
Strafrecht Aktuell: Kontrolle in Gewaltbeziehungen
Häusliche Gewalt beginnt nicht erst mit körperlichen Übergriffen. Auch systematische Erniedrigungen, soziale Isolation und finanzielle Abhängigkeit können dazu dienen, Macht und Kontrolle über eine andere Person auszuüben. Doch wie weit reicht der strafrechtliche Schutz? In dieser Folge von AT.reloaded diskutieren Ingeborg Zerbes und Franziska Eckstein, ob der Tatbestand der fortgesetzten Gewaltausübung nach § 107b StGB erweitert werden sollte. Anhand von Aussagen Betroffener und Erkenntnissen aus der Forschung beleuchten sie unterschiedliche Formen von Gewalt in Beziehungen, bestehende Schutzlücken und mögliche Reformansätze. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das Strafrecht schwerwiegende Kontroll- und Unterdrückungsverhältnisse erfassen kann, ohne die Grenze zwischen strafbarem Verhalten und anderen problematischen Beziehungskonstellationen aus dem Blick zu verlieren. TriggerwarnungIn dieser Folge wird über häusliche Gewalt gesprochen und konkrete Erfahrungen von Betroffenen geschildert. Die Folge enthält nachgesprochene Aussagen, die belastend sein können. Bitte überlege, ob du dich mit diesen Inhalten auseinandersetzen möchtest. Wenn du selbst von Gewalt betroffen bist oder Unterstützung benötigst, kannst du dich an ein Gewaltschutzzentrum wenden. Das Gewaltschutzzentrum Wien erreichst du unter der Nummer 01 585 32 88.
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