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Artwork for MDR KULTUR Diskurs

MDR KULTUR Diskurs

Mitteldeutscher Rundfunk

Woche für Woche nimmt sich der DISKURS Zeit, über Fragen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu nachzudenken. Mit Experten ihres jeweiligen Fachs spricht MDR KULTUR über die aktuellen Tendenzen in Geschichte und Gesellschaft, Philosophie und Religion, Kulturgeschichte, Naturwissenschaften und Lebenshilfe. Und steht damit für die kritische Reflexion der Gegenwart sowie geistige Konzentration und Orientierungen über den Augenblick hinaus.

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  • 20 episodes
  • weekly
  • Avg 25 min
  • German
  • Saturday · 26 min

    Was alle Sprachen verbindet – Die weltweite "Mama"

    Wenn es weh tut, sagt man "au", "ah" oder "ai" – praktisch überall auf der Welt. Die Wörter für die eigene Mutter haben in allen bekannten Sprachen einen "m"-Laut. Die Forschung kennt viele solcher sprachlichen Universalien. Was folgt daraus für die Natur der Sprache und des Sprechens? Julia Nestlen im Gespräch mit dem Linguisten Johann-Mattis List Verfügbar bis 26. September 2027

  • September 19 · 25 min

    Confusion Is Next. Jens Balzer im Gespräch mit Hendryk Proske

    Die Nullerjahre sind ein Jahrzehnt der euphorischen Umarmung neuer Möglichkeiten, des Individualismus und der technologisch entgrenzten Freiheit. Und der großen Enttäuschungen, die bis in unsere Gegenwart reichen. Jens Balzer im Gespräch mit Hendryk Proske Das Gespräch ist bis 19. September 2027 verfügbar.

  • September 12 · 25 min

    Rembrandt 1632 - Die große Ausstellung jetzt in Gotha

    Rembrandt ist immer eine Reise wert und in dem Fall heißt es „auf nach Gotha ins Herzogliche Museum“. Bis zum 6. Dezember läuft dort die ambitionierte Ausstellung über Rembrandts glückliche Anfänge um das Jahr 1632 herum, als der junge, talentierte Rembrandt Van Rijn von seiner Heimatstadt Leiden nach Amsterdam zog, um sich dort in der boomenden niederländischen Metropole einen Namen zu machen. Im wahrsten Sinne, denn von nun an signierte er seine Gemälde und Grafiken nur noch mit dem Vornamen. An Selbstvertrauen mangelte es ihm offenbar nicht. Mit welchen Themen und welchem künstlerischen Profil sich Rembrandt in diesen Anfangsjahren als „Marke“ etabliert, erklärt der Kunsthistoriker Timo Trümper von der Friedenstein Stiftung Gotha, der die Ausstellung zusammen mit seinem Kollegen Justus Lange von der Hessen Kassel Heritage kuratiert hat. Ein MDR Kultur-Diskurs von und mit Stefan Nölke.

  • September 5 · 20 min

    Besser als Optimismus?! – Der Philosoph Guillaume Paoli

    Denken ist anstrengend, Aufklären ist anstrengend. Aber am anstrengendsten ist es vielleicht, sich nicht in Optimismus zurückzuziehen: "Optimismus ist Mangel an Information", so fasste es schon Heiner Müller zusammen. Guillaume Paoli spricht im MDR KULTUR Diskurs mit Katrin Schumacher darüber, weshalb der Optimismus eine plumpe Alternative zum An-Denken gegen das Bestehende ist. Und woher dieser Begriff, die Haltung und die immer wieder beschworene Pflicht zum Optimismus stammt. Der Philosoph Guillaume Paoli ist 1959 in Frankreich geboren, lebt in Berlin und war Mitbegründer der Glücklichen Arbeitslosen, sowie Hausphilosoph am Leipziger Theater. Für sein Buch "Geist und Müll" bekam er 2024 den Günther Anders-Preis für kritisches Denken. Das Gespräch ist bis 5. September verfügbar.

  • August 29 · 25 min

    Mentalitäten: Wie wir besser verstehen, was uns trennt, und was uns vereint

    Mentalitäten sind Prägungen, die aus gelebtem Leben erwachsen. Etwas, das sich nicht festen Mustern, Rollen und Erwartungen fügt – und deshalb auch nicht in unveränderlichen Kategorien zu beschreiben ist. Wie zum Beispiel ist "das Ostdeutsche" von heute darzustellen, aus welcher Welterfahrung speist es sich? Peter Neumann hat darüber ein Buch geschrieben und lässt sich befragen von Jörg Schieke. Das Gespräch ist verfügbar bis 29. August 2027.

