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Artwork for Klinisch Relevant Podcast

Klinisch Relevant Podcast

Dr. med. Kai Gruhn, Dr. med. Dietrich Sturm, Prof. Markus Wübbeler

Klinisch Relevant ist Dein Wissenspartner für das Gesundheitswesen. In unserem Podcast liefern wir Dir 3x/Woche, nämlich dienstags, donnerstags und samstags, Fachwissen in Deinen klinischen Alltag. Damit wollen wir die interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit in der Medizin und damit die Qualität der Patient*innenversorgung verbessern.

Du arbeitest in einem medizinischen Fachberuf oder interessierst Dich für medizinische Themen? Dann bist Du hier genau richtig.

Mehr Informationen unter https://klinisch-relevant.de

Klinisch Relevant
Intelligence for healthcare professionals

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  • 50 episodes
  • a few times a week
  • Avg 28 min
  • German
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  • #904
    Thursday · 44 min

    Füße, Barfußlaufen und Alltag: Perspektiven aus Ergo- und Physiotherapie - mit Ben Grümer

    Was haben unsere Füße mit Wahrnehmung, Bewegung und Teilhabe zu tun? Ben von der Barfußschule spricht mit Jessica und Marlen über Barfußgehen, Barfußschuhe und den Blick auf die Füße im therapeutischen Alltag. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen aus Sportwissenschaft, Ergotherapie und Physiotherapie – von der Beweglichkeit des großen Zehs bis zum bewussten Bodenkontakt. Themen der Folge Fußwahrnehmung und sensorischer Input im Alltag Schrittlänge, Fußaufsatz und der Wechsel zu Barfußschuhen Pronation, Fußgewölbe und der individuelle Umgang mit Einlagen Der große Zeh bei Richtungswechseln, Treppensteigen und Balance Berührung, Zehenbewegungen und „Toega“ als Impulse zur Beschäftigung mit den Füßen Gemeinsames Barfußgehen und Körperwahrnehmung: persönliche Beobachtungen zu Entspannung und emotionalem Erleben Fußgesundheit im betrieblichen Gesundheitsmanagement und Anforderungen an Schuhwerk Take-Home-Messages Der Schuh allein verändert noch kein Bewegungsmuster. Ben betont die Bedeutung von Wahrnehmung, Bewegung und Beratung beim Wechsel zu Barfußschuhen. Beweglichkeit und Belastungsaufnahme gehören zusammen. Die Gesprächspartner richten den Blick auf Pronation, Fußgewölbe und das Zusammenspiel der Zehen, statt allein auf die äußere Fußform. Alltag und Teilhabe liefern konkrete Anknüpfungspunkte. Richtungswechsel, Treppen und öffentliche Verkehrsmittel zeigen, weshalb Fußwahrnehmung in Ergo- und Physiotherapie Thema sein kann. Erfahrungen sind keine Wirksamkeitsnachweise. Zu Entspannung und emotionalem Erleben beim Barfußgehen berichtet Ben eigene Beobachtungen; konkrete Studien werden dazu in der Folge nicht genannt. Barfußgehen ist individuell zu betrachten. Im Gespräch werden gesundheitliche Einschränkungen, ausdrücklich auch Diabetes, sowie die Bedeutung eines sicheren Umfelds angesprochen. Eine pauschale Empfehlung für alle lässt sich daraus nicht ableiten. Gast und Gesprächspartnerinnen Ben, Sportwissenschaftler und Mitgründer der Barfußschule, im interdisziplinären Gespräch mit Jessica aus ergotherapeutischer und Marlen aus physiotherapeutischer Perspektive. Für wen hörenswert? Für Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten sowie weitere Healthcare Professionals, die sich mit Fußfunktion, Körperwahrnehmung und alltagsbezogener Mobilität beschäftigen. 👉Kennst Du schon die Fortbildungsakademie von Klinisch Relevant? Schau Dich hier gerne um und entdecke unsere aktuellen Live-Online- und On-Demand-Fortbildungen: https://klinischrelevant.de/fortbildungen/ Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

  • #902
    October 6 · 30 min

    Thyreotoxische Krise: wichtige Differentialdiagnose der Sepsis - mit Prof. Johannes Dietrich

