
E29 Trockenheit setzt Landwirtschaft und Versicherungen unter Druck
Die SHGroup (Schweizer Hagel) bezifferte die Trockenheitsschäden bereits im August auf rund 19 Millionen Franken. Hinzu kämen Hagelschäden von rund 30 Millionen Franken. Aufgrund der hohen Schadenssumme rechnet Aebi damit, dass die Versicherung im Jahr 2026 einen Verlust schreiben wird. Die Forschung geht davon aus, dass Trockenheitsereignisse mit dem Klimawandel häufiger werden. Anders als Hagel, dem Kerngeschäft der SHGroup, sei Trockenheit ein grossflächiges, systemisches Risiko. Sind viele Flächen versichert, kann es für die Versicherung schnell teuer werden. Um die Risiken zu streuen, ist die SHGroup breit aufgestellt und versichert landwirtschaftliche Flächen von Serbien bis Portugal. Die Wahrscheinlichkeit, dass gleichzeitig in allen Regionen grosse Dürreschäden auftreten, sei gering, sagt Aebi. Trotz dieser geografischen Diversifikation könnten die steigende Nachfrage und die höheren Risiken Anpassungen bei Prämien oder Versicherungsleistungen erforderlich machen. Gleichzeitig betont Aebi, dass Versicherungen allein keine Lösung für die Herausforderungen des Klimawandels bieten. «Adaption» sei das Zauberwort. Die Landwirtschaft müsse sich fragen: «Sind die Kulturen, die wir anbauen, noch die richtigen für ein wärmeres Klima?» Dabei seien auch Handel und Konsumierende gefordert, offen für Veränderungen zu sein. Denn, so Aebi: «Die Versicherung kann nur das Dach eines Hauses, nicht aber das Fundament sein.» Host: Silvio Liechti Weitere Informationen: www.klimabauern.ch www.klimalandwirtschaft.ch Schweizer Hagel/SHGroup Agrarökologie Sommerrückblick Meteo Schweiz
- Transcript