
Von Assur nach Babylon
Altorientalisches Institut der Universität Leipzig
"Von Assur nach Babylon" ist ein Podcast des Altorientalischen Instituts der Universität Leipzig. Assur und Babylon, die beiden Hauptstädte Assyriens und Babyloniens, stehen stellvertretend für die antiken Kulturen Vorderasiens in den drei vorchristlichen Jahrtausenden: im Zentrum Mesopotamien, das Zweistromland an Euphrat und Tigris auf dem Gebiet der heutigen Staaten Irak und Syrien, das Hethiterreich in der heutigen Türkei, das Reich Elam in Südwestiran, das Reich Urartu in Ostkleinasien, sowie verschiedene Reiche Syriens, Israels und der palästinensischen Autonomiegebiete. Die Geschichte und Kultur dieser Reiche lässt sich aus den archäologischen Ausgrabungen und vor allem den unzähligen, meist in Keilschrift verfassten Schriftzeugnissen detailliert rekonstruieren. In diesem Podcast stellen wir den Alten Orient und die wissenschaftliche Arbeit der Altorientalistik in allgemeinverständlicher Weise vor.
- 17 episodes
- every few months
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- German

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#16April 17 · 29 minFolge 16: Assyrische "Akademiker": Gelehrte am Königshof
Wir widmen uns in dieser Folge den vielen Gelehrten, die die assyrischen Könige an ihrem Hof unterhielten. Es waren Ärzte, Sterndeuter, Magier und Beschwörer, die dem König in den verschiedensten Belangen beratend zur Seite standen. Bekannt sind sie uns v.a. durch Briefe, die sie mit ihren Herren austauschten, aber auch Texte – Rituale, Vorzeichensammlungen, Symptom- und Therapiebeschreibungen oder astrologische Werke –, die sie im Laufe ihrer Berufsausbildungen memorieren und deren Inhalte sie beherrschen mussten, sind uns überliefert. Literatur: - Simo Parpola: Letters from Assyrian and Babylonian Scholars (= State Archives of Assyria 10, 1993). - Simo Parpola: Letters from Assyrian Scholars to the Kings Esarhaddon and Assurbanipal. Part II: Commentary and Appendices (= Alter Orient und Altes Testament 5/2, 1983). - C. B. F. Walker, “Wissenschaft und Technik” in: B. Hrouda, Der Alte Orient (München 1991), 247-269. Soundediting: Taichuan Tang Soundeffekte (von Pixabay): Desert Sun – Sound Effect by drmseq Middle East – Music by AlexiAction Desert Voices – Music by ArtSlop_Flodur Arabic Sadness – Music by SergeQuadrado Nomad Places. Desert Middle Eastern – Music by FreeGroove Abbildung: "The Famous Library of King Ashur-bani-pal at Nineveh" (heute British Library, London), Künstler: Fernand Le Quesne. S. https://www.nationalgeographic.fr/photographe/album.
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February 7 · 28 minFolge 15: Verfeindete Brüder: Assyrien und Babylonien
Das Verhältnis Assyriens zu seinem südlichen Nachbarn Babylonien im 1. Jtsd. war geprägt von der Achtung vor den kulturellen Leistungen Südmesopotamiens einerseits sowie der faktischen militärischen Überlegenheit Assyriens andererseits – ein Verhältnis, dass zur Analogie vom "Athen am Euphrat" und "Rom am Tigris" (E. Frahm) geführt hat. Die Zerstörung Babylons durch den Assyrerkönig Sanherib (Sin-ache-eriba) war nicht nur Folge und Ausdruck dieser Spannungen, sondern wurde auch in Assyrian selbst als Tabubruch empfunden. In der 15. Folge unseres Podcasts wollen wir uns der dramatischen Geschichte dieser assyrisch-babylonischen Hassliebe annehmen. Namen: Die in dieser Folge erwähnten mesopotamischen Könige sind durch die biblische und griechische Überlieferung teilweise besser unter alternativen Namen bekannt: Salmānu-ašarēd: Salmanassar Tukultī-apil-ešarra: Tiglatpileser Marduk-aplu-iddina: Merodach-baladan Šarru-kīn: Sargon Sin-aḫḫē-erība: Sanherib Aššur-aḫu-iddina: Asarhaddon Aššur-bāni-apli: Assurbanipal Literatur: E. Frahm, Assyria: The