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Artwork for Vergiss Dich nicht
Health & FitnessMental Health

Vergiss Dich nicht

Christine Leyroutz & Bettina Riepl

Ein Podcast rund ums Thema Demenz… mit Herz, Hirn und Humor begleiten wir Betroffene, Angehörige und professionelle Betreuer:innen.

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  • 22 episodes
  • weekly
  • Avg 28 min
  • German
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  • Sunday · 35 min

    Folge 31: das macht sie doch mit Absicht - wenn Demenz wie Sturheit aussieht

    „Bei mir stellt sie sich absichtlich so an. Aber wenn Besuch kommt, geht es plötzlich!“ Kommt dir das bekannt vor? Du erinnerst ans Essen, legst die Kleidung bereit und versuchst zum dritten Mal, zum Duschen zu motivieren. Trotzdem passiert nichts. Doch kaum klingelt die Nachbarin, wird gelacht und geplaudert. Und du stehst daneben und denkst: Warum klappt es bei anderen – und bei mir nicht? Solche Momente können wehtun. Sie machen wütend, hilflos und manchmal auch misstrauisch: Ist das wirklich die Demenz? Ist es Sturheit? Oder macht sie das, um mich zu provozieren? Über diese Gedanken sprechen viele Angehörige nur ungern. Dabei kennen sie so viele. In dieser Folge schauen Christine, klinische Psychologin und Gerontopsychologin, und Bettina genauer hin: Warum kann jemand einen Löffel halten und trotzdem nicht selbstständig essen? Weshalb gelingt ein lebhaftes Gespräch, während Anziehen, Duschen oder Medikamente zum täglichen Kampf werden? Und wie kann es sein, dass ein Mensch überzeugt ist, allein zurechtzukommen, obwohl du jeden Tag erlebst, wie viel Unterstützung er braucht? Wir erklären verständlich, was hinter diesen scheinbaren Widersprüchen steckt. Du erfährst, warum „Du musst doch nur …“ häufig nicht weiterhilft, weshalb Druck Widerstand verstärken kann und wie du Unterstützung so gestalten kannst, dass sie leichter angenommen wird. Mit Fallbeispielen aus der Praxis, einer Zuschrift aus unserer Community und einer gemeinsam durchgespielten Morgenroutine machen wir das Thema greifbar. Du bekommst konkrete Sätze und Anregungen für deinen Alltag – auch für Momente, in denen Körperpflege abgelehnt wird, das Essen stehen bleibt oder immer wieder der Wunsch kommt: „Ich muss nach Hause.“ Und wir sprechen darüber, warum nicht jede Veränderung automatisch zur Demenz gehört. Wenn du schon einmal gedacht hast: „Er könnte doch, wenn er nur wollte“, ist diese Folge für dich. Vielleicht erkennst du deinen Alltag wieder. Vielleicht wird ein Verhalten verständlicher, das dich bisher verletzt hat. Und vielleicht entsteht dadurch wieder mehr Verbindung. Hör dir die Folge an und folge „Damals wie heute“ auf Spotify, damit du keine neue Episode verpasst. Welche Situation kennst du selbst? Schreib uns deine Fragen und Erfahrungen. Sie helfen uns, die Themen aufzugreifen, die Angehörige wirklich beschäftigen. 💕Wenn dir die Folge hilft, freuen wir uns über deine Bewertung auf Spotify. Teile sie auch mit deiner Familie, mit Freunden oder mit jemandem, der gerade einen Menschen mit Demenz begleitet. Manchmal kann eine Folge helfen, einander besser zu verstehen. Mehr Beiträge und Anregungen findest du auf unserem Blog unter damalswieheute.com. Entdecke auch Auguste und bleib mit uns auf Instagram und Facebook in Verbindung. Folge uns dort, diskutiere mit und teile Beiträge, die auch anderen helfen könnten. Du bist mit deinen Fragen und Gefühlen nicht allein. Vergiss dich nicht.

  • October 4 · 25 min

    Folge 31:Warum folgt mir der Mensch mit Demenz überallhin? – Wenn Nähe zur einzigen Sicherheit wird

    „Ich kann keinen Schritt mehr alleine machen.“ „Kaum stehe ich auf, steht er auch auf.“ „Selbst ins Bad kommt sie mir hinterher.“ Viele Angehörige kennen genau dieses Gefühl. Und irgendwann wird aus Nähe Enge. Aus Fürsorge Erschöpfung. Vielleicht entsteht sogar der Gedanke: „Warum verfolgt er mich ständig?“ Doch was für Angehörige wie permanentes Hinterhergehen erlebt wird, hat bei einer Demenzerkrankung häufig eine ganz andere Bedeutung. Der betroffene Mensch verliert zunehmend Orientierung und innere Sicherheit. Räume werden fremder, Abläufe unverständlich, Zeit lässt sich schwer einordnen. Und dann bleibt manchmal vor allem eines: der vertraute Mensch. Du wirst zum Orientierungspunkt. Zur Sicherheit. Zum vertrauten Gesicht in einer Welt, die immer weniger vorhersehbar wird. Das bedeutet nicht, dass Angehörige diese Nähe immer aushalten müssen. Im Gegenteil: Dauernde Präsenz kann enorm belastend sein. Deshalb sprechen wir in dieser Folge auch darüber, warum dieses Verhalten entsteht, wie Angehörige Grenzen setzen können und wie kleine Momente von Abstand wieder möglich werden können – ohne Schuldgefühle. In der neuen Folge von „Vergiss Dich nicht – Der Demenzpodcast“ sprechen wir über ein Verhalten, das sehr viele Familien kennen und über das trotzdem viel zu selten gesprochen wird. Denn manchmal bedeutet: „Geh nicht weg.“ eigentlich: „Ich weiß gerade nicht, wie ich ohne dich sicher sein soll.“ Mehr Wissen, Hintergrund und praktische Impulse findest du auch in unserem Blog unter www.damalswieheute.com, sowie auf Facebook und Instagram unter: 💕Vergiss Dich nicht. Denn auch Angehörige brauchen Raum, Sicherheit und Momente nur für sich.