  • August 22 · 24 min

    Goethe in seiner Zeit

    Am 7. November 1775, vor 250 Jahren, kam der 26-jährige Goethe in Weimar an. Da wusste er noch nicht, dass er in dem thüringischen Residenzstädtchen bis zu seinem Lebensende bleiben sollte. Herzog Carl August, mit dem er sich in seiner Heimatstadt Frankfurt am Main angefreundet hatte – soweit es der Standesunterschied zuließ – hatte ihn eingeladen, um das kleine, aber nicht unbedeutende Territorium voranzubringen. Durch sein Prestige als Bestseller-Autor des "Werther", aber auch durch seine Tätigkeit in Politik und Verwaltung, der er zeitlebens, mal mehr oder weniger intensiv nachging. Wie stand Goethe zur den großen politischen Umwälzungen seiner Zeit, zu Revolution und Reformen? War Goethe eher progressiv oder konservativ? Und wie stand er zu Napoleon und den wild auftrumpfenden national-demokratischen Studenten, die sich vor seiner "Haustür" an der Universität Jena aufrührerische Reden schwangen. Darüber hat MDR KULTUR-Redakteur Stefan Nölke mit dem Literaturkritiker Thomas Steinfeld gesprochen, der im Rowohlt Verlag eine lesenswerte Biografie vorgelegt hat: "Goethe – Porträt eines Lebens, Bild einer Zeit". Verfügbar bis 22. August 2027

  • August 15 · 24 min

    Millay Hyatt: Zu Fuß und zu Gast

    Eine Reise ins Ungewisse: Von Berlin zieht Millay Hyatt zu Fuß los in Richtung Osten, um den Linien zwischen Hauptstadt und Provinz, zwischen Fremden und Freunden, zwischen Geschichte und Gegenwart nachzuspüren. Ohne Smartphone, aber mit Fontane im Rucksack, lässt sie sich von Tür zu Tür weiterempfehlen – von linken Hausprojekten über Stadtflucht-WGs bis zu pensionierten Bürgermeisterinnen und Zigarettenverkäufern auf dem Polenmarkt. Sie steht vor verschlossenen Hofläden und den offenen Armen ihrer Gastgeber, die selten mehr als einen Tag im Voraus feststehen, jeder Tag eine Improvisation und ein Experiment. Über Gastfreundschaft und Fremdsein, über Stadt und Land, Grenzen und Übergänge spricht Millay Hyatt mit Katrin Schumacher. Verfügbar bis 15. August 2027.

  • August 8 · 26 min

    Neue Studie: Mit der AfD ginge es wirtschaftlich bergab

    Aus den Landtagswahlen am 6. September in Sachsen-Anhalt könnte die AFD als stärkste politische Kraft hervorgehen. Doch was würde passieren, wenn die rechtsradikale Partei künftig die Regierung in dem teils strukturschwachen Bundesland stellt? Für den Bereich der Wirtschaft liefert darüber eine neue Studie des in Berlin ansässigen Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) mögliche Antworten. Antworten mit einer klaren Tendenz: "Gerade die AfD-Hochburgen würden am stärksten unter der Politik dieser Partei leiden". Was sind die Gründe und wie ist dies "AfD-Paradox" zu erklären? Darüber spricht MDR KULTUR-Redakteur Stefan Nölke mit dem Direktor des DIW, Marcel Fratzscher. Das Gespräch ist bis zum 8. August 2027 verfügbar.

  • August 1 · 19 min

    Stachel, Schmerz und Faszinosum: Das Wesen der Wespe

    Die Wespe, unsere Sommerplage und für schmerzhafte Erinnerungen zuständig, sie ist auch ein Insekt, dass es zu bewundern gilt. Das lässt sich lesend lernen in dem Buch der Naturkunden-Reihe im Verlag Matthes & Seitz, ein knallgelber Band, geschrieben von Prof. Michael Ohl. Er ist Leiter der Wespen-Bienen-Ameisen- und Netzflüglersammlung im Berliner Naturkundemuseum und war schon als Kind von Insekten äußerst fasziniert. Die Wespe, so weiß er, hat mehr zu bieten als den schmerzhaften Stich. Sie baut Kunstwerke an Waben, leistet unverzichtbare Dienste im Ökosystem und ist ein hochsoziales Wesen. In seinem Buch nimmt er mit in den peruanischen Regenwald, in die Wissenschaftsgeschichte und in die Geschlechterstruktur des Wespenverbunds. Er erzählt von der zahmen Wespe Jester, von der Verkennung der Biene Maja als Wespe Maja und erklärt ganz praktisch, wie er Menschen in seiner Umgebung die Angst vor Wespen nimmt. Wiederholung aus dem Jahr 2023. Das Gespräch, geführt von Katrin Schumacher, ist verfügbar bis 1. August 2027.

