damals nur der Adel und der hohe Klerus. Klostermeier und seine Anhänger sind jedoch davon überzeugt, dass sie ein Recht auf das freie Wild haben. Und schon bald beschränkt Klostermeier sich nicht mehr auf das Wildern. Die Hiasl-Bande raubt und plündert, überfällt Forst- und Wirtshäuser. Es gibt Tote. Im Dezember 1770 macht sich eine militärische Expedition auf die Suche nach dem Hiasl und seiner Bande. Am 14. Januar 1771 wird der Hiasl festgenommen. Er verpfeift alle seine Komplizen und Helfer und gesteht Räubereien, Landfriedensbrüche und Totschläge. Am 6. September 1771 wird Matthias Klostermeier hingerichtet - wobei der Henker mit großem Einfallsreichtum zu verschiedenen, äußerst brutalen Mitteln greift. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Barbara Kurz vom historischen Förderverein Bayerischer Hiasl Kissing e.V. Hans Schelle: Der bayerische Hiasl. Lebensbild eines Volkshelden (Rosenheimer Raritäten). Rosenheim 1991 Weiterführende Links: Planet Wissen: Tier und Mensch - Jagd Planet Wissen: Verbrechen - Räuber Planet Wissen: Das Zeitalter des Barock Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Marko Rösseler Redaktion: Carolin Rückl und Matti Hesse Technik: Sarah Fitzek

  • September 5 · 13 min

    Der seltsame Fall des Monsieur Fouquet

    Ein rauschendes Fest in Vaux-le-Vicomte, ein Musketier und ein royaler Politthriller: Am 5. September 1661 lässt Ludwig XIV. seinen Finanzminister Nicolas Fouquet verhaften - der Auftakt zu einem spektakulären Schauprozess. In diesem Zeitzeichen erzählt Christoph Vormweg: wie Nicolas Fouquet mit Vaux-le-Vicomte das damals beeindruckendste Schloss Frankreichs errichten lässt, welche Rolle Jean-Baptiste Colbert beim politischen Sturz des Finanzministers spielt, weshalb ausgerechnet D’Artagnan den einst mächtigen Minister festnimmt, wie Fouquets Künstler und Ideen später Versailles prägen. Nicolas Fouquet steigt als Angehöriger des Amtsadels bis an die Spitze der französischen Finanzverwaltung auf. Mit Reichtum, Einfluss und einem spektakulären Schloss demonstriert er seine Stellung am Hof. Nach dem Tod Kardinal Mazarins hofft er auf weiteren politischen Aufstieg. Doch der junge Ludwig XIV. verfolgt eigene Pläne und will die Macht stärker in seiner Person bündeln. Während Frankreich unter gewaltigen Schulden leidet, wächst das Misstrauen des Königs gegenüber seinem Finanzminister. Hinter den Kulissen arbeitet ein Netzwerk aus Rivalen, Informanten und politischen Gegnern an Fouquets Sturz. Aus einem Machtkampf wird eines der spektakulärsten Gerichtsverfahren der französischen Geschichte, dessen Folgen weit über die Person des Ministers hinausreichen. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Dr. Christine Howald (Fouquet-Expertin, stellvertretende Direktorin des Zentralarchivs der Staatlichen Museen zu Berlin) Christine Howald: Der Fall Nicolas Fouquet. Mäzenatentum als Mittel politischer Selbstdarstellung 1653-1661. Berlin 2011 Lothar Schilling: Das Jahrhundert Ludwigs XIV. Frankreich im Grand Siècle 1598-1715. Darmstadt 2010 Olivier Bernier und Manfred Allié: Ludwig XIV. Eine Biographie. Zürich 1989 Leonhard Horowski: Die Belagerung des Thrones. Machtstrukturen und Karrieremechanismen am Hof von Frankreich 1661-1789. Ostfildern-Ruit 2012 Uwe Schultz: Der Herrscher von Versailles. Ludwig XIV. und seine Zeit. München 2006 Weiterführende Links: Planet Wissen: Ludwig XIV. – der "Sonnenkönig" Zeitzeichen 13.04.1655: "Der Staat bin ich": Der Satz, der nie gesagt wurde Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Christoph Vormweg Redaktion: Emily Jeuckens, Frank Zirpins Technik: Thomas Bleul