Rise and Fall of the World's First Empire (London 2024) K. Radner, Mesopotamien Die frühen Hochkulturen an Euphrat und Tigris (C. H. Beck, München 2017) M. Jursa, Die Babylonier. Geschichte, Gesellschaft, Kultur (C. H. Beck, München 2023) Cancik-Kirschbaum, Die Assyrer. Geschichte, Gesellschaft, Kultur (C. H. Beck, München 2023) Artikel "Sanherib" im Reallexikon der Assyriologie (s. https://publikationen.badw.de/de/rla/index#10367) E. Frahm (Hrsg.): A Companion To Assyria (J. Wiley & Sons, Hoboken 2017) S. Ponchia, G. B. Lafranchi, The Neo-Assyrian Empire. A Handbook (De Gruyter, Berlin 2024) M. P. Streck, Der Wiederaufbau Babylons unter Asarhaddon und Assurbanipal in Briefen aus Ninive, Altorientalische Forschungen 29 (2002) 205-233 (s. https://www.academia.edu/34474734/DerWiederaufbauBabylonsunterAsarhaddonundAssurbanipalinBriefenausNiniveAltorientalischeForschungen292002205233) Soundediting: Taichuan Tang Soundeffekte (von Pixabay): Desert Sun – Sound Effect by drmseq Middle East – Music by AlexiAction Arabic Sadness – Music by SergeQuadrado Nomad Places. Desert Middle Eastern – Music by FreeGroove Desert Voices – Music by ArtSlop_Flodur Abbildung: Szene einer Stadtbelagerung durch Assyrer auf einem Relief aus der assyrischen Hauptstadt Kalchu/Nimrud (BM 298477001, © The Trustees of the British Museum. Shared under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0) licence.)
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#14Dec 6, 2025 · 32 minFolge 14: Bauchweh in Babylon: Krankheit und Heilung im Alten Orient
Sind wir heute krank, nehmen eine Tablette, lassen uns vom Arzt eine Spritze geben oder gehen direkt ins Krankenhaus – wir haben alle Möglichkeiten einer wissenschaftsbasierten Medizin. Doch welche Möglichkeiten hatte man im alten Orient, wenn man krank war? Wir folgen heute der Krankengeschichte eines fiktiven Babyloniers namens Amel-Marduk und sehen, wie er genest. Auch wenn die Rahmenhandlung erfunden ist, sind sämtliche darin genannten Heilmethoden in allen Details durch altorientalische Textquellen belegt. Literatur: Artikel "Krankheiten" im Reallexikon der Assyriologie: (s. https://publikationen.badw.de/de/rla/index#6646) Texte zur Umwelt des Alten Testaments Bd. 5: Texte zur Heilkunde (Einleitungen & Originaltexte) S. Maul, "Die Heilkunst des Alten Orients", in Karenberg/Leitz (Hrsg.): Heilkunde und Hochkultur II: ‚Magie und Medizin‘ und ‚Der alte Mensch‘ in den antiken Zivilisationen des Mittelmeerraumes (Link zum Artikel: https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/propylaeumdok/965/1/MaulDieHeilkunstdesOrients_2002.pdf) E. Schmidtchen: Mesopotamische Diagnostik. Untersuchungen zu Rekonstruktion, Terminologie und Systematik des babylonisch-assyrischen Diagnosehandbuches und eine Neubearbeitung der Tafeln 3–14, Berlin/Boston DeGruyter 2021. D. Goltz: Studien zur altorientalischen und griechischen Heilkunde, Wiesbaden Steiner 1974 A. Karenberg / C.Leitz (Hrsg.): Heilkunde und Hochkultur I. Geburt, Seuche und Traumdeutung in den antiken Zivilisationen des Mittelmeerraumes, Münster LIT Verlag 2020 S. Maul: Bannlösung (nam-érim-búr-ru-da). Die Thearapie eines auf eidliche Falschaussage zurückgeführten Leidens, Wiesbaden Harrassowitz 2019 (= Wissenschaftliche Veröffentlichungen der Deutschen Orient-Gesellschaft 155) Soundediting: Taichuan Tang Soundeffekte (von Pixabay): Desert Sun – Sound Effect by drmseq Middle East – Music by AlexiAction Singing bowl gong – Sound Effect by zambolino (Freesound) Muslim Sorrow – Music by SergeQuadrado Ambient horror 0.5 – Music by Roby-Mazz Atmospheric mysterious ambiance music – Music by TheoJT Ancient Ambient – Music by SamuelFJohanns Medieval Ambient– Music by DeusLower Abbildung: Robert A. Thom (1951): "Pharmacy in Babylonia, 2600 B.C."