  • September 20 · 38 min

    Folge 30:Körperpflege ohne Kampf – wenn Hilfe plötzlich zur Bedrohung wird

    „Ich will doch nur helfen.“ Und trotzdem wird die Hand weggeschoben. Die Tür wird zugeschlagen. Ein sonst vertrauter Mensch wird laut, wehrt sich oder beginnt zu weinen. Körperpflege gehört zu den intimsten Bereichen unseres Lebens. Wenn ein Mensch mit Demenz beim Waschen, Duschen, Zähneputzen, Anziehen oder beim Toilettengang Unterstützung benötigt, kann das für alle Beteiligten sehr emotional werden. Was für Angehörige oder Pflegepersonen notwendige Hilfe ist, kann sich für den betroffenen Menschen wie ein Übergriff, eine Beschämung oder sogar wie eine Bedrohung anfühlen. Für Angehörige bleiben danach oft Hilflosigkeit, Erschöpfung und Schuldgefühle zurück: Warum lässt sie sich von mir nicht helfen? Warum reagiert er gerade bei mir so heftig? Was mache ich falsch? Und wie soll ich das jeden Tag aufs Neue schaffen? Auch professionell Pflegende geraten unter Druck: wenig Zeit, notwendige Abläufe und gleichzeitig der Wunsch, die Würde und Selbstbestimmung des Menschen zu bewahren. Wenn Körperpflege zum Kampf wird, verlieren am Ende oft beide Seiten – obwohl eigentlich beide nur Sicherheit brauchen. In dieser sehr persönlichen und praxisnahen Folge von „Vergiss Dich nicht – Der Demenzpodcast“ sprechen wir darüber, warum Körperpflege bei Demenz Angst, Scham und Widerstand auslösen kann, weshalb Berührungen und gut gemeinte Aufforderungen plötzlich bedrohlich wirken, was hinter Abwehr, Beschimpfungen oder aggressivem Verhalten stecken kann, warum Druck und Überreden die Situation häufig verschärfen, und wie Körperpflege mit mehr Ruhe, Respekt und Verbindung gelingen kann. Es geht nicht darum, jede Situation perfekt zu lösen. Es geht darum, den Menschen hinter seinem Verhalten zu sehen – und zugleich auch auf die eigenen Grenzen zu achten. Vielleicht ist Widerstand kein „Nicht-Wollen“. Vielleicht ist er ein „Ich verstehe nicht, was gerade mit mir geschieht.“ Vielleicht ist er ein „Ich habe Angst.“ Oder ein „Bitte lass mir meine Würde.“ Diese Folge richtet sich an Angehörige, Pflegekräfte und alle Menschen, die Demenzkranke begleiten. Sie möchte entlasten, Verständnis schaffen und Mut machen, neue Wege auszuprobieren – damit aus einem täglichen Kampf wieder ein Moment von Vertrauen werden kann. Jetzt auf Spotify anhören. Weitere Gedanken, praktische Impulse und Beiträge rund um Demenz findet ihr auf unserem Blog www.damalswieheute.com und auf der Homepage www.christineleyroutz.at sowie auf Facebook und Instagram.

  • September 13 · 41 min

    Folge 29:Heute klar, morgen wie ausgewechselt – Warum Demenz so stark schwankt

    Am Montag sitzt Herbert am Küchentisch und erzählt seiner Tochter Anna ausführlich, wie er den alten Traktor repariert hat. Er erinnert sich an jede Schraube, jedes Ersatzteil und jedes technische Detail. Anna ist erleichtert und denkt: Heute ist Papa wieder ganz der Alte. Doch nur einen Tag später weiß Herbert nichts mehr davon. Er fragt: „Welcher Traktor?“ Kein Wiedererkennen, keine Erinnerung an das Gespräch. Anna fährt nach Hause und fragt sich: Habe ich etwas falsch gemacht? Habe ich ihn unter Druck gesetzt? Oder ist diese plötzliche Veränderung ein Warnsignal? Viele Angehörige kennen diese scheinbar unerklärlichen Wechsel: An einem Tag gelingt das Anziehen, ein vertrautes Gespräch oder sogar eine komplizierte Tätigkeit. Am nächsten Tag scheint dieselbe Fähigkeit verschwunden zu sein. Warum schwanken Fähigkeiten bei Demenz so stark? Welche Rolle spielen Schlaf, Schmerzen, Infekte, Medikamente, Flüssigkeitsmangel, Reizüberflutung und die emotionale Verfassung? Und woran erkennt man, ob es sich um eine typische Fluktuation oder möglicherweise um ein akutes Delir handelt? In dieser Folge sprechen wir darüber, warum gute und schlechte Tage bei Demenz nebeneinander bestehen können, weshalb die Lewy-Körper-Demenz besonders starke Schwankungen verursachen kann, welche Veränderungen ärztlich abgeklärt werden sollten, wie ein einfaches Beobachtungsprotokoll helfen kann, und wie Angehörige mit ihrer eigenen Unsicherheit und ihren Schuldgefühlen umgehen können. Die wichtigste Botschaft: Ein schlechter Tag ist keine persönliche Ablehnung, kein Sturkopf und kein fehlender Wille. Und ein guter Tag bedeutet nicht, dass morgen wieder alles genauso funktionieren muss. Die Schwankung liegt im Gehirn – nicht in der Beziehung. Hört jetzt die neue Folge von „Vergiss Dich nicht – Der Demenzpodcast“ mit Christine Leyroutz und Bettina. Weitere Informationen und vertiefende Beiträge findet ihr auf unserer Homepage und in unserem Blog. Folgt uns auch auf Facebook und Instagram – dort teilen wir regelmäßig Wissen, Alltagstipps und kurze Impulse rund um Demenz unter Vergiss Dich nicht. Schreibt uns gerne, welche guten und schwierigen Tage ihr erlebt und was euch im Alltag hilft. Eure Fragen und Erfahrungen dürfen auch Thema einer unserer nächsten Folgen werden. Vergesst die Menschen mit Demenz nicht – und vergesst euch selbst nicht.

