

Die Last der Vergangenheit – Niklas Frank über Schuld und Erinnerung
Der Nationalsozialismus ist das am besten erforschtes Thema der jüngeren Geschichte. Doch 80 Jahre nach dem Ende des «Dritten Reichs» droht die Erinnerung an das Schreckensregime Hitlers, den Holocaust und den Zweiten Weltkrieg zu verblassen. Die Zeitzeugen, die über das damalige Grauen berichten können, werden immer weniger. Der Autor Niklas Frank kämpft gegen dieses Vergessen. Hans Frank, sein Vater, war Hitlers Starjurist, ging als «Schlächter von Polen» in die Geschichte ein und wurde 1946 als einer der Hauptkriegsverbrecher in Nürnberg hingerichtet. Als «Täterkind» arbeitet der 1939 geborene Niklas Frank seit Jahrzehnten schonungslos die eigene Familiengeschichte auf. Im Gespräch mit Marc Tribelhorn, Historiker und stellvertretender Feuilletonchef der NZZ, spricht Niklas Frank über seine dunkle Familiengeschichte, die Probleme der Erinnerungskultur und die politischen Herausforderungen der Gegenwart. Wie lebt man mit dem Wissen, Sohn eines Naziverbrechers zu sein? Welche Verantwortung tragen wir als Gesellschaft in Zeiten zunehmender Judenfeindlichkeit? Aufnahme: 24. März 2026 Gast: Niklas Frank, Journalist und Autor Host: Marc Tribelhorn, Stv. Feuilletonchef «Neue Zürcher Zeitung» und Historiker Möchtet ihr interessante Debatten mit bekannten Gästen lieber direkt vor Ort erleben? Dann besucht unsere Veranstaltungen bei «NZZ Live». Das aktuelle Programm und alle Ticketinfos findet ihr unter nzz.ch/live. Bild: © Schweizer Radio und Fernsehen
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