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Kreisky Forum Talks

Kreiskyforum

Das Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog ist ein Ort des europäischen und globalen Denkens, der Solidarität und Zusammenarbeit.
Namhafte Kurator*innen sprechen mit unseren Gästen über politisch brisante Themen unserer Zeit und unserer Gesellschaften.
Der Podcast zur Stunde.

Alle Informationen zum Kreisky Forum sowie das Programm finden Sie hier: https://www.kreisky-forum.org/

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  • 23 episodes
  • weekly
  • Avg 1 hr 6 min
  • German
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  • Yesterday · 1 hr 16 min

    Götz Aly: WIE KONNTE DAS GESCHEHEN?

    "WIE KONNTE DAS GESCHEHEN?" Götz Aly über den schnellen Weg in die Diktatur FALSCHE PATRIOTEN - DIE OFFENE GESELLSCHAFT UND IHRE FEINDE Der nationalistisch geprägte, aggressive Autoritarismus nimmt international Fahrt auf; in Deutschland und Österreich liegen deutschnationale und rechtsextreme Parteien wie AfD und FPÖ mittlerweile ganz vorn und bedrohen das demokratische Gefüge. Götz Aly ist Journalist, Historiker, Autor und einer der profiliertesten Forscher zum Nationalsozialismus, seinen Ursprüngen, Wirkmechanismen und Konsequenzen. Er hält zwar einen Vergleich von AfD und NSdAP für unzulässig, aber eine Debatte über ein Verbot der in einigen Bundesländern als gesichert rechtsextrem eingestuften Partei für geboten. Umso wichtiger ist es, nachzufragen: „Wie konnte das geschehen; Deutschland 1933 bis 1945 “ (so der Titel von Alys aktuellem Bestseller). Es gilt also, das NS-System zu studieren - und zu lernen, was wiederum geschehen kann, ja muss, um autoritäre Regime gar nicht erst an die Macht kommen zu lassen und da, wo sie existieren, zurückzudrängen. Am 28. September wird der renommierte Historiker im Kreisky Forum mit Cathrin Kahlweit darüber diskutieren, als wie schnell und wirkmächtig sich nach der Machtübernahme der Nazis die Psychologie des Faschismus und die Verführbarkeit der Menschen erwies, wie Adolf Hitler in wenigen Jahren eine Gesellschaft zu Mitläufern, Profiteuren, Anhängern, Kriegsgewinnlern machen konnte – und ob es Muster und Milieus gibt, in denen Rechtsextremismus besonders gut wachsen kann. Alys Buch gilt bereits jetzt als Standardwerk zur Sozialpsychologie des Nationalsozialismus. Seine Thesen haben durchaus auch Widerspruch und Kritik geerntet – auch darum soll es ein Jahr nach dem Erscheinen der Monografie gehen.

  • Friday · 1 hr 21 min

    Vassili Golod & Paul Krisai: ZWISCHEN KYJIW UND MOSKAU - BERICHTE AUS DEM KRIEG

    ZWISCHEN KYJIW UND MOSKAU: BERICHTE AUS DEM KRIEG Vier Jahre lang, bis 2023, war Paul Krisai für den ORF als Korrespondent in Moskau; er hat die rhetorische und militärische Aufrüstung des Putin-Regimes und den Überfall auf die Ukraine als Reporter und Analytiker in Moskau hautnah miterlebt. Sein Kollege Vassili Golod ist seit 2022 für die ARD Korrespondent in der Ukraine, wo er das Studio in Kyjiw leitet. Golod ist seit Jahren Zeuge des brutalen Angriffskriegs und berichtet täglich aus einem Land im Belagerungszustand. Krisai, der mittlerweile für den ORF aus Budapest berichtet, und Golod, der im kommenden Frühjahr nach Deutschland zurückkehren wird, haben erleben müssen, wie zwei Nationen, die kulturell und menschlich eng verflochten waren, zu erbitterten Feinden wurden, weil ein Diktator beschloss, die Identität des Nachbar- und einstigen Bruderland zu zerstören. Sie haben erlebt, wie Resilienz und Wehrhaftigkeit auf der einen, Verhärtung und Zerstörungswillen auf der anderen Seite gewachsen sind, und was der Tod von Hunderttausenden mit beiden Gesellschaften macht. Es gibt nur noch selten Gelegenheit, Ukrainer und Russen in einem Raum, auf einer Bühne zu erleben. Krisai und Golod, als renommierte journalistische Vertreter zweier westlicher, öffentlich-rechtlicher Sender, leuchten im Gespräch mit Osteuropa-Expertin Cathrin Kahlweit - aus ihren unterschiedlichen Erfahrungswelten, ihrem Erleben, ihrer Erschütterung in Moskau und Kyjiw - gemeinsam einen Konflikt aus, der die Ukraine als Staat und demokratisches Modell zu eliminieren versucht, aber auch Russland und seine Gesellschaft grundlegend verändert hat.

  • Wednesday · 1 hr 11 min

    @blauerElephant: ZUM DIKTATOR IN 30 TAGEN

    ZUM DIKTATOR IN 30 TAGEN. Über Manipulation, Macht und warum Demokratie Aufmerksamkeit braucht.Ein interaktiver Lese- und Gesprächsabend mit dem Blauen Elefanten – moderiert von Daniela KanounHerzlichen Glückwunsch!Sie wurden ausgewählt, an einem außergewöhnlichen Experiment teilzunehmen.Gemeinsam mit dem Blauen Elefanten begeben wir uns auf eine satirische Reise durch die 30 Schritte zum Diktator. Von Social Media über Personenkult und Polarisierung bis hin zu Angst, Feindbildern und einfachen Antworten – Kapitel für Kapitel entdecken wir die Mechanismen, mit denen Macht aufgebaut und Meinung beeinflusst wird.Doch an diesem Abend wird nicht nur gelesen.Moderatorin Daniela Kanoun lädt das Publikum immer wieder ein, mitzudenken, Fragen zu beantworten und gemeinsam zu entdecken, warum diese Strategien so wirkungsvoll sind – und weshalb sie uns oft näher sind, als wir glauben.Mit Humor. Mit Satire. Mit psychologischem Tiefgang.Keine klassische Lesung, sondern ein interaktiver Abend zum Zuhören, Mitdenken und Mitmachen.Der Blaue Elefant, Satiriker und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische MedizinModeration:Daniela Kanoun, Unternehmensberaterin und Coach