  • September 6 · 29 min

    Folge 28:Die Stadien der Demenz: Was verändert sich – und was hilft jetzt?

    Wie verläuft eine Demenz – und woran können Angehörige erkennen, in welchem Stadium sich ein betroffener Mensch befindet? In dieser Folge von „Vergiss Dich nicht – Der Demenzpodcast“ sprechen wir über die verschiedenen Stadien der Demenz: von ersten, oft kaum bemerkbaren Veränderungen bis hin zum umfassenden Unterstützungsbedarf. Wir erklären, warum ein einzelner Testwert nicht ausreicht, weshalb der Alltag oft mehr über den Verlauf verrät und welche Begleitung in den jeweiligen Phasen hilfreich sein kann. Dabei ist uns besonders wichtig: Menschen mit Demenz lassen sich nicht in starre Stufen einordnen. Jeder Verlauf ist individuell. Die Stadien können aber helfen, Veränderungen besser zu verstehen, Erwartungen anzupassen und rechtzeitig Unterstützung zu organisieren. Eine Folge für Angehörige, Betroffene und alle, die Menschen mit Demenz begleiten. Wenn diese Folge hilfreich für Sie war, folgen Sie unserem Podcast und teilen Sie sie mit einem Menschen, der gerade Orientierung braucht. Mehr Informationen finden Sie auf unserem Blog „damals wie heute“ und auf unserer Homepage.

  • August 30 · 22 min

    Folge 27:Wenn Angst den Alltag bestimmt – Angst bei Demenz verstehen und begleiten

    Wenn Angst den Alltag bestimmt – Angst bei Demenz verstehen und begleiten Angst gehört zu den häufigsten, aber oft übersehenen Begleiterscheinungen einer Demenzerkrankung. Sie zeigt sich nicht immer durch klare Worte. Manchmal verbirgt sie sich hinter Unruhe, Rückzug, ständigem Rufen, Anklammern, Misstrauen oder auch aggressivem Verhalten. In dieser Folge von „Vergiss Dich nicht – Der Demenzpodcast“ sprechen wir darüber, warum Menschen mit Demenz Angst erleben, wie sie sich im Alltag äußern kann und weshalb gut gemeinte Erklärungen oder Beschwichtigungen oft nicht helfen. Wir zeigen, wie Angehörige und Betreuungspersonen Sicherheit vermitteln können, ohne die Gefühle des betroffenen Menschen kleinzureden – und warum auch die eigene Angst und Überforderung ernst genommen werden darf. Weitere Gedanken und Informationen finden Sie auf unserem Blog „damals wie heute“ und auf unserer Homepage: www.christineleyroutz.at Folgen Sie uns auch auf Facebook und Instagram unter "Vergiss Dich nicht", damit Sie keine neue Folge und keinen Beitrag verpassen. Haben Sie Fragen oder beschäftigt Sie eine konkrete Situation? Dann wenden Sie sich gerne an uns. Wir freuen uns über Ihre Nachricht und greifen Ihre Fragen nach Möglichkeit auch in zukünftigen Folgen auf.

  • August 23 · 26 min

    Folge 26: Wie aus einem Pflegeheim ein Demenzhaus wächst

    Stellen Sie sich ein Wohnzimmer statt eines Stationsflurs vor. Einen Garten statt eines Aufenthaltsraums. Genau so beginnt der Alltag im Demenzhaus des Pflegeheims St. Peter in Klagenfurt, einer Einrichtung der Diakonie de La Tour. Sonja Wieser hat dieses besondere Haus gemeinsam mit Christine, Bettina und mehreren Kolleginnen entwickelt – aus der Überzeugung heraus, dass Menschen mit Demenz mehr brauchen als gute Versorgung: ein Zuhause, in dem sie weiterhin jemand sein dürfen.Zu Gast ist Sonja Wieser, Pflegedienstleitung im Haus St. Peter. Gemeinsam mit Christine und Bettina spricht sie darüber, wie das Demenzhaus entstanden ist und welche Widerstände auf dem Weg überwunden werden mussten wie der Alltag im Haus jenseits von Theorie und Konzeptpapieren tatsächlich gelebt wird wie Angehörige von Anfang an einbezogen werden was diese Wohnform für die Würde und Lebensqualität von Menschen mit Demenz bedeutet Eine Folge über Mut, Umdenken und die Frage, was ein Zuhause im Alter wirklich ausmacht. Mehr Gedanken, Erfahrungen und fachliche Impulse rund um das Thema Demenz finden Sie auf unserem Blog „Damals wie heute“. Und auch in unserem Format „Auguste“ erzählen wir Geschichten, die berühren, zum Nachdenken anregen und den Blick auf Menschen mit Demenz verändern. Zu finden auf Facebook und Instagam unter "Vergiss Dich nicht" Jetzt Folge 26 von „Vergiss Dich nicht – Der Demenzpodcast“ anhören.