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#13Aug 22, 2025 · 28 minFolge 13: Ägypten liegt nicht in der Nähe! — internationale Diplomatie vor 3300 Jahren
Während heutige Staatsoberhäupter ins Flugzeug steigen oder zum Telefon greifen können, wenn sie miteinander in Kontakt treten wollen, mussten sich die Könige der spätbronzezeitlichen Reiche auf Boten verlassen, die hunderte von Kilometern zurücklegten und mit Keilschrift beschriebene Tontafeln von einer zur anderen Residenz brachten. Doch auch unter diesen Bedingungen entwickelte sich eine weitgespante Diplomatie zwischen den Reichen Vorderasiens und Ägyptens. In dieser Folge lesen wir in der Korrespondenz der babylonischen und hethitischen Könige mit dem ägyptischen Pharao! Literatur (Auswahl): R. Cohen, R. Westbrook (Hrsg.): Amarna Diplomacy. The Beginnings of International Relations, Baltimore 2000. A. Rainey: The El-Amarna correspondence: a new edition of the cuneiform letters from the site of El-Amarna based on collations of all extant tablets, Leiden 2015 Soundediting: Taichuan Tang Soundeffekte (von Pixabay): Desert Sun – Sound Effect by drmseq Middle East – Music by AlexiAction Arabic Sadness – Music by SergeQuadrado Desert Voices – Music by ArtSlop_Flodur Arabic – Music by MusicForVideos Nomadic Sunset – Music by nakaradaalexander Egypt Expedition - PhrygDom – Music by SamuelFJohanns Abbildung: Karte des alten Orients (französische Version); Wikipedia; © Zunkir (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Moyen_Orient_Amarna_1.png)
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#12Jun 13, 2025 · 38 minFolge 12: Wie klang Babylonisch? Die Sprachen des Alten Orients
Folge 12: Die Sprachen des Alten Orients
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#11May 2, 2025 · 29 minFolge 11: Ein König und sein missratener Sohn: Aus dem Königreich von Mari
Aus dem Königreich von Mari
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#9Feb 7, 2025 · 38 minFolge 10: Akkad – Das erste Großreich der Geschichte
Im 24. Jh. vor Chr. bildete sich in Mesopotamien das erste große Reich unter den Königen der Dynastie von Akkad. Die beiden wichtigsten Herrscher dieser Dynastie, Scharru-ken und Naram-Suʾen, gruben sich tief ins kulturelle Gedächtnis Mesopotamiens ein. Um diese beiden Könige entstanden in späterer Zeit zahlreiche Legenden, in denen Scharru-ken als positiver, Naram-Suʾen hingegen als negativer Herrscher gezeichnet wurden. In der heutigen Folge wollen wir der Geschichte des Reiches von Akkad und auch der Legendenbildung nachspüren. Literatur (in Auswahl): W. Sommerfeld, Artikel Sargon von Akkade im Reallexikon der Assyriologie und Vorderasiatischen Archäologie Bd. 12, S. 44-49 (s. https://publikationen.badw.de/de/rla/index#10408) D. Frayne, Artikel Narām-Sîn A. im Reallexikon der Assyriologie und Vorderasiatischen Archäologie Bd. 9, S. 169-174 (s. https://publikationen.badw.de/de/rla/index#8286) J. G. Westenholz, Legends of the Kings of Akkade (Eisenbrauns 1997) D. Frayne, The Royal Inscriptions of Mesopotamia. Early Periods. Volume II. The Sardonic and Gutian Periods (2334-2113 BC) (Toronto 1993) Soundediting: Taichuan Tang Abbildung: Stele des Narām-Suen, Abbildung des Louvre © 2009 GrandPalaisRmn (musée du Louvre) / Frank Raux (s. https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010123450)
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#9Dec 20, 2024 · 32 minFolge 9: Anfänge des Schreibens - Die mesopotamische Keilschrift
Die mesopotamische Keilschrift
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#8Nov 5, 2024 · 22 minFolge 8: Hexen, Geister und Dämonen - Die unheimliche Seite des Alten Orients
Die unheimliche Seite des Alten Orients
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#7Sep 27, 2024 · 28 minFolge 7: Das Gilgamesch-Epos