  • September 25 · 54 min

    Sophie Roberts: A TRAINING SCHOOL FOR ELEPHANTS

    Tessa Szyszkowitz in conversation with Sophie Roberts A TRAINING SCHOOL FOR ELEPHANTS Colonialism, its Enduring Legacies and what we got to do with it Inspired by Sophy Roberts' latest book A Training School for Elephants, this public discussion examines the history of European colonialism through the lens of nineteenth-century imperial expansion and its far-reaching consequences. Asian elephants were taken to Africa in the 19th century for a supposed training school, but in reality were used for exploitation. How much were colonial projects driven by ideas of conquest, scientific curiosity, economic exploitation, and cultural domination? They certainly shaped not only the lives of colonized peoples but also the natural world. Points raised in the discussion will be how colonialism transformed societies, displaced communities, extracted resources, and influenced the collection of knowledge, animals, and cultural objects and how the ways in which these historical processes continue to resonate today in global inequalities, museum collections, environmental challenges, and ongoing debates about historical responsibility, restitution, and remembrance. Sophy Roberts, a British award-winning author and journalist specializing in literary nonfiction, travel, history, conservation, and cultural storytelling. She is known for immersive reporting from remote and historically significant regions around the world. Sophy Roberts studied at Oxford and Columbia University in New York and has written for publications including “The Guardian”, “The Economist” and “Financial Times Weekend”. Her first book, “Sibiriens vergessene Klaviere”, was published by Zsolnay in 2020. Moderation: Tessa Szyszkowitz, author and journalist for the Austrian weekly Falter and others. Distinguished Fellow at Royal United Services Institute in London (RUSI)

  • September 18 · 1 hr 10 min

    Thomas Stölting: FRANCO MUSS VERGESSEN WERDEN

    Philipp Blom im Gespräch mit Aurora Mejía, Thomas Stölting, Irene Filip & Ute Sonnleitner FRANCO MUSS VERGESSEN WERDEN. 90 Jahre Spanischer Bürgerkrieg „Ein Lehrstück über die Zerstörung der Demokratie. (…) Angesichts des weltweiten Rechtsrucks ist die spanische Erfahrung bedrückend aktuell.“ Wolfgang Benz, em. Professor für Zeitgeschichte an der TU Berlin, Gründer des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung Am 17. Juli 1936 begann in einer spanischen Enklave in Nordafrika ein Aufstand, der Spanien in einen blutigen Bürgerkrieg stürzen und es für die folgenden Jahrzehnte in eine Militärdiktatur verwandeln sollte: Die jahrelange Mordorgie, bei der nationalistische Einheiten ganze republikanische Dörfer auslöschten, war ein Krieg, der von den Sowjets und den Nationalsozialisten als Experimentierfeld für neue Taktiken und Militärtechnologien verwendet wurde. Auf republikanischer Seite kam es hingegen zu einer beispiellosen Welle internationaler Solidarität und der Bildung von Internationalen Brigaden, an denen auch 1400 ÖsterreicherInnen beteiligt waren. Unter ihnen waren 34 Frauen, in der Mehrzahl zwischen 20 und 35 Jahre alt, die als Krankenschwestern, Ärztinnen oder Röntgenassistentinnen im Sanitätsdienst agierten. Die meisten waren schon vorher politisch aktiv und in der Zeit des Austrofaschismus verhaftet worden. Der Literaturwissenschafter Thomas Stölting beschäftigt sich in seinem aktuellen Buch „Franco muss vergessen werden“ mit faschistischer Gewalt, historischer Erinnerung und politischer Verantwortung. Indem er die Vor- und Nachgeschichte des Spanischen Bürgerkriegs ausbreitet, wird ein Muster erkennbar, das wir aus heutigen Auseinandersetzungen kennen. Dabei handelt es sich nicht um eine plumpe Wiederholung der Geschichte. Vielmehr tritt gerade in den Unterschieden der gleichbleibende Kern faschistischen Denkens und Handelns umso deutlicher hervor: das strategische Spalten einer Gesellschaft und die Verfolgung derer, die als „anders“ oder „fremd“ markiert und ausgegrenzt werden. Wie kann eine demokratische Gesellschaft mit diesem Erbe umgehen? Und warum gibt es heute – angesichts zahlreicher Kriege auf der Welt – keine großen, internationalen Solidaritätsbewegungen mehr? Begrüßung: I.E. Aurora Mejía, Botschafterin des Königreiches Spanien in Österreich PanelistInnen: Thomas Stölting, geb. 1959 in Bielefeld, ist Literaturwissenschaftler und Soziologe. 1997 wurde er als Bezirksabgeordneter in Hamburg-Mitte gewählt und war seit 2000 Parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion. Zwischen 2006 und 2013 war er zudem Hamburger Landesvorsitzender der überparteilichen Europa-Union Deutschland e.V. Zwischen 2013 und 2022 lebte und arbeitete er in Spanien und seitdem in Berlin. Er schreibt u.a. für Lettre International. Irene Filip, geb. 1952 in Mödling, ist Leiterin des Spanien-Archivs des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstands (DÖW). Sie ist die Tochter eines österreichischen Freiwilligen in den Internationalen Brigaden. Ab den 1990er Jahren arbeitete sie in der Vereinigung Österreichischer Freiwilliger in der Spanischen Republik 1936-1939. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit ist die Erforschung des Schicksals der österreichischen Frauen auf Seiten der Spanischen Republik. Ute Sonnleitner, geb. 1981, ist Historikerin und forscht zu den Schwerpunkten Widerstand und Subversion, Migrationsgeschichte und Frauen- und Geschlechterforschung. Seit 2016 leitet sie die Bildungsabteilung des V/ÖGB Steiermark. Moderation: Philipp Blom, studierte Philosophie, Geschichte und Judaistik in Wien und Oxford. Er lebt als Schriftsteller und Historiker in Wien und schreibt regelmäßig für europäische und amerikanische Zeitschriften und Zeitungen