  • August 16 · 26 min

    Folge 25 – Wenn die Wirklichkeit sich verändert: Wahnvorstellungen und Halluzinationen bei Demenz

    „Da steht jemand vor dem Fenster.“ – „In meiner Wohnung sind fremde Menschen.“ – „Du hast meine Sachen gestohlen.“ Wahnvorstellungen und Halluzinationen können für Menschen mit Demenz vollkommen real wirken. Für Angehörige und Betreuungspersonen sind solche Situationen oft beängstigend, belastend und schwer einzuordnen. In dieser Folge von „Vergiss Dich nicht – Der Demenzpodcast“ sprechen wir darüber, warum sich Wahrnehmung und Wirklichkeit bei einer Demenz verändern können, was hinter diesen Erlebnissen steckt und wie ein hilfreicher Umgang gelingen kann – ohne zu widersprechen, zu beschämen oder die Angst noch zu verstärken. Jetzt Folge 25 anhören. Ihr möchtet noch mehr über Demenz erfahren? Dann folgt uns auch auf Facebook und Instagram. Dort teilen wir regelmäßig kurze Videos, praktische Impulse und Gedanken für Angehörige und Begleitende. Unser Kurzvideo zur neuen Folge findet ihr auf Facebook und Instagram. Noch mehr Wissen, praktische Impulse und persönliche Geschichten rund um das Leben mit Demenz gibt es auf unserem Blog „damals wie heute“. Vergiss Dich nicht – Der Demenzpodcast Mit Christine und Bettina

  • August 9 · 28 min

    Folge 24 – Weglaufen bei Demenz verstehen

    Weglaufen gehört zu den zentralen Themen in der Begleitung von Menschen mit Demenz. Für Angehörige und Betreuungspersonen ist es oft mit großer Sorge verbunden: Wo will die Person hin? Warum geht sie immer wieder los? Und wie viel Freiheit ist noch möglich, wenn gleichzeitig die Sicherheit gefährdet sein kann? In dieser Folge von „Vergiss Dich nicht – Der Demenzpodcast“ sprechen wir darüber, was hinter dem sogenannten Weglaufen stecken kann. Denn Menschen mit Demenz gehen meist nicht einfach „weg“. Sie suchen etwas: einen vertrauten Ort, eine Aufgabe, einen Menschen, Sicherheit oder manchmal auch ihr früheres Zuhause. Wir schauen darauf, wie dieses Verhalten besser verstanden werden kann, welche Bedürfnisse dahinterliegen und wie Begleitung gelingen kann, ohne vorschnell einzuschränken. Jetzt Folge 24 von „Vergiss Dich nicht“ anhören. Mehr rund um Demenz, Begleitung und Angehörige findet ihr auch auf unserem Blog „damals wie heute“, auf unserer neuen Website christineleyroutz.at sowie auf Facebook und Instagram. Vergiss Dich nicht.

  • August 2 · 19 min

    Folge 23 – Der Heimeintritt: Wie er gut gelingen kann

    Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Heimeintritt? Welche Unterlagen werden benötigt? Wie sieht es mit den Kosten aus? Und vor allem: Wie kann dieser Schritt nicht nur organisatorisch, sondern auch menschlich gut gelingen? In dieser Folge sprechen wir mit Sarah. Sie begleitet in unserer Einrichtung Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen vom ersten Gespräch bis zum Einzug. Mit viel Einfühlungsvermögen sorgt sie dafür, dass dieser große Schritt nicht nur bürokratisch gut vorbereitet ist, sondern vor allem menschlich gelingt. Natürlich begleitet uns auch diesmal Auguste. An ihrer Geschichte zeigen wir, warum Schuldgefühle viele Angehörige belasten und weshalb ein Pflegeheim kein Aufgeben bedeutet, sondern oft ein neuer Ort von Sicherheit, Geborgenheit und Lebensqualität werden kann. Diese Folge richtet sich an alle Angehörigen, die vor einer der schwierigsten Entscheidungen ihres Lebens stehen – und an alle, die Menschen mit Demenz begleiten. Wenn euch unsere Folgen gefallen, freuen wir uns sehr, wenn ihr den Podcast abonniert, bewertet und mit anderen teilt. So helft ihr mit, mehr Wissen und Verständnis über Demenz in die Öffentlichkeit zu bringen. Ihr möchtet noch mehr Informationen rund um Demenz? 💕Blog „Damals wie heute“ – mit regelmäßigen Fachartikeln und praktischen Tipps für Angehörige und Pflegepersonen. 💕Neue Homepage: www.christineleyroutz.at 💕Folgt uns auch auf Facebook und Instagram. Dort erwarten euch regelmäßig kurze Videos, Fachinformationen, Einblicke in unseren Alltag sowie aktuelle Hinweise auf neue Podcastfolgen und Blogbeiträge. Vielen Dank, dass ihr Teil unserer Gemeinschaft seid. Gemeinsam machen wir Demenz ein Stück verständlicher. Wenn Ihnen gefällt was Sie hören empfehlen Sie uns bitte weiter.

