"Christliche Rücksichtnahme"? - Merz, Bärbel Bas und was uns Sri Lanka über einfache Antworten lehrt
Nach der Rückkehr aus Sri Lanka sprechen Thea und Sarah Vecera darüber, was sie dort erlebt haben – und was sie mit nach Hause nehmen. Dazwischen: Herbstwetter, Boygroups und die Frage, wofür man früher andere verurteilt hat und heute selbst Verständnis hat. Wir sprechen unter anderem über: Advocacy Training und Eurozentrismus – warum das Training früher „Summer School" hieß, und was an diesem Namen die europäische Perspektive verrät, Teeplantagen im Hochland: Wie die methodistische Kirche mit Plantagenarbeiter:innen arbeitet, deren Vorfahren die Briten vor rund 200 Jahren ins Land holten – und die nach der Unabhängigkeit teils staatenlos wurden, Kirche als gesellschaftliche Akteurin: Projekte für Menschen mit Behinderung, Kinder und Gesundheit, die nach der Anschubfinanzierung von staatlichen Stellen weitergeführt werden, Kindersonntag: Wenn Kinder nicht nur singen, sondern den Gottesdienst leiten und predigen, religiöse Vielfalt: Besuch in Kirche, Moschee, katholischem Meditationszentrum und buddhistischem Tempel – und überraschende Parallelen zwischen den Erzählungen der Religionen, Gedenken und Macht: Wer errichtet welche Denkmäler und an wen wird erinnert? Ein Vergleich mit deutschen Gedenktafeln für Täter des Völkermords in Namibia, Komplexität statt einfacher Antworten: Warum der Blick aus Sri Lanka entlastend wirkt, gerade in Zeiten, in denen einfache Antworten politisch Konjunktur haben, Freude und Hoffnung als Haltung – nicht als Laune, sondern als Entscheidung, Urlaubsbeobachtungen, Pauschalreisen, Couchsurfing und die Frage, warum sich Vorlieben mit dem Leben verändern, zum Schluss: ein „Herz" über die Menschenkette jüdischer Studierender vor der Synagoge in Halle am 9. Oktober, die einem AfD-Politiker den Zutritt zur Gedenkveranstaltung verwehrten. Ein Gespräch über Perspektivwechsel, Erinnerungskultur und die Kraft von Widerstand und Zuversicht. mit freundlicher Unterstützung vom YEET-Netzwerk