  • September 15 · 1 hr 15 min

    Sara Hassan et al.: WER GEGEN WEN?

    mit Noura Maan, Sara Hassan, Josefa Niedermaier, Ali Dönmez, Tamara Ehs, Flavia Matei und Mara Verlič „Wer gegen wen?“: Ungleichheit ist kein Zufall, sondern politisch gemacht und gewollt. Menschen in Bereichen wie Arbeit, Bildung, Wohnen oder Pflege werden oft in einem dauerhaften Wettbewerbs-Diskurs gegeneinander ausgespielt. Doch wer profitiert von dieser Erzählung eines „Gegeneinanders“: Gemeinsam mit verschiedenen ExpertInnen analysiert Sara Hassan, wer von sozialer Ungleichheit profitiert, wie Machtstrukturen funktionieren und welche Möglichkeiten es gibt, mehr Solidarität und Gerechtigkeit zu schaffen. Um die Frage „Wer gegen wen?“ gemeinsam zu beantworten – oder ihr zumindest ein Stück näherzukommen –, bietet der Abend Raum für vertiefende Perspektiven und offenen Austausch .Die Herausgeber:innen Sara Hassan und Josefa Niedermaier kommen mit Stadtsoziologin Mara Verlič, Demokratieforscherin Tamara Ehs, Aktivistin der IG24 Flavia Matei und Logopäde Ali Dönmez ins Gespräch und werden ihre Gedanken über das Buch hinaus weiterführen und zur Diskussion stellen. Moderiert wird die Veranstaltung von Noura Maan. In einem anschließenden interaktiven Gespräch besteht die Möglichkeit, Fragen, Erfahrungen und eigene Perspektiven einzubringen und gemeinsam über Wege zu mehr Solidarität und Gerechtigkeit nachzudenken. Sara Hassan, Autorin, ehemalige Referntin im EU-Parlament, beschäftigt sich in Ihrer Arbeit damit, wie Macht institutionell gebraucht, aber auch missbraucht wird. Josefa Niedermaier, freie Lektorin, begleitet (Sach-)Buch- und Textprojekte rund um die Themen Gesellschaft, Inklusion und Nachhaltigkeit. Mehr unter stimmt-das-so.at. Ali Dönmez, Logopäde und Lehrer für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (DaF/DaZ) leitet Workshops zum Thema der Mehrsprachigkeit und rassismuskritischen Bildung. Tamara Ehs, Politikwissenschafterin und Demokratieberaterin, ist Associate Fellow der Academy of International Affairs in Bonn und berät u.a. das Competence Centre on Participatory and Deliberative Democracy der Europäischen Kommission und die European Association for Local Democracy in Brüssel. Flavia Matei, Lehrende und Forscherin an der Kunstuniversität Linz, arbeitet derzeit im #ConnectingMinds-Projekt zu sozial-ökologisch nachhaltiger Architektur. In ihrer Freizeit engagiert sie sich als Aktivistin für die Rechte migrantischer Care-Arbeiter:innen in Österreich. Mara Verlič, Referentin in der Abteilung Kommunalpolitik der Arbeiterkammer Wien mit besonderem Fokus auf städtische Migrations- und Wohnungspolitik. Moderation: Noura Maan Noura Maan arbeitet als Chefin vom Dienst und Außenpolitikredakteurin beim STANDARD. In ihrer journalistischen Arbeit beschäftigt sie sich unter anderem mit dem Nahen Osten, US-Politik sowie gleichstellungspolitischen Themen und kommentiert regelmäßig aktuelle internationale Entwicklungen. 2023 gab sie gemeinsam mit Beate Hausbichler den Sammelband „Geradegerückt – Vorverurteilt, skandalisiert, verleumdet: Wie die Biografien prominenter Frauen verzerrt werden“ im Verlag Kremayr & Scheriau heraus

  • September 10 · 59 min

    Armin Pfhal-Traughber: POLITISCHE »KLASSIKER« DER NEUEN RECHTEN. ANTIDEMOKRATISCHE DENKER AUS DER WEIMARER REPUBLIK

    Robert Misik im Gespräch mit Armin Pfhal-Traughber POLITISCHE »KLASSIKER« DER NEUEN RECHTEN. ANTIDEMOKRATISCHE DENKER AUS DER WEIMARER REPUBLIK Eine Veranstaltung im Rahmen unseres Schwerpunktes Im Fokus: FALSCHE PATRIOTEN - DIE OFFENE GESELLSCHAFT UND IHRE FEINDE Einflussreiche antidemokratische Denker gab es bereits in der Weimarer Republik. Dazu gehörten Edgar Julius Jung und Ernst Jünger, Arthur Moeller van den Bruck und Ernst Niekisch, Carl Schmitt und Oswald Spengler. Trotz mancher ideologischen Differenzen – agitiert gegen die liberale Demokratie haben sie alle. Aufklärung und Individualität, Menschenrechte und Pluralismus lehnte man mit großer Wortgewalt ab. Auch heute noch gibt es Anhänger dieser »Klassiker«, insbesondere bei den intellektuellen Rechtsextremisten der Neuen Rechten. Blickt man auf die Autoren, offenbaren sich antidemokratische Gesinnungen, frei nach dem Motto: »Sage mir, auf wen Du dich berufst und ich sage Dir, wo Du stehst.« Auch auf die AfD wirken die erwähnten »Klassiker« und finden dort ideologische und politische Zustimmung. Ihr autoritäres Gedankengut kann so auch hundert Jahre später noch seine antidemokratische Relevanz entfalten. Man sollte daher diese ideologischen Auffassungen kennen und sie einer kritischen Reflexion unterziehen. Armin Pfahl-Traughber, geb. 1963, Prof. Dr. phil., Politikwissenschaftler und Soziologe, ist hauptamtlich Lehrender an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl und Lehrbeauftragter an der Universität Bonn. Er gibt das »Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung« heraus. Zuletzt bei Dietz erschienen: »Intellektuelle Rechtsextremisten. Das Gefahrenpotential der Neuen Rechten« (2022). Moderation: Robert Misik, Autor und Journalist