  • July 26 · 24 min

    Folge 22 Warum Menschen mit Demenz aggressiv werden- wenn Worte nicht mehr reichen

    „Meine Mutter war immer so ein liebevoller Mensch. Warum schreit sie mich plötzlich an? Warum stößt sie mich weg? Warum erkennt sie mich manchmal nicht mehr?“ Wenn Sie sich diese Fragen schon einmal gestellt haben, dann ist diese Podcastfolge für Sie. Aggression bei Demenz trifft Angehörige oft mitten ins Herz. Schimpfen, Schreien oder sogar Schlagen fühlen sich persönlich an – doch in den allermeisten Fällen sind sie Ausdruck von Angst, Überforderung oder einer Welt, die für den betroffenen Menschen immer unverständlicher wird. In unserer neuen Folge von „Vergiss dich nicht – Der Demenzpodcast“ sprechen Bettina und ich darüber, • warum Menschen mit Demenz aggressiv reagieren können, • was hinter diesem Verhalten steckt, • weshalb Diskussionen oft nicht helfen, • und wie Sie mit mehr Verständnis und Sicherheit auf solche Situationen reagieren können. Wie immer beginnen wir mit einer berührenden Geschichte von Auguste – denn hinter jedem Verhalten steckt ein Mensch mit einer Geschichte. Unser Wunsch ist, dass Sie nach dieser Folge Ihren Angehörigen vielleicht mit etwas anderen Augen sehen und mit mehr Sicherheit durch schwierige Momente gehen können. Hören Sie jetzt rein – überall, wo es Podcasts gibt. Passend zur Folge finden Sie auf unserer Homepage einen ausführlichen Blogbeitrag mit weiteren fachlichen Informationen und praktischen Tipps. Folgen Sie uns auch auf Facebook und Instagram. Dort teilen wir regelmäßig Wissen, Alltagstipps und Geschichten rund um das Leben mit Demenz. Und wenn Ihnen unsere Inhalte helfen, freuen wir uns sehr, wenn Sie den Podcast oder diesen Beitrag mit anderen Angehörigen, Freunden oder Pflegepersonen teilen. Oft kann genau eine Folge den Alltag eines anderen Menschen ein kleines Stück leichter machen. www.christineleyroutz.at

  • July 19 · 24 min

    Folge 21:Wenn ein Mensch an Demenz erkrankt, verändert sich nicht nur sein Leben.

    Plötzlich müssen Kinder Entscheidungen für ihre Eltern treffen. Geschwister geraten aneinander. Aus Partnern werden Pflegende. Alte Familienmuster kommen wieder zum Vorschein – und manchmal entstehen gerade in dieser schweren Zeit neue Formen von Nähe. Warum bringt Demenz ganze Familien an ihre Grenzen? Weshalb entstehen so oft Konflikte? Und wie kann Zusammenhalt trotz aller Belastungen gelingen? Darüber sprechen wir in unserer neuen Podcast-Folge – ehrlich, berührend und mit vielen Beispielen aus der Praxis. Passend zur Folge findest du auf meiner neuen Homepage auch einen ausführlichen Blogbeitrag zum Thema sowie eine neue Geschichte von Auguste, die zeigt, wie sich Demenz auf das Leben einer ganzen Familie auswirken kann. Podcast hören • Blog lesen • Augustes Geschichte entdecken – alles auf der neuen Homepage: www.christineleyroutz.at Folge uns auch auf Facebook, Instagram und TikTok für weitere Informationen, Impulse und Geschichten rund um das Leben mit Demenz. Jetzt überall dort verfügbar, wo es Podcasts gibt! #VergissDichNicht #Demenzpodcast #Demenz #Angehörige #Familie #Pflege #Auguste #DemenzVerstehen #ChristineLeyroutz #Blog #Facebook #Instagram #TikTok

  • July 12 · 24 min

    Folge 20:Der Teller, der jeden Abend voll zurückkommt.

    Für viele Angehörige ist genau das einer der schmerzhaftesten Momente im Alltag. Man kocht das Lieblingsessen, deckt liebevoll den Tisch, gibt sich Mühe – und trotzdem bleibt der Teller fast unberührt. War es nicht gut? Hat sie keinen Hunger? Lehnt sie meine Fürsorge ab? Oder ist es einfach die Demenz? In unserer neuen Folge von „Vergiss Dich nicht – Der Demenzpodcast“ sprechen wir über ein Thema, das unzählige Familien bewegt und oft mit großer Hilflosigkeit verbunden ist. Wir erklären, warum sich Geruchs- und Geschmackssinn verändern, weshalb Menschen mit Demenz manchmal vergessen zu essen oder plötzlich nicht mehr wissen, wie man Messer und Gabel benutzt – und warum hinter einem vollen Teller meist keine Ablehnung, sondern die Erkrankung steckt. Anhand der berührenden Geschichte von Rosa zeigen wir, wie kleine Veränderungen den Alltag wieder leichter machen können – für Menschen mit Demenz und für ihre Angehörigen. Diese Folge soll vor allem eines vermitteln: Niemand muss sich schuldig fühlen. Man kann eine Demenz nicht wegkochen. Aber man kann Essen wieder zu einem Moment machen, der Sicherheit, Nähe und Würde schenkt. Passend zur Podcastfolge findest du auf meinem Blog einen ausführlichen Beitrag mit Hintergrundwissen und praktischen Tipps für den Alltag. Wenn dir diese Folge hilft, teile sie gerne mit Menschen, die sie gerade brauchen könnten. Du findest: • den Podcast auf allen Podcast-Plattformen, • den Blog auf www.christineleyroutz.at, • sowie weitere Informationen, Videos und Beiträge auf Facebook und Instagram. Christine & Bettina „Vergiss Dich nicht – Der Demenzpodcast“

  • July 5 · 21 min

    Folge 19: Karl muss noch aufs Feld – obwohl es längst verpachtet ist... warum reisen Menschen mit Demenz in die Vergangenheit?