Das Heldenepos um den fantastischen König Gilgamesch ist heute das berühmteste Werk der mesopotamischen Literatur. Obwohl noch immer nicht vollständig rekonstruiert, fasziniert uns seine Geschichte voller Heldentaten und göttlicher Kräfte, epischer Monsterkämpfe und tragischem Verlust, bis hin zur Reise ans Ende der Welt und der Suche nach ewigem Leben bis heute. (00:00) Intro (00:43) Eine unglaubliche Entdeckung (02:49) Die Jagd nach weiteren Puzzelteilen (04:40) Das unvollständige Meisterwerk (06:27) Tafel I: König Gilgamesch (10:44) Die Schöpfung Enkidus (12:42) Die Zivilisierung Enkidus (15:10) Enkidu und Gilgamesch ziehen in den Zedernwald (18:17) Liebe und Rache der Ischtar (20:33) Enkidus Tod (22:55) Die Suche nach Unsterblichkeit (26:35) Rückkehr nach Uruk (28:20) Outro Eine gute deutsche Übersetzung des Epos ist z. B.: Stefan M. Maul: Das Gilgamesch-Epos, 6. Auflg. 2014, Verlag C. H. Beck. Soundeffekte: Desert Sun Sound Effect by drmseq from Pixabay Middle East: Music by AlexiAction from Pixabay Nomad Places - Desert Middle Eastern: Music by FreeGroove from Pixabay Desert Voices: Music by ArtSlop_Flodur from Pixabay I certainly sense the anger: Music by Alfred_Grupstra from Pixabay Crusched dreams: Music by SamuelFJohanns from Pixabay Lonlines in the world: Music by Syouki_Takahashi from Pixabay Horror background atmosphere (2): Music by UNIVERSFELD from Pixabay Chant to Them: Sound Effect by SamuelFrancisJohnson from Pixabay Egypt Expedition - PhrygDom: Music by SamuelFJohanns from Pixabay Medieval sands: Music by matthewmikemusic from Pixabay Arabic: Music by MusicForVideos from Pixabay Soundediting: Taichuan Tang Abbildung: Maske in Form des Monsters Humbaba aus gebranntem Ton (BM 116624, © The Trustees of the British Museum. Shared under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0) licence).
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#6Aug 23, 2024 · 41 minFolge 6: Von Feldzügen, Vorzeichen und verzeihenden Göttern: Mesopotamisches Schrifttum, Teil 2
Mesopotamisches Schrifttum, Teil 2
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#5Jul 22, 2024 · 37 minFolge 5: Von Schreibern, Schafen und verschollenen Schwestern: Mesopotamisches Schrifttum, Teil 1
Mesopotamisches Schrifttum, Teil 1
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#4May 10, 2024 · 20 minFolge 4: Altorientalische Schöpfungsmythen
Unter den hunderttausenden von Keilschriftquellen, deren Übersetzung und Auswertung Aufgabe der Altorientalistik ist, befinden sich etliche, die literarischer Natur sind; und unter diesen wiederum erzählen viele Geschichten, die wir heute als „Mythos“ bezeichnen. Zu verstehen ist darunter eine Erzählung über oft übernatürliche Geschehnisse in grauer Vorzeit, in der Götter und Helden eine Rolle spielen. In dieser Folge konzentrieren wir uns nur auf eine Art von Mythos: Schöpfungsmythen. Sie sind Zeugnis von Vorstellungen über den Ursprung der Dinge, die Entstehung des Kosmos, der Welt, ihrer Bewohner, und uns selbst. Die wichtigsten erhaltenen Texte sind das sogenannte babylonische Weltschöpfungsepos Enuma Elisch, das Atram-hasis-Epos, worin auch die Sintflut thematisiert wird, und die sumerische Erzählung Enki und Ninmah. (00:00) Intro (01:12) Quellenschau (04:27) Mesopotamische Schöpfergötter (07:06) Ursprünge des Kosmos (10:28) Die Ordnung von Himmel und Erde (13:25) Der Zahnwehwurm (13:24) Die Schöpfung und Vernichtung des Menschen (18:00) Enki und Ninmah (19:09) formation und emersio (20:28) Outro Diese Folge basiert auf: J. Wende (2022), Altorientalische Schöpfungsbilder, in: Evangelium und Wissenschaft 43/2, 91-103. Soundeffekte: Desert Sun: Sound Effect by drmseq from Pixabay Chant to Them: Sound Effect by SamuelFrancisJohnson from Pixabay Sandstorm: Music by ShadowsAndEchoes from Pixabay Deep Sea Connect Dolphins Gaia Lemuria Pachamama Spiritual Frequency: Music by Beetpro from Pixabay Facing Infinity - Epic Intense Trailer: Music by ShadowsAndEchoes from Pixabay Nomad Places - Desert Middle Eastern: Music by FreeGroove from Pixabay Middle East: Music by AlexiAction from Pixabay Soundediting: Taichuan Tang Abbildung: Abrollung des Rollsiegels BM 89589 (neuassyrisch) mit der Darstellung einer Gottheit im Kampf mit einem drachenähnlichen Monster (vielleicht Tiamat?), © The Trustees of the British Museum, CC BY-NC-SA 4.0.