  • September 4 · 13 min

    Mit entführter Crew auf See: Kapitän Jürgen Rickmers

    Wie viele Kapitäne seiner Zeit verliert Rickmers seine Crew an den Goldrausch. Wie viele entführt er sich eine neue - und überlebt mit ihr am 4.9.1851 knapp einen Taifun. In diesem Zeitzeichen erzählt Finia Zoé Dienst: welche Geheimnisse 2011 in einer alten Seekiste auf Föhr entdeckt werden, wie Kapitän Jürgen Rickmers im amerikanischen Bürgerkrieg zum Blockadebrecher wird, was Shanghaien bedeutet und wie brutal sich dieses Anheuern von Menschen im 19. Jahrhundert entwickelt, welcher fatale Zusammenhang zwischen Shanghaien und US-Recht besteht, was der Untergang der Titanic mit dem Verbot des Shanghaiens zu tun hat. Jürgen Rickmers wächst auf Föhr auf, fährt schon als Jugendlicher zur See und wird früh Kapitän. Seine Reisen führen ihn in eine Welt des Umbruchs: Auswandererschiffe, Goldsucher, Bürgerkrieg und Fernhandel bestimmen seinen Alltag. Er greift dabei auch auf das Shanghaien zurück. Am 4. September 1851 überlebt Rückmers einen Taifun vor Hongkong. Danach feiert er diesen Tag jedes Jahr als seinen kleinen Geburtstag. Das Glück bleibt ihm treu: Mit 39 Jahren zieht er sich als wohlhabender Mann zurück. Er wird Dorfvorsteher auf Föhr, betreibt Ahnenforschung und kümmert sich um das Gemeinwohl. 1907 stirbt er mit 82 Jahren. Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner: Bente Faust (Ururenkel von Jürgen Rickmers) Felix Schürmann (Historiker, u.a. mit Schwerpunkt der maritimen Geschichte) Weiterführende Links: Zeitzeichen: 14. April 1912 - Die Titanic kollidiert mit einem Eisberg Planet Wissen: Naturgewalten - Stürme Planet Wissen: Geschichte der Schifffahrt Podcast: Jürgen Rickmers - Durch die Stürme des 19. Jahrhunderts Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Finia Zoé Dienst Redaktion: Carolin Rückl und David Rother Technik: Sascha Schiemann

  • September 3 · 14 min

    San Marino: Standhaft gegenüber Napoleon, jahrhundertelang frei

    Der Legende nach gründet Marinus seine Republik am 3.9.301. Er vermacht sie seinen Anhängern unter einer Bedingung: Sich niemals von Kirche und Königen abhängig zu machen. In diesem Zeitzeichen erzählt Burkhard Hupe: was San Marino und Kempen im Allgäu gemeinsam haben, worin der Politiker Giovanni Vito Marcucci eines der Erfolgsrezepte San Marinos sieht, dass die meisten Italiener kaum etwas über den Mikro-Staat im eigenen Land wissen, wodurch der Präsident des nationalen Bankenverbands unter Druck gerät, warum der US-amerikanische Präsident Abraham Lincoln ein Glückwunschtelegramm nach San Marino schickt. Im Jahr 301 flieht der dalmatinische Steinmetz Marinus im Zuge der römischen Christenverfolgung in die schützende Unwegsamkeit des Monte Titano im Gebiet der heutigen Apenninen. Damals ist die Gegend noch karg und arm. Nichts deutet auf den künftigen Wohlstand und Reichtum hin. Marinus errichtet aus dem Kalkstein des Monte Titano zunächst eine Kapelle. Die Urzelle des späteren San Marino. Immer mehr Menschen schließen sich dem gläubigen Steinmetz an und bauen einfache Steinhütten. Der Bischof von Rimini weiht Marinus schließlich zum Diakon, und nachdem dieser dann der Legende nach auch noch den Lieblingssohn der Landesherrin rettet, bekommt er aus Dankbarkeit zunächst den Monte Titano geschenkt und wird später als San Marinus heiliggesprochen. Auf seinem Sterbebett soll Marinus seinen Gefolgsleuten im Jahr 366 den Monte Titano mit der Bedingung vermacht haben, sich niemals von der Kirche oder von Königen abhängig zu machen. Das gelingt San Marino ziemlich gut. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Dr. Thomas Weller, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz Lisa Weiß, Korrespondentin ARD-Studio Rom Friedrich Kochwasser: San Marino - die älteste und kleinste Republik der Welt. Herrenalb/Schwarzwald 1961 Phoenix: Europas Kleinstaaten Teil 5 - San Marino - Berg der braven Bürger. 2014 Weiterführende Links: Planet Wissen: Religion - Heiligenverehrung Planet Wissen: Religion - Christentum Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Burkhard Hupe Redaktion: Carolin Rückl und David Rother