    „Ich muss jetzt los. Das Feld ist noch nicht fertig, bevor es dunkel wird.“ Diesen Satz sagt Karl fast jeden Tag. Für seine Familie ist das zunächst kaum zu verstehen. Der Hof wurde schon vor vielen Jahren verpachtet. Es gibt keine Arbeit mehr auf den Feldern. Und doch ist Karl fest davon überzeugt, dass er dringend hinausmuss. Seine Angehörigen versuchen ihn zu beruhigen. Sie erklären ihm immer wieder, dass der Hof längst nicht mehr bewirtschaftet wird und dass alles erledigt ist. Doch je häufiger sie ihn korrigieren, desto unruhiger wird Karl. Er versteht nicht, warum ihm niemand glaubt. Er fühlt sich missverstanden, wird traurig, manchmal sogar wütend. Kommt euch das bekannt vor? Genau solche Situationen erleben unzählige Familien jeden Tag. Menschen mit Demenz möchten nach Hause, obwohl sie zuhause sind. Sie warten auf ihre Eltern, obwohl diese längst verstorben sind. Oder sie wollen zur Arbeit, obwohl sie seit vielen Jahren in Pension sind. Warum passiert das? Was geschieht dabei im Gehirn? Und wie können wir darauf reagieren, ohne ständig zu korrigieren oder in Konflikte zu geraten? In unserer neuen Folge von „Vergiss Dich nicht – Der Demenzpodcast“ sprechen wir genau darüber. Wir erklären verständlich, warum Menschen mit Demenz so häufig in die Vergangenheit reisen, welche Rolle das Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis dabei spielen und wie Angehörige diese Momente liebevoll begleiten können. Denn manchmal hilft es nicht, Menschen mit Demenz in unsere Realität zurückzuholen. Manchmal brauchen sie einfach jemanden, der sie ein Stück auf ihrer Reise begleitet. 🎧 Jetzt auf Spotify hören! Mehr Informationen, meinen Blog, den Podcast und viele weitere Inhalte rund um Demenz findet ihr auf meiner neuen Website: www.christineleyroutz.at Folgt uns auch auf Facebook, Instagram und Auguste 💕 Wenn euch diese Folge berührt oder weiterhilft, dann teilt sie bitte mit euren Freunden, eurer Familie oder Menschen, die Angehörige begleiten. Jede Weiterempfehlung hilft dabei, mehr Verständnis für Menschen mit Demenz zu schaffen. Vielen Dank, dass ihr Teil unserer Gemeinschaft seid. Gemeinsam können wir Demenz besser verstehen.

  • June 28 · 31 min

    Folge 18: Wenn Worte versagen: Die Kraft der Berührung bei Demenz

    Neue Podcastfolge online – ein Thema, das viele Angehörige tief bewegt. „Sie erkennt mich nicht mehr.“ „Ich weiß nicht mehr, was ich sagen soll.“ „Wir sitzen nebeneinander – und trotzdem fühlt es sich an, als wären Welten zwischen uns.“ Wenn Sprache nach und nach verloren geht, erleben viele Angehörige genau diese schmerzhaften Momente. Sie fühlen sich hilflos, traurig und fragen sich: Wie kann ich meinen geliebten Menschen überhaupt noch erreichen? Gibt es noch eine Möglichkeit, miteinander in Verbindung zu bleiben? Die Antwort könnte Sie überraschen. In unserer neuen Podcastfolge sprechen wir über eine Form der Kommunikation, die oft viel stärker ist als Worte. Sie erfahren, warum Berührung für Menschen mit Demenz Sicherheit, Geborgenheit und Nähe vermitteln kann – selbst dann, wenn Gespräche längst nicht mehr möglich sind. Wir erklären, was dabei im Gehirn geschieht, warum eine sanfte Berührung Angst und Unruhe lindern kann und weshalb gerade kleine Gesten oft mehr bewirken als gut gemeinte Erklärungen. Gleichzeitig sprechen wir auch darüber, wann Berührung als unangenehm erlebt werden kann und worauf Angehörige und Pflegepersonen unbedingt achten sollten. Diese Folge verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit vielen praktischen Beispielen aus unserem Berufsalltag und gibt Ihnen Impulse, die Sie sofort im Alltag umsetzen können. 💕Wenn Sie einen Menschen mit Demenz begleiten, sollten Sie diese Folge nicht verpassen. Vielleicht verändert sie Ihren Blick auf Kommunikation – und schenkt Ihnen neue Möglichkeiten, Nähe und Verbindung zu erleben. 🎧 Hören Sie jetzt rein! Begleiten Sie uns auch auf Facebook und Instagram, wo wir regelmäßig wertvolle Informationen, Tipps und Gedanken rund um Demenz teilen. Im Blog: www.damalswieheute.com finden Sie weitere Fachbeiträge, Anregungen und praktische Hilfestellungen für den Alltag. ✨ Ich freue mich außerdem sehr: Seit gestern ist meine neue Website online! www.christineleyroutz.at Dort finden Sie alles rund um meine Arbeit als Gerontopsychologin – von Diagnostik und Beratung über Vorträge bis hin zu meinem Podcast und Blog. Und noch etwas Neues: Ab sofort begleiten Sie unsere fiktive Klientin Auguste und ihre Familie auf ihrem Weg mit einer beginnenden Demenzerkrankung. Drei Mal pro Woche erzählen wir ihre Geschichte weiter – einfühlsam, lebensnah und fachlich fundiert. Augustes Erlebnisse zeigen, welche Herausforderungen im Alltag entstehen und wie ein wertschätzender Umgang gelingen kann. Bettina und ich wünschen Ihnen von Herzen viele berührende Momente beim Zuhören. 💕

  • June 14 · 21 min

    Folge 17: Wenn die Dämmerung kommt, verändert sich alles -Sundowning-Syndrom bei Demenz verstehen