  • September 4 · 1 hr 9 min

    H.E. Ayman Safadi: JORDAN'S ROLE IN THE MIDDLE EAST

    JORDAN'S ROLE IN THE MIDDLE EAST Peace Maker, Mediator and Pillar of Stability On the occasion of the official visit to Austria of H.E. Ayman Safadi, Deputy Prime Minister and Minister of Foreign Affairs and Expatriates of the Hashemite Kingdom of Jordan, the Foreign Minister will address current develop- ments in the Middle East, the prospects for peace, and the future of the region. Jordan has long played a central role in regional affairs and in efforts to foster stability and political dialogue. Amid the war in Gaza, rising tensions with Iran, and an increasingly volatile re- gional landscape, Jordan continues to pursue diplomatic initiatives and medi- ation efforts aimed at reducing ten- sions and facilitating dialogue among all parties. Given the fragility of recent ceasefires and temporary “peace deals,” a more robust and comprehensive strategy for regional stabilization - supported by key regional actors and reinforced by broader international engagement - has become increasingly necessary. Jordan has also been a consistent advocate of multilateralism and an active partner in international organizations. Yet the international law and rules-based order are under significant strain, with mul- tilateral institutions facing structural, financial, and political pressures that limit their ability to re- solve conflicts, uphold peace, and support sustainable development. In light of these challenges, H.E. Ayman Safadi, will give a key note followed by a discussion with Gudrun Harrer on some of the following questions: How can sustainable peace and stability in the Middle East be achieved under conditions of continuing geopolitical uncertainty? What forms of international cooperation will be required to support these efforts? Is there a realistic prospect for establishing a comprehensive security architecture or forum—similar to the OSCE—tailored to the Middle East? What kind of roadmap would be required for such an initiative? What are Jordan’s expectations from Europe, and from Austria in particular, given Austria’s upcoming membership in the UN Security Council in 2027–2028? Where can Jordan and Austria cooperate more effectively in reforming and strengthening multilateral organizations? H.E. Ayman Safadi, Deputy Prime Minister and Minister of Foreign Affairs and Expatriates of the Hashemite Kingdom of Jordan Gudrun Harrer, Lecturer in Modern History and Politics of the Near and Middle East at the Univer- sity of Vienna and the Diplomatic Academy of Vienna; former Senior Editor at Der Standard.

  • July 30 · 1 hr 5 min

    CHINA AND THE EUROPEAN UNION: CHALLENGES, DYNAMICS AND MULTILATERALISM IN A TRANSFORMING LANDSCAPE

    Raimund Löw in conversation with Liu Feitao, Xie Bo, Thomas Eder, Susanne Weigelin-Schwiedrzik, Yang Bowen, Daniel Fuchs, Oliver Radtke, Bu Shaohua CHINA AND THE EUROPEAN UNION: CHALLENGES, DYNAMICS AND MULTILATERALISM IN A TRANSFORMING LANDSCAPE In the interaction among regional powers, China’s participation has been steadily increasing, encompassing political, economic, and investment dimensions. Amidst shifting global dynamics, the European Union is increasingly pursuing strategic autonomy alongside its historic American partnership, while other major actors, including China and countries of the Global South, are also shaping evolving approaches to security and multilateral engagement. What consequences will this have for the relationship between Europe and China vis-à-vis global stakeholders such as Russia and the Ukraine, India and the Gulf or Africa? As China remains a significant participant in the UN system and a major contributor to peacekeeping, the Global South has found increasing common ground with China in UN bodies. In this context, can joint efforts among the EU, China, and partners from the Global South strengthen the multilateral agenda and help to bridge their diverse systemic perspectives? In light of 55 years of diplomatic relations between Austria and China, we bring together perspectives from Beijing, Vienna, and Brussels to discuss current and future challenges and synergies. The panel discussion will be followed by Break-Out-Round Tables with all the discussants and further Austrian academics and business representatives in order to provide for more detailed interaction and conversation. Panel: Liu Feitao, Vice President of China Institute of International Studies, Secretary General of China National Committee for Pacific Economic Cooperation, Senior Research Fellow Xie Bo, research fellow of China Institute of International Studies Thomas Eder, Research Fellow (Postdoctoral Researcher) at the Austrian Institute for International Affairs in Vienna and Lecturer at the Department of Political Science, University of Vienna Susanne Weigelin-Schwiedrzik, Sinologist, Professor emerita at the Department of East Asian Studies, University of Vienna and corresponding member of the Austrian Academy of Sciences Additional discussants at the Break -Out-Round Tables also include: Yang Bowen, Department for European Studies of China Institute of International Studies Daniel Fuchs, assistant professor at the Institute for Asian and African Studies at Humboldt-Universität zu Berlin Oliver Radtke, Sinologist, Strategic Advisor, Author; Research Fellow University of Vienna and Shanghai International Studies University Bu Shaohua, Deputy Director and Associate Research Fellow at the Department for European Studies in China Institute of International Studies Moderation: Raimund Löw, Journalist, Author, Historian

  • July 22 · 1 hr 8 min

    HOW TO CHALLENGE DONALD TRUMP. Democratic Strategies and the Global Dimension of U.S. Politics

