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Schöner glauben

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Herausfinden, wie Glaube heute schön sein kann.

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  • 31 episodes
  • Avg 1 hr 17 min
  • German
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  • #240
    Thursday · 1 hr 21 min

    #ungefiltert | Nico Buschmann - Warum existiert Gott nicht?

    #Ungefiltert – Nico Buschmann über progressiven Glauben, ehrliche Theologie und das Buch, das eigentlich „Gott existiert nicht" heißen sollte Moritz trifft Nico Buschmann – evangelischer Pfarrer aus Köln, bekannt durch seinen Instagram-Account und sein gerade erschienenes Buch Gott ist anders als du denkst. Darin entfaltet er eine progressive Theologie, die sich traut, unbequeme Fragen laut zu stellen: Was, wenn Gott keine Person ist? Was, wenn die Trinität ein Machtprodukt der frühen Kirchenkonzile ist? Und was bleibt dann noch vom Glauben? Das Gespräch beginnt biografisch. Nico wächst kirchenfern auf, landet durch den Tipp seines Vaters in der evangelischen Jugend, wettet mit einer Gruppenfahrerin, dass er monatelang betet – und verändert sich dabei. Ein Jahr auf den Philippinen später, ein Studium, ein Vikariat mit einem Schulmentor, der immer nur fragt: „Warum eigentlich?" – und irgendwann steht Nico am Grab einer Mutter, die ihren Sohn verloren hat, und merkt: Mit der Theologie, die er hat, kommt er hier nicht weiter. Von da geht es tief. Was meint es, wenn Gott nicht personal gedacht wird? Was ist der Unterschied zwischen liberaler und progressiver Theologie? Warum ist die Bibel kein historisches Protokoll, sondern Ausdruck menschlicher Gotteserfahrung? Wie hält man Kirchenleitungen und Gemeindemitglieder aus, wenn man auf der Kanzel sagt, was Theologen schon seit Jahrzehnten wissen, aber selten aussprechen? Und dann: John Shelby Spong und Paul Tillich als theologische Grundlage – aber auch die Frage, was es bedeutet, wenn ein theologischer Denker im Privatleben Machtmissbrauch begangen hat. Kann man Werk und Autor trennen? Nico sagt ja. Moritz fragt nach. Am Ende landen beide beim Abendmahl – als theologischer Ressource, als politischem Akt, als Sehnsucht nach einer Welt, in der alle eingeladen sind. Und bei der Frage, was es gerade braucht: mehr Reden oder mehr Kampf? 📖 Gott ist anders als du denkst von Nico Buschmann – jetzt im Buchhandel 📱 Nico auf Instagram: @einschpunk Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!

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  • #239
    Tuesday · 1 hr 7 min

    #newnormal | Wie geht Polykrise ohne durchzudrehen?

    Leben auf der Baustelle – wie wir in der Polykrise nicht durchdrehen Klimakrise, Rechtsruck, soziale Unsicherheit und eine neue Aufrüstung: Es bröckelt an vielen Stellen gleichzeitig. Aber was bedeutet es eigentlich, von einer „Polykrise“ zu sprechen? Welche Krisen werden politisch ausgerufen – und welche lieber kleingeredet? Und wie können wir hinschauen, ohne zu verzweifeln oder innerlich zu verhärten? Nach ihrem Livegespräch auf dem Freakstock setzen Lasse, Jason und Benni die Diskussion fort. Sie sprechen über Privilegien und die Illusion, sich auf die Seite der Mächtigen retten zu können, über berechtigte Wut und ihre politische Umlenkung sowie über die Frage, wie wir uns auf kommende Krisen vorbereiten können, ohne auf Militarisierung, Abschottung und Stärke auf Kosten anderer zu setzen. Dabei entdecken sie überraschend aktuelle Perspektiven in der biblischen Apokalyptik und in Jeremias Brief an die Menschen im Exil: Apokalypse bedeutet nicht Weltuntergang, sondern Enthüllung. Sie macht sichtbar, welche Gewalt längst in unseren Verhältnissen steckt – und wo mitten im Alten bereits etwas Neues entsteht. Wie lässt sich also auf der Baustelle leben? Vielleicht, indem wir Gärten pflanzen, kühle und sichere Orte schaffen, miteinander trauern, Widerstand leisten und trotzdem feiern. Denn Resilienz bedeutet nicht, sich mit allem abzufinden. Es geht darum, eine dicke Haut zu entwickeln, ohne das weiche Herz zu verlieren – und gemeinsam kleine Utopien zu bauen, in denen ein anderes Leben schon jetzt erfahrbar wird. Die Hosts Lasse Meininger ist Künstler, Sneaker-Designer in Gründung und angehender Tätowierer. Er bringt Gen-Z-Perspektiven, kreative Ideen und viel Offenheit für den eigenen Glaubensumbau mit. Lasse lebt in Leipzig und fragt danach, wie aus Hoffnung, Subkultur und Gemeinschaft konkrete Gegenentwürfe entstehen können. Instagram: @lasse.99 Jason Liesendahl ist Gründer und Host von Schöner Glauben. Sein Schwerpunkt liegt auf progressiver Theologie, insbesondere der Prozesstheologie. Er glaubt an die Kraft guter Gespräche und daran, dass wir Banden brauchen, um solidarisch und widerständig leben zu können. Instagram: @jason.liesendahl Benni Isaak-Krauß verbindet Theologie, zivilgesellschaftliches Engagement und Aktivismus. Er arbeitet in der Mennonitengemeinde Frankfurt und bringt besonders Perspektiven aus Friedensethik, Antifaschismus und internationaler Solidarität ins Gespräch ein. Instagram: @bennithehobbit Im Gespräch Was der Begriff „Polykrise“ sichtbar macht Warum manche Krisen ausgerufen und andere geleugnet werden Klimakrise, soziale Ungleichheit, Rechtsruck und Militarisierung Berechtigte Wut – und ihre Umlenkung gegen Schwächere Apokalyptik als Enthüllung statt Weltuntergang Jeremias Exilstheologie: Gärten pflanzen in Babylon Klimaresiliente Kirchen und solidarische Gemeinschaften Warum Trauern, Widerstand und Feiern zusammengehören Freakstock, Safe Spaces und gelebte kleine Utopien Wie wir eine dicke Haut behalten, ohne ein hartes Herz zu bekommen Empfehlung aus der Folge Kim Stanley Robinson: Das Ministerium für die Zukunft Kommt in die Schöner-Glauben-App, tauscht euch über eure eigenen Utopien und Hoffnungsorte aus und vernetzt euch mit Menschen aus eurer Region. Vielleicht entstehen daraus kleine, resiliente Banden – Orte, an denen wir gemeinsam hinschauen, feiern und an einer anderen Zukunft bauen.