    Wenn die Dämmerung kommt, verändert sich alles. Rosa ist tagsüber ganz bei sich – sie sitzt am Fenster, erkennt ihre Tochter, lächelt. Doch irgendwann zwischen vier und sechs Uhr beginnt etwas zu kippen. Sie wird unruhig, sucht etwas, das sie nicht benennen kann, fragt nach ihrer Mutter – die seit dreißig Jahren tot ist. Sie will nach Hause, obwohl sie zuhause ist. Für viele pflegende Angehörige ist genau das der schwerste Moment des Tages – und einer der am wenigsten verstandenen. In dieser Folge sprechen wir über Sundowning: Was im Gehirn passiert, wenn die innere Uhr aus dem Takt gerät. Warum Erklärungen und Korrekturen in diesem Moment nicht helfen – sondern Stress verstärken. Und was wirklich Sicherheit geben kann, wenn nichts mehr Sinn macht. Außerdem begleiten wir wieder Auguste durch ihre Geschichte – kleine Momente, große Wahrheiten, mitten aus dem Alltag mit Demenz. Auf Facebook und Instagram bei Vergiss dich nicht. Mehr Hintergrundwissen, persönliche Geschichten und praktische Tipps findet ihr auf unserem Blog damalswieheute.com – über 180 Artikel rund um Demenz, Angehörige und ein gutes Leben im Alter. Wenn euch diese Folge berührt, teilt sie gerne – damit noch mehr Menschen wissen: Ihr seid mit dieser Stunde nicht allein.

  • June 7 · 29 min

    Karl tanzt noch – über das, was bei Demenz wirklich bleibt Mehr als die Diagnose – die verborgenen Ressourcen bei Demenz

    Karl ist 81. Er weiß nicht immer, welches Jahr wir haben. Er erkennt seine Enkelin manchmal nicht sofort. Aber wenn im Aufenthaltsraum Musik aus den 1960ern läuft – steht er auf. Geht in die Mitte des Raums. Und tanzt. Mit Haltung. Mit Rhythmus. Mit einem Lächeln, das sagt: Hier bin ich noch. Das ist kein Zufall. Das ist das Gehirn, das eine Ressource benutzt, die noch da ist. Auch Auguste kennt solche Momente. Auguste ist 71, pensionierte Lehrerin, und lebt mit einer beginnenden Demenz. Ihre Geschichte begleitet uns regelmäßig auf Instagram, Facebook und TikTok – in kleinen Szenen aus ihrem Alltag, die zeigen, wie sich Demenz wirklich anfühlt. Von innen. Von nah. In dieser Folge wechseln Christine und Bettina die Perspektive. Nicht was verloren geht – sondern was bleibt. Welche Fähigkeiten sich länger halten als wir denken. Warum der reine Blick auf Defizite schadet – für den erkrankten Menschen, für die Beziehung, für die Pflege. Und was das ganz konkret im Alltag bedeutet: für Angehörige, für Pflegepersonen, für alle, die nah dabei sind. Mehr zu diesen und vielen weiteren Themen rund um Demenz, Angehörige und das Leben mit kognitiver Veränderung findet ihr auf damalswieheute.com – mit über 180 Artikeln, die aus dem Praxisalltag heraus entstanden sind. Und auf Instagram und Facebook unter Vergiss Dich nicht, wo Auguste jede Woche ein Stück ihrer Geschichte weitererzählt. Eine Folge über Würde. Über das, was Demenz nicht nehmen kann. Und über die Momente, in denen jemand – auf seine Art – ganz da ist.

  • May 31 · 27 min

    Folge 15: Sie haben nichts falsch gemacht. Warum glaubt das niemand? Über Schuld und Scham bei Demenz

    Fast jede Familie, die eine Demenzerkrankung erlebt, kennt diesen stillen Satz: Vielleicht ist das unsere Schuld. Er wird nicht ausgesprochen. Aber er ist da – in schlaflosen Nächten, in Gedanken, die immer wieder an denselben Momenten hängenbleiben. Was hätten wir früher tun können? Warum ausgerechnet wir? In dieser Episode sprechen Christine und Bettina über das, was in Beratungen fast immer im Raum steht, aber selten direkt gesagt wird: Schuldgefühle und Scham rund um Demenz. Woher kommen sie? Was machen sie mit Familien? Und – was darf man loslassen? Und dann ist da noch Auguste. Auguste ist eine fiktive Frau, deren Geschichte wir dreimal wöchentlich auf Instagram, Facebook und TikTok erzählen – vom ersten Moment, in dem irgendetwas nicht mehr stimmt, bis dorthin, wo ihre Geschichte uns noch hinführt. Wir wissen es selbst noch nicht. Aber wir erzählen weiter. Weil ihre Geschichte die Geschichte vieler ist. Weil man in ihr sich selbst erkennen kann – oder jemanden, den man liebt. Ihr Name ist kein Zufall: Auguste D. war die erste dokumentierte Patientin mit Alzheimer-Demenz, vorgestellt 1901 von Alois Alzheimer. Eine Frau, die verwirrt war, die sich schämte, die wusste, dass etwas nicht stimmte. Unsere Auguste trägt diesen Namen als Erinnerung: Diese Erkrankung trifft Menschen. Keine Versager. Keine schlechten Familien. Menschen. Was euch in dieser Folge erwartet: Woher Schuldgefühle bei pflegenden Angehörigen entstehen – und warum das Gehirn sie fast automatisch produziert Die häufigsten falschen Überzeugungen – und warum sie falsch sind Was Scham mit Familien macht, und warum sie so gefährlich ist Was man loslassen darf – und was wirklich hilft Folgt Auguste auf Instagram, Facebook und TikTok unter Vergiss Dich nicht – und seid dabei, wenn ihre Geschichte weitergeht. Mehr zum Thema findet ihr auf damalswieheute.com – über 180 Artikel zu Demenz, Angehörigen und dem, was niemand sagt. Vergiss Dich nicht – weil hinter jeder Diagnose ein Mensch steht. Wir freuen uns auf euch ❤️

  • May 24 · 25 min

    Folge 14: Meine Mutter hat mich angeschaut – und nicht gewusst, wer ich bin.