  • September 2 · 14 min

    Großer Brand von London: Eine Katastrophe wird nationaler Mythos

    Ab dem 2.9.1666 brennt London vier Tage lang. Die Stadt liegt in Asche, Hunderttausende sind obdachlos - doch in Erinnerung bleiben nicht Chaos und Zerstörung. In diesem Zeitzeichen erzählt Herwig Katzer: wodurch das große Feuer zusätzlich beschleunigt wird, wie Bürgermeister Thomas Bludworth die Lage unterschätzt, mit welcher Entscheidung König Charles II. eine noch weitere Ausbreitung des Feuers verhindert, warum der Augenzeuge Samuel Pepys ein Stück Parmesankäse im Garten vergräbt. In der Nacht zum 2. September 1666 bricht in einer Londoner Bäckerei ein verheerender Brand aus. Drei Tage wütet das Feuer im Herzen der Stadt und legt nicht nur etwa 13.000 Häuser und Gebäude in Schutt und Asche, sondern auch annähernd 90 Kirchen. Fast die gesamte Stadt nördlich der Themse liegt in qualmenden Trümmern. Mehr als 100.000 Menschen verlieren ihr Zuhause und hausen in selbstgebauten Zelten und Hütten vor den Toren der Stadt. Wie durch ein Wunder kommen bei dem Inferno wohl nur wenige Menschen ums Leben - in vielen Berichten ist von sechs oder neun die Rede. Für einen kurzen Moment steht nach der Katastrophe das öffentliche Leben in London still - doch kaum sind die letzten Brandnester gelöscht, beginnen die Aufräumarbeiten - in atemberaubender Geschwindigkeit errichten die Londoner ihre Stadt neu, diesmal aus Stein und Ziegeln und nicht mit leicht entflammbarem Holz. Das ist unsere wichtigste Quelle: Jacob Field: London, Londoners and the Great Fire of 1666. London 2017 Weiterführende Links: Planet Wissen: Metropolen - Geschichte der Stadt London Zeitzeichen: 12.07.1679: König Charles II. genehmigt das Gesetz "Habeas Corpus" Stichtag: 15. Juli 2007 - Vor 345 Jahren: Charles II. konstituiert die Royal Society Zeitzeichen: 18.07.64 n.Chr.: Der Brand von Rom Planet Wissen: Organisationen - Feuerwehr Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Herwig Katzer Redaktion: Carolin Rückl und Frank Zirpins