    Raimund Löw im Gespräch mit Eric Frey, Rieke Havertz, Beto O’Rourke, Ishaan Tharoor HOW TO CHALLENGE DONALD TRUMP. Democratic Strategies and the Global Dimension of U.S. Politics In a moment of profound political polarization in the United States, questions about how to effectively challenge Donald Trump, and Trumpism more broadly, remain central to the strategic debates within the Democratic Party. This panel brings together leading voices from journalism and politics to examine the range of approaches currently under discussion, from electoral strategy and coalition-building to messaging and institutional reform. Beyond domestic political dynamics, the discussion also sheds light on the often underexamined role of foreign policy in shaping electoral narratives and voter perceptions. In an increasingly interconnected world, U.S. domestic politics cannot be disentangled from global developments, as international conflicts, economic interdependence, and shifting geopolitical alignments feed directly into national debates. At the same time, perceptions of the United States abroad and thus the expectations of allies and rivals may subtly influence how political strategies are formulated at home. This brings up questions of how international crises, alliances, and global leadership factor into the Democratic Party’s positioning and whether foreign policy can serve as a point of confronting Trump. Bringing together transatlantic perspectives, this panel offers a timely and nuanced analysis of the political, institutional, and global stakes surrounding the future of American democracy. Eric Frey, Senior Editor Der Standard Rieke Havertz, international correspondent Die Zeit Beto O’Rourke, American Democratic politician from Texas. He served as a U.S. Representative (2013–2019), online Ishaan Tharoor, global affairs journalist, media leader at the World Economic Forum, teaches an occasional seminar at Georgetown University on global politics, and appears as a commentator on global affairs regularly on radio and television Moderation: Raimund Löw, Journalist, author, and historian, head of Falter Radio.

  • July 14 · 53 min

    Gabriela Greilinger & Volker Weiß: IM GEISTIGEN BÜRGERKRIEG? Denken, Ideologien und Geistesgeschichte der radikalen Rechten

    IM GEISTIGEN BÜRGERKRIEG? Denken, Ideologien und Geistesgeschichte der radikalen Rechten Eine Veranstaltung im Rahmen unseres Schwerpunktes Im Fokus: FALSCHE PATRIOTEN - DIE OFFENE GESELLSCHAFT UND IHRE FEINDE Ein Abend über das Denken, die Narrative, die Sprache der Rechten – und wie diesen gekontert werden kann. Mit zwei der klügsten Denker:innen zum Thema. Der Historiker Volker Weiß ist einer der tiefsten Kenner des Denkens der radikalen Rechten, der Theorien, Ideologien und Narrative. Mit Büchern wie „Die autoritäre Revolte“, „Deutsches Demokratisches Reich“ und gerade eben „Katechon“ (über die religiös-apokalyptischen Motive von Peter Thiel bis Alexander Dugin) legt er einen Scheinwerferkegel auf das Ziel der extremen Rechten, den westlichen Liberalismus zu überwinden und eine alternative Geschichtsdeutung durchzusetzen. Im Gespräch mit Gabriela Greilinger und Robert Misik wird Weiß – der „Experte für neurechte Theoriebildung“ (taz) – die neuen Entwicklungen rechten Denkens nachzeichnen, die wichtigsten Strömungen und Akteure aufzeigen. Gabriela Greilinger wird im Lichte ihrer Forschungen und Untersuchungen die Ideologieproduktion und Praxis der neo-reaktionären und neo-konservativen Rechten von Ungarn bis in die USA analysieren. Greilinger hat nicht nur austro-ungarische Wurzeln, also zwei Heimaten, sie hat auch in Ungarn studiert und lehrt und forscht aktuell in den USA, Georgia. Sie ist eine Expertin für das Denken der Orban-Zirkel, machte mit hervorstechenden Analysen über die Strategien der ungarischen demokratischen Opposition und deren jüngsten Wahlsieg von sich reden und arbeitet über das Thema „vom Protest zur Macht“ – also über die demokratische Erosion in Europa durch den Vormarsch der Ultrarechten. Volker Weiß, Dr. phil., geboren 1972. Der Historiker war viele Jahre als Fachautor für DIE ZEIT und ZEIT Geschichte, Jungle World, Frankfurter Rundschau, FAZ, Taz, Spiegel-Online tätig und schreibt heute exklusiv für SZ, Er ist einer der besten Kenner der neurechten Szene. Sein Buch "Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes" gilt als Standardwerk zum Thema und wurde für den Preis der Leipziger Buchmesse 2017 nominiert. Gabriela Greilinger, Politikwissenschaftlerin, Doktorandin und dzt. Stipendiatin des renommierten Graduate School Doctoral Fellow Award an der University of Georgia; ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf der extremen Rechten, politischem Verhalten und der Aushöhlung der Demokratie in Europa; zahlreiche Veröffentlichung in internationalen Medien (The Guardian, Social Europe, Talking Points Memo) Moderation: Robert Misik, Autor und Journalist

  • July 6 · 59 min

    Natascha Strobl & Kira Ayyadi: SLANG, KOMMUNIKATION & SOCIAL MEDIA DER NEUEN RECHTEN

    Eine Veranstaltung im Rahmen unseres Schwerpunktes Im Fokus: FALSCHE PATRIOTEN - DIE OFFENE GESELLSCHAFT UND IHRE FEINDE „Der große Austausch“, „Remigration“, „Klimahysterie“ oder „Asylindustrie“ sind Begriffe, die von der Neuen Rechten in den öffentlichen Diskurs eingeführt wurden und durch permanente Wiederholung einen Normalisierungsprozess durchlaufen haben. Anfangs noch als Tabubruch gewertet, werden sie als Teil einer der Marketing-, Rhetorik- und Kommunikationsstrategie verwendet, die erst die Grenzen des Denk- und Sagbaren verschiebt und dann schleichend in die politische Entscheidungsfindung einfließt. Wie die radikale Rechte mit einer zunehmend radikalen und aggressiven Rhetorik punktet, wie sie Social Media flutet und dominiert, wie sie dadurch Aktionsräume der politischen Gegner begrenzt und letztlich Zivilgesellschaft und Demokratie bedroht, darüber sprechen im Rahmen des Schwerpunkts „Falsche Patrioten – die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ Natascha Strobl und Kira Ayyadi mit Moderatorin und Journalistin Cathrin Kahlweit. Die österreichische Publizistin und Buchautorin Natascha Stobl ist eine der renommiertesten Kennerinnen des modernen Rechtsextremismus und hat in zahlreichen Publikationen die Strategien rechter Akteure weltweit analysiert. Kira Ayyadi, Politikwissenschaftlerin und Philosophin, arbeitet für die Berliner Amadeu-Antonie-Stiftung forscht und schreibt über rechte Strukturen und die Bedrohung durch den modernen Rechtsextremismus.

