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comicdealer mini-podcast

Gerd Eibach

Unser wöchentlicher Mini-Podcast um den Laden, das Leben und das ganze Universum…

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  • 30 episodes
  • weekly
  • Avg 21 min
  • German
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  • Friday · 10 min

    Gerds garstiges Geblubber 82: Zwischen Rillen und Raketen – Phantastik in der Rock und Popmusik

    Im heutigen Beitrag hört ihr nachgereicht zu den beiden letzten Folgen den Versuch einer popkulturellen Verortung der Phantastik in der Rock und Pop Musik, beziehungsweise der Musik in der Phantastik. Zwischen Rillen und Raketen: Phantastik in der Rock und Popmusik Manchmal reicht ein einziger Akkord, ein schwebendes Synth-Intro oder ein melancholisches Gitarrensolo, um Welten entstehen zu lassen. In unseren Podcast-Folgen sprechen wir oft über die Wechselwirkungen zwischen Literatur, Film und Comic. Doch eine Facette wird im Diskurs über Phantastik, Fantasy und Science-Fiction erstaunlich oft unterschätzt: Die Musik als völlig eigenständiges, klangliches Worldbuilding. Besonders wer in den 1970er und 1980er Jahren sozialisiert wurde, erinnert sich an das Gefühl: Ein Album war damals nicht nur eine Ansammlung von Drei-Minuten-Singles. Es war ein immersives Gesamtkunstwerk. Wenn man das Gatefold-Cover aufschlug, die detaillierten Artworks anstarrte und die Nadel in die Rille senkte, begann ein Multikanal-Einfluss. Musik, visuelle Kunst und literarische Fantasie griffen nahtlos ineinander – ohne dass man zwingend ein Filmplakat oder eine Vorlage brauchte. Abseits von reiner Filmmusik (Highlander, Tag des Falken) oder direkten Buchadaptionen (Tales of Mystery and Imagination) gab es eine Fülle von Stücken, die völlig frei und eigenständig fantastische Kosmen entworfen haben. Hier sind einige herausragende Beispiele aus den 70ern und 80ern (und darüber hinaus), die diese Symbiose perfekt einfangen: Progressive Rock & Space Rock: Die großen Mythenbauer Eloy – Ocean (1977) Die deutschen Prog-Rock-Pioniere haben mit Ocean eines der immersivsten Konzeptalben der deutschen Musikgeschichte geschaffen. Es ist die eigenständige Mythologisierung des Niedergangs von Atlantis. Die ausdehnenden Klangteppiche, gesprochenen Passagen und majestätischen Orgel- und Synthesizer-Läufe schaffen eine Tiefenwirkung, die manchen Sci-Fi-Roman blass aussehen lässt. Hawkwind – Space Ritual (1973) Space Rock in seiner reinsten, rohsten Form. Hawkwind – eng verbunden mit dem Science-Fiction-Autor Michael Moorcock – erschuf keinen polierten Weltraum, sondern einen psychedelischen, dröhnenden Kosmos. Songs wie Space Is Deep vermitteln die unendliche, beängstigende Weite des Alls durch repetitives Riffing und Oszillatorengeräusche. Blue Öyster Cult – Fire of Unknown Origin (1981) BÖC waren vielleicht die literarisch versierteste Hard-Rock-Band ihrer Zeit. Stücke wie Veteran of the Psychic Wars (in Zusammenarbeit mit Michale Moorcock geschrieben) entwerfen das düstere Psychogramm eines kosmischen Kriegers. Es ist düster, melancholisch und voller erzählerischer Substanz. Synth-Pioniere & Post-Punk: Dystopien und digitale Welten Gary Numan / Tubeway Army – Replicas (1979) Noch bevor Blade Runner im Kino lief, baute Gary Numan mit Replicas die klangliche Blaupause für den Cyberpunk. Inspiriert von Philip K. Dick, erzählt das Album von einer kalten, von Machinen-Menschen („Replicas“) und Patrol-Bots beherrschten Stadt. Numans unterkühlter Gesang auf sägenden Minimoog-Synthesizern war pures Sci-Fi-Worldbuilding. John Foxx – Metamatic (1980) Nach seinem Ausstieg bei Ultravox schuf John Foxx ein radikal minimalistisches, elektronisches Meisterwerk. Tracks wie Underpass klingen wie die Akustik von Beton, Neonlicht und digitaler Entfremdung. Eine ästhetische Parallelwelt, die perfekt zu den düsteren Dystopien der 80er-Jahre-Literatur passt. Heavy Metal: Die Heroic Fantasy der späten 70er & 80er Rainbow – Rising (1976) Mit Dio am Mikrofon und Ritchie Blackmore an der Gitarre erfand Rising das Genre des Epic Metal mit. Das zentrale Epos Stargazer – unterstützt vom Munich Philharmonic Orchestra – erzählt die Geschichte eines Zauberers, der ein Volk versklavt, um einen Turm aus Stein zu bauen, von dem aus er fliegen will. Das Schlagzeug-Intro, das orientalisch angehauchte Riff und Dios Stimmgewalt erschaffen ein Fantasy-Epos von gewaltiger Dramatik. Der Faden zieht sich weiter: Moderne Weltenbauer Dass dieses Prinzip kein Relikt der Vinyl-Ära ist, beweisen Künstler der jüngeren Popkultur, die das Multikanal-Konzept aufgreifen und neu definieren: Daft Punk (Discovery / Interstella 5555): Das französische Duo nutzte nicht nur Roboter-Persona für ihr eigenes Storytelling, sondern verwandelte das komplette Album Discovery zusammen mit Anime-Legende Leiji Matsumoto in den Stummfilm-Sci-Fi-Epos Interstella 5555. Gorillaz: Damon Albarn und Jamie Hewlett haben die Trennung zwischen realer Band und fiktiver Comic-Welt komplett aufgehoben. Die Gorillaz sind ein visuelles und musikalisches Universum mit eigenen Charakteren, eigener Lore und fortlaufender Handlung. Die Antwoord: Radikales, dystopisches Worldbuilding am Rand der Popkultur. Durch die Überzeichnung der „Zef“-Kultur, gepaart mit verstörender Alien- und Cyberpunk-Ästhetik, erschaffen sie ein extrem eigenständiges, fast schon Albtraum-haftes Phantasma. Für mich ist Musik in der Phantastik kein passives Beiwerk. Sie ist der Beschleuniger meiner eigenen Vorstellungskraft. Ein Buch liefert die Worte, ein Comic das Bild – aber die Musik erzeugt die Resonanzfrequenz, die beides im Kopf zum Leben erweckt.