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  • #238
    September 11 · 56 min

    #wwjd | Jesus als Zukunftsforscher

    Jason kommt begeistert vom Freakstock, Moritz vom MegaCamp – 580 Menschen, 35 Grad, Schwäbische Alb, und ein Lager mit dem Motto: Institut für Zukunftsforschung. Was er dort mit Zwölf- bis Vierzehnjährigen über Propheten, offene Zukünfte und die Frage, ob man überhaupt noch Kinder kriegen kann, erarbeitet hat, nimmt er mit in dieses Gespräch mit Jason. Die These: Prophetie und Zukunftsforschung haben mehr gemeinsam, als man denkt. Beide beginnen mit einer genauen Gegenwartsdiagnose. Beide öffnen ein Spektrum möglicher Zukünfte. Und beide tragen das prophetische Vielleicht in sich – die Erkenntnis, dass die Zukunft nicht festgelegt ist, solange Menschen handeln. Von dort aus geht es zu Jona: dem widerwilligen Propheten, der mit Gott hadert, weil er ahnt, dass selbst der Erzfeind Israels gnädig behandelt werden könnte. Zu Jeremia und Jesaja, die eine politische Selbsttäuschung benennen und trotzdem Hoffnung verkünden. Und schließlich zu Jesus – als Zukunftsforscher gelesen: einer, der die Gegenwart des ersten Jahrhunderts präzise analysiert, Szenarien entwirft, zum Handeln einlädt und dabei sagt: Fürchtet euch nicht. Dazwischen: Was Schule mit moralischen Ambitionen zu tun hat – und warum sie es zu selten tut. Warum die Rechten gerade die einzigen sind, die eine Zukunftserzählung haben. Was jüdische Rabbiner über die Wiederkunft des Messias denken. Und warum Monotheismus ausgerechnet in der tiefsten Krise entsteht. Eine Folge, die all over the place ist – und genau deshalb irgendwo landet. Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!

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  • #235
    September 4 · 1 hr 7 min

    #newnormal | Was, wenn es nicht mehr gut wird? Mit Walter Lechner

    Was, wenn es nicht wieder gut wird? – Über Kollaps, Hoffnung und die Rolle der Kirche Was bedeutet eigentlich Kollaps? Das Wort klingt zunächst nach Weltuntergang: Alles bricht zusammen und plötzlich funktioniert nichts mehr. Doch Kollaps kann ganz anders aussehen. Er kann langsam geschehen, einzelne gesellschaftliche Systeme betreffen oder bestimmte Gruppen viel früher treffen als andere. Walter Lechner unterscheidet im Gespräch deshalb zwischen Krise und Kollaps: Während nach einer Krise grundsätzlich eine Rückkehr zum vorherigen Zustand möglich ist, geht bei einem Kollaps etwas verloren, das zumindest für lange Zeit nicht wiederhergestellt werden kann. In dieser Folge von #NewNormal sprechen Benni Isaak-Krauß, Jason Liesendahl und Walter Lechner darüber, warum die Debatte um Kollaps gerade angesichts der Klimakrise relevant wird – und warum sie nicht rechten Preppern und apokalyptischen Untergangsfantasien überlassen werden sollte. Es geht um ökologische Kipppunkte und gesellschaftliche Abhängigkeiten, um Lieferketten und hochkomplexe Systeme, aber auch um eine andere Form der Vorbereitung: Was macht Gemeinschaften resilient? Was passiert, wenn Menschen ihre Nachbar*innen kennen, lokale Netzwerke aufbauen und wieder lernen, füreinander zu sorgen? Walter plädiert dabei nicht dafür, Klimaschutz abzuschreiben und sich nur noch auf den Zusammenbruch vorzubereiten. Seine Formel lautet vielmehr sinngemäß: beidhändig arbeiten – weiter um jedes Zehntelgrad kämpfen und gleichzeitig Vorkehrungen für die Folgen treffen, die sich nicht mehr verhindern lassen. Damit wird Kollaps auch zu einer theologischen Frage. Denn christliche Hoffnung darf nicht einfach bedeuten: „Es wird schon nicht so schlimm.“ Walter spricht über die Kritik am „Hopium“ – einer Hoffnung, die wie ein Betäubungsmittel funktionieren kann. Benni unterscheidet daran anschließend zwischen „billiger“ und „teurer Hoffnung“. Die entscheidende Frage lautet: Was heißt hoffen und handeln, wenn wir keine Garantie haben, dass am Ende alles wieder gut wird? Und schließlich fragen wir: Welche Rolle könnten Kirche und Diakonie spielen? Walter sieht gerade in ihren lokalen Strukturen, Räumen, Netzwerken und Kompetenzen ein großes Potenzial. Statt erst auf Katastrophen zu reagieren, könnten sie sich heute darauf vorbereiten, in Krisen sprach- und handlungsfähig zu sein und zur gesellschaftlichen Resilienz beizutragen. Die Sprecher Walter Lechner ist Pfarrer und stammt ursprünglich aus Niederösterreich. Nach vielen Jahren als Gemeindepfarrer in Sachsen arbeitet er seit fünf Jahren bei midi als Referent für Sozialraumorientierung in Diakonie und Kirche. Dabei beschäftigt er sich damit, wie Kirche und Diakonie mit anderen Akteur*innen in Dörfern, Städten und Quartieren zusammenarbeiten können. Aus seiner Beschäftigung mit Nachhaltigkeit, Postwachstum, Klimaseelsorge und Climate Emotions entstand zunehmend die Frage, wie sich Kirche und Diakonie strategisch mit möglichen Kollapsszenarien auseinandersetzen können. Benni Isaak-Krauß bewegt sich zwischen Zivilgesellschaft, Aktivismus, Theologie und der mennonitischen Gemeinde in Frankfurt. Er verbindet internationale Perspektiven mit Antifaschismus, Friedensethik und gesellschaftlichem Engagement und ist Teil der Schöner-Glauben-Redaktion. Jason Liesendahl hat Schöner Glauben gegründet, weil er an gute Gespräche und daran glaubt, „Banden zu bilden“. Sein theologischer Schwerpunkt liegt auf progressiver Theologie und insbesondere auf der Prozesstheologie. Weiterdenken Am Ende der Folge weist Walter auf die Arbeit der AG Kirche und Diakonie im Klimakollaps und auf ein geplantes Barcamp hin. Dort soll gemeinsam mit Menschen aus Kirche, Diakonie sowie Klima- und Kollapsbewegung unter anderem darüber nachgedacht werden, wie kirchliche Infrastruktur in Kollapsszenarien genutzt werden kann, welche Rolle Seelsorge spielt und wie Theologie angesichts von Kollaps sprachfähig werden kann. https://vrk-akademie.de/publikation/kirche-und-theologie-im-klimakollaps/ Schöner Glauben unterstützen 📱 Noch mehr Schöner Glauben gibt es in unserer App. Dort findest du unsere Inhalte und kannst mit der Schöner-Glauben-Community in Verbindung bleiben. 💜 Werde Teil der Bande. Schöner Glauben lebt davon, dass Menschen progressive christliche Stimmen miteinander vernetzen, unsere Inhalte weitertragen und dieses Projekt gemeinsam möglich machen. Dazu gehört auch finanzielle Unterstützung: Wenn du unsere Arbeit regelmäßig oder einmalig unterstützt, hilfst du uns, Podcasts und andere Inhalte unabhängig zu produzieren und progressive theologische Stimmen hörbar zu machen.