  • September 1 · 14 min

    Vom Khanat zum Zarenreich: Die russische Eroberung Sibiriens

    Am 1.9.1581 zieht der Kosak Jermak Timofejew mit einem Söldner-Trupp los Richtung Sibirien. Aus einem Streit unter Nachbarn wird die Eroberung eines halben Kontinents. In diesem Zeitzeichen erzählt Uli Hufen: wie eine kleine Söldnertruppe den Startschuss für die Eroberung eines halben Kontinents gibt, weshalb Pelze für Moskau wertvoller sind als Gold, warum Zar Iwan IV. den Feldzug zunächst ablehnt und später belohnt, wie Kosaken innerhalb weniger Jahrzehnte bis an den Pazifik gelangen, welche Folgen die Expansion für die indigenen Völker Sibiriens hat. 13 Millionen Quadratkilometer, endlose Wälder, gewaltige Flüsse und enorme Rohstoffvorkommen: Sibirien scheint heute untrennbar mit Russland verbunden. Doch Ende des 16. Jahrhunderts ist die Region noch kein Teil des russischen Reiches. Als der Kosakenführer Jermak im Auftrag der Kaufmannsfamilie Stroganow nach Osten zieht, beginnt eine Entwicklung von historischer Tragweite. Im Mittelpunkt stehen wirtschaftliche Interessen. Das begehrte "weiche Gold" der Pelze treibt Händler, Abenteurer und Herrscher an. Aus einzelnen Forts entlang großer Flüsse wächst ein Netz russischer Macht, das sich innerhalb weniger Generationen bis an den Pazifik ausdehnt. Die Geschichte dieser Landnahme ist zugleich eine Geschichte von Entdeckungen, Härten, Widerstand und kolonialer Gewalt. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Sören Urbansky (Historiker) Alexander Etkind: Internal Colonisation. Russia’s Imperial Experience. Cambridge 2011 Marina Mogilner et al.: A New Imperial History of Northern Eurasia, 600-1700. From Russian to Global History. Bloomsbury 2025 Dittmar Dahlmann: Sibirien. Vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Brill 2009 Basil Dmytryshyn: Russia’s Conquest of Siberia 1558-1700. A Documentary Record. Oregon 1985 Sören Urbansky und Martin Wagner: China und Russland. Kurze Geschichte einer langen Beziehung. Berlin 2025 Weiterführende Links: Zeitzeichen 04.04.1558: Kolonisierung Sibiriens beginnt Planet Wisen: Sibirien Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Uli Hufen Redaktion: Sefa Inci Suvak, Christoph Tiegel

  • August 31 · 14 min

    Vitus Bering: Wie der Entdecker Asien klar von Amerika trennte

    Getauft wird der Däne Vitus Bering im August 1681. Seine Expeditionen in russischem Auftrag erschließen den Nordpazifik. Die letzte endet tödlich auf einer einsamen Insel. In diesem Zeitzeichen erzählt Andrea Kath: wie ein dänischer Seemann in russischen Diensten zum Leiter gewaltiger Forschungsreisen wird, warum die Suche nach einer Verbindung zwischen Asien und Amerika Zar Peter den Großen antreibt, weshalb Georg Wilhelm Steller und Vitus Bering auf Alaska-Kurs heftig aneinandergeraten, mit welchem logistischen Kraftakt Tausende Menschen ganz Sibirien durchqueren, wie eine Expedition in den Nordpazifik in einer Katastrophe endet und Geschichte schreibt. Die Namen Beringsee, Beringstraße und Beringinsel sind bis heute bekannt. Der Mann dahinter gerät dagegen lange Zeit fast in Vergessenheit. Dabei führt ihn sein Weg von Dänemark über die russische Marine bis an die Grenzen der damals bekannten Welt. Die Zweite Kamtschatka-Expedition wird Bering berühmt machen. Nach Jahren der Vorbereitung erreicht seine Mannschaft 1741 die Küste Alaskas. An Bord kommt es zum Konflikt zwischen dem vorsichtigen Expeditionsleiter und dem ehrgeizigen Naturforscher Georg Wilhelm Steller. Auf der Rückreise schlagen Stürme, Krankheit und Hunger zu. Die Folgen prägen die Geschichte des Nordpazifiks weit über Berings Tod hinaus. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Gudrun Bucher (Sachbuchautorin, Ethnologin und Historikerin, Universität Tübingen) Heike Heklau (Biologin, stellvertretende Vorsitzende der Georg-Wilhelm-Steller-Gesellschaft, Halle) Gudrun Bucher: Die Entdeckung des Nordpazifiks. Eine Geschichte in 44 Objekten. Wissenschaftliche Buchgesellschaft. Darmstadt 2017 Orcutt Frost: Bering. The Russian Discovery of America. Yale University Press. New Haven/London 2003 Georg Wilhelm Steller: Die Entdeckung Alaskas mit Kapitän Bering. Von Sibirien nach Amerika 1741-1742. Lenningen 2013 Weiterführende Links: Zeitzeichen 19.12.1741: Todestag von Vitus Bering Planet Wissen: Bering-Straße Internationale Georg-Wilhelm-Steller-Gesellschaft e.V. Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Andrea Kath Redaktion: Christoph Tiegel, Sefa Inci Suvak Technik: Sarah Fitzek

