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Lernen Sie Deutschlands Top-Marketers kennen.

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  • 30 episodes
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  • German
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  • #441
    Yesterday · 25 min

    MarketerTalk mit Erik Snoeijen

    Das sind die Themen: Marken-Sichtbarkeit: Das KI-Dilemma der Black Box Während Menschen eine Marke emotional sammeln und intuitiv entscheiden, ist KI ein Blackbox-System: Niemand weiß, woher sie ihre Informationen nimmt oder warum sie eine bestimmte Antwort bevorzugt. Das stellt Marketing vor ein neues Problem – den klassischen Kontrollverlust. Wer auf einer Website Marke gestaltet, hat volle Kontrolle. Wer in LLMs auftaucht, ist dem Algorithmus ausgeliefert. Das Ergebnis: Marktführer können plötzlich unkorrekt eingestuft werden, oder es entstehen völlig neue, falsche Perceptionen im Netz. Pressmitteilungen und Kundenaussagen stärker gewichten Um in KI-Systemen korrekt dargestellt zu werden, braucht es eine bewusste Content-Strategie. Hochwertige Informationen wie offizielle Pressmitteilungen bekommen in LLM-Rankings einen höheren Score als reine Werbebotschaften. Kundenaussagen sind sogar noch wertvoller als Eigenmarketing. Das bedeutet: Investieren Sie strategisch in validierte Unternehmens-Information und bauen Sie Testimonials systematisch auf. So lernt die Maschine, Sie korrekt einzustufen. Datensicherheit ist der neue Wettbewerbsvorteil Während viele Unternehmen bedenkenlos Daten in populäre AI-Tools eingeben – sogar Ärzte teilen Patientendaten in ChatGPT – bewahrt Bosch absolute Kontrolle über sensible Informationen. Das ist kein Hindernis, sondern ein Wettbewerbsvorteil. Maschinendaten und Kundendaten sind wertvoll und gefährlich zugleich. Wer konsequent auf Datensicherheit setzt und Risiken abblockt, nutzt Deutschlands größten Hebel: Vertrauen. Das ist eine Markenpositionierung, die sich zahlt. Im Kernmarkt kein Branding nötig – im Nebenmarkt essentiell Bosch Rexroth beweist einen wichtigen Punkt: Im Kernmarkt Hydraulik ist die Position so dominiert, dass klassisches Branding kaum noch nötig ist. Das Versprechen "We move, you win" reicht aus. Ganz anders in der Factory Automation – dort gibt es kein Marktführer-Image, und genau dort läuft die aggressive Branding-Kampagne. Der Lesson für Marketing-Manager: Differenzieren Sie zwischen etablierten und neuen Märkten. Wo Sie Nummer 1 sind, sparen Sie Ressourcen. Wo Sie aufbauen, investieren Sie gezielt. Bespielen Sie LLMs wie ein strategisches Medium Ein praktisches Experiment zeigt die Macht: Die Frage "Welche fünf Aussteller zur Hannover Messe für Hydraulik?" listete Bosch Rexroth korrekt an Position 1. Dieselbe Frage bei der SPS in Nürnberg (Factory Automation) – top 5 Fehlanzeige. Das bedeutet: LLMs lassen sich bespielen. Konkurrenten können mit guter Content-Strategie Sie überholen, auch ohne echte Marktposition. Dafür ist die Gegenmaßnahme klar – systematisch beobachten, welche Keywords und Themen relevant sind, Content gezielt einsteuern und regelmäßig testen. Wer das ignoriert, verliert Marktposition an digitale Konkurrenz.

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  • #442
    Thursday · 37 min

    Marketer Talk mit Verena Gründel

    Das sind die Themen: KI als Programm-Architekt Das Fundament für das DMEXCO-Programm 2025 sind harte Marktdaten. Die gemeinsame Studie mit BVDW und Horizont zeigt deutlich: Die fünf größten Herausforderungen von Marketing-Managern sind alle KI-Themen — von Suche über Content-Generierung bis hin zu weiteren Anwendungsfällen. Diese Insights fließen unmittelbar in die programmatische Planung ein und prägen das Motto sowie die Themenschwerpunkte. So wird Marktforschung zur unmittelbaren Programm-Basis. Agile Event-Gestaltung statt starrer Pläne Im November Konsens finden, aber im April noch flexibel sein. Das DMEXCO-Team arbeitet nicht nach Wasserfall-Logik, sondern plant Kern-Punkte vor, bleibt aber offen für Chancen, die sich spontan ergeben. Wenn ein Thema plötzlich viral wird oder ein Partner hochrelevante Inhalte mitbringt, kann das Programm angepasst werden — weil die Grundarchitektur sitzt, aber die Ränder flexibel bleiben. Die Grenze zwischen Content und Event Eine Konferenz funktioniert wie eine Redaktion: Man schafft Inhalte, generiert Wissen, bringt Informationen auf den Markt, die Geschäfte besser machen. Das gilt für Fachmagazine wie für Messen gleichermaßen. Diese redaktionelle Haltung ermöglicht Authentizität statt bloßer Platzverkauf — und beeinflusst, wen man auf die Bühne holt und wie die Vielfalt entsteht. Retail Media als Zeitpunkt-Marketing Retail Media verbindet Digital-Out-of-Home und Point-of-Sale-Activation. Der Fokus liegt darauf, Käufer genau in der Einkaufssituation zu erreichen — online bei Amazon oder Rewe, offline in den Läden — wenn die Kaufentscheidung stattfindet. Gleichzeitig entsteht Raum für Non-Endemic Branding, also Werbung von Marken außerhalb der klassischen Kategorie. Das ist das Tor zum nächsten Marketing-Kanal. Konferenz-Vorbereitung mit KI-Unterstützung Die DMEXCO-Plattform nutzt Recommendations, um Besuchern personalisierte Talk-Vorschläge zu machen. Marketer können ihre Themenschwerpunkte vorab angeben und sehen direkt, welche Speaker zu ihren Interessen passen. Die App ermöglicht Bookmarking von Sessions und Ausstellern sowie Netzwerk-Planung. Tipp: 30 Prozent Zeit für Spontanität reservieren — die besten Begegnungen sind oft ungeplant.