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  • #234
    August 29 · 1 hr 9 min

    #brotundrosen | Was ist eigentlich Klasse?

    Was ist eigentlich Klasse? | Brot und Rosen Wir leben in einer Klassengesellschaft. Aber was bedeutet das eigentlich? Wer gehört zur Arbeiterinnenklasse? Was unterscheidet Klasse von sozialer Schicht? Und was genau meinen Marxistinnen, wenn sie von „Ausbeutung“ sprechen? In der ersten inhaltlichen Folge von „Brot und Rosen“ gehen Sonja, Charlotte und Peer diesen Fragen auf den Grund. Dabei wird schnell klar: Klasse beschreibt nicht einfach, wer viel oder wenig Geld hat. Es geht um die Frage, wie Arbeit und Leben in unserer Gesellschaft organisiert sind – wer seine Arbeitskraft verkaufen muss, wer über Kapital verfügt und welche unterschiedlichen Interessen daraus entstehen. Die drei sprechen darüber, warum gesellschaftliche Ungleichheit nicht einfach das Ergebnis individueller Leistung oder individuellen Versagens ist, warum Ausbeutung zunächst keine moralische Kategorie, sondern ein strukturelles Verhältnis bezeichnet und weshalb die Unterscheidung zwischen Arbeiterinnenklasse und Kapitalistinnenklasse auch heute noch relevant ist. Dabei geht es um Lohnarbeit und Produktionsmittel, Mehrwert und Kapital, Arbeitskämpfe und Klassenmacht – aber auch ganz konkret um Bahnfahrten, Überstunden und die Frage, warum formale Freiheit wenig bedeutet, wenn die materiellen Möglichkeiten fehlen. Und schließlich geht es um die Theologie: Aus welcher gesellschaftlichen Position heraus treiben wir eigentlich Theologie? Denn Theologie hat immer eine Klassenperspektive – auch dann, wenn sie sich dessen nicht bewusst ist. Eine befreiende Theologie muss deshalb nicht nur nach individuellen Haltungen fragen, sondern auch nach den gesellschaftlichen Verhältnissen, die unser Leben prägen. Ein Einstieg in Klassenanalyse – und in die Frage, warum sie für eine Theologie, die von Befreiung spricht, unverzichtbar sein könnte.

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  • #233
    August 29 · 26 min

    #brotundrosen | Vorstellungsrunde – Theologie mit Klassenperspektive

    Brot und Rosen – Schöner Glauben mit Klassenperspektive Was haben Klasse, Kapitalismus und soziale Ungleichheit mit Theologie zu tun? Und was verändert sich, wenn wir Glauben, Kirche und Bibel aus einer Klassenperspektive betrachten? In dieser Folge stellen Sonja, Charlotte und Peer die neue Schöner-Glauben-Rubrik „Brot und Rosen“ vor. Sie erzählen von ihren ganz unterschiedlichen Wegen in die Theologie – vom Pfarrhaus über evangelikal-freikirchliche Prägungen bis hin zu einem religionsfernen Elternhaus – und davon, was sie zur Beschäftigung mit Klasse, Kapitalismus und Herrschaftskritik gebracht hat. Und natürlich geht es um den Namen: „Brot und Rosen“ führt von der Arbeiterinnenbewegung und dem berühmten Textilarbeiterinnenstreik von 1912 über feministische Kämpfe bis zur Legende der Elisabeth von Thüringen. Dahinter steht eine Forderung, die bis heute aktuell ist: Es geht nicht nur um Anerkennung und Rechte, sondern auch um die materiellen Bedingungen unseres Lebens. Nicht nur ums Überleben, sondern ums gute Leben. In den kommenden Folgen sprechen Sonja, Charlotte und Peer darüber, was Klasse eigentlich ist, wie Kapitalismus entstanden ist, wie eine materialistische Perspektive auf Faschismus aussehen kann – und was passiert, wenn wir mit einer Klassenperspektive die Bibel lesen. Brot und Rosen: Theologie mit Klassenperspektive.