  • October 2 · 17 min

    Gerds garstiges Geblubber 81: Die zwei Brüder – Parabel 2 "Das Werk der Hände"

    Das heutige Mini-Hörbuch gibt es in zwei Versionen. Die erste habt ihr wahrscheinlich schon gehört, die zweite ist heute dran. Ich hatte es bereits bei Folge 1 erwähnt: Prolog und Epilog unserer kleinen Geschichte sind jeweils (fast) gleich. Wir hatten erst überlegt, beide gleichzeitig online zu stellen, aber so kann ich besser Content schinden ;). Übrigens erfahrt ihr heute auch, welcher Song Vorbild oder Ideengeber zu dieser geschichte war. Euch allen viel Spaß mit Version 2 unseres neuen Mini-Hörbuchs!

  • September 25 · 19 min

    Gerds garstiges Geblubber 80: Die zwei Brüder – Parabel 1 "Die Macht des Arkanum"

    Das heutige Mini-Hörbuch gibt es in zwei Versionen. Die erste heute, und die zweite beim nächsten Mal. Inspiration zu diesem Märchen kam von einem alten Song. Welchem, erfahrt ihr erst in Folge zwei. Prolog und Epilog unserer kleinen Geschichte sind jeweils (fast) gleich. Wir hatten erst überlegt, beide gleichzeitig online zu stellen, aber so kann ich besser Content schinden ;) Euch allen viel Spaß mit Version 1 unseres neuen Mini-Hörbuchs!

  • September 11 · 13 min

    Blick über den Tellerrand 42: SF im Kino

    Aus aktuellem Anlass muss ich unbedingt gleich ein paar Filme der letzten Monate ansprechen, die aus "unserem" Genre sind. Ich hab mir "Das Ende der Sterne" angesehen. Ich hab das Buch gefeiert. Ridley Scott ist einer der besten Regisseure. Was kann das schon schief gehen?

  • September 4 · 9 min

    Comunity [Komiunidie]