  • August 30 · 14 min

    Als Rom am größten war: Ein Reich von Britannien bis Persien

    Als "bester Fürst" wird Roms Kaiser Trajan verehrt - unter ihm erreicht das Imperium im Jahr 116 seine größte Ausdehnung. Der Erfolg ist nur von kurzer Dauer - und genießen kann Trajan ihn auch nicht. In diesem Zeitzeichen erzählt Helene Pawlitzki: warum Expansion für die Römer als nahezu selbstverständliches Staatsziel gilt, weshalb manche Gebiete für Rom attraktiv sind und andere bewusst außerhalb des Imperiums bleiben sollen, wie Handel, Infrastruktur und Alltagskultur das Leben in den Provinzen verändern, warum die Eroberungen Trajans zwar spektakulär, aber nur schwer dauerhaft zu sichern sind, weshalb Kaiser Trajan noch Jahrhunderte nach seinem Tod als vorbildlicher Kaiser gilt. Als Kaiser Trajan im Jahr 116 den Persischen Golf erreicht, scheint die römische Expansion ihren Höhepunkt gefunden zu haben. Für viele Zeitgenossen erfüllt sich damit ein Anspruch, der tief in der römischen Selbstwahrnehmung verwurzelt ist: die Herrschaft über die bekannte Welt. Doch Größe hat ihren Preis. Die Versorgung der Legionen, die Verwaltung entfernter Provinzen und wiederkehrende Aufstände zeigen die Grenzen römischer Macht. Gerade in dem Moment, als das Imperium seine größte Ausdehnung erreicht, wird deutlich, wie schwierig es ist, ein solches Reich dauerhaft zusammenzuhalten. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Dr. phil. Jörg Fündling (Althistoriker an der RWTH Aachen) Tilmann Bechert (Hg.): Die Provinzen des Römischen Reiches. Einführung und Überblick. Mainz 1999 Jörg Fündling: Kaiser von morgens bis abends. Ein Tag an der Spitze des Römischen Reichs. Darmstadt 2009 Weiterführende Links: Zeitzeichen 08.08.117: Der römische Kaiser Trajan stirbt Zeitzeichen 27.10.97: Kaiser Nerva adoptiert Trajan Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Helene Pawlitzki Redaktion: Hildegard Schulte, Frank Zirpins

  • August 29 · 14 min

    Der erste Rockstar ist ein Country-Musiker: Hank Williams

    Mit "Hey, good lookin'" erobert Hank Williams am 29.8.1951 die Spitze der Country-Charts. Der Song macht ihn zum Super-Star. Zwei Jahre vor seinem tragisch frühen Tod. In diesem Zeitzeichen erzählt Christopher Heimer: wie ein Straßenmusiker namens Rufus Payne den jungen Hank Williams musikalisch prägt, warum er Themen wie Herzschmerz, Schuld und Scheitern in den Country bringt, wie seine einfachen Drei-Akkord-Songs Generationen von Rockmusikern beeinflussen, wie viele Coverversionen es von "Hey, Good Lookin'" gibt, weshalb sein Tod auf dem Rücksitz eines Cadillac den Mythos Hank Williams bis heute verstärkt. Der erste Rockstar der Musikgeschichte trägt weder Lederjacke noch Sonnenbrille – er ist ein dürrer Schlaks mit Cowboyhut und weißen Maßanzügen. Hank Williams wird nur 29 Jahre alt, doch er beeinflusst mit seinem Country auf der Akustikgitarre Musiker von Elvis Presley bis Bruce Springsteen. Für Bob Dylan hat er die "Regeln des poetischen Songwritings" verfasst. Als "Hey, Good Lookin'" die Spitze der Billboard-Country-Charts erreicht, steht Hank Williams auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Doch hinter dem Erfolg stehen gesundheitliche Probleme, Alkoholmissbrauch und ein Leben unter Dauerstress. Als der Musiker an Neujahr 1953 stirbt, beginnt die Legendenbildung um sein Leben. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Stefan Kleinkrieg (Musiker, Gründungsmitglied von Extrabreit) Colin Escott: I Saw The Light. The Story of Hank Williams. London 2015 Mark Ribowsky: Hank. New York 2017 Weiterführende Links: ARD Sounds: Southern Discomfort in Hank Williams' Country - Südstaaten-Blues WDR3: Götz Alsmann zu Hank Williams und anderen Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Christopher Heimer Redaktion: Christoph Tiegel und Matti Hesse

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