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#3Feb 9, 2024 · 30 minFolge 3: Die Gesetze Hammu-rapis
In dieser Folge behandeln wir eines der berühmtesten Monumente des Alten Orients: die Gesetzesstele des babylonischen Königs Hammu-rapi (1784–1742 v. Chr.), auf der das babylonische Recht in fast 300 Gesetzen geregelt wurde. Im Alten Orient ermächtigten die Götter den Herrscher zur Rechtssetzung. Rechtssätze wurden fast ausschließlich als Bedingungssätze („Wenn…, dann …“) formuliert. Die patriarchale Struktur altorientalischer Gesellschaften spiegelte sich in einer rechtlich schwächeren Stellung der Frau. Wir besprechen unterschiedliche Arten von Strafen: „Spiegelnde Strafen“ waren Strafen, bei denen der Körperteil bestraft wurde, mit dem die Tat begangen wurde. „Talion“ war die Bestrafung nach dem Grundsatz „Gleiches mit Gleichem“. Der Kodex Hammu-rapi diente vermutlich der Vereinheitlichung lokaler Gewohnheitsrechte und setzte effektives Recht. (00:00) Intro (00:58) Die Entdeckung der Stele (03:28) Weitere mesopotamische Gesetzessammlungen (05:00) Wer war Hammu-rapi (und warum wir ihn nicht "Hammurabi" schreiben) (08:11) Die Entstehung des Kodex im Zusammenspiel von Recht und Königtum (12:05) Die kasuistische Konstruktion der Gesetze (13:44) Rechtsmaterie und Strafen (18:35) Gleiches mit Gleichem: Talion (22:07) Einblicke in die Struktur der babylonischen Gesellschaft (25:15) Offene Fragen: Entstehung, Zweck und Anwendung der Gesetze (28:58) Outro Literatur: Michael P. Streck, Altorientalistik. Einführung (Baden-Baden 2023) S. 87ff. Kapitel 3. „Die Altorientalistik, der Kodex Hammu-rapi und die altorientalische Rechtsgeschichte“ Soundeffekte: Desert Sun: Sound Effect by drmseq from Pixabay Middle East: by AlexiAction from Pixabay Abbildung: Relief im oberen Teil der Gesetzesstele Hammu-rapis © 1999 RMN-Grand Palais (musée du Louvre) / Christian Larrieu
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#2Feb 9, 2024 · 19 minFolge 2: Die Wiederentdeckung des Alten Orients
und die Entschlüsselung der Keilschrift
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#1Feb 9, 2024 · 18 minFolge 1: Was ist Altorientalistik?
In der ersten Folge des Podcasts Von Assur nach Babylon definieren wir den Alten Orient und die Wissenschaft der Altorientalistik geographisch, chronologisch und anhand von wichtigen kulturellen Merkmalen. Der Alte Orient liegt in Vorderasien auf dem Gebiet der modernen Staaten Irak, Syrien, Türkei, Armenien, Iran und Israel/Palästina. Chronologisch versteht man unter „Alter Orient“ die vorislamische Zeit zwischen der Schrifterfindung um 3500 v. Chr. und dem Erlöschen der Keilschrift im 1. Jh. n. Chr. Charakteristische Artefakte des Alten Orients sind Rollsiegel und Keilschrift. Literatur: Michael P. Streck, Altorientalistik. Einführung (Baden-Baden 2023) S. 17ff. Kapitel 1.1. „Der Alte Orient: eine Definition“