  • July 25 · 22 min

    Formgestaltung und Lebensgefühl – Zur Renaissance des DDR-Designs

    Nach dem Mauerfall bespöttelt oder entsorgt, wird DDR-Design in den letzten Jahren immer populärer bei alt und jung. In deutschen Museen wird mittlerweile eine große Vielfalt gesammelt und erforscht. Was sind die Gründe für diese Retrowelle? Wie hat sich DDR-Design im Zeichen von Mangelwirtschaft und politischer Lenkung von der Staatsgründung bis zum Mauerfall entwickelt? Welche Impulse können davon womöglich für die Formgestaltung der Gegenwart ausgehen? Thomas Geisler, Direktor des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, hat sich 2021 mit seinem Team und dem Vitra Design Museum als Partner in der maßstabsetzenden Ausstellung "Deutsches Design 1949-1989. Zwei Länder, eine Geschichte" mit diesen Fragen beschäftigt. MDR KULTUR Kunstredakteur Andreas Höll hat Thomas Geisler getroffen. Das Gespräch ist bis 25. Juli 2027 verfügbar.

  • July 18 · 24 min

    Was tun gegen die Hitze in unseren Städten

    Der Anlass für diesen Diskurs könnte aktueller nicht sein, denn dieser Sommer hat sich bisher genauso gezeigt, wie wir es wohl auch in Zukunft zu erwarten haben: Hitzetage um die 40 Grad und dann wieder gewaltige Gewitter. Katja Richter ist Landschaftsarchitektin und Gartenplanerin. Welche Rolle die Landschaftsarchitektur für Klimaschutz und Klimaanpassung spielen, beschreibt sie in ihrem Buch "Klimaresiliente Städte planen". Anhand vieler Beispiele zeigt sie darin, wie man Wasser und Grün in die Städte bringen kann, um Hitze und Überschwemmungen aktiv zu begegnen. Sabine Frank hat für den DISKURS bei MDR KULTUR mit Katja Richter gesprochen. Das Gespräch ist bis 18. Juli 2027 verfügbar.

  • July 11 · 35 min

    Ilko-Sascha Kowalczuk: Faschismus ist keine Meinung

    Ilko-Sascha Kowalczuk ist zweifellos einer der erfolgreichsten und gefragtesten ostdeutschen Autoren, bekannt für seine deutlichen Worte. "Faschismus ist keine Meinung: Stabil bleiben in autoritären Zeiten", lautet der Titel seines neusten Buches, erschienen (bei C.H. Beck) im Vorfeld wichtiger Landtagswahlen. Weniger ein Sachbuch, als vielmehr eine Streitschrift. Seine Gegner dürften wieder mal schäumen, seine Fans werden sich freuen, denn Kowalczuk ist einfach sehr gut im Austeilen. Vor allem wenn es gegen AfD und BSW geht. Mit Ilko-Sacha Kowalzuk sprach MDR KULTUR-Redakteur Stefan Nölke. Das Gespräch ist bis zum 9. Juli 2027 verfügbar.

  • June 20 · 24 min

    Erik Neutsch: Der letzte Jakobiner

    Der in Schönebeck geborene Schriftsteller Erik Neutsch (1931 bis 2013) bewegte sich zwischen Bitterfelder Weg und Parteistrafe, zwischen linientreuer Propagandaliteratur und DDR-kritischer Alltagsschilderung. Als junger Mann aus eigentlich sozialdemokratisch orientiertem Arbeiterhaushalt, begeistert sich Neutsch für die Heldenbilder der Nationalsozialisten, erlebt dann nach Kriegsende Denunziation und Willkür auch der neuen Machthaber. Erik Neutsch wird mit "Spur der Steine", "Zwei leere Stühle", "Auf der Suche nach Gatt" und "Der Friede im Osten" zu einem der wichtigsten Schriftsteller der DDR und bewegt sich ein Leben lang zwischen Anpassung und Widerspruch. Die Stadt Halle wird zum Austragungsort vieler seiner biografischen Konflikte. Eben das, diese für DDR-Intellektuelle typische Zerrissenheit, untersucht der Publizist Gunnar Decker in seiner Neutsch-Biografie "Der letzte Jakobiner" und gibt dazu Auskunft im Gespräch mit Jörg Schieke. Das Gespräch ist bis zum 20. Juni 2027 verfügbar.