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  • #232
    August 26 · 1 hr 3 min

    #interview | Ist grad alles bisschen viel? Mit Debora Kuder und Sarina Pfauth

    Alles bisschen viel. Die To-do-Liste wird nie leer. Im Kopf sind tausend Tabs offen. Die Weltlage macht es auch nicht gerade leichter. Und irgendwo dazwischen sollen wir gute Freundinnen, Eltern, Partnerinnen, Christ*innen sein – produktiv, ausgeglichen, engagiert und natürlich die beste Version unserer selbst. Vielleicht müssen wir das aber gar nicht. In der neuen Folge von #Interview spreche ich mit Debora und Sarina über ihr Buch Alles bisschen viel – und über die Frage, wie ein gutes Leben aussehen kann, wenn eben nicht alles gut ist. Wir sprechen über Mental Load und Decision Fatigue, über die ziemlich anstrengende Idee der Selbstoptimierung und darüber, warum das Leben nicht erst dann beginnt, wenn endlich alle Baustellen beseitigt sind. Es geht um Stille – und darum, dass sie nicht unbedingt angenehm ist. Um kleine Unterbrechungen mitten im Alltag. Und schließlich um eine Hoffnung, die nicht behauptet: Irgendwie wird schon alles gut. Sondern eine Hoffnung, die unbequem wird. Eine Hoffnung, die die Krisen unserer Zeit ernst nimmt und trotzdem fragt: Was können wir tun? Wo können wir etwas verändern? Wie können wir selbst Hoffnung schaffen? Und vielleicht steckt genau darin auch etwas zutiefst Christliches: Nicht darauf zu warten, dass irgendwann alles heil, ruhig und fertig ist – sondern Gott und das gute Leben mitten im Unfertigen zu suchen. 🎙️ Alles bisschen viel – mit Debora und Sarina Jetzt überall, wo es Schöner Glauben auf die Ohren gibt. #schönerglauben #podcast #allesbisschenviel #mentalload #selbstoptimierung #hoffnung #glaube #spiritualität #christlicherglaube #theologie

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  • #231
    August 17 · 1 hr 6 min

    #interview | Nico Buschmann – Was ist progressive Theologie?

    Nico's neues Buch, progressives Christentum und warum Gott für ihn nicht als Person gedacht werden sollte In dieser Folge sprechen Jason und Nico über Nicos neues Buch, das seit dem 7.8. erschienen ist, und über die theologische Grundfrage, wie man heute ehrlich von Gott sprechen kann. Im Zentrum stehen progressives Christentum, Paul Tillich, Prozesstheologie und die praktische Frage, wie Glaube in Gemeinden, Ritualen und Seelsorge lebendig wird. Jason bringt dabei die Perspektive aus der Prozesstheologie ein, während Nico seine Position aus progressiver, eher liberaler Theologie entfaltet. Gemeinsam arbeiten sie heraus, warum Glauben für beide nicht bei richtigen Sätzen stehen bleiben darf, sondern Erfahrung, Wirkung und gelebte Konsequenzen braucht. (Leider hat es technische Probleme gegeben, das tut mir sehr leid. Demnächst wieder in besserer Qualität) Key topics Nico erklärt, warum das Buch aus seiner Community heraus entstanden ist: Viele Menschen wollten etwas über seinen Glauben lesen, ohne theologische Vorkenntnisse mitbringen zu müssen. Er beschreibt das Buch als allgemeinverständliche Einführung in progressive Theologie, nicht als akademisches Werk für Theologinnen und Theologen. Progressives Christentum definiert Nico als eine Theologie, die stärker auf das fokussiert, was Jesus getan und gesagt hat, als auf spätere Dogmen über Jesus. Er betont die soziale und ethische Dimension: Im Zentrum stehen marginalisierte, unterdrückte und ausgeschlossene Menschen. Jason und Nico kritisieren gemeinsam ein Christentum, das sich in richtigen Glaubenssätzen erschöpft, aber wenig Wirkung auf die reale Welt hat. Nico macht deutlich, dass ihn Kategorien wie konservativ oder liberal weniger interessieren als die Frage, wie Menschen Glauben tatsächlich erleben. Ein großer Schwerpunkt ist Paul Tillich: Für Nico ist Gottesrede sinnvoller als Rede vom Daseinsgrund, nicht von einem personalen Gegenüber. Die beiden diskutieren ausführlich den Unterschied zwischen einem personal gedachten Gott und einer prozesshaften, erfahrungsbezogenen Gottesvorstellung. Nico erklärt, warum er die klassische Vorstellung von Gottes Handeln für problematisch hält, vor allem im Blick auf Leid und Theodizee. Bei Jesus kommt Nico zu dem Schluss: Jesus ist nicht Gott im ontologischen Sinn, sondern der Mensch, in dem der Grund des Seins sichtbar und wirksam wird. Im zweiten Teil geht es sehr praktisch um Nicos Gemeindearbeit: offene Abendmahlspraxis, angepasste Einsetzungsworte, Seelsorge online und reflektierte Liturgie. Nico beschreibt, wie er bewusste Irritation in Gottesdiensten nutzt, etwa durch weibliche Gottesbilder und variierende Sprache, um eingefahrene Vorstellungen aufzubrechen. Timestamps 00:00 - Begrüßung, Buchrelease und worüber heute gesprochen wird 01:05 - Das Buch ist seit dem 7.8. draußen 02:04 - Warum Nico das Buch geschrieben hat 03:01 - Ein Buch für Nicht-Theologinnen und Nicht-Theologen 04:00 - Nicos Alltag als Pastor und digitaler Seelsorger 05:32 - Was progressives Christentum für Nico bedeutet 08:56 - Warum Glaubenssätze ohne Weltbezug zu wenig sind 10:48 - Warum Nico sich gegen enge theologischen Schubladen wehrt 12:29 - Theologie muss politische Konsequenzen haben 14:24 - Paul Tillich als wichtige Inspirationsquelle

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  • #230
    August 6 · 1 hr 50 min

    #Interview | Warum viele US-Evangelikale den Klimawandel ablehnen

    Nachhaltigkeit bei US-Evangelicals – Creation Care oder Dominion? Warum lehnen viele weiße US-Evangelikale Klimaschutz ab, obwohl sie von der Bewahrung der Schöpfung sprechen? Welche Rolle spielen Bibelauslegung, Kapitalismus und Parteipolitik? Und gibt es innerhalb des Evangelikalismus auch Gegenbewegungen? Darüber spricht Marie mit dem Religionspädagogen und Doktoranden Phillip Angelina, der seit mehreren Jahren zum Klimadiskurs im US-amerikanischen Evangelikalismus forscht. In der Folge geht es unter anderem um: Warum der Begriff „Evangelikalismus" so schwer zu definieren ist Die Entstehung der Creation-Care-Bewegung Die Gegenbewegung rund um Dominion Theology Francis Schaefer und die Entwicklung der evangelikalen Umweltdebatte Die Verbindung von Evangelikalismus, Republikanischer Partei und Kapitalismus Unterschiedliche Auslegungen der Schöpfungserzählungen Warum Klimafragen heute zu den umkämpftesten theologischen Themen gehören Junge evangelikale Christ:innen, die neue Wege gehen Ein Gespräch über Theologie, Politik, Bibelauslegung und die Frage, wie christlicher Glaube auf die Klimakrise antworten kann.

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  • #229
    August 4 · 1 hr 13 min

    #Live | Freakstock26 – Braucht es eine christliche Antifa?

    Diese Folge wurde live auf dem Freakstock 2026 aufgenommen. Gemeinsam sprechen Jason Liesendahl, Benni Isaak-Kraus und Lasse Meininger über eine Frage, die viele Christ*innen gerade beschäftigt: Was tun, wenn Gesellschaft und Politik immer weiter nach rechts rücken? Braucht es da eine christliche Antifa? Ausgangspunkt ist eine persönliche Erfahrung bei einem Gottesdienst der queeren Kirche in Köln. Von dort aus entfaltet sich ein Gespräch über Rechtsruck, Demokratie, Solidarität und die Frage, welche Rolle Christ*innen in gesellschaftlichen Krisen spielen können. Dabei geht es unter anderem um: den gesellschaftlichen Rechtsruck und seine Folgen, gewaltfreien Widerstand, Ohnmacht und Handlungsfähigkeit, Solidarität statt Vereinzelung, Hoffnung als politische Kraft, und ganz konkrete Ideen, wie christliche Gemeinschaft heute aussehen kann. Keine Patentrezepte – sondern ein ehrliches Live-Gespräch über Verantwortung, Mut und die Frage, wie christlicher Glaube in Krisenzeiten konkret werden kann. Hosts Jason Liesendahl @jason.liesendahl Glaubt an gute Gespräche und daran, Banden zu bilden. Deshalb gibt es Schöner Glauben. Sein Schwerpunkt liegt auf progressiver Theologie, insbesondere der Prozesstheologie. Er gibt zu viel Geld für Bücher aus und verbringt viel Zeit im ICE zwischen seinen beiden Lebensmittelpunkten Offenbach und Köln. Benni Isaak-Kraus @bennithehobbit Benni bewegt so einiges. Zivilgesellschaft, Aktivismus, Theologie und die mennonitische Gemeinde in Frankfurt sind seine Spielfelder. Er bringt internationale Perspektiven, Antifaschismus, Friedensethik und gesellschaftliches Engagement zusammen. Aktuell noch in Elternzeit, künftig häufiger bei Schöner Glauben zu hören. Lasse Meininger @lasse.99 Künstler, Sneaker-Designer in Gründung und angehender Tätowierer. Lasse steht für Gen-Z-Perspektiven, kreative Ideen und einige der unterhaltsamsten Instagram-Storys im Team. Er lebt in Leipzig und verarbeitet die Erfahrungen seines eigenen Glaubensumbaus mit viel Offenheit und Humor.

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  • #228
    July 29 · 57 min

    #newnormal | Wie lebt es sich als deutsch-israelische Familie in Berlin?

    #NewNormal – Wie lebt es sich als deutsch-jüdische Familie in Berlin? Hannah ist neu im Schöner-Glauben-Team – und bringt eine Perspektive mit, die in progressiven deutschsprachigen Diskursen selten so offen zu hören ist: Sie ist Deutsche, mit einem Israeli verheiratet, Mutter einer dreijährigen Tochter, die den israelischen Nachnamen ihres Vaters trägt. Und sie lebt in Berlin. Jason und Hannah reden über das, was der 7. Oktober mit einer Familie wie ihrer gemacht hat. Nicht nur das unmittelbare Trauma – Hannahs Mann hat ein Familienmitglied verloren – sondern das, was danach kam und seitdem bleibt: die Frage, welche Sprache man auf der Straße spricht, ob man in bestimmten Stadtteilen hebräisch redet oder lieber nicht, was es bedeutet, wenn die eigene Tochter in drei Jahren mit einem israelischen Nachnamen eingeschult wird. Das Gespräch hält viele Gleichzeitigkeiten aus. Hannah benennt klar, dass sie den Begriff Genozid für das, was in Gaza passiert, inzwischen selbst verwendet – und erzählt gleichzeitig, wie schwer es ist, dafür einen Ort zu finden, der weder die israelische Kriegsführung ausblendet noch das Leid der Opfer des 7. Oktober. Sie berichtet von einer Veranstaltung israelischer Friedensaktivistinnen in Neukölln, die vom eigentlich solidarischen Publikum regelrecht von der Bühne gebuht wurden. Und von dem Gefühl, in der deutschen Linken ein stückweit politische Heimat verloren zu haben. Jason bringt seinen Schulalltag ein: Wie unterrichtet man das Thema, wenn es weder im Curriculum vorkommt noch jemanden kalt lässt? Wie geht man mit Schüler:innen um, die TikTok-Ausschnitte zeigen – ohne den Kontext, aber mit vollem Schmerz? Am Ende steht kein Fazit, sondern eine Orientierung: Die Stimmen, die es braucht, sind die von Menschen, die auf beiden Seiten gleichzeitig stehen – wie die Bewegung Standing Together oder die neu gegründete Partei Macom le Culano. Laut machen, statt wegschauen. Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!

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  • #227
    July 26 · 1 hr 10 min

    #ungefiltert | Nana Myrrhe - Laut und kreativ gegen die Purity Culture

    #Ungefiltert – Nana Myrrhe über Purity Culture, Körperscham und den Weg raus Nana Myrrhe ist Autorin, Aktivistin und betreibt den Account Purity Britney – und ist damit eine der lautesten und kreativsten deutschsprachigen Stimmen gegen Purity Culture. Moritz hat ihr Buch Feucht und Fromm gelesen und wollte sie einfach kennenlernen. Das ist #Ungefiltert. Das Gespräch beginnt biografisch: aufgewachsen in charismatisch-fundamentalistischen Kreisen, in denen der Körper als Ort der Gefährdung galt, Sexualität als dämonische Energie und Jungfräulichkeit als das Heiligste, was man bewahren konnte. Nana erzählt, wie tief diese Prägungen gingen – bis in die Scham, sich selbst nackt zu sehen. Und was passiert, wenn man ein Leben lang darauf wartet, dass die Ehe das alles wie von Zauberhand auflöst. Spoiler: Es löst sich nicht auf. Nana spricht offen über Vaginismus, über die psychosomatischen Folgen von Purity Culture und über den Moment, in dem die Wut größer wurde als die Angst. Daraus entstand ihr Buch – und Purity Britney. Dazu geht's um: warum Paulus so viel mehr zitiert wird als Jesus. Wie biblische Texte über Ehe und Körper im historischen Kontext gelesen werden müssen – und was passiert, wenn man das nicht tut. Britney Spears als unfreiwillige Ikone der Purity Culture. Und was Humor als Aufklärungsformat leisten kann, das sachliche Argumente allein nicht schaffen. 📖 Feucht und Fromm von Nana Myrrhe – am besten direkt bei ihr bestellen (sie signiert und bekommt mehr davon): @nanamyrrhe oder nanamyrrhe.de 🎵 Musikvideo zu Toxic (Purity Culture Parodie) – https://www.youtube.com/watch?v=GYjiNsrVr10&list=RDGYjiNsrVr10&start_radio=1 📬 Newsletter (kommt selten, dafür gut): nanamyrrhe.de Das frühere Gespräch mit Franzi und Andrea Hansen zu Purity Culture gibt's auch bei Schöner Glauben, einfach runterscrollen :) Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!

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  • #226
    July 23 · 1 hr 30 min

    #interview | Jörg Rieger - Was ist Theologie im Kapitalozän?

    Theologie im Kapitalozän – Ein Gespräch mit Jörg Rieger Was hat Theologie mit dem Kapitalismus zu tun? Mehr, als die meisten Menschen ahnen – und mehr, als die meisten Kapitalismuskritiker zugeben würden. Moritz spricht mit Professor Jörg Rieger, Methodistischer Pastor, Befreiungstheologe und Inhaber einer der renommiertesten Theologie-Professuren an der Vanderbilt University in Nashville. Sein Buch Theologie im Kapitalozän ist gerade auf Deutsch erschienen – und es kommt zur richtigen Zeit. Schon der Begriff macht einen entscheidenden Move: nicht Anthropozän, wo acht Milliarden Menschen kollektiv angeklagt werden, sondern Kapitalozän. Die Frage ist nicht, wer Kaffeebecher benutzt, sondern wer den Planeten wirklich zerstört – und welche Interessen dahinterstecken. Dass BP in den 90ern den persönlichen CO2-Fußabdruck erfunden hat, ist kein Zufall. Es ist Ablenkung. Das Gespräch geht tief. Welche Gottesbilder formt das Imperium – und welche werden durch die Bibel gebrochen? Was hat die Weihnachtsgeschichte mit Machtkritik zu tun? Warum sitzt Gott im Exodus nicht beim Pharao, sondern im brennenden Dornbusch? Und was sagt es über die Methodistische Kirche, dass sie von 1933 bis 1945 die Mittelposition bezogen hat – und warum ist genau das auch heute eine Gefahr? Jörg erklärt, warum Solidarität keine Weichheit ist, sondern die eigentliche Machtfrage. Wie Community Organizing und Solidaritätsökonomie konkret zusammengehen – in seinen Solidarity Circles, die mit über 300 Gemeinden ökumenisch und interreligiös gearbeitet haben. Und warum eine Erweckungsbewegung von unten theologisch gesehen plausibler ist als alles, was von oben inszeniert wird. Wer das Buch lesen will: Theologie im Kapitalozän kostet bei Kohlhammer 22 Euro. Auch Bibliotheken können es anschaffen. https://shop.kohlhammer.de/theologie-im-kapitalozan-47882.html#147=19 Den Link zum Wendlin Cook Program findet ihr hier: religionandjustice.org Eine frühere Folge mit Jörg im HolyClub-Podcast: https://the-holy-club.blogs.audiorella.com/20-moritz Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!

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  • #224
    July 21 · 1 hr 6 min

    #interview | Charlotte Jacobs und Sonja Thomaier - Queering Theology und Kapitalismuskritik

    #interview – Queering Theology: Befreiung für alle oder Sondergruppen-Theologie? Moritz spricht mit Charlotte Jacobs und Sonja Thomaier, die gemeinsam den Sammelband Queering Theology herausgegeben haben. Das Buch ist auch als Open Access PDF kostenlos verfügbar – der Link dazu findet sich unten. Queere Theologie, das klingt erstmal nach Apologie: der Versuch zu erklären, warum queer sein und Christsein zusammengeht. Charlotte und Sonja beginnen genau dort – und führen dann weit darüber hinaus. Das Gespräch entfaltet, wie sich queere Theologie methodisch entwickelt hat: von der Dekonstruktion über das Reclaimen biblischer Texte bis hin zur befreiungstheologischen Frage, welche Systeme überhaupt erst Ausschluss produzieren. Der zentrale Move des Bandes: Queering Theology nicht als Identitätstheologie, sondern als kritische Methode zu verstehen – die alle machen können und sollten. Denn wer Geschlecht, Körper und Macht ernst analysiert, stellt fest: Niemand ist unbetroffen. Das führt zu harten Fragen. Ist Inklusion in ein ungerechtes System wirklich das Ziel? Was passiert, wenn Errungenschaften per Fingerschnips zurückgedreht werden? Wie hängen Queerness und Klassenanalyse zusammen – und warum wurde diese Verbindung historisch immer wieder unsichtbar gemacht? Und warum wird eine bissige Theologin wie Marcella Althaus-Reed in der deutschen Rezeption so gerne harmlosgemacht? Dazu kommt die Gegenwartsanalyse: Kapitalismuskritik ist gerade en vogue – aber sie bricht meist genau dort ab, wo sie systemisch werden müsste. Charlotte und Sonja zeigen, warum queere Theologie als Befreiungstheologie genau da weitermacht, wo andere aufhören. Charlotte und Sonja sind neu im Schöner Glauben Team – und bringen mit Brot und Rosen bald ein eigenes Format mit Peer an den Start. 📖 Queering Theology – kostenlos als Open Access PDF: https://www.vr-elibrary.de/doi/book/10.14220/9783737018746 Instagram @schoenerglauben @barista_pastor @herzkopfhandtheologie Wenn euch diese Folge was gegeben hat: Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!

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  • #225
    July 17 · 56 min

    #popklub | Danger Dan - keine Angst vor Antifa?

    #Popklub – Keine Angst: Danger Dan, das ZDF und die Frage nach dem richtigen Widerstand Heute mal wirklich brandaktuell: Moritz und Benni – Mennoniten-Pastor aus Frankfurt und neu im Schöner-Glauben-Team – nehmen sich einen Moment vor, der sich gerade in Echtzeit entfaltet. Danger Dan und Igor Levit sollten gestern beim hundertsten Jubiläum der Anstalt auftreten. Kurzfristig ausgeladen. Der Song Keine Angst war da noch nicht mal veröffentlicht. Seit Mitternacht ist er es. Und seitdem läuft die Debatte. Moritz und Benni hören genau hin, was in dem Lied steht: ein Mantra gegen Lähmung, eine Anleitung zur Selbstorganisation, Hinweise auf Klandestin, Doxing, Notwehr – und am Ende Grüße an Lina, Gucci, Maya und Nanuk. Und sie fragen sich, warum Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt 2021 noch durchging und das hier nicht. Das führt tiefer: Was bedeutet Keine Angst als biblisches Motiv – von den Engeln bei Jesu Geburt bis zu den eingeschlossenen Jüngern nach Ostern? Was hat linker Protest im öffentlich-rechtlichen Rundfunk verloren – und was darf er fordern? Bringt Outing von Nazis noch was, wenn 30 bis 40 Prozent AfD wählen? Und was wäre eigentlich die Aufgabe von Kirche in alldem – als Raum, nicht als Plattform? Dazu: Wie die EmK intern um ihren Unvereinbarkeitsbeschluss gerungen hat – und was das mit dem Abendmaltstisch zu tun hat. Eine Folge, die noch nicht abgeschlossen ist: je nachdem, wie die Anstalt morgen reagiert, gibt es vielleicht eine Fortsetzung. Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!

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  • #223
    July 14 · 1 hr

    #wwjd | Jesus anbeten oder nachfolgen?

    Jesus anbeten – oder ihm nachfolgen? Die berühmten WWJD-Armbänder ("What Would Jesus Do?") sollten ursprünglich zu einem persönlicheren Glauben motivieren. Doch was passiert, wenn man diese Frage wirklich ernst nimmt? Führt sie eher zu individueller Frömmigkeit – oder zu einem Leben, das sich für Gerechtigkeit, Gemeinschaft und gesellschaftliche Veränderung einsetzt? In dieser Folge sprechen Jason und Mo über die Geschichte der WWJD-Bewegung, über Worship-Kultur, Nachfolge und die Frage, ob Jesus eigentlich angebetet werden wollte – oder Menschen dazu eingeladen hat, eine andere Art zu leben. Außerdem geht es unter anderem um: Warum WWJD vielleicht eine ganze Generation progressiver Christ geprägt hat Die Spannung zwischen Worship, Ekstase und gesellschaftlichem Engagement Was Dorothee Sölle, Walter Brueggemann und John Shelby Spong zu dieser Debatte beitragen können Warum Tischgemeinschaft vielleicht das treffendere Bild für Kirche ist als die große Bühne Wie Gebet Widerstandskraft stärken kann Weshalb Reich Gottes mehr ist als individuelle Frömmigkeit Eine Folge über Spiritualität, Gemeinschaft und die Frage, welche Konsequenzen Jesu Botschaft heute haben könnte. Termine: 5.9. – Songs of Hope and beauty festival https://www.instagram.com/p/DaSUeCYgBH7/?img_index=1 16.-18.10. – UNDspiration Marburg https://www.instagram.com/p/DZaY8bkjFjQ/?img_index=1 Wenn dir unsere Arbeit gefällt und du Schöner Glauben unterstützen möchtest, freuen wir uns über deine Unterstützung. Alle Möglichkeiten findest du auf: www.schoenerglauben.jetzt

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  • #222
    July 12 · 1 hr 31 min

    #wonderland | Pro und Contra Regime: Iran-Demos, MMA und Gender

    #11: Shownotes - Zwischen Demos zum Iran und der Situation des Kampfsports MMA In der aktuellen Folge von Wonderland ist Nader Soltani, M.A. Student in Soziologie und Philosophie, Besitzer eines Kampfsport-Gyms und MMA Coach, zu Besuch. Nader bringt einige spannende Themen mit! Zu Beginn geht es um Naders ethnographische Forschung über die in Deutschland stattfindenden Demonstrationen zu Iran. Dabei geht er selbst zu den Demos, u.a. in Düsseldorf und Köln, um zu verstehen, wie die verschiedenen Akteure sich dort zu Iran und der Welt positionieren. Als MMA Coach und Besitzer eines Gyms interessiert sich Nader sowohl privat als auch in seiner Forschung für MMA, Mixed Martial Arts (Kampfsport). Er erklärt, wie der Sport über die Jahre auch in Deutschland beliebt wurde. Als international bereits sehr verbreiteter Sport hat MMA auch eine politische Komponente, die Nader am Beispiel von Trumps Besuchen bei UFC (Ultimate Fighting Championship) Veranstaltungen u.a. im weißen Haus. Eine besonders interessante Gruppe von MMA Kämpfenden kommt aus der Region Dagestan - und die Dagestana haben nicht nur ihren eigenen Kampfstil und dadurch prägen sie die MMA Szene extrem. Auch erklärt Nader, welche Rolle antimuslimischer Rassismus auf internationaler Ebene spielt und wie muslimische MMA Kämpfende damit konfrontiert werden. In der MMA Szene wird aber auch ein ganz spezifisches Bild von Männlichkeit dargestellt, das von Härte geprägt ist. Nader, Isis und Dunja diskutieren in diesem Zusammenhang auch Homophobie und Queerfeindlichkeit, die in diesen Kreisen vorkommen. Am Ende geht’s um das, was wir Trashtalking vor dem Kampf - oder sogar “psychologische Kriegsführung” - nennen: MMA Kämpfende benutzen aggressive Sprache, um ihre Gegner zu beleidigen und so in den Kampf zu starten. Isis und Dunja diskutieren mit Nader darüber, wieso es diese Rituale gibt. 🌈🌈🌈 Folgt uns hier: 👊Nader: ➡️ https://www.instagram.com/nadersoltani/ Naders Gym: ➡️ https://www.instagram.com/45mma_essen/ REMID e.V. ➡️ https://www.instagram.com/remid.verein/ SchönerGlauben: ➡️ https://www.instagram.com/schoenerglauben

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  • #221
    July 8 · 1 hr 11 min

    #interview | Lust als Schlüssel für ein gesundes Leben

    Warum erleben so viele Frauen Sexualität nicht als Befreiung, sondern als Druck? Weshalb verschwindet Lust häufig gerade dort, wo sie nach der Hochzeit endlich "erlaubt" sein sollte? Und welche Rolle spielen Scham, Purity Culture, Pflichtgefühl und jahrzehntelange Prägungen dabei? Zu Gast ist die Paar- und Sexualberaterin Andrea Hansen. Gemeinsam sprechen wir ehrlich, wissenschaftlich fundiert und aus christlicher Perspektive über: * warum Lust nichts Sündiges ist • den Unterschied zwischen körperlicher Erregung und echter Lust • weshalb Pflichtsex Beziehungen schaden kann • warum viele Frauen ihren eigenen Körper kaum kennen • welche Folgen Scham und religiöse Prägungen für Ehe und Sexualität haben • wie ein gesunder, lebensbejahender Umgang mit Sexualität aussehen kann • erste Schritte zurück zu mehr Freiheit, Selbstannahme und Lebendigkeit Diese Folge wird manche herausfordern. Vielleicht regt sie zum nachdenken an. Vielleicht bringt sie Erleichterung. Unser Wunsch ist vor allem, einen ehrlichen und respektvollen Raum für ein Thema zu öffnen, das viel zu lange tabuisiert wurde. Unsere Gästin: Andrea Hansen Paar- und Sexualberaterin https://www.freiverbunden-coaching.de/ Autorin von "Frei und verbunden" -> https://www.scm-shop.de/frei-und-verbunden.html Wenn dir diese Folge geholfen hat, freuen wir uns, wenn du sie mit Menschen teilst, die von diesem Gespräch profitieren könnten. Nutze gerne unsere App um dich über diese Folge auszutauschen: Unter https://schoenerglaubennetzwerk.communiapp.de/ oder in jedem App-Store Welche Gedanken haben dich besonders bewegt? Welche Erfahrungen hast du selbst gemacht? Wenn dir diese Folge etwas gegeben hat würden wir uns freuen, wenn du darüber nachdenken könntest, uns finanziell zu unterstützen. Auf www.schoenerglauben.jetzt findest du alle weitere Infos. Danke!

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