    Es ist ein ganz gewöhnlicher Mittwoch. Thomas nimmt die Gerbera aus dem Papier, so wie immer. Er kennt den Weg zum Zimmer auswendig – links, dann rechts, dritte Tür. Er hat ihn hundertmal gegangen. Er wird ihn hundertmal noch gehen. Er setzt sich neben sie. Sie sieht ihn an. Freundlich. Ruhig. Und fragt: "Sind Sie vom Pflegedienst?" Eine Sekunde. Zwei. Er lächelt. Er sagt: "Nein, ich bin nur zu Besuch." Und er hält ihre Hand. Und sie lässt es zu. Im Auto danach weint er zum ersten Mal seit Jahren. Nicht weil sie ihn nicht mehr kennt. Sondern weil sie seine Hand nicht losgelassen hat. Weil er in diesem Moment gespürt hat: Da ist noch etwas. Etwas, das keinen Namen braucht. Dieser Moment – der Moment der Nichterkennung – ist einer der schwersten, die Angehörige von Menschen mit Demenz erleben. Er kommt meist nicht angekündigt. Er trifft in eine Stelle, auf die man sich nicht vorbereiten kann, egal wie gut man es versucht. In dieser Folge nehmen Christine und Bettina genau diesen Moment unter die Lupe. Was passiert dabei im Gehirn – und warum ist es keine Ablehnung, auch wenn es sich so anfühlt? Was macht dieser Blick mit Angehörigen – und warum ziehen sich so viele danach zurück, ohne zu wissen warum? Und was bleibt eigentlich – wenn Name, Geschichte und Erinnerung nicht mehr abrufbar sind? Die Antwort auf die letzte Frage hat Thomas im Auto gespürt. Bevor er den Motor gestartet hat, hat er sich gedacht: Nächsten Mittwoch komme ich wieder. Weil sie seine Hand nicht losgelassen hat. 30 Minuten, die erklären – und gleichzeitig trösten. Mehr zu diesem Thema findet ihr auch auf damalswieheute.com – dort hat Christine einen Begleitartikel zur Folge geschrieben, mit allem, was ihr zum Nachlesen, Nachdenken und Weitergeben braucht. Die Folge gibt es auch auf YouTube – schaut gerne vorbei, abonniert den Kanal und lasst uns ein Kommentar da. Wir lesen alles. Und wenn ihr auf Instagram oder Facebook unterwegs seid – findet uns unter @vergissdichnicht_demenz. Teilt die Folge, wenn ihr jemanden kennt, der diesen Mittwoch gerade erlebt. Manchmal ist Weiterschicken die größte Geste. Danke, dass ihr zuhört. Bis gleich.

    • Transcript
  • May 17 · 28 min

    Folge 13 – Niemand hat mir gesagt, dass ich das nicht schaffe

    Es ist 5:47 Uhr. Maria ist 58. Sie ist seit drei Jahren die Hauptpflegeperson für ihre Mutter. Und während alle noch schlafen, sitzt sie in der Küche und denkt: Ich schaffe das nicht mehr. Und dann denkt sie: Ich darf das nicht denken. Diese Folge ist für alle Marias da draußen. Für alle, die schon zu lange zu viel tragen – und glauben, dass das irgendwie an ihnen liegt. Niemand hat ihnen gesagt, dass das passiert. Dass Pflegen so ist. Dass man sich so fühlen wird. Dass das normal ist. Wir sagen es jetzt. In Folge 13 sprechen Christine Leyroutz, klinische Psychologin und Gerontopsychologin, und Bettina, diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, über das, worüber kaum jemand offen redet: – Warum Überforderung kein Versagen ist – sondern die logische Konsequenz einer unmöglichen Aufgabe – Die fünf Gesichter der Überforderung: Erschöpfung, Schuldgefühle, Wut, Trauer, Gleichgültigkeit – Was chronischer Stress wirklich mit dem Körper macht – Was tatsächlich hilft – konkret, ehrlich, ohne Schönfärberei – Und der eine Satz, den niemand gehört hat – den wir heute laut sagen Dauer: ca. 30 Minuten Mehr zum Thema Demenz, Angehörige und Begleitung: 📖 Blog: damalswieheute.com – über 180 Artikel rund um Demenz, Alter und die Menschen, die begleiten Ihr erreicht uns direkt uns direk unter: leyroutz@nussbaum.co.at 🎥 YouTube: Vergiss Dich nicht – Der Demenzpodcast Dort findet ihr uns auch mit unserem fiktiven Charakter Frau Auguste – die uns durch viele Episoden begleitet und zeigt, wie sich Demenz im Alltag wirklich anfühlt. 📲 Instagram & Facebook: @vergissdichnicht_demenz Wenn euch diese Folge berührt – teilt sie. Mit jemandem, der gerade in seiner Küche sitzt und nicht schläft. Mit einer Freundin, die pflegt und nie klagt. Mit einem Bruder, der nicht weiß, wie es seiner Schwester wirklich geht. Ihr seid nicht allein. Und ihr müsst das nicht alleine tragen.

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