  • June 13 · 24 min

    Eigentlich friedlich – Harald Meller über die Evolution der Gewalt

    Kriege – so hat man den Eindruck – muss es schon immer gegeben haben. Die aktuellen Nachrichten oder der kurze Blick ins Geschichtsbuch scheinen das zu bestätigen. Doch stimmt das überhaupt? Tatsächlich haben Anthropologen und Archäologen in den letzten Jahrzehnten eine ganz andere Sicht ans Tageslicht gebracht. "Der Mensch ist von Natur aus freundlich", erklärt der Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt, Harald Meller. In den hunderttausenden von Jahren der Altsteinzeit, als die Menschen in kleinen Gruppen als Jäger und Sammler durch die Graslandschaften streiften, lebten sie friedlich miteinander. Sie freuten sich, wenn sie auf andere Gruppen trafen und dabei Geschichten und Geschenke austauschen konnten. Doch seit wann und warum ist unsere Spezies dann derart gewalttätig geworden? Darum geht es in dem spannend zu lesenden Buch von Harald Meller, dass er zusammen mit dem niederländischen Evolutionsbiologen und Verhaltensforscher, Carel von Schaik und dem Wissenschaftsjournalisten Kai Michel geschrieben hat. "Die Evolution der Gewalt. Warum wir Frieden wollen, aber Kriege führen", so der Titel, erschienen bei DTV. Und anders als man vermuten könnte, hat das Buch eine durchaus positive Botschaft. Wenn nämlich Kriege nichts Naturgegebenes sind, sondern ein Ergebnis einer späteren, kulturellen Entwicklung, dann könnte es uns auch eines Tages gelingen, sie abzuschaffen, so Harald Meller im Gespräch mit MDR-Redakteur Stefan Nölke. Ein bisschen Balsam in diesen kriegerischen Zeiten! Verfügbar bis 13. Juni 2027

  • June 6 · 24 min

    Das große Arten-Sterben und was wir dagegen tun können

    Die Menschheit muss sich derzeit mit allerhand Krisen herumschlagen – Kriege, Inflation und eine wackelnde Wirtschaft bestimmen die Nachrichten. Eine Krise findet allerdings noch weniger Beachtung als der Klimawandel, obwohl sie unser gesamtes menschliches Dasein bedroht: Die Biodiversitätskrise, also das globale Artensterben. Warum und in welchem Maße hängt vom Überleben möglichst viele Arten das Schicksal der Menschheit ab? Das erläutert Biologin Katrin Böhning-Gaese von der Uni Leipzig im Gespräch mit MDR-Autor Florian Zinner. Eine Horrorszenario zu entwerfen, würde allerdings nicht weiterhelfen, so die Geschäftsführerin des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung, die darauf Wert legt, immer auch Lösungswege aufzuzeigen. Das Gespräch ist bis 6. Juni 2027 verfügbar.

  • May 30 · 29 min

    Irina Pauls: Tanzend ins Neuseenland

    Seit 1985 fuhr Irina Pauls als frisch gebackene Ballettdirektorin fast täglich mit ihrem Trabant von Leipzig ins Landestheater Altenburg: fuhr durch Tagebaulandschaften, die alles andere als blühend waren. Was sie sah, waren "einfach Löcher – alles weg." Seit 40 Jahren lassen Sie diese Bilder nicht mehr los. Bis heute choreographiert sie Tanzstücke, die den sogenannten Strukturwandel im Leipziger Südraum thematisieren. Ihre Stückentwicklungen fragen, wie die Menschen ihren Alltag dort bewältigen? Wie lebensgrundlegende Arbeit gleichzeitig Lebensraum zerstört. Was Heimat und Identität bedeuten, wenn ganze Dörfer, Wälder und Felder weggebaggert sind? Und wie eine Zukunft aussehen kann? Dabei stellt Irina Pauls fest: Tanz wirkt hier verbindend. Ihr neues Stück heißt "Sieben Brücken". MDR KULTUR-Theaterredakteur Stefan Petraschewsky hat mit Irina Pauls gesprochen. Das Gespräch ist bis 30. Mai 2027 verfügbar.