    Tachykardie, Fieber und Bewusstseinsstörungen: Hinter einem vermeintlich septischen Krankheitsbild kann auch eine thyreotoxische Krise stecken. Professor Johannes Dietrich erläutert, worauf es bei der klinischen Erkennung ankommt, warum Schilddrüsenwerte allein die Krise nicht definieren und welche Rolle die Ursache der Thyreotoxikose für die Behandlung spielt. Themen dieser Folge Klinisches Bild und diagnostische Einordnung mit dem Burch-Wartofsky-Score und den Akamizu-Kriterien. Hyperthyreose und Thyreotoxikose: Unterschiede zwischen gesteigerter Hormonsynthese und Freisetzung bereits gespeicherter Hormone. Labordiagnostik mit TSH, fT4 und fT3. Auslöser und Begleiterkrankungen: Infektionen, Jodexposition, Diabetes und Nebennierenrindeninsuffizienz. Differentialdiagnosen Sepsis und Alkoholentzugsdelir. Multimodale Therapie, engmaschige Überwachung und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Therapieeskalation mit Plasmapherese oder Notthyreoidektomie in ausgewählten Situationen. Take-Home-Messages aus dem Gespräch Die thyreotoxische Krise ist eine klinische Diagnose bei vorliegender Thyreotoxikose. Die Höhe der Schilddrüsenhormone allein entscheidet nicht über das Vorliegen einer Krise. Sepsis und thyreotoxische Krise können ähnlich aussehen und gleichzeitig auftreten; eine schwere Infektion kann die Krise auslösen. Die Unterscheidung zwischen gesteigerter Hormonsynthese und Freisetzungsthyreotoxikose ist für die ursachenbezogene Therapie entscheidend. Eine begleitende Nebennierenrindeninsuffizienz beziehungsweise Addison-Krise muss mitbedacht werden. Engmaschige Überwachung und die Zusammenarbeit von Endokrinologie und Intensivmedizin sind zentrale Punkte; bei operativer Eskalation kommt die Chirurgie hinzu. Gast Professor Johannes Dietrich, im Gespräch vorgestellt als leitender Arzt der Sektion Diabetologie, Endokrinologie und Stoffwechsel am St. Josefs-Hospital in Bochum. Für wen hörenswert? Für Ärztinnen und Ärzte sowie medizinisches Fachpersonal in Notaufnahme, Innerer Medizin, Endokrinologie und Intensivmedizin. 👉Kennst Du schon die Fortbildungsakademie von Klinisch Relevant? Schau Dich hier gerne um und entdecke unsere aktuellen Live-Online- und On-Demand-Fortbildungen: https://klinischrelevant.de/fortbildungen/ Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

  • #703
    September 24 · 6 min

    Allergische Rhinitis - mit Dr. Alice Martin

    Allergische Rhinitis – Mechanismen, Diagnostik und Therapie Eine laufende Nase, juckende Augen, Niesanfälle und eine erschwerte Nasenatmung: Die allergische Rhinitis gehört zu den häufigen Erkrankungen des atopischen Formenkreises. Diese kurze Kooperationsfolge mit Medilogin vermittelt kompakt die immunologischen Grundlagen, diagnostische Möglichkeiten und zentrale Therapieansätze. Themen dieser Folge Allergische Rhinitis und Rhinokonjunktivitis IgE- und mastzellvermittelte Sofortreaktion Rolle von Histamin bei Schleimhautschwellung und Beschwerden Klinische Einordnung sowie Pricktest und IgE-Diagnostik Symptomatische Behandlung mit Antihistaminika und nasalen Glukokortikosteroiden Allergenkarenz Spezifische Immuntherapie als SCIT oder SLIT Mögliche unerwünschte Reaktionen der Immuntherapie Take-Home-Messages Typische Beschwerden sind nasaler Juckreiz, Niesanfälle, eine behinderte Nasenatmung und – bei Beteiligung der Augen – Symptome einer Rhinokonjunktivitis. Die Folge erläutert die allergische Rhinitis als IgE- und mastzellvermittelte Sofortreaktion mit Histaminfreisetzung. Zur diagnostischen Einordnung werden neben dem klinischen Bild insbesondere Hauttestung und allergenspezifische IgE-Diagnostik genannt. Neben symptomatischen Maßnahmen und Allergenkarenz wird die spezifische Immuntherapie als subkutane oder sublinguale Behandlung vorgestellt. Eine spezifische Immuntherapie gehört aufgrund möglicher unerwünschter Reaktionen in fachkundige ärztliche Begleitung. Beitrag Eine Kooperationsfolge von Klinisch Relevant mit Medilogin. Für wen ist die Folge hörenswert? Für Ärztinnen und Ärzte sowie weitere Healthcare Professionals aus Allgemeinmedizin, Innerer Medizin, Pädiatrie, HNO-Heilkunde, Pneumologie, Dermatologie und Pflege. Weitere Informationen und Angebote: www.klinisch-relevant.de www.medi-login.com Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

  • #896
    September 22 · 47 min

    Selbsthilfe konkret: Zu Gast bei der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke -mit Cordula Winterholler und Mirko Bastian