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  • #440
    Wednesday · 20 min

    MarketerTalk mit Kai Halter

    Das sind die Themen: Mitgliederfeedback macht Eventformate stärker Der wichtigste Erfolgsfaktor einer Veranstaltung ist nicht die Idee der Organisatoren, sondern das Zuhören danach. Als Teilnehmende zurückmeldeten, dass kurze Bühnenauftritte zu wenig Tiefe boten, entstand daraus ein eigener Bereich mit Mittagessen an den Ständen der präsentierten Cases. So wird aus Kritik direkt eine bessere nächste Ausgabe, statt sie auf die lange Bank zu schieben. Kuratierte Vorträge schaffen mehr Vertrauen als gekaufte Redner werden über einen Expertenbeirat aus Industrie und Agenturen vorgeschlagen, nicht über Sponsoring-Budgets. Unternehmen und der beteiligte Dienstleister präsentieren ihre Success Story gemeinsam in acht Minuten und stehen danach in vertiefenden Sessions Rede und Antwort. Diese Trennung von Bühne und Verkauf macht die Inhalte für ein Fachpublikum glaubwürdiger. Rein interne Kampagnen wirken oft austauschbar Wer komplett ohne externe Partner arbeitet, läuft Gefahr, generische Ergebnisse zu produzieren: Folien in Standardfarben, ohne erkennbare Markenidentität und ohne wirklich eigenes Logo-Erlebnis. Externe Perspektiven bringen frische Impulse und ein geschultes Auge für Corporate Design ein. Die Konsequenz für Marketing-Teams: Professionalisierung entsteht eher im Austausch als in der reinen Inhouse-Blase. KI lohnt sich zuerst bei klar abgegrenzten Prozessen Statt KI breit auszurollen, startete man mit einem eng gefassten Anwendungsfall: einem Agenten für Produktnamen, der Vorschläge liefert und direkt auf rechtliche Konformität prüft. Der Prototyp entstand zunächst mit einer spezialisierten Agentur und wanderte erst nach erfolgreichem Test ins eigene System. Dieser Weg über kleine, beweisbare Use Cases schafft intern Vertrauen für den nächsten Schritt, etwa die Automatisierung der Messeplanung. Persönliche Netzwerke liefern Trends vor dem Markt Wer die eigene Karriere ausschließlich in einem Unternehmen verbringt, fehlt der Vergleich mit anderen Organisationen. Ein aktives Branchennetzwerk gleicht das aus: Impulse zu neuen Themen wie KI kommen oft zuerst aus dem Austausch mit Netzwerkpartnern, bevor sie zum Massentrend werden. Für Marketing-Verantwortliche lohnt sich deshalb Zeit in Verbänden und Fachkreisen als frühes Warnsystem für die eigene Strategie.

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  • #439
    September 14 · 10 min

    Marketer Talk mit Erik Siekmann

    Das sind die Themen: Reichweite ist beim B2B-Podcast der falsche Maßstab Account-based Marketing bedeutet nicht, möglichst viele Hörer zu gewinnen, sondern genau die Entscheider zu erreichen, die ein Thema verstehen müssen. Für Marketing-Verantwortliche zählt deshalb nicht die Gesamt-Audience, sondern die Passgenauigkeit der Zielgruppe. Wer diesen Maßstab anlegt, bewertet Podcast-Erfolg an Qualität statt an Downloadzahlen. Video holt ab, Audio bindet Kurze Videoclips auf LinkedIn übernehmen die Discovery-Phase, weil sich die Zielgruppe darüber präzise targetieren lässt. Wer sich mit einem Thema bereits beschäftigt hat, wechselt anschließend in den längeren Audio-Podcast und wird zum treuen Hörer. Für die Content-Planung heißt das: Video und Audio brauchen unterschiedliche Rollen im Funnel, nicht denselben Inhalt in zwei Formaten. Podcasts wirken bei erklärungsbedürftigen Produkten Je komplexer ein Produkt und je höher der Kundenwert, desto eher lassen sich Interessenten auf lange, tiefgehende Inhalte ein. Das passt zur Auswahl eines ERP- oder CRM-Systems deutlich besser als zum Kauf von Kosmetik oder anderen schnelldrehenden Konsumgütern. Marketing-Verantwortliche in B2B-nahen Branchen sollten Podcasts deshalb gezielter einsetzen als reine Konsumgütermarken. Klassisches SEO verliert an Steuerbarkeit KI-Antworten ersetzen zunehmend den klassischen Klick über Google, Marken werden zitiert statt verlinkt. Damit verschwinden die bekannten, deterministischen Wirkmodelle im Performance-Marketing, an ihre Stelle treten Wahrscheinlichkeiten. Wer bislang die Hälfte seiner Kaufentscheidungen und Akquisitionskosten über Suche gesteuert hat, muss diese Steuerung neu denken. Persönlichkeit schlägt Austauschbarkeit als Markenkern Weil KI Inhalte beliebig generieren kann, gewinnen Authentizität und erkennbare Gesichter an Bedeutung, vom CEO bis zur Mitarbeiterin im Handel. Personenmarken schaffen zudem Communities, die Themen aus eigenem Antrieb weitertragen. Für Marketing-Verantwortliche lohnt es sich, gezielt Menschen aus dem Unternehmen sichtbar zu machen statt ausschließlich auf Unternehmensmarken zu setzen.

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  • #438
    September 9 · 15 min

    MarketerTalk mit Janine Strenge

    Das sind die Themen: Der Preisalarm ist mehr als ein Feature, er ist die CRM-Strategie Kunden legen selbst fest, bei welchem Preis sie informiert werden möchten, die Kommunikation ist damit vollständig gewollt und triggerbasiert. Eine Farbskala zeigt schon beim Einrichten, wie realistisch das Wunschpreisziel ist. Nicht ausgelöste Alarme werden nach einem Jahr automatisch gelöscht. Reaktivierung braucht branchenspezifische Zyklen statt starrer Regeln Ein Auto kauft man nicht monatlich, ein Konsumgut schon eher, deshalb unterscheidet sich Inaktivität von Produkt zu Produkt. In Q4, wenn Prime Day, Black Friday und Weihnachtsgeschäft aufeinandertreffen, lohnt sich statt reflexbasierter eher eventbasierte Kampagnenansprache. Permissionbasiertes Marketing zahlt sich aus, auch wenn es Reichweite kostet Klicks und Nutzung werden nur mit Einwilligung über ein Consent-Management-System gespeichert, ohne Zustimmung fließen keine Daten ein. Wer sich abmeldet, verschwindet konsequent von der Liste. Diese Klarheit schafft Vertrauen und hält die Datenbasis sauber. Ein neuer CRM-Stack mit Customer-Lifecycle-Logik ersetzt gerade das über zehn Jahre gewachsene Setup Der technische Backbone und das Auslieferungstool werden gleichzeitig umgestellt, damit künftig auch bislang unbediente Kanäle angesprochen werden können. Solche Migrationen sind aufwendig, schaffen aber die Basis für skalierbare Personalisierung. Eine eigene App in ChatGPT bringt das Produktwissen zu den Kunden, statt es der Maschine zu überlassen ChatGPT selbst kennt die Produktdaten nicht, das Vergleichswissen bleibt im eigenen System. Die Prompts der Nutzer liefern schon jetzt wertvolle Einblicke in fehlende Filter und neue Trends, eine Verknüpfung mit einzelnen Personen gibt es bislang nicht.