  • May 23 · 21 min

    Der Maler Tizian und Venedig

    "Alle Städte sind gleich, nur Venedig ist anders." Vor etwa 50 Jahren hat Friedrich Torberg diese Sentenz seiner Tante Jolesch in den Mund gelegt. Und sie gilt seit Jahrhunderten bis heute. Zu dem, was es heute ist, wurde Venedig in der Renaissance: schillerndes Gesamtkunstwerk und kulturelle Metropole. Das hat die Händlerstadt auch dem Maler Tizian zu verdanken. Sein Todestag jährt sich in diesem Jahr zum 450. Mal – am 27. August 2026. Bis heute faszinieren seine Gemälde die Kunstenthusiasten in aller Welt, sie feiern die Farbe, das Leben, die Liebe und die Poesie. Weshalb das so ist, wie Tizian arbeitete, mit wem er befreundet war und vor allem: was seine Kunst bis heute so besonders macht, darüber spricht Kia Vahland im MDR KULTUR Diskurs. Und erzählt auch, was "Die schlummernde Venus" von Giorgione in Dresden mit Tizian zu tun hat. Das Gespräch mit Kia Vahland führt Katrin Wenzel, es ist verfügbar bis 23. Mai 2027.

  • May 16 · 31 min

    Exil in Hollywood – Deutsche Künstler gerettet, gefeiert und verjagt

    Auf der Flucht vor den Nationalsozialisten fanden hunderte deutschsprachige Schauspieler, Schriftsteller und Intellektuelle in den 30er- und 40er-Jahren in Kalifornien ein neues Zuhause. Marlene Dietrich, Billy Wilder, William Wyler, Franz Werfel, Thomas und Heinrich Mann und viele andere Berühmtheiten bildeten eine illustre Exil-Community, ein "Weimar am Pazifik" , wie Kulturhistoriker es genannt haben. Der in Berlin lebende Autor Jan Jekal hat deren Geschichte nun noch einmal neu aufgerollt. In seinem Buch "Paranoia in Hollywood", erschienen bei Matthes & Seitz, das für den Leipziger Buchpreis 2026 nominiert war, beschreibt er, wie deutschsprachige Künstler und Intellektuelle zunächst gerettet, vielfach gefeiert, nach 1945 dann aber im Zuge der Hysterie gegen eine vermeintlich kommunistische Unterwanderung von den US-Behörden bespitzelt, verprellt und gewissermaßen verjagt wurden. MDR KULTUR-Geschichtsredakteur Stefan Nölke hat mit Jan Jekal gesprochen. Das Gespräch ist bis 16. Mai 2027 verfügbar.

  • May 9 · 22 min

    Immer noch freundlich, aber kaum noch vergnügt: Monika Maron

    Hochgelobt im Westen und heimlich gelesen im Osten, machte sich Monika Maron mit ihrem Roman-Erstling "Flugasche" zu Beginn der 80er-Jahre einen Namen – als kritische, als unangepasste Autorin. Der Roman handelt von Umweltzerstörung und Staats-Zensur und durfte in der DDR nicht veröffentlicht werden. Mit Notizen aus jener Zeit beginnen jetzt auch ihre erstmals veröffentlichten Tagebuchaufzeichnungen aus den Jahren 1980 bis 2021. Mit ihnen wirft Maron als Reisende zwischen den Systemen und Kontinenten immer wieder ihren ganz eigenen Blick auf die Welt. Über das Reisen, über die Erfahrungen, die man dabei machen kann und über einen sehr speziellen Blick auf New York. Unter anderem darüber konnte Sabine Frank für MDR KULTUR mit Monika Maron im Rahmen der diesjährigen Leipziger Buchmesse sprechen. Das Gespräch ist bis 9. Mai 2027 verfügbar.

  • April 25 · 25 min

    Diskurs: Ausradiert? Carsten Gansel im Gespräch mit Bettina Baltschev

    Am 3. Oktober 1990 wurden die Deutsche Demokratische Republik und die Bundesrepublik nach 40 Jahren Trennung zu einem Staat vereinigt. Von nun an gab es nur noch eine Bundesrepublik und die DDR war Geschichte, so schien es jedenfalls. Man hätte nüchtern davon ausgehen können, dass sich nur noch Historiker für das kleine Land interessieren und alle anderen froh sein würden, die Diktatur des Proletariats hinter sich zu lassen. Aber auch 36 Jahre nach der Wiedervereinigung ist das deutsch-deutsche Thema noch nicht zu Ende erzählt. Und vermutlich ein gewisser zeitlicher Abstand hilfreich, um bestimmte Ereignisse einzuordnen und zu erklären. Der Literaturwissenschaftler Carsten Gansel hat seinen Anteil dazu bereits beigetragen, indem er uns zum Beispiel das Leben der Schriftstellerin Brigitte Reimann nähergebracht oder sich der literarischen Erinnerungskultur gewidmet hat. Nun hat Carsten Gansel ein Buch geschrieben, das in dieselbe Richtung weist und dessen Titel aus einer Frage besteht: "Ausradiert? Wie die Literatur der DDR verschwand“. Bettina Baltschev ist im Gespräch mit dem Autor.

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