    Vom Låden und vom Leben Nummer 39 - Komiunidie (...wie immer zum hören und mitlesen oder lesen und mithören, ganz wie ihr wollt) Vom Låden und vom Leben (audiofile #39: Komiunidie) Servus ihr Liem dord draußn heud muss ich euch eefach amål widder a Gschichdle verzähl, wo ich midgriechd habb. S Gschichdle is ansich dodål off dobbig. Hadd also nix mid unnerm Gschäffd oder unnerm Schonre zum du. Awer s'gehd ummen glenne Lådn und um enne Komiunidie, wo ich zimmlich gud kenn du, wo mer dodål gud mid unnerer nördichn vergleich könnd und wo ähnlich glee is im Vergleich zum Resd vonnerer Weld. Also sowohl Mengenmäßich, wie a beguniär. Des Schonre vo mein Kumbl is sozumsåch mei zwädds Hobbie. Also nehm dem ganz Lådngschlambambl. Der had nämmlich enn Sörfschob ghabbd, Am Lago di Veggia Mollina. Also uff fränggisch am Aldmühlsee. Willi hässder. Un er wår ned immer mei Kumbl. Wie ich mid dem Zeuch ågfanggd hab, hab ichn noch neddamål kennd. Des is a gud so, weil auf die Ard is mei Gschichdle noch besser. Oder audendischer. Weil scho damals, wie ich mei erschdes Zeuch beinem käffd hab, hadd der mich berfeggd berådn, ohne mir was aufzumdrängg. Ich habb des dadsächlich a scho ganz annersch erleb gekönnd. Weil im Gehngsads zu so emm Büchle oder Comiggbüchle kåsd für so a Sörfequibbmend ganz schö abladzz. So viel blos vornwech. Ich griech kä Browission und habb a nix davo. Der Willi war immer kombedend und fähr zu mir. So wie mer des voem niedergelassene Schbezzialisdn erwadd solld. In derre Szene gibbds a verschiedene Unnergrübbli. Wie bei uns die Schbiele, Büchli und Comics. Nämmlich die Kaider, die Sörfer und edz a noch die Winger. Wie bei uns a sin die sich nedd immer grün. Also unnereinanner. AWER es gibd Schniddmengen - und sogoar a echde Schniddmenge vo alle drein. Des is nacherd awer blos a glenne Deilmenge vo derre gesammdn Komiunidie. Des sin öfder amål a die Äldern, wo hald scho ganz schö lang deibei sin. A wie bei uns. A boar vo denne sin echd froh, dass se den ganzn Gladderadadsch an emm Ordd ausdesd könne, midd enner subber Berådung und dann a gleich käff könn. Awer wie des so is, had sich des üwer die Jåhr ganz schö veränderd. Wässd scho. Onlain Händler, Direggdvermarggder, onlain Komiunidies. Nacherd had der Willi vor Ordd sich immer schwerer dan. Also middn Umsädz. Worauf ich edz hinauswill is awer noch a ganz annere Sach. Der Willi had nämmlich dadsächlich en Nachfolcher gfundn. Schaffd noch dord, hadd awer die ganze Gschichd edz in dem Jåhr üwergehm. In dem Zuch gehd nadürlich die Dradscherei so richdich los. Und ich bin ja in derre Szene a rechd bekannd beziehungsweise kenn ich rechd viel Leud. Da gibbds zum Beispiel in Schweinfurd so a boar Leud, wo mer ab und an am See bein Willi seh dud und a vo Richdung Münchn komme immer widder a boar raufgfåhrn. Die mässdn vo denne wiss ned, dass ich min Willi echd gud schde und dem a immer widder gholfn habb. Bei Iwänds oder so. Deswechn hör ich edz schdändich des dodåle Gemegger. Was der so alles gmachd hamm soll. Zum Beischbiel hadd der sich bei seine Lieferandn bschwerd, dass alle möchlichn Leud Rabadde grieng und nacherd ihr ganze Kumbls mid Maderiål versorch. Wässd scho, der had uns ågschwärzd. Sach ich schauds amål, da hadder doch rechd. Skå doch ned sei, dass die Firmen euch alle direggd versorng er awer der Händler is, wo ihr euer Zeuch anfass un sogår ausbrobier könnd! Awer der had doch dodål üwerhöhde Breise! Ne, hadder ned, weil der nimmd eefach des, was die als UVB vorgäbb. Und des brauchsde zum lehm! Dafür habbds ihr den dodåln Sörvis. Wenn amål was verreggd is, nacherd kömmerd er sich drum. Wenndsder a Ersadzdeil brauchd, nacherd hadder des. Und der is jedn Dåch für euch vor Ordd. Des gehd dann ewich so weider. Ich habb ghörd und wer annersch hadd gsachd und freundlich isser a ned und was wäss ich. Wie kann des sei? Dass a echd glenne Komiunidi ned eefach zammhäld? Dass mer nedd eefach den Dübb unnerschdüdzd, wo vor Ordd alles für die Kumiunidie zur Verfüchungs schdelld? Iwends mid Desdmaderiål, jedn Dåch Verleih und Verkauf vom Frühjåhr bis nein Herbsd. Jedn Dåch! A schönner Biergadn mid legger Essn, a Frühschdügg an Shobb. Alles beinanner und ihr habbd nix bessers zum dun, wie rumzummeggern un euer Zeuch woannersch zum käff. Und wennsder nacherd amål was verreggd habbd, nacherd solle er sich drum kümmern. Soford und freundlich. Nää! Da kammer ned immer freundlich bleim. Nää, da gehd eim a amål der Gaul durch. Nää, der hadd kä unfähre Breise, sonnern ihr wolld unfähre Breise! Bei uns is des fasd des Selbe. Da wird gemeggerd, dass unnere Breise zu hoch sin, dassmer ned jedn Scheiss immer vor Ord hamm und dass mer a aweng genervd sin, wenn irchndwer sein Zeuch bei uns verkäff will, wo ich genau wäss, dassers ned vo uns hadd. Genau aus derre glennen Schniddmenge vo Leud, wo ehm wirglich dief drin sin. Genau vo denne, wo eichndlich genau am richdichn Flegg wärn. Innem Lådn, wo all des Zeuch gebündld habb dud, was des Herz höher schlång lässd. Genau von denne kommd immer widder Gemegger und Gridigg. Vorne- und hinnerum. Wieso griech ich blos drei Schderne von emm Dübb, wo bei mir all die seldenen Ausgahm gfunne hadd, wo er gsuchd hadd? Warum gabs amål innem Forum den Beidrach, dass der Hermge (also gmennd war der Lådn, ned mei Vadder) verregg soll? Ja wirglich. Hermge verregge! Warum hamm die Leud bei uns vorm Lådn ausm Kofferraum Mädschigg Kaddn verkäffd? Ich verschdehs ned. Ich bleib dabei, dass ich so an Sörwis eichndlich immer schädz. Vor Ordd genau des grieng, was mer will. Mid die Leud dradsch und sich ausdausch. Ehm sowas wie a immer offener Schdammdisch, wo mer Leud dreff kå, wo mer Dibbs griechd und ehm genau des, wassmer will. Wieso des bein Willi edz derård hinnerum eskalierd, wäss ich a nedd. Awer in jedn Fall fehld mir des dodåle Verschdändnis, wieso des ned völlich selbsdverschdändich is, dass mer sich drüwer freu dud, dass wer vor Ordd is, der wo genau so zu dem innern Greis, also zur absoludn Schniddmenge dazuzähl dud. Meisdns is der ja auch aus dem Greis kommen... Am End sin es fassd jedn Dåch schönne Erlebnisse mid euch. Und ich denk, dass des bein Willi sein Sörfschobb a so is. Es gild für uns hald dummerweise des Gleiche, wie für euch. Ein neggadiefes Erlebnis brennd sich viel diefer ein, als die vieln dollen Geschbrächli. Desweechn sachd mer im Handl ja a, dass der Umgang mid Fehlern, Schäden, Reglemmezionen und so weider exdrem wichdich is. Kulanz und Freundlichkeid wezzd so a Schardde a widder aus. Mir wolln die Kundn ja behald oder zurüggewinn. Des is in dem annern Fall nadürlich leider nedd so. Der wo sich sei Zeuch üwer zweifelhaffde Kanäle billich bsorchd, der had sich ja vo seim Händler scho verabschieded. Wenn der edz so blöd is, den wechnm Fachsimbln drodzdem aufzumsuch, nacherd greifd der Mechanismus in beide Richdungen nimmer. Schad isses drodzdem. Weil ehm beide Komiunidies eh scho ziemlich glee sin. Da könnd mer sich doch eefach möch. Also simmer widder bein Anhalder. Nur dasses middlerweile nimmer fassd sondern scho mehr die zwädausend Jåhr sin, dass wer nans Greuz gnåchld worrn is, weiler gmennd had, wie doll er dich des vorschdell würd, wenn die Leud zur Abwechslung amål nedd zunanner wärn. Und in diesem Sinne wünsch ich euch edz a wirglich schönnes Wochnend. Seids freundlich zuenanner. Ihr werds sehn, es wirggd. Für heud verabschied ich mich wie immer mid tschau, arrifidertschi, euer Gerd