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  • #437
    September 7 · 37 min

    MarketerTalk mit Valentina Kerst

    Das sind die Themen: KI-Agenten kennen keinen Datenschutz Anders als bei Mitarbeitenden gelten für KI-Agenten keine Vorschriften zum Schutz personenbezogener Daten, weil keine Personendaten involviert sind. Das eröffnet die Möglichkeit, Skills und Wissen systematisch zu erfassen und weiterzuentwickeln, etwa im Hinblick auf den demografischen Wandel und drohenden Wissensverlust beim Ausscheiden erfahrener Mitarbeitender. Die einfachsten Use Cases fehlen noch in der Breite Statt eines Agenten, der ein ganzes Unternehmen steuert, geht es meist um niedrigschwellige Aufgaben wie die Terminfindung mit Bewerbern oder automatisierte Event-Erinnerungen. Genau diese kleinen, konkreten Anwendungen bringen den größten Alltagsnutzen, sind aber vielerorts noch nicht umgesetzt. Governance bremst mehr als die Technik Ein Agent scheitert oft nicht an der Idee, sondern am fehlenden Zugriff auf die richtigen Datenpools. Bevor Teams eigene Agenten bauen, muss deshalb erst geklärt werden, wer welche Daten besitzt und wer darauf überhaupt zugreifen darf. Diese Vorarbeit entscheidet darüber, ob eine gute Idee auch im Arbeitsalltag ankommt. Deutscher Maschinenbau kann von KI-Daten profitieren, wie ein Fallbeispiel zeigt Ein Unternehmen aus Siegen optimierte gemeinsam mit einem Industriepartner die Legierung von Stahl, sodass Materialverbrauch gleichmäßiger und die Einsparung sechsstellig wurde. Wer sein Anwendungswissen den Maschinen mitgibt, sichert sich einen Vorsprung gegenüber internationaler Konkurrenz. Agenten für Marketing sind noch Mangelware Anbieter wie N8N oder Neuland.ai liefern Baukästen für Agenten, ein fertiger SEO-Agent, der eine Website analysiert und URL-basiert startet, ist bisher kaum am Markt zu finden. Wer diese Lücke schließt, bedient einen klaren Bedarf bei Marketingverantwortlichen, die Tools in gewohnter Bequemlichkeit nutzen wollen.

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  • #435
    September 2 · 25 min

    MarketerTalk mit Dr. Benedikt Köhler

    Das sind die Themen: Agenten sind nicht Chatbots – sie arbeiten selbstständig Die Unterscheidung ist entscheidend: Während Chatbots auf eine Frage eine Antwort geben, arbeiten KI-Agenten proaktiv und eigenständig. Sie führen komplexe Aufgaben durch, indem sie mehrere Datenquellen kombinieren – von CRM-Systemen bis zu Datenbanken – und die Ergebnisse automatisch aufbereiten. Das ermöglicht Marketing-Managern, ihre Zeit auf strategische Aufgaben zu konzentrieren statt auf manuelle Datenabfragen. Evaluationen sind der kritische Erfolgsfaktor Ein häufiger Fehler ist das unrealistische Vertrauen in KI-Systeme: Sie funktionieren beim Prototyp, scheitern dann aber bei einfachen Aufgaben. Die Lösung liegt in systematischen Evaluationen – standardisierten Tests, die prüfen, ob der Agent konsistent die erwarteten Ergebnisse liefert, auch wenn sich Datenquellen oder Modelle ändern. So lässt sich Zuverlässigkeit bereits im Betrieb nachweisen. Spezialisierte Agenten mit vordefinierten Skills sparen Zeit Statt ein System bei Null anzufangen, nutzen spezialisierte Agenten ein standardisiertes Skill-Format – präpariert mit Domain-Wissen wie Marktforschung oder Vertrieb. Diese virtuellen Kollegen bringen konkrete Fähigkeiten mit: Sie wissen, wie eine Umfrage konzipiert wird, wo man eine Befragungsplattform findet und wie Daten interpretiert werden. Marketing-Manager sparen sich lange Onboarding-Phasen und arbeiten sofort mit produktiven Systemen. Datensouveränität ist das Vertrauen-Fundament Unternehmen können Agenten on-premise auf eigenen Servern betreiben – auf einem Mac Mini oder Laptop – und garantieren damit, dass Geschäftsdaten nie in die Cloud gehen. Kleine, spezialisierte Sprachmodelle ermöglichen genau das: Sie bearbeiten operative Aufgaben lokal, sind schnell und vertrauenswürdig. Das macht KI-Agenten für sensible Marketing-Daten und Kundeninformationen tatsächlich praktikabel. Memory ist das nächste große Problem – und Chance Die heißeste Frage im Feld ist, was Agenten sich merken sollen: Triviale Vorlieben wie Kaffeegeschmack oder wertvolle Erkenntnisse, welcher Lösungsweg beim letzten Problem funktioniert hat? Dieses Memory führt zu echtem Lernen – der Agent wird schneller, sparsamer mit Tokens, intelligenter. Es schafft aber auch eine Wechselbarriere: Mit jedem Projekt wird der Agent wertvoller, bleibt bei der Plattform und beim Unternehmen. Viele Ansätze konkurrieren, das richtig zu lösen.

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  • #434
    August 31 · 45 min