  • June 29 · 1 hr 28 min

    IN GEDENKEN AN THOMAS NOWOTNY: DAS PROJEKT SOZIALDEMOKRATIE

    Veranstaltung mit Heinz Fischer, Muna Duzdar, Eric Frey, Isabel Frey, Wolfgang Petritsch, Mati Randow, Markus Wagner IN GEDENKEN AN THOMAS NOWOTNY: DAS PROJEKT SOZIALDEMOKRATIE Der österreichische Politikwissenschafter, Diplomat und Autor Thomas Nowotny konnte auf eine beeindruckende und vielseitige Lebensleistung zurückblicken: Als Sekretär im Büro von Bundeskanzler Bruno Kreisky stand er an der Seite einer prägenden Persönlichkeit der Zweiten Republik. Sein weiterer Weg führte ihn in den diplomatischen Dienst, wo er unter anderem als österreichischer Generalkonsul in New York wirkte und sich als ausgewiesener außenpolitischer Experte etablierte. Über viele Jahre hinweg vermittelte er sein Wissen und seine Erfahrung als Dozent an der Universität Wien an nachfolgende Generationen. Auch über seine berufliche Laufbahn hinaus blieb Thomas Nowotny ein zutiefst politischer Mensch. Im Ruhestand widmete er sich mit ungebrochener Energie der Parteiarbeit. Als aktives Mitglied der Sektion 8 brachte er sich mit großem Engagement ein: Er verfasste Anträge, entwickelte fundierte Konzepte und lieferte regelmäßig kluge und pointierte Diskussionsbeiträge. 2017 erschien im Studienverlag sein Buch „Projekt Sozialdemokratie. Gescheitert? Überholt? Zukunftsweisend?“ In diesem Plädoyer zeigte er Wege auf, wie die Sozialdemokratie in einer veränderten Welt unterschiedliche gesellschaftliche Gruppierungen um ein optimistisches und realistisches Zukunftsprojekt scharen und mit neuen Werkzeugen ihre großen Erfolge zwischen 1950 und 1980 fortsetzen könnte. Im März 2026 ist Thomas Nowotny im 88. Lebensjahr verstorben. Politische und berufliche Wegbegleiter erinnern sich an den herausragenden Intellektuellen und engagierten Sozialdemokraten und sprechen über die Zukunft der Sozialdemokratie. Über Thomas Nowotny: Heinz Fischer, Bundespräsident der Republik Österreich a.D. Erinnerungen und Perspektiven: Muna Duzdar, Rechtsanwältin, SPÖ-Abgeordnete zum Nationalrat und Bereichssprecherin für Verfassung Wolfgang Petritsch, Diplomat, ehem. Sekretär von Bruno Kreisky Mati Randow, Vorsitzender der Sektion 8 (SPÖ Alsergrund) Markus Wagner, Institut für Staatswissenschaften der Univ. Wien Moderation: Eric Frey, Der Standard Musikalische Umrahmung: Isabel Frey, Sängerin und Musikwissenschafterin, Enkelin von Thomas Nowotny

  • June 20 · 45 min

    Ishaan Tharoor: TRUMPS IRAN WAR AND THE US MEDIA

    PRESS CONFERENCE at Presseclub Concordia TRUMPS IRAN WAR AND THE US MEDIA How are American media responding to an increasingly unpopular war with Iran? To whatextent has the Trump administrationsucceeded in shaping the public narrative andgetting its message across? And where doindependent journalism, political polarization,and public opinion intersect in times of war? Join us for a conversation with Ishaan Tharoor,global affairs journalist The New Yorker, medialeader at the World Economic Forum,occasional lecturer at Georgetown University,and a widely respected commentator oninternational affairs. Topics discussed will be the media coverage of the Iran conflict, theadministration’s communication strategy, and the broader implications for democracy,foreign policy, and America’s role in the world. The discussion will also explore how the waris affecting President Trump’s political standing and the international perception of the United States. The discussion will be moderated by Raimund Löw, journalist, author, and historian, head of Falter Radio.

  • June 16 · 1 hr 2 min

    Marcel Lewandowsky: DIE GLOBALE RECHTE

    Eine Veranstaltung im Rahmen unseres Schwerpunktes Im Fokus: FALSCHE PATRIOTEN - DIE OFFENE GESELLSCHAFT UND IHRE FEINDE DIE GLOBALE RECHTE „Eine gleichermaßen fundierte wie nüchterne Analyse – präzise, zugänglich und ohne jeden Alarmismus. Der Autor strukturiert komplexe Zusammenhänge übersichtlich und bietet damit eine wertvolle Grundlage, um rechte Bewegungen – national wie international – einzuordnen.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung, Laura Gabler Alles, was rechts ist: „Was Populisten wollen“ hat Marcel Lewandowsky in seinem schon „klassischen“ Buch aus dem Jahr 2024 genau kartographiert. Die Sprache und die propagandistischen Kniffe der Ultrarechten, die sich heute nicht mehr als Fürsprecher des Autoritären geben, sondern als Stimme des Volkes und Prediger einer unbestimmten Art „echter Demokratie“. Nun analysiert der Forscher die „globale Rechte“, was sie eint, was sie trennt, wie sich die heterogenen Verkörperungen von Ressentiment und Groll unterscheiden. Parteien und Bewegungen der radikalen und extremen Rechten sind auf Erfolgskurs. Sie gewinnen Wahlen bilden Regierungen und beeinflussen öffentliche Debatten. Rechtspopulistische Parteien, die vordergründig die Demokratie bejahen, ebnen Themen und Akteuren der äußersten Rechten den Weg in Institutionen und Diskurse. Dort, wo sie an der Macht sind, werden die Demokratie und der Rechtsstaat in Mitleidenschaft gezogen. Der Politikwissenschaftler Marcel Lewandowsky zeichnet die Geschichte der Rechten nach dem Zweiten Weltkrieg nach, erläutert die Ursachen für ihre neuerlichen Erfolge und erörtert ihre Auswirkungen auf die Demokratie. Marcel Lewandowsky, geboren 1982, ist Politikwissenschaftler und Autor. Er arbeitete u.a. an der Universität der Bundeswehr Hamburg, der Universität Greifswald und der University of Florida und forscht zu den Themen Populismus, Demokratie und Parteien. Moderation: Robert Misik, Autor und Journalist