    Selbsthilfe konkret: Zu Gast bei der DGM mit Geschäftsführer Mirko Bastian In dieser Folge von Klinisch Relevant spreche ich mit Mirko Bastian, der seit einem Jahr Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e.V. (DGM) ist. Die DGM mit Sitz in Freiburg im Breisgau ist die größte Selbsthilfeorganisation für Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen in Deutschland und zählt mittlerweile über 10.000 Mitglieder. Ihre Arbeit ruht auf vier Säulen: Forschungsförderung, Information, Beratung und (gesundheits-)politische Vertretung. Organisiert ist die DGM dabei über mehr als 15 regionale, ehrenamtlich geführte Landesverbände sowie zahlreiche krankheitsspezifische Diagnosegruppen und über 300 ehrenamtliche Kontaktpersonen, die in Gesprächskreisen und persönlicher Beratung direkte Selbsthilfe leisten. Im Gespräch geht es zunächst darum, was die DGM konkret bietet: Neben Information und Beratung zu verschiedenen, oft sehr seltenen neuromuskulären Erkrankungen hält der Verband eine breite Palette an Merkblättern, Ratgebern und einer über 20 Titel umfassenden Schriftenreihe bereit. Ergänzt wird das Angebot durch die Vierteljahres-Zeitschrift Muskelreport, das Mitgliedermagazin der DGM, in dem neben Verbandsnachrichten vor allem Neuigkeiten aus Medizin und Forschung, zu Hilfsmitteln, Sozialrecht und sozialpolitischem Geschehen veröffentlicht werden, eine wichtige Informationsquelle für Betroffene, Angehörige, aber auch für Ärzt:innen, Therapeut:innen und Pflegekräfte. Ein weiterer Schwerpunkt ist der gesellschaftspolitische Wandel: Wie geht die DGM mit dem Thema Inklusion um, welche Fortschritte gibt es, wo hakt es noch? Mirko Bastian berichtet außerdem, was Betroffene und ihr Umfeld, von Angehörigen über behandelnde Ärzt:innen bis zu Therapeut:innen und Pflegekräften, konkret von der DGM erwarten können, wenn sie sich an die Organisation wenden. Auch das Thema künstliche Intelligenz und Digitalisierung kommt zur Sprache: Welche Veränderungen zeichnen sich ab, die in der Versorgung und Selbsthilfe aktiv angegangen werden müssen? Ein aktuelles Beispiel für die politische Arbeit der DGM ist die neu gegründete Arbeitsgruppe „Politische Arbeit“, die gesundheitspolitische Themen systematisch aufgreifen und dazu Stellung beziehen soll. Mirko Bastianerzählt auch von berührenden Momenten aus seinem ersten Jahr als Geschäftsführer, persönliche Einblicke, die zeigen, was die Arbeit für Selbsthilfe so besonders macht. Learnings aus der Folge: Heutige Selbsthilfe hat mit dem klassischen „Stuhlkreis-Bild“ nur noch wenig zu tun. Sie lebt von vielen unterschiedlichen Akteur:innen und von einem Arbeiten auf Augenhöhe zwischen Betroffenen, Angehörigen, Ehrenamt, Geschäftsstelle, Fachpersonal. Gemeinsam ist man stärker, gerade in Zeiten des Sparens: Die Stimmen der Selbsthilfe müssen gehört werden. Infos unter www.dgm.org Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

  • #890
    September 19 · 39 min

    Neurourologie: klinisch relevanter als Du denkst! - mit Dr. med. Andrea Maier und PD Dr. med. Sandra Schönburg

    👉Kennst Du schon die Fortbildungen von Klinisch Relevant? Schau Dich hier gerne mal um! Neuro-Urologie – klinisch relevanter, als du denkst Blasenfunktionsstörungen begegnen Healthcare Professionals bei zahlreichen neurologischen Erkrankungen – werden im klinischen Alltag aber nicht immer aktiv erfragt. In dieser Folge sprechen Sandra Schönburg und Andrea Maier über die komplexe nervale Steuerung der Miktion, typische Speicher- und Entleerungssymptome sowie einen stufenweisen diagnostischen und therapeutischen Ansatz. Themen dieser Folge Physiologie und neurologische Steuerung der Blasenfunktion Speicherstörungen, Entleerungsstörungen und Mischformen Imperativer Harndrang, Nykturie, Restharngefühl und rezidivierende Harnwegsinfekte Blasen-, Darm- und Sexualfunktionsstörungen als häufig tabuisierte Beschwerden Gezielte Anamnese bei neurologischen Grunderkrankungen Basisdiagnostik mit klinischer Untersuchung, Ultraschall, Restharnbestimmung, Uroflowmetrie und Miktionsprotokoll Stellenwert der Urodynamik bei ausgewählten Fragestellungen Neuro-urologische Beschwerden bei Parkinson-Syndromen und beim Ehlers-Danlos-Syndrom Konservative Maßnahmen, digitale Gesundheitsanwendungen und medikamentöse Therapieoptionen Take-Home-Messages Bei neurologischen Erkrankungen lohnt es sich, Blasenentleerung, Kontinenz, Harndrang und Nykturie aktiv anzusprechen. Auch Darm- und Sexualfunktionsstörungen sollten in die Anamnese einbezogen werden. Die Beschwerden lassen sich zunächst als Speicherstörung, Entleerungsstörung oder Mischform einordnen. Bereits Anamnese, klinische Untersuchung, Blasentagebuch und eine orientierende Restharnbestimmung können die weitere Diagnostik strukturieren. Die Diagnostik und Therapