#66 Ab wann wird Bildschirmzeit gefährlich? Über Medienregeln, Verbote und Verantwortung – mit Matthias Jax
Ines' Kinder dürfen täglich 30 Minuten vor den Bildschirm. Bei Susi ist es eine Stunde, zumindest beim Zwölfjährigen. Klare Regeln also, die im Familienalltag eigentlich ganz gut funktionieren. Bis Matthias Jax erklärt, dass selbst 30 Minuten tägliche Bildschirmzeit für ein vierjähriges Kind zu viel sein können. Und plötzlich stehen die beiden vor einer Frage, die wohl viele Eltern kennen: Wie viel Screentime ist wirklich okay und wie schafft man es, die eigenen Regeln wieder zu ändern, ohne dass zu Hause der nächste große Streit ausbricht? Deshalb haben wir Matthias Jax von Saferinternet.at eingeladen. Er beschäftigt sich seit Jahren mit der sicheren Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen und erklärt, warum nicht nur die Bildschirmzeit selbst, sondern vor allem Inhalte, Gewohnheiten und die Begleitung durch Eltern entscheidend sind. Wir sprechen über das erste Smartphone, WhatsApp-Klassengruppen, Fortnite, Roblox und YouTube, über geplante Social-Media-Verbote und die Grenzen von Kinderschutz-Apps. Matthias erklärt außerdem, woran Eltern erkennen, dass Mediennutzung problematisch wird, warum Kinder keine perfekten Eltern brauchen und weshalb ein offenes Gespräch oft mehr bringt als die strengste Bildschirmzeitbegrenzung. Zahlen & Fakten aus der Folge: 0 bis 3 Jahre: In diesem Alter empfiehlt Saferinternet.at, möglichst vollständig auf Bildschirmzeit zu verzichten. 1 Stunde vor dem Schlafengehen: In diesem Zeitraum sollte laut Matthias möglichst auf Bildschirmzeit verzichtet werden, da sie den Schlaf beeinträchtigen kann. 24 Stunden: Matthias empfiehlt, einen ganzen Tag aufzuzeichnen und Schlaf, Schule, Hausübungen, Freizeit und Mediennutzung gegenüberzustellen. 500 Nachrichten pro Tag: So viele Nachrichten können Kinder laut Matthias in den ersten Wochen mit einem neuen Smartphone erhalten, etwa durch aktive Klassengruppen. 13 bis 15 und 15 bis 18 Jahre: Für diese Altersgruppen werden auf EU-Ebene unterschiedliche Schutzmaßnahmen für soziale Netzwerke diskutiert. Hilfreiche Anlaufstellen aus der Folge: Saferinternet.at: Kostenlose Informationen, Materialien und Tipps zur Medienerziehung Rat auf Draht Elternseite: Unterstützung bei schwierigen Situationen im digitalen Familienalltag Klicksafe.de: Materialien und Hilfestellungen, unter anderem zum Mediennutzungsvertrag Hier gehts zu den Profilen: Matthias' Linkedin Ines' Linkedin Susannes Linkedin Dieser Podcast wurde produziert von wepodit.
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