  • June 12 · 56 min

    Thea Riofrancos & Simela Papatheophilou: EXTRACTION. THE FRONTIERS OF GREEN CAPITALISM

    EXTRACTION. The Frontiers of Green Capitalism Will green technologies and renewable energy save us from climate change? While public policies focus increasingly on a “clean” energy transition, the discussion shies away from the vexing dilemmas of raw materials supply chains. Minerals such as coltan, lithium and others are necessary to produce the technology needed for an energy transition, from batteries to windmills. However, their extraction often has serious environmental and social consequences. In her book “Extraction: the Frontiers of Green Capitalism”, Thea Riofrancos explores the production of lithium, a critical resource for renewable energy storage, electric transportation and many other uses. Its mining is responsible for water depletion, chemical pollution, habitat and biodiversity loss. In production countries, environmental and Indigenous movements contest the rapid expansion of extraction, defending ecosystems, livelihoods and waterways already under pressure from global warming. Thea Riofrancos’ book tells the story of how a critical mineral became the focus of a worldwide battle over the future of green energy and, by extension, capitalism. This battle has become part of geopolitics as growing energy requirements linked to transport, digitalisation, and recently AI and military technologies have unleashed an ever-increasing rush for the extraction of minerals. Opening Remarks: Irene Horejs, Former EU Ambassador, Curator, Bruno Kreisky Forum for International Dialogue Keynote: Thea Riofrancos is an associate professor of political science at Providence College, Rhode Island, co-director of the Climate Community Institute and a fellow at the Transnational Institute. She is the author of several books and writes for, among others, Jacobin and the Guardian. Moderator: Moderator: Simela Papatheophilou is a law and development researcher. She works at the Austrian Foundation for Development Research (ÖFSE), where much of her work is on raw materials policy and trade policy.

  • June 8 · 58 min

    Wolfgang Kaleck & Muna Duzdar: DIE STÄRKE DES RECHTS VERSUS DAS RECHT DES STÄRKEREN

    Robert Misik im Gespräch mit Wolfgang Kaleck, Muna Duzdar DIE STÄRKE DES RECHTS VERSUS DAS RECHT DES STÄRKEREN Plädoyer für Völkerrecht und Menschenrechte "Kalecks neues Sachbuch zeigt, dass Internationales Recht Macht hat. "taz Der Angriff Russlands auf die Ukraine, die Eskalation des Nahostkonflikts nach dem 7. Oktober, der Angriff Israels auf den Iran – das sind nur einige, wenn auch entscheidende Entwicklungen der letzten Jahre, die zeigen, wie die »alte« internationale Ordnung erodiert und das Völkerrecht und die Menschenrechte zunehmend missachtet werden. In dieser viel beschworenen Zeitenwende stellt sich die fundamentale Frage, ob das internationale Recht stark genug ist diesem Sturm zu widerstehen, oder in Zukunft einfach das Recht des Stärkeren gilt.Wolfgang Kaleck, einer der international renommiertesten Menschenrechtsanwälte, argumentiert in dieser Streitschrift, dass Völkerrecht und Menschenrechte nicht zur Disposition stehen dürfen, gerade weil sie im Kern, trotz aller Ambivalenzen, Erschütterungen und Rückschläge, einen immensen Fortschritt auf dem Weg zu einer gerechteren Welt darstellen. Er erinnert nicht nur daran, dass der Traum »vom ewigen Frieden« aus dem Trauma des Krieges geboren wurde, sondern zeigt, wie notwendig es gerade jetzt ist, an diesem »utopischen Projekt« festzuhalten, welche Reformen des internationalen Rechts und seiner Institutionen es stärken könnten und wie und mit wem wir gemeinsam dafür streiten können. Wolfgang Kaleck gründete 2007 die Menschenrechtsorganisation European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) in Berlin und ist seitdem deren Generalsekretär. Er ist Autor mehrerer Bücher u. a. von »Die konkrete Utopie der Menschenrechte« (2021) und »Law versus Power« (2018). Er wurde u.a. mit dem Hermann Kesten-Preis des PEN-Zentrums Deutschland und dem Max Friedländer-Preis des Bayrischen Anwaltsverband ausgezeichnet und arbeitet in zahlreichen Projekten mit der Akademie der Künste in Berlin, dem Haus der Kulturen der Welt, der Magnum Foundation, der Galerie Autograph und anderen Kulturinstitutionen zusammen. Muna Duzdar, Rechtsanwältin, SPÖ-Abgeordnete zum Nationalrat und Bereichssprecherin für Verfassung Moderation: Robert Misik, Autor und Journalist

  • June 5 · 58 min

    Antonie Rietzschel & Rafid Kabir: DIE GEN Z AUF RECHTSKURS - SOZIALE MEDIEN, VERFÜHRUNG UND JUGENDKULTUR