  • August 28 · 16 min

    Bernies Geschichten 9 – Sekundärliteratur zu Comics

    Erstmal ein wenig Theorie 1. Theoretisches Verständnis & Formanalyse Diese Werke bilden das grammatikalische und ästhetische Fundament für das Verständnis, wie Comics als sequenzielle Kunst funktionieren: Scott McCloud: Comics richtig lesen (Carlsen 9783551748171) Der unangefochtene Klassiker: Ein Comic über Comics. McCloud erklärt Panel-Übergänge, Auslassung (Closure), Abstraktion und die Wahrnehmung von Zeit und Raum. Ergänzend: Seine Folgewerke Comics neu erfinden und Comics machen. Will Eisner: Grafisches Erzählen: Storytelling in Comics und Graphic Novels (Bachmann / Carlsen) Eisner prägte den Begriff der Sequential Art. Das Buch fokussiert sich stark auf Erzählstrukturen, Seitendramaturgie, Pacing und die Körpersprache von Figuren. Thierry Groensteen: System der Comics (Bachmann) Die europäische (semiotische) Antwort auf McCloud. Groensteen analysiert das Zusammenspiel von Layout, Rastern und der visuellen Vernetzung von Panels über die gesamte Seite hinweg. 2. Umfassende Einführungen & Deutsche Sekundärliteratur Wer einen wissenschaftlich fundierten, aber gut lesbaren Überblick sucht, greift zu diesen Werken: Julia Abel / Christian Klein (Hrsg.): Comics und Graphic Novels: Eine Einführung (J.B. Metzler) Höchste Empfehlung: Ein exzellentes Handbuch aus dem akademischen Bereich. Es deckt Medientheorie, Geschichte, Produktions- und Rezeptionsbedingungen ab und enthält konkrete Instrumentarien zur Comicanalyse sowie Beiträge führender Experten (u. a. Ole Frahm, Andreas Platthaus, Andreas C. Knigge). Andreas Platthaus: Die 101 wichtigsten Fragen – Comics und Manga (C.H. Beck) Kompakt, prägnant und ein idealer Reiseführer durch die Comicgeschichte. Platthaus beleuchtet Klassiker von Krazy Kat und Donald Duck bis Peanuts, Asterix und moderner Graphic Novels sowie Mangas. Paul Gravett: 1001 Comics, die Sie lesen sollten, bevor das Leben vorbei ist (Edition Olms / Zweitausendeins) Keine reine Theorie, sondern ein mächtiger, chronologischer Bild-Kanon weltweiter Comic-Geschichte (USA, Europa, Asien, Südamerika) mit fundierten Analysen. 3. Kulturräume im Detail (Europa, USA, Asien) USA & Superhelden-Geschichte Paul Levitz / TASCHEN Verlag: The Golden / Silver / Bronze / Dark Age of DC Comics Der Taschen Verlag veröffentlicht historische Prachtbände zur Geschichte der US-Comics (u. a. auch für Marvel). Die kompakteren Sonderausgaben sind preiswert und bieten neben historischen Analysen gigantisches Bildmaterial. Asien (Manga & Manhwa) Jaqueline Berndt: Phänomen Manga (Ch. Links Verlag) Jaqueline Berndt ist die Pionierin der deutschen Manga-Forschung. Das Buch beleuchtet die ästhetischen Eigenheiten und kulturellen Hintergründe der japanischen Comic-Kultur. Paul Gravett: Manga: Sixty Years of Japanese Comics (Laurence King Publishing) Englischsprachiges Standardwerk zur Entwicklung von der Nachkriegszeit bis in die Moderne. 4. Fachmagazine & Periodika Fachzeitschriften bieten den tiefsten Einblick in spezifische Zeichnerporträts, Marktanalysen und franko-belgische oder US-amerikanische Historie: REDDITION – Zeitschrift für Graphische Literatur (Edition Alfons) Das Goldstandard-Magazin: Erscheint zweimal jährlich mit umfangreichen, exzellent recherchierten Monografien und Dossiers zu einzelnen Künstlern, Epochen oder Verlagen. (Ausgezeichnet mit dem Max-und-Moritz-Preis). ALFONZ – Der Comicreporter (Edition Alfons) Fokussiert sich auf aktuelle Marktentwicklungen, Rezensionen, Interviews und Trends. STRAPAZIN Das Schweizer Magazin für künstlerische Comics beleuchtet avantgardistische Strömungen und stellt eine Brücke zwischen Comic-Praxis und -Theorie dar. Dann eine Linksammlung zu lieferbaren Bänden Der Rundumschlag: https://www.ppm-vertrieb.de/Bachmann-Verlag:.:191.html Taschen Verlag https://www.ppm-vertrieb.de/Taschen-Verlag:.:233.html Magazine https://www.ppm-vertrieb.de/ICOM:.:69.html https://www.reddition.de/reddition-magazin https://strapazin.de/ Manga Jaqueline Berndt https://comicdealer.buchhandlung.de/shop/article/52445435/the_cambridge_companion_to_manga_and_anime.html https://comicdealer.buchhandlung.de/shop/article/34329624/manga_s_cultural_crossroads.html https://comicdealer.buchhandlung.de/shop/article/51595157/graphic_narratives_from_early_modern_japan.html Paul Gravett https://comicdealer.buchhandlung.de/shop/article/29401569/paul_gravett_mangasia.html Comics Paul Gravett https://comicdealer.buchhandlung.de/shop/article/25006826/paul_gravett_comics_art.html Andreas Platthaus https://comicdealer.buchhandlung.de/shop/article/46704628/moebius_zeichenwelt.html