    Marketer Talk mit Michael Stenzel

    Das sind die Themen: LLM-Sichtbarkeit über YouTube und Blog Vitbikes betreibt seinen YouTube-Kanal mit knapp 190.000 Abonnenten und über 1.500 Videos konsequent als Sichtbarkeitshebel für LLMs. Titel und Beschreibungen werden gezielt so angepasst, dass Sprachmodelle die Inhalte aufgreifen. Aus denselben Videos entsteht zusätzlich, fast vollautomatisiert, ein Blog mit FAQs und Ratgebertexten für alle, die lieber lesen als schauen. Mitarbeitende als Markengesicht Nicht das Headquarter, sondern die Mitarbeitenden in den Läden liefern den Content. Über Coachings zu Kamera, Reels und Hooks entstehen mittlerweile drei kurze Videos täglich aus rund 13 Standorten. Entscheidend für die Motivation waren konkrete Erfolgsgeschichten: Kunden, die gezielt wegen eines TikTok-Videos in den Laden kamen und den Mitarbeiter gleich erkannten. Vom Vibe-Coding zum eigenen Cockpit Statt eine zentrale App zu kaufen, ließ der Gründer an einem Wochenende per Vibe-Coding einen ersten Klickdummy für ein eigenes CRM entstehen. Daraus wächst gerade ein zentrales Cockpit, das Termine, Kundendaten und Kommunikation über alle Standorte hinweg bündelt, unabhängig von den bisherigen IT-Systemen der einzelnen Läden. KI-Tools im täglichen Einsatz Alle Mitarbeitenden im Headquarter arbeiten mit Claude, Copilot und ChatGPT, gesteuert über die IT-Abteilung, aber mit Freiraum für jedes Team. Reportings und Newsletter-Entwürfe entstehen im Marketing inzwischen praktisch vollständig mit KI-Unterstützung. Agentic AI wird bewusst noch nicht überstürzt eingeführt, sondern gezielt für konkrete Use Cases evaluiert. Die Summe vieler kleiner Bausteine Für die Sichtbarkeit in KI-Suchzusammenfassungen zählt die Summe vieler kleiner Bausteine: strukturierte Produktdaten, ein sauber aufgesetzter Onlineshop und einheitliche Kontaktdaten über alle Standorte hinweg. Ergänzt wird das durch externe Partner, die gezielt beim Aufbau von GEO-Maßnahmen und beim Monitoring der eigenen Markensichtbarkeit unterstützen.

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  • #433
    August 26 · 23 min

    Marketer Talk mit Kristina Flegel

    Das sind die Themen: Ohne Datenhistorie kein belastbares Modell Ein Media Mix Model braucht mindestens drei Jahre saubere Datenhistorie und ein anständiges Besucherniveau auf der Website, sonst fehlen die Datenpunkte für echte Korrelationen. Wer heute startet, sollte deshalb zuerst Trackingdaten, Absatzzahlen und First-Party-Daten konsolidieren, statt gleich mit der Modellierung zu beginnen. Datenqualität schlägt Datenmenge, und beides muss regelmäßig geprüft werden. Schnittstellen sind der eigentliche Flaschenhals Nicht das Modell selbst, sondern die Anbindung der Datenquellen kostet die meiste Zeit, besonders bei externen Zulieferern aus Media und Marktforschung. Deren Daten liegen oft nur alle zwei bis vier Wochen vor und werden teils noch manuell per SFTP übertragen. Wer mit MMM startet, sollte dafür feste Kapazität einplanen, statt das Thema nebenbei mitlaufen zu lassen. KI schlägt vor, Menschen müssen einordnen Das Modell liefert Empfehlungen auf Basis historischer Muster, erkennt aber keine Grenzen wie begrenztes Suchvolumen im Search-Kanal. Bei Congstar wird deshalb jede automatische Budgetempfehlung noch einmal mit menschlicher Einschätzung abgeglichen, bevor sie umgesetzt wird. Reine Automatisierung ohne Kontrolle führt hier schnell zu Fehlallokationen. Mut zum Test zahlt sich messbar aus Als Congstar der KI ein Zusatzbudget ganz ohne Vorgabe überließ, verteilte sie es überraschend stark auf Social im oberen Funnel und begründete das mit einem erwarteten Zuwachs bei Search. Der anschließende Praxistest bestätigte genau diesen Effekt in Echtzeit. Wer solche Hypothesen testet, gewinnt Beweise, die interne Diskussionen über Budgetverteilung beenden können. Brandwirkung wird endlich messbar Über ein eigenes Long-Term-Modell lassen sich auch klassische Kanäle wie TV, Radio und Print mit einem Wertbeitrag versehen, den man sonst kaum belegen kann. Das hilft besonders bei Diskussionen über ATL-Budgets, wenn die Frage im Raum steht, wie viel TV eigentlich noch nötig ist. So wird Markenwahrnehmung vom Bauchgefühl zur belastbaren Kennzahl.

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  • #431
    August 14 · 24 min

    Marketer Talk mit Jürgen Leitner

    Das sind die Themen: Vertrauen schlägt Effizienz bei Premiumprodukten Bei hochpreisigen Produkten entscheidet Glaubwürdigkeit über den Kauf. Wer für einen Premiumurlaub mehrere tausend Euro ausgibt und dann ein als KI-generiert gekennzeichnetes Zimmerfoto sieht, verliert schnell Vertrauen in die Marke. Deshalb lohnt es sich, KI bewusst nur zur Bildbearbeitung einzusetzen und auf vollständig künstlich erzeugte Inhalte zu verzichten, solange Kennzeichnungspflichten wie der EU AI Act greifen. Synthetische Zielgruppen als Entscheidungshilfe Synthetische Zielgruppen liefern belastbarere Entscheidungsgrundlagen als reines Bauchgefühl. Ein mit echten Personas trainiertes Sprachmodell lässt sich für einfache Fragen wie Wording oder Programmnamen ebenso einsetzen wie für größere strategische Entscheidungen. Wer aus Vermutungen valide Daten macht, beschleunigt Entscheidungsprozesse spürbar, ohne den direkten Kundenkontakt vollständig zu ersetzen. Partner frühzeitig einbinden statt konkurrieren lassen Traditionelle und digitale Vertriebskanäle schließen sich im B2B-Bereich nicht aus, wenn Partner frühzeitig eingebunden werden. Reisebüros erhalten Vermarktungsaktionen zeitgleich oder sogar vorab, während Preisparität zwischen Website und stationärem Vertrieb Konflikte vermeidet. Wer seine Partner konsequent vorab informiert, sichert sich deren Rückhalt, auch wenn der eigene digitale Kanal weiter wächst. Digitalisierung dort priorisieren, wo sie wirkt Nicht jeder Unternehmensbereich muss gleich schnell digitalisiert werden. Während Website und Kundenkommunikation stark auf KI-Unterstützung setzen, findet der Prozess mit Reisebüropartnern noch komplett analog über klassische Dateiablagen statt. Wer Digitalisierung priorisiert, sollte zuerst dort ansetzen, wo der größte Kundennutzen entsteht, statt alle Prozesse gleichzeitig umzustellen. Konzernvorgaben als Bremse für KI-Tempo Konzernvorgaben bremsen den KI-Einsatz oft stärker als technologische Grenzen. Freigegebene Tools variieren je nach Unternehmensstruktur, und strengere Konzernrichtlinien verhindern etwa Vibe Coding durch einzelne Mitarbeitende. Wer in größeren Unternehmensverbünden arbeitet, sollte deshalb frühzeitig klären, welche KI-Werkzeuge tatsächlich freigegeben sind, bevor Prozesse darauf aufgebaut werden.

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  • #430
    August 13 · 27 min

    Marketer Talk mit Andreas Unger

    Das sind die Themen: Erinnerung statt Produkt verkaufen Ein Produkt wird erst dann zum echten Marketinginstrument, wenn es über seinen funktionalen Nutzen hinausgeht. Fotos aus mobilen Fotoboxen landen fast immer am Kühlschrank und sorgen jahrelang für positive Markenassoziationen bei jedem Öffnen. Wer Erlebnisse statt Produkte verkauft, schafft Erinnerungswerte, die klassische Werbemittel wie Kugelschreiber oder Kaffeetassen kaum erreichen. Zielgruppen unterschiedlich abholen Nicht jedes Produkt braucht dieselbe Marketinglogik. Bei Hochzeiten ist die Kaufabsicht klar, weshalb dort direkte Keywords funktionieren. Bei Geburtstagen oder Firmenfeiern fehlt dagegen oft die erste Idee, sodass Zielgruppen erst für das Thema sensibilisiert werden müssen. Wer diesen Unterschied erkennt, spart Budget an der falschen Stelle und investiert es dort, wo Aufklärung tatsächlich wirkt. Lange Kaufzyklen richtig tracken Lange Entscheidungszyklen erfordern eigene Trackingstrategien. Zwischen erster Inspiration und tatsächlichem Kauf vergeht bei manchen Events bis zu einem Jahr, was klassisches Performance-Tracking an seine Grenzen bringt. Wer in solchen Fällen auf Awareness-Kampagnen statt auf sofortige Conversion setzt und Server-Side-Tracking ausbaut, erreicht Kunden trotzdem zum richtigen Zeitpunkt. Internationalisierung braucht Feingefühl Internationalisierung bedeutet mehr als Übersetzung. Der französische Kunde tickt anders als der deutsche, bis hin zur Anrede: Während in Deutschland konsequent geduzt wird, gilt auf der französischen Website die Sie-Form. Wer expandiert, sollte solche kulturellen Unterschiede früh in ein lokales CI-Konzept übersetzen, statt eine einheitliche Markensprache über alle Märkte zu stülpen. KI reicht weiter als Content KI verändert längst mehr als nur die Texterstellung. Von der Analyse großer Datenmengen über die internationale Kundenansprache bis zur Produktentwicklung, etwa bei der Audiooptimierung eines Gästebuch-Geräts, lohnt sich der Blick über das Marketing hinaus. Wer Qualität konsequent über Tempo stellt, verzichtet dabei auch bewusst auf Anwendungen wie Chatbots, solange die Ergebnisse nicht überzeugen.

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  • #429
    August 12 · 23 min

    Marketer Talk mit Kai Hudetz

    Das sind die Themen: Der unterschätzte Riese des Handels Der Großhandel wird in der öffentlichen Wahrnehmung systematisch unterschätzt, obwohl er mit 1,4 Billionen Euro Jahresumsatz fast doppelt so groß ist wie der Einzelhandel. Rund 70.000 Unternehmen bewegen sich dabei in völlig unterschiedlichen Geschäftsmodellen, vom Pressegroßhandel bis zum Stahlhandel. Wer B2B-Zielgruppen erreichen will, sollte diese Heterogenität ernst nehmen, statt mit einer einheitlichen Ansprache zu arbeiten. Mehrwert statt reine Prozesskosten Reine Prozesskostenoptimierung reicht als Existenzgrundlage für Zwischenhändler längst nicht mehr aus. Entscheidend ist heute die Markterschließung: Wer als regionaler Anbieter direkten Zugang zur Zielgruppe hat, bleibt relevant, selbst wenn Hersteller zunehmend eigene Vertriebswege aufbauen. Wer diesen Zugang nicht klar kommuniziert, verliert schnell an Bedeutung gegenüber Herstellern, die selbst direkt an Endkunden verkaufen. Serviceportal schlägt Onlineshop Ein Onlineshop allein löst im B2B-Bereich kaum ein Problem, weil die reine Transaktion längst zur Commodity geworden ist. Entscheidend sind stattdessen Serviceportale, die Kunden von der Kaufvorbereitung bis zum After-Sales-Support begleiten. Wer Rechnungen, Bestellstatus und Lieferinformationen rund um die Uhr zugänglich macht, entlastet nicht nur den Kundenservice, sondern schafft echten Mehrwert für anspruchsvollere Kunden. Kleine Probleme zeigen großen Bedarf Kleine, alltägliche Probleme verraten oft mehr über den digitalen Bedarf als große Digitalisierungsstrategien. Ein Callcenter, das monatlich Hunderte Anrufe zur Frage „Wo ist meine Rechnung?" erhält, zeigt genau, wo ein Serviceportal ansetzen sollte. Wer solche wiederkehrenden Anfragen systematisch auswertet, findet die naheliegendsten und wirkungsvollsten Digitalisierungsprojekte für den eigenen Kundenservice. Neue Technologien mit echtem Mehrwert Neue Technologien wie Bilderkennung per Smartphone oder smarte Brillen eröffnen im B2B-Bereich einen größeren Mehrwert als im Endkundengeschäft, weil die zugrundeliegenden Probleme komplexer sind. Wer auf der Baustelle die Hände frei braucht, profitiert von Lösungen, die Produkte automatisch erkennen und passendes Material vorschlagen. Solche Anwendungen lohnen sich besonders dort, wo Zeitdruck und komplexe Entscheidungen zusammentreffen.

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  • #403
    August 11 · 26 min

    Marketer Talk mit Martina Hess

    Das sind die Themen: Zielgruppen kennen statt Streuverlust riskieren Werbung, die Elektroplaner nicht erreicht, verpufft wirkungslos. Bei RP-Technik entscheidet nicht die breite Masse über Aufträge, sondern eine klar umrissene Zielgruppe: Elektroplaner, Elektriker und der Elektrogroßhandel als Logistikpartner. Wer in diesem Marktumfeld erfolgreich sein will, sollte seine Ausschreibungstexte so aufbereiten, dass Planer sie direkt übernehmen können, statt allgemeine Werbebotschaften zu streuen. Persönlicher Kontakt bleibt entscheidend Digitale Reichweite ersetzt den persönlichen Kontakt in vielen B2B-Bereichen nicht vollständig. Zielgruppen wie Elektroplaner wollen Menschen kennenlernen, Vertrauen aufbauen und Produkte anfassen, bevor sie sich entscheiden. Deshalb lohnt sich ein Mix aus Regionalmessen, kleinen Hotelveranstaltungen und modularen Messeständen, die sich an Reisebereitschaft und Größe der jeweiligen Zielgruppe anpassen lassen. Kanäle nach Kaufverhalten wählen Nicht jede Zielgruppe braucht denselben Kanal. Während Elektriker weiterhin über ein gedrucktes Kundenmagazin erreicht werden, weil sie selten direkt kaufen, aber im Bedarfsfall an den Anbieter denken sollen, läuft die Kommunikation mit Planern und Großhandel digital. Wer seine Kanäle nach tatsächlichem Kaufverhalten statt nach Trends auswählt, spart Budget und erreicht trotzdem die relevanten Entscheider. KI-Projekte von unten wachsen lassen KI-Projekte gelingen eher, wenn sie von unten wachsen statt von oben verordnet zu werden. Eine kleine, abteilungsübergreifende Gruppe testet bei RP-Technik eigenständig Anwendungen wie einen Produktkonfigurator oder digitalisierte Prozesse und rollt nur aus, was sich im Alltag bewährt. Wer Mitarbeitenden Freiräume und Zeit für Experimente gibt, bekommt am Ende praxistaugliche statt theoretische Lösungen. Social Media beobachten statt vorschreiben Auf Social Media zahlt sich Beobachten oft mehr aus als Vorgaben. Auszubildende bespielen eigenständig Instagram für das Employer Branding, während im Vertrieb einzelne Kolleginnen und Kollegen im Ausland auf LinkedIn aktiv posten und dabei von zentral bereitgestellten Inhalten unterstützt werden. Entsteht daraus organisch Engagement, lohnt es sich, dieses gezielt zu fördern, statt starre Redaktionspläne durchzusetzen.

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  • #428
    August 10 · 34 min

    Marketer Talk mit Thilo Pfrang

    Das sind die Themen: Verhalten schlägt Herkunft Nicht die Herkunft eines Besuchers entscheidet über den Kauferfolg, sondern sein Verhalten in der Session. Behamics verzichtet bewusst auf Referrer-Daten oder IP-Tracking und wertet stattdessen Klicks, Verweildauer und Seitenfolge aus. Für Marketing-Manager heißt das: Datenschutzkonforme Personalisierung ist möglich, ohne auf Wirkung oder Präzision bei der Ansprache zu verzichten. Personas sind zu starr Klassische Personas gelten als überholt, weil sich Nutzer innerhalb einer einzigen Session mehrfach anders verhalten können. Ein selbstlernendes System erkennt diese Wechsel live und passt Interventionen entsprechend an, statt Besucher dauerhaft einer Schublade zuzuordnen. Wer noch mit starren Zielgruppen-Profilen arbeitet, verschenkt Potenzial bei der individuellen Ansprache. Nudges wirken individuell Welcher Nudge wirkt, hängt vom einzelnen Kunden ab: Der eine reagiert auf Kundenbewertungen, der andere auf Beliebtheit oder Wunschlisten-Zahlen. Das System testet verschiedene Varianten parallel und lernt, welche Botschaft in welcher Situation tatsächlich zur Kaufentscheidung führt. Eine einheitliche Ansprache für alle Besucher greift damit spürbar zu kurz. B2B und B2C unterscheiden sich B2B-Einkäufer verhalten sich messbar zielgerichteter als private Kunden: Sie recherchieren gründlicher, nutzen präzise Suchbegriffe und zeigen ihr Budget häufig indirekt durch die betrachteten Produkte. Private Käufer dagegen lassen sich eher von Deals und Inspiration leiten. Wer beide Gruppen gleich anspricht, übersieht diese Unterschiede und verschenkt Konversionspotenzial. Daten speisen das gesamte Marketing Verhaltensdaten lassen sich über Schnittstellen zu Meta, Klaviyo oder Salesforce direkt für Paid Marketing und CRM nutzen, etwa um Hot Leads mit hoher Kaufwahrscheinlichkeit gezielt zu identifizieren und anzusprechen. Damit wird Nudging zur Datenquelle für die gesamte Marketing-Organisation, nicht nur zum Werkzeug für den einzelnen Onlineshop.

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  • #427
    August 7 · 22 min

    Marketer Talk mit Christian Haltermann

    Das sind die Themen: Mehrwert entsteht heute jenseits des Preises Reine Preisverhandlungen verlieren an Bedeutung, wenn es um den Mehrwert einer Einkaufsgemeinschaft geht. Wichtiger sind mittlerweile Bonusvereinbarungen sowie ein umfassendes Leistungspaket rund um Marketing, Produktdatenmanagement und E-Commerce. Genau dieses Rundum-Angebot entscheidet zunehmend darüber, warum sich mittelständische Händler einer solchen Gemeinschaft anschließen. Skalierung entlastet den Mittelstand spürbar Für einzelne mittelständische Händler wäre es kaum leistbar, mit hunderten Lieferanten eigenständig Konditionen zu verhandeln und gleichzeitig ein eigenes Team für Digital Commerce aufzubauen. Eine Verbundgruppe übernimmt genau diese Aufgaben zentral und stellt sie allen Mitgliedern zur Verfügung. So entsteht Skalierung, die dem einzelnen Betrieb sonst schlicht verwehrt bliebe. Vibecoding als Werkzeug, nicht als Selbstzweck Der Zugang zu generativer KI und Vibecoding ist inzwischen für jedes Unternehmen offen, entscheidend bleibt aber, wie klug er genutzt wird. Ein Mitglied hat sich mit Vibecoding einen eigenen Preiskonfigurator für seine Webseite gebaut und andere damit sichtbar inspiriert. Der eigentliche Nutzen entsteht jedoch erst, wenn daraus konkrete Anwendungsfälle für den ganzen Betrieb werden. KI-Kompetenz gemeinsam statt einsam aufbauen Statt KI-Wissen jedem Mitgliedsunternehmen einzeln aufzubürden, lohnt sich ein gemeinsames Kompetenznetzwerk mit regelmäßigem Erfahrungsaustausch. In einer solchen Gruppe lernen fortgeschrittene und weniger erfahrene Betriebe direkt voneinander und werden konkret bei der Umsetzung eigener Anwendungsfälle unterstützt. So verwandelt sich Theorie schneller in echte Praxis. Gemeinsam der größte Filialist der Branche Selbst technisch versierte Händler profitieren davon, sich nicht allein durch die Digitalisierung zu kämpfen. Der Gedanke dahinter lässt sich einfach zusammenfassen: Einzeln ist jeder Betrieb selbstständig, aber gemeinsam entsteht die Marktmacht eines der größten Filialisten der Branche. Genau diese Gemeinschaft wird gerade im Zeitalter der KI zum entscheidenden Vorteil.

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  • #423
    August 6 · 10 min

    Marketer Talk mit Alexandra Frei

    Das sind die Themen: Mut zum untypischen Firmenevent zahlt sich aus Ein Firmenjubiläum lässt sich auch abseits gewohnter Eventformate feiern. Ein Unternehmen, das die Marke von 1 Milliarde Euro Umsatz geknackt hat, lud 1500 Mitarbeitende zu einer Feier ein, deren Konzept bewusst nicht dem klassischen Firmenevent entsprach. Der Mut zu einem ungewöhnlichen Format wurde von den Mitarbeitenden honoriert und zahlt sich intern wie extern aus. B2B und B2C funktionieren aus einer Hand besser Statt B2B- und B2C-Marketing organisatorisch zu trennen, arbeitet ein Team gemeinsam an beiden Zielgruppen. Diese Struktur sorgt dafür, dass Botschaften und Kampagnen konsistent bleiben, unabhängig davon, ob Endkunden oder Großhändler angesprochen werden. Die enge Abstimmung mit dem Vertrieb sorgt zusätzlich dafür, dass Marketingmaßnahmen direkt am Bedarf der Kunden ausgerichtet sind. Persönliche Nähe bleibt im B2B unersetzlich Trotz aller Digitalisierung bleibt der persönliche Kontakt im B2B-Geschäft ein entscheidender Erfolgsfaktor. Techniker besuchen Kunden vor Ort für Vorführungen, während Marketingspezialisten zusätzlich bei der Online-Werbung beraten. Diese Kombination aus technischem und marketingseitigem Support schafft Vertrauen, das rein digitale Kanäle allein nicht aufbauen können. Regionale Kleinformate statt großer Roadshows Statt auf wenige große, überregionale Veranstaltungen zu setzen, wird bewusst auf kleinere, regionale Formate in Städten und Ballungszentren gesetzt. Dieser Ansatz ermöglicht es, mehr Kunden in ihrer eigenen Region persönlich zu erreichen, ohne dass diese weite Anreisen auf sich nehmen müssen. So bleibt der direkte Draht zum Kunden auch abseits der großen Bühnen erhalten. KI im Marketing: vorsichtig statt vorschnell Beim Einsatz von KI-Werkzeugen zählt Sorgfalt vor Geschwindigkeit. Frei verfügbare Tools wie ChatGPT sind aus Datenschutzgründen untersagt, stattdessen kommen geprüfte Lösungen wie Microsoft Copilot zum Einsatz. Mit einer zusätzlichen Software-Schicht sollen künftig mehrere Sprachmodelle sicher angebunden und erste Agenten etwa für die Terminplanung aufgebaut werden.

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  • #426
    August 5 · 19 min

    Marketer Talk mit Matthias Wlaka

    Das sind die Themen: Warum KI-Euphorie oft mehr schadet als nützt Der aktuelle KI-Hype erzeugt in vielen Unternehmen mehr Unsicherheit als Fortschritt. Wer jeder Nachricht über neue Tools hinterherspringt, verliert schnell den Überblick, was wirklich einen Geschäftswert schafft. Entscheidend ist, zwischen echtem Nutzen und reinem FOMO-Effekt zu unterscheiden. Das gilt besonders in größeren Organisationen, in denen auch Gremien wie Betriebsräte Sicherheit brauchen. Klare Kriterien statt blindem Aufspringen Statt pauschal in KI zu investieren, lohnt sich ein klares Kriterium: Jedes Projekt sollte innerhalb von 12 bis 18 Monaten einen erkennbaren Return liefern. Generische Schulungen für alle Mitarbeitenden bringen dabei wenig, weil sie schnell verpuffen. Sinnvoller ist es, gezielt die Beschäftigten mit den passenden Aufgaben und Skills auszustatten und dabei klare Regeln für den Umgang mit sensiblen Daten zu vermitteln. Echte Produktfotos als Basis für KI-Bilder Bei der Content-Produktion zahlt sich ein pragmatischer Ansatz aus: Produktfotos vom echten Artikel werden per KI freigestellt und auf virtuelle Modelle übertragen, statt das Produkt selbst künstlich zu generieren. So bleibt der Eindruck auf dem Bildschirm nah an der Realität, was Retouren spürbar reduziert. Für emotionale Kampagnen wie TV-Spots kommen weiterhin echte Models zum Einsatz. Zielgruppengerechte KI-Modelle sind Schwerstarbeit Künstliche Modelle für eine Zielgruppe jenseits der 40 zu erstellen, ist deutlich komplexer als gedacht. Die verfügbaren Trainingsdaten stammen meist von jüngeren Models, wodurch KI-generierte Bilder schnell zu glatt oder unrealistisch alt wirken. Nur durch präzises Prompting und gezieltes Training lassen sich Aussehen, Posen und Ausstrahlung so gestalten, dass sie zur eigenen Zielgruppe und Markenidentität passen. Messen wirken erst durch persönliche Gespräche Der größte Mehrwert von Branchenmessen entsteht abseits der großen Bühnen. Kleinere Formate wie Speaker-Dinner oder Roundtables bieten Raum für echten fachlichen Austausch mit Menschen, die vor denselben Herausforderungen stehen. Genau aus solchen Gesprächen lassen sich konkrete Impulse direkt in die Umsetzung bringen, etwa der Einstieg in neue Vertriebsplattformen.

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  • #425
    August 4 · 22 min

    Marketer Talk mit Vanessa Hafner und Frank Haas

    Das sind die Themen: Warum saubere Positionierung die KI überzeugt Marken gewinnen heute nicht mehr über Werbeslogans, sondern über das, was die KI über sie weiß. Wer bei ChatGPT und Co. empfohlen werden will, braucht eine klare, unverwechselbare Positionierung statt austauschbarer Superlative wie „weltweit führend". Sprachmodelle honorieren eindeutige Aussagen und bestrafen Beliebigkeit. Konsistente Botschaften über alle Kanäle hinweg werden damit zur Grundvoraussetzung für Sichtbarkeit. Reputation entscheidet auch bei der KI-Empfehlung Online-Bewertungen wirken längst nicht mehr nur auf potenzielle Kunden, sondern auch auf KI-Systeme selbst. Ein schlechtes Google-Rating an einem Standort kann dazu führen, dass eine KI das Unternehmen bei einer Empfehlung schlicht übergeht. Reputation Management wird damit vom Nice-to-have zur Grundlage jeder GEO-Strategie. Wer bei der KI vorkommen will, muss auch offline überzeugen. Eine 500 Jahre alte Geschichte als Zugpferd Eine starke Unternehmensgeschichte lässt sich strategisch einsetzen: Das Beispiel eines seit 1487 bestehenden Logistikunternehmens zeigt, wie ein historisches Alleinstellungsmerkmal Neugier weckt und in neuen Märkten für Wiedererkennung sorgt. Entscheidend ist dabei, die Geschichte nicht nur zu erzählen, sondern konsequent mit einer Zukunftsvision zu verbinden. Nur so bleibt eine Marke auch für jüngere Zielgruppen relevant. Mitarbeitende als glaubwürdigste Markenbotschafter Mitarbeitende sind die glaubwürdigsten Markenbotschafter, wenn man sie richtig dafür ausstattet. Interne Schulungen zum LinkedIn-Auftritt helfen dabei, aus Kolleginnen und Kollegen echte Corporate Influencer zu machen. Ergänzt wird das durch ein internationales Netzwerk lokaler Marketingansprechpartner, das Geschichten aus einzelnen Ländern auf einem zentralen Unternehmenskanal bündelt statt auf einzelne Landesseiten zu verteilen. KI als Werkzeug, Menschen als Markenkern KI ersetzt im Marketing nicht die Idee, sondern beschleunigt ihre Umsetzung. Eingesetzt wird sie vor allem für Übersetzungen, Brainstorming und um aus einem Thema mehrere Content-Formate abzuleiten. Die eigentliche Vision und die mutigen Botschaften bleiben aber Menschenwerk. Gerade in Krisenzeiten schätzen Kunden zusätzlich den persönlichen Kontakt, den kein Algorithmus ersetzen kann.

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  • #424
    August 3 · 42 min

    Marketer Talk mit Bastian Siebers

    Das sind die Themen: Alle Kundenthemen in einer Hand Bei Flaconi liegen Vertrieb, Marketing, Einkauf und Pricing bewusst in einer einzigen Hand, weil separate CMO- und CEO-Rollen häufig zu internen Reibungsverlusten führen. Diese Bündelung von Kundenthemen bei einer verantwortlichen Person hat aus Sicht des CEOs entscheidend dazu beigetragen, den Umsatz von 320 auf 651 Millionen Euro zu steigern und das Unternehmen von Verlust in deutliches Plus zu führen. Kanalexzellenz statt Omnichannel-Dogma Statt auf Omnichannel oder Multichannel zu setzen, verfolgt Flaconi konsequent Kanalexzellenz: Im digitalen Geschäft die klare Nummer eins sein, statt überall nur mittelmäßig präsent zu sein. Auch die neu geplanten Filialen in A-Lagen sollen erst dann eröffnet werden, wenn sie denselben hohen Anspruch wie das Onlinegeschäft tatsächlich erfüllen können. Hyperpersonalisierung: viel Wort, wenig Substanz Hyperpersonalisierung ist nach Einschätzung des CEOs vor allem ein Hype-Begriff, den kaum jemand wirklich umsetzt. Flaconi setzt stattdessen konsequent auf regelbasierte, automatisierte Trigger, mittlerweile rund 800 verschiedene Anlässe, die kleinere Kundensegmente statt einzelne Personen ansprechen und so bereits ohne komplexe KI-Systeme sehr wirkungsvoll funktionieren. KI als selbstverständliches Werkzeug im Alltag KI wird bei Flaconi nicht als eigenes Hype-Thema behandelt, sondern als selbstverständlicher Teil der digitalen DNA in jedem Fachbereich, unterstützt durch dedizierte AI-Champions. Konkret automatisiert das Unternehmen inzwischen rund 30 Prozent aller Kundenservice-Anfragen vollständig durch KI und nutzt Übersetzungstools, um neue Länder deutlich günstiger und schneller zu erschließen als früher. Bewusste Zurückhaltung bei AI Search Bei der Sichtbarkeit in KI-Suchassistenten und Shopping-Agenten zeigt sich Flaconi bewusst zurückhaltend, statt reflexartig auf jeden AI-Search-Trend aufzuspringen. Wer sich zu früh und zu offen in die Abhängigkeit von fremden Plattformen begibt, riskiert nach dieser Einschätzung den direkten Kundenkontakt zu verlieren, der für das eigene Geschäftsmodell strategisch entscheidend bleibt.

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  • #422
    July 31 · 17 min

    Marketer Talk mit Kerstin Löffler

    Das sind die Themen: Altes Problem, kaum Fortschritt trotz neuer Technik Sales-Marketing-Alignment ist seit Jahrzehnten ein ungelöstes Problem, obwohl sich die Technologie massiv weiterentwickelt hat. Die Zusammenarbeit zwischen Menschen und Abteilungen hakt oft noch genauso wie vor 20 oder 30 Jahren. Wer daran arbeiten will, sollte deshalb weniger in neue Tools investieren als in gemeinsame Prozesse und geänderte Verhaltensweisen zwischen den Teams. Marketing bereitet dem Vertrieb den Weg Marketing bereitet den Weg für den Vertrieb, nicht umgekehrt: Je besser das Marketing arbeitet, desto leichter fällt dem Vertrieb der Abschluss und desto höher am Ende die Conversion. Der schlechte Ruf des B2B-Marketings entstand oft dort, wo Produkte auch ohne strategisches Marketing funktioniert haben, was heute in wettbewerbsintensiveren Märkten zunehmend nicht mehr reicht. Einfache Fragen als Ausgangspunkt für Go-to-Market Ein strukturierter Go-to-Market-Prozess beginnt mit einfachen, aber ungeklärten Fragen: Wer genau sind die Kunden, wie groß ist der Markt wirklich, wie sieht die Value Chain aus. Ein interdisziplinäres Team aus Sales, Marketing und Produktmanagement sollte diese Fragen gemeinsam an einem Tisch klären, bevor überhaupt über konkrete Kampagnen oder Maßnahmen gesprochen wird. KI beschleunigt Recherche, ersetzt aber keine Entscheidungen KI beschleunigt vor allem die Recherchephase im Marketing erheblich: Marktgrößenbestimmungen und Wettbewerbsanalysen, die früher mehrere Produktmanager ein dreiviertel Jahr beschäftigt hätten, lassen sich heute in wenigen Stunden erledigen. Die gewonnenen Daten müssen aber weiterhin fachlich geprüft werden, bevor daraus Ableitungen und strategische Entscheidungen getroffen werden. Eigenbau-KI-Agent liefert konzernweiten Nutzen Ein selbst gebauter KI-Agent eines Werkstudenten liefert bei Testo heute konzernweit nutzbare Echtzeit-Wettbewerbsanalysen samt Ranking und Quellenlinks. Solche Eigenbau-Lösungen zeigen, wie viel Wert einzelne Mitarbeitende mit gezieltem Prompting und Fachwissen schon heute schaffen können, lange bevor entsprechende fertige Standardtools am Markt verfügbar sind.

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