    Eine Veranstaltung im Rahmen unseres SchwerpunktesIm Fokus: FALSCHE PATRIOTEN - DIE OFFENE GESELLSCHAFT UND IHRE FEINDE Robert Misik im Gespräch mit Rafid Kabir, Antonie Rietzschel DIE GEN Z AUF RECHTSKURS: SOZIALE MEDIEN, VERFÜHRUNG UND JUGENDKULTUR Noch 2019 hatten junge Wähler in Österreich bei der Nationalratswahl zu den Grünen und der ÖVP tendiert, aber schon wenige Jahre später war die FPÖ bei der Jugend klar die Nummer eins. Gleiches gilt für Deutschland: Lange favorisierten junge Menschen vor allem Grüne und Liberale, aber schon bei der Europawahl stimmte die Gen Z massiv für Rechtsaußen; bei der Bundestagswahl 2025 war die in Teilen rechtsextreme AfD im Osten bei Jungwählern bereits stärkste Kraft. Rechtspopulisten und Rechtsextremisten haben es also geschafft, sich als Protestpartei und als Problemlöser anzubieten - und anzubiedern. Rechte Alltags- und Subkultur ist für Jugendliche wieder attraktiv, in den sozialen Medien punkten die Radikalen mit ihren gekonnt auf Jugendliche zugeschnittenen Angeboten. Nationalistische, anti-woke Politik trendet also bei der Gen Z. Warum – und wie damit umgehen? Darüber spricht Robert Misik mit Rafid Kabir, Content Creator und „Demokratie-Influencer“, und Antonie Rietzschel, Investigativ-Journalistin und Rechtsextremismus-Expertin in Ostdeutschland. Moderation: Robert Misik, Autor und Journalist

  • June 1 · 1 hr 5 min

    Hendrik Wagenaar, Barbara Prainsack & Donna Andrews: STATES OF SOLIDARITY

    STATES OF SOLIDARITY HOW TO BUILD A SOCIETY Solidarity is essential for addressing the defining challenges of our time. While many societies engage in debates about justice and fair institutions, they have often failed to create the conditions for social and planetary flourishing. A key reason is the neglect of solidarity: the horizontal ties that bind people together beyond kinship, love, or friendship. Without this ‘social glue’, societies struggle with declining trust, eroded democratic legitimacy, and increasing social and political fragmentation. The book explores the concept of solidarity and its entanglement with justice, trust, and care. It then examines three major societal challenges—climate change, the loss of democratic control in economic governance, and the rise of artificial intelligence and digital infrastructures—through the lens of solidarity. Rather than offering merely new policy tools, this perspective reshapes the questions we ask and opens up new possibilities for action. Concluding with a vision for the ‘good state’ in the twenty-first century, the book makes a compelling case that solidarity is not a nostalgic ideal but a vital, generative force for democratic resilience and social cohesion in an age of uncertainty. Barbara Prainsack is a professor of comparative policy analysis at the University of Vienna, where she heads the Contemporary Solidarity Studies research group and serves as co-director of the Vienna Centre for Advanced Studies (ViCAS); she is a Fellow of the British Royal Society of Arts, an elected foreign member of the Royal Danish Academy of Sciences and Letters, an elected member of the Academia Europaea (AE), an elected member of the German Academy of Science and Engineering (acatec), and a full member of the Austrian Academy of Sciences Donna Andrews is Senior Researcher for the Global Health Solidarity Index Project at the EthicsLab, Department of Medicine, University of Cape Town (UCT). She is a political economist and holds an MA in Development Studies from the International Institute of Social Studies (ISS), Erasmus University Rotterdam, and a PhD in Political Theory from UCT Moderation: Hendrik Wagenaar is Senior Academic Advisor, International School for Government, King’s College London, Adjunct Professor, Center for Deliberative Democracy and Global Governance, The University of Canberra, Fellow, Center for the Study of Contemporary Solidarity, University of Vienna.

  • May 24 · 59 min

    Monika Mokre & Matthias Meisner: MUT ZUM UNMUT. Anleitung zur politischen Widerspenstigkeit

    Eine Veranstaltung im Rahmen unseres Schwerpunktes Im Fokus: FALSCHE PATRIOTEN - DIE OFFENE GESELLSCHAFT UND IHRE FEINDE Es gibt eine gute Kraft der Renitenz! Und wir brauchen sie gerade jetzt, wo negative Nachrichten und Resignation alles zu dominieren scheinen. Dieses Buch hat einen erfrischenden Ansatz: Es plädiert dafür, aktiv zu werden, die Gleichgültigkeit abzulegen, »Nein!« zu sagen, anzuecken – im Job, auf der Straße und in der Politik. Die Autoren finden dafür viele prominente Beispiele von Menschen, die unbequem sind, aufbegehren und ihre Finger absichtlich in Wunden legen wie Petra Kelly, Kevin Kühnert, Werner Schulz, Marco Wanderwitz, Kristina Hänel, Anne Wizorek, Marie von Kuck, Heidi Reichinnek u. v. a. »Quertreiber« haben bei uns keinen guten Ruf. Überall wird Anpassung verlangt. Die Autoren drehen den Spieß um. Sie zeigen anhand konkreter Fälle, warum es gefährlich ist, wenn niemand mehr den Mut hat, »Nein!« zu sagen, und wie konstruktiver Ungehorsam geht. Sie rufen dazu auf, die Renitenz nicht den Rechten zu überlassen. Widerstand ja, aber fröhlich, nicht verbittert, fair, nicht fies! Eine Mischung aus Ratgeber, politischem Sachbuch und Streitschrift – mit Inspirationen für alle, die unzufrieden sind mit den aktuellen Zuständen und die glauben, dass wir es besser können. Matthias Meisner, geb. 1961, ist freier Journalist und Buchautor. Er schreibt unter anderem für die taz, die Blätter für deutsche und internationale Politik, den Volksverpetzer und das Katapult-Magazin. Seine Themen: Menschenrechte, Demokratie, Rechtsextremismus, Feminismus. Er lebt in Berlin und Tirana. Monika Mokre ist Politikwissenschaftlerin und arbeitet seit 1991 an der Akademie der Wissenschaften in Wien. Ihre Expertisen umfassen ua. Demokratietheorie, Arbeiten zu Repräsentation, Migration und widerständischen Bewegungen. Moderation: Robert Misik, Autor und Journalist

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