  • August 21 · 15 min

    Blick über den Tellerrand 41: Main Matsuri

    Diesmal war ich wieder unterwegs. Und ich bin begeistert. Sozusagen aus dem Häuschen in doppelter Hinsicht. Natürlich muss ich euch davon erzählen und euch Lust und Laune für das nächste Jahr machen...

  • August 14 · 18 min

    Bernies Geschichten 8 – Oldies but Goodies

    Ich hab mir mal wieder die Mühe gemacht und ein bisschen durch unsere Seite geschaut, also unsere Homepage comicdealer.de. Über 7000 Beiträge sind da schon drauf. Gut, das sind natürlich viele Novi-Posts dabei. Also was neu gekommen ist, denn das setzen wir immer links für euch auf die Seite...also, was wirklich im Laden angekommen ist. Aber alles andere sind Buchtipps, Comictipps, Spieletipps oder vielleicht kleine Berichte zu Signieraktionen oder Veranstaltungen oder ähnliches, aber das sind eher wenige. Also nach wie vor findet ihr hier eine Fülle von gigantischen Empfehlungen. Ich bin mal ganz zurückgegangen an die Anfänge 2007, liebe Lesenden. Die ersten Beiträge sind sogar letztlich noch älter, da der Gerd hier Besprechungen von Hermke eingepflegt hat. Hermke hatte diese schon in den Jahren davor nach und nach gemacht und immer als Ausdrucke in einer Mappe herumgetragen und sie als Beratungsunterstützung verwendet. Jetzt hab ich mir gedacht, da könnte man doch rein spitzen und schauen, was es da noch tolles gibt. Also mit „was es NOCH“ gibt meine ich natürlich auch, was von den Lesetipps ist denn da wirklich noch erhältlich und lieferbar, also könnt ihr auch kaufen und dann somit auch lesen. Da hab ich mal einiges für Euch zusammengestellt. Vieles, vieles gibt es leider, leider nicht mehr, aber ich hab hier einige Schmankerl ausgegraben, die man sich immer noch mal wieder reinziehen könnte. Aber hört selbst… Die erwähnten Titel: Der Schatten des Windes Ruiz Zafón, Carlos ISBN 9783596196159, FISCHER Taschenbuch, € 16,00 Autoroute du Soleil Baru ISBN 9783956402722, Reprodukt, € 20,00 Die Wand Haushofer, Marlen ISBN 9783548605715, Ullstein Taschenbuchvlg., € 14,00 Menschen wie Götter Snegow, Sergej ISBN 9783453525191, Heyne Taschenbuch, € 11,99 Die Gabe der Könige - Die Chronik der Weitseher Hobb, Robin ISBN 9783764533762, Penhaligon, € 28,00 Hellblazer von Garth Ennis (Deluxe Edition) Ennis, Garth ISBN 9783741648458, Panini Verlags GmbH, € 75,00 Stein und Flöte Bemmann, Hans ISBN 9783492282307, Piper Verlag GmbH, € 22,00 Der alltägliche Kampf Larcenet, Lara ISBN 9783956405242, Reprodukt, € 35,00 Wolverine: Old Man Logan Millar, Mark ISBN 9783866074620, Panini Verlags GmbH, € 19,99 Wolverine: Old Man Logan (Pocket Edition) Millar, Mark ISBN 9783741643095, Panini Verlags GmbH, € 15,99

  • August 7 · 13 min

    Bernies Geschichten 7 – Glücklich

    Urlaub ist etwas Notwendiges, man erholt sich von der Arbeit, man hat endlich mal Zeit die Beine baumeln zu lassen und vermeintlich Wichtiges tritt in den Hintergrund. Auch die Kreativität nimmt zu, denn nur mit genug Zeit und Muse gelingt kreatives Schaffen. Burn regt heut mal zum Nachdenken an über Dinge, die glücklich machen, die das Leben bereichern und da geht es heute mal nicht nur (aber natürlich auch) ums Lesen. Ein Podcast ausm Urlaub

  • July 31 · 11 min

    Ein Blick hinter die Kulissen 58: KaZus Spielbar

    Die Folge ist Rückschau und Ausblick. Wegen der Spielbar über die Spielbar. Was war und was kommt und was die Spielbar überhaupt ist. Natürlich zusammen mit der Namensgebenden Katha alias KaZu...

  • July 24 · 22 min

    Ein Blick hinter die Kulissen 57: Ausblick auf das zweite Comic Halbjahr 2026

    So, Burn wollte sich wieder solo durch die Verlagsveröffentlichungsflut kämpfen. Aber er war überfordert. Deshalb hat er seine treue Hündin mit rein schauen lassen. Vier Augen sehen mehr als zwei, deshalb hier ne geile Auswahl aus den Vorschauen der größeren Comic Verlage fürs Winterhalbjahr. Die gefunden Schmankerl sind unten gelistet zum Vormerken und gerne schon Vorbestellen Die Titel: The Three-Body Problem 1 Cixin, Liu ISBN 9783551807397, Carlsen Verlag GmbH, € 25,00 Valerian & Veronique Doppelband 1: Schlechte Träume und Die Stadt der tosenden Wasser Christin, Pierre ISBN 9783551810328, Carlsen Verlag GmbH, € 15,00 Berlinoir (Neuausgabe) Kleist, Reinhard ISBN 9783551809155, Carlsen Verlag GmbH, € 30,00 Castro - Neuausgabe Kleist, Reinhard ISBN 9783551810601, Carlsen Verlag GmbH, € 26,00 Der spazierende Mann (Neuausgabe in japanischer Leserichtung) Taniguchi, Jiro ISBN 9783551810373, Carlsen Verlag GmbH, € 18,00 Lucky Luke 103 Achdé ISBN 9783770412105, Egmont Comic Collection, € 15,00 Der lange Marsch Bonhomme, Matthieu ISBN 9783770412907, Egmont Comic Collection, € 17,00 Der Mann der kam, sah und schneller zog als sein Schatten Bouzard, Guillaume ISBN 9783770412822, Egmont Comic Collection, € 25,00 Auf den Spuren von Achdé Achdé ISBN 9783770412440, Egmont Comic Collection, € 30,00 Entenhausener Weihnachtsklassiker Disney ISBN 9783770412334, Egmont Comic Collection, € 35,00 Asterix erobert Rom - Limitierte Sonderausgabe Goscinny, René ISBN 9783770412198, Egmont Comic Collection, € 17,00 Die Küche der Oger. Band 2 Vehlmann, Fabien ISBN 9783692580760, Splitter Verlag, € 19,80 Corum. Band 1 Chauvel, David ISBN 9783692581002, Splitter Verlag, € 18,00 Cheyenne Prugne, Patrick ISBN 9783692580920, Splitter Verlag, € 22,00 Interplanetar - Saturn Lecigne, Bruno ISBN 9783692580395, Splitter Verlag, € 18,00 Woodstock 69 Toussaint, Kid ISBN 9783692580715, Splitter Verlag, € 25,00 Die Spiegelreisende. Band 1 Dabos, Christelle ISBN 9783987217739, Splitter Verlag, € 39,80 Bud Spencer Sonseri, Marco ISBN 9783692580296, Splitter Verlag, € 19,80 Der Magier im Kreml ISBN 9783965822474, Schreiber + Leser, € 29,80 Nestor Burma in der Klemme (Neuausgabe größeres Format) ISBN 9783965822412, Schreiber + Leser, € 22,80

  • July 17 · 11 min

    Gerds garstiges Geblubber 79: Kasse dich noch fürzer

    Ja, ich meine es (immer noch) ernst. Ich verwerte sogar das alte Bild und das alte Filmchen für Insta und Facebook. Ich spare, wo es nur geht. Trotzdem hatte ich wieder viel Spaß. Außerdem war es eh nötig, mich bei euch zu bedanken - und entschuldigen. Für letzte Woche...

  • July 10 · 15 min

    Gerds garstiges Geblubber 78: Der schlafende Gott

    ......und noch ein Mini-Hörbuch. Manchmal muss es einfach raus aus meinem Kopf. Ideen oder einfach Assoziationen. Und deswegen diesmal mit jeder Menge Ideengebern, die mich inspiriert haben. Eine Verbeugung vor großen Werken und doch etwas eigenes. Wie immer eingesprochen von Katha und mir. Übrigens schon die 15. Story, die wir zusammen für euch entworfen und eingesprochen haben... Euch allen viel Spaß mit unserem neuen Mini-Hörbuch!

  • July 3 · 20 min

    Gerds garstiges Geblubber 77: Bedrohung

    ...Vielleicht waren zwei Beiträge zu viel? Also zwei Beiträge, in denen ich mich mit KI beschäftigt habe. Vielleicht aber auch zu wenig. Nach dem "traurigen Roboter am Ende der Zeiten" und meinem Geständnis, dass ich mich bei den Vorbereitungen fürs Spielleiten von der KI unterstützen lasse, ist es Zeit für ein paar Erläuterungen...

  • June 19 · 30 min

    Gerds garstiges Geblubber 75: Für eine Handvoll Credits

    ...ja, irgendwie haben wir gerade eine kreative Phase. Heute schon wieder ein Mini-Hörbuch von Katha und mir eingesprochen. Nach einer Idee und einer Story von meiner Wenigkeit. Draufgebracht hat mich ursprünglich ein Kundengespräch mit einer netten Studentin der Politikwissenschaften. Irgendwie ging es da um andere Sachen, aber mein Hirn hat den Spagat zu dieser Story gemacht... Euch allen viel Spaß mit unserem neuen Mini-Hörbuch!

  • June 12 · 15 min

    Gerds garstiges Geblubber 74: Comicsalon Erlangen

    ...der angekündigte Nachtrag zum Comicsalon Erlangen. Subjektiv und ein bisschen theoretisch. Für mich war der Salon auch in diesem Jahr eine wahre Freude. Ein Fest der 9. Kunst und eine persönliche Bestätigung meiner Liebe zu Comics. Ein paar Bilder gibt es schin in der Galerie...

  • May 29 · 10 min

    Geduld [Geduld]

    Vom Låden und vom Leben Nummer 38 - Geduld (...wie immer zum hören und mitlesen oder lesen und mithören, ganz wie ihr wollt) Vom Låden und vom Leben (audiofile #38: Geduld) (als Ergänzung zu Hammersbald) Servus ihr Liem dord draußn, heud isses amål widder soweid. Heud du i wieder fränggln. Awer - un des hab i scho a boarmål bewiesn - s gehd a ohne Grand. Dann nacherd hald a weng filosofisch. Mei Deema is Geduld. Könnd "se männie scheids of Geduld" sei. Oder mer könnds a ganz annersch aufzie, ehm als Kommunigazionsdeema. Der Sinn zwischn die Zeiln oder besser gsåchd zwischn die Wörder oder Subdexd. Weil s gibbd dodål unnerschiedliche, sozumsåchn fassd scho audodynamische Endwigglungen in Gschbrächn. Zum Beisbiel grichd wer was nein falschn Hals und is nacherd dodål aggressief. Oder mer dud aneinanner vorbeireed und gefühld goar nix verschde. Oder ehm blubberblasn ausm Mund rauslass, wo derre annere, also der Gschbrächsbaddner noch neddamål mid gschbrochener Schbråche in Zusammenhang bring kå. Ja echd, des gibbds. Awer des isses gar nedd, wo ich heud drauf nauswill. Des war blos der Åfang. Manchmal bassierds, un es endwiggeld sich auf wundersame Weise a diefschürfendes Geschbräch aus alldächlichn Flosgln. Aus Smålldåg sozumsach. Des kann nacherd innem Daxi genauso bassier, wie innem Waddezimmer oder während enner Füsio oder Erchoderabbieschdund. Warum des nacherd so bassier dud, wäss ich echd ned. Da gibbds sicher a boar unnerschiedliche, möchliche Ursåchn. Gloar. Kann sei, dass die zwä - oder mehr, wo sich unnerhåld du, a ähnliche Wellenlänge hamm, wie ma so schö sach dud. Kann a sei, dass dess Wedder eefach so schlechd is, dasses nix hergeb dud, um drüwer zu redd. Vielleichd gibbds da a meddafüsische Gründ oder esodärische. Awer eichndlich isses Wurschd, wieso und woher des komm dud. Weil wichdich is des Ergebnis - oder der Zugewinn, den wo mer vou sowas hamm kå. Und des is ned blos des wichdichsde, sonnern essenziell. Schdell mer uns amål vor, ich liech bei meiner Erchoderabeudin oder Füsio oder wie ach immer. Und irchndwie kommd nacherd des Gschbräch auf Geduld. Würd sich ja åbied. Hab ich euch scho a boar mal verzähld, dass ich im ledzdn Jåhr Geduld und so a Ard Demud glernd habb. Gibbds a ann widzichn Beidråch üwer mein Füsio und mei Ergoderabeudin. Odder besser gsåchd sogar mid denne. Awer zurügg zum Deema. Geduld. Also sinn mir aus bekanndn Gründn auf des Dema Geduld kommn. Und dann gabs des, was ganz früher im Bayrischen Rundfungg kommn is. Zuhören, endsbannen, nachdenggn. (gud, s wår zuschaun, awer des kammer schonnamål frei inderbrädier) Irchndwie simmer nacherd von enner Erkenndnis zur annern kommn. Und da dadran möcherd ich euch heud deilhab lass. Der Åfang war, wie gesåchd, dass mer uns üwer Geduld als Duchnd unnerhald hamm. Wardscheins hab ich mid meim Bee ågfangd, und dass ich im ledzdn Jåhr Geduld glernd habb. A weng jednfalls. Also Geduld mid Zeuch, wo ich nix dran ändern kå. Wirglich ned mei Kernkombedenz. Immer noch ned. Awer immerhin a weng. Nacherd simmer dazu gekommn, dass derre Nina ihr Vadder edz im Alder a viel geduldicher gworrn is, dassder edz sogår freiwillich länger im Grangnhaus gebliem is. Also ned länger, wie die Ärzd gsåchd hamm, awer länger, wie er eichndlich gwolld had. Weilers hald eigsehn hadd. Un dass des a Seechn is. Ned blos führ ihm, sonnern a für sie, also für die Aghörichn. Und ja, Geduld ühm und die eichenen Hummeln im Oasch unner Kondrolle hald. Is gewissermaßn a Seechn. Awer wo hörd der Seechn auf und wo wird dadraus a Fluch? Nämmlich zum Beischbiel der Fluch der Schdagnazion? Wennsde immer dein Drieb nach vorne zurüggnemm dusd, nacherd kommsde nämmlich a ruggzugg in soanne Endlosschleife, wosde waddsd und waddsd un sich nix dud. Ich hab dann a widder den Imbuls gehm, dass des zum Beischbiel a schlechd sei kå, als Eichnschaffd vonnem Vorgsedzdn oder Scheff. Führd zu Schdillschdand aus falsch verschdannenen Rüggsichdnahme und fehlgeleideder Geduld. Bassierd mir a immer widder. Dabei hädd ich mich früher führan guudn Scheff ghaldn. Ich habb zum Beischbiel unnere Schaukambfdrubbe üwer zwanzich Jåhr zammghaldn und a vorwärds gebrachd. Des had sich nacherd, wie ich aufghörd hab schnell alles in Wohlgefallen aufglösd. Awer ich bin wardscheins eefach blos a guder Hüdehund, wo die Leud zammhald kå. Awer ehm kei guder Scheff. Da wärs nämmlich manchmal besser wenicher Geduld zum zeich. Sonsd nennd mer des mangelndes Durchsedzungsvermöchn und schlechde Führungsgwalidädn. Sozumsåch die - odder enne vo denn vieln Bedeudungen vo Geduld. In dem Fall zum Beischbiel a a fehlgeleidede Schbielård vo derre Geduld. Na und dann hab ich a noch gemennd, dass es immer nen Unnerschied mach dud, obsde Geduld mid dir, mid annern oder mid Fordschridd hasd. Also Arbeidsfordschridd oder Erfolg, wemmer so sach will. Ich bin zum Beischbiel unheimlich geduldich mid åschdrengenden un rebedidiefn Arbeidn. Da kann ich schdundnlang sidz bleib. Zegg mich richdichgehend fesd. Und ned blos Schdundn, sonnern a üwer Jåhre und Jåhrzehnde. Des is awer a widder a annere Abård von Geduld. Des ist Durchhaldevermöchn und Ausdauer. Bösårdich Aussidz genannd. Hammer scho mehr wie drei unnerschiedliche Bedeudungen von Geduld. Oder Inderbrädazionen. Oder Fehlinderbrädazionen. Was dudn der Dudn sach? Ädümmologisch kommd des Word üwer Umweeche vom ladeinischn "tolerare", also doleriern. Im Middlhochdeudschn wars (ge)dult, aldhochdeudsch (gi)dult, eichndlich "das Dulden", Im Middlhochdeudschn doln, un aldhochdeudsch dolēn was draachn bedeud dud, oder a duldn. Die KaI schbuggd aus, dass der Dudn des folchendermasn definierd: "Geduld is die Fähichkeid, Ruhe und Gelassenheid zu bewåhr, wennsde auf was ward dusd oder a unågenehme Siduazion erdråch dusd. Geduld gild als aggdiefe Duchnd, die wo Ausdauer, Selbsdkondrolle un Frusdrazionsdolleranz erfordern dud, um Ziele drodz Verzöcherungen zum erreich. Geduld kammer durch Achdsamkeid und gezielde Üwungen erlern, um Schdress zum reduzier." Also doch a Duchnd. Hmm warum dun mir nacherd so viele neggadiefe Asbeggdli eifall? Wardscheins isses hald wie immer. Erschdns is alles relladief und zwäddens machd die Dosis des Gifd. Wenn Geduld zu Drächheid und Faulheid wird, isses ehm kei Geduld mehr. Wenn Geduld zu Insubordinazion und Schdillschdand führd, nacherd isses wohl a kei Geduld mehr, sondern Feichheid oder Blödheid. Und wenn Geduld dazu führ dud, dass du der ennziche Debb bisd, der wo des Zeuch erledich dud, weil die annern wissn, dass du geduldich, beziehungsweise blöd genuch bissd, nacherd is dess sicher kei Duchnd mehr. Mir isses gloar, dasses da noch viel mehr Asbeggdli gebb dud, wie ich edz aufgezähld habb. Awer so geduldich bin ich ned, dass ich dess bis zum End verdief du. Weil die Erchoderrabieschdunde war nämmlich rum, wie mir an dem Bunggd wårn. Awer ich find, dass des scho ganz schö viel war für so an Smålldåg un a ganz schö filosofisch. Und weil ich edz immer noch mindesdenz zwä mål die Woche zur Füsio oder / und zur Ercho muss, is mir dess a echde Freud, dass ich zumindesd in derre Zeid geisdiche Geschbräche führ kå. Des hilfd mir arch bei meiner ganz bersönlichn Geduldsbrobe. Und vielleichd hadds bei euch ja a a Üwerleechung åschdoß gekönnd. Is a inneressands Deema. Müssd mer a amål n Bied dazu befraach. Wissd scho, den, der mir den Unnerschied zwischn dringend und wichdich verglärd had. Der wäss da beschdimmd was... Für heud reichds mir ersd amål, dass ich da a Deema draus hab mach gekönnd, was zumindesd subjeggdief zimmlich inneressand is. Drodzdem is edz finiddo und ich verabschied mich wie immer bolliglodd. Dschau, arriffedertschi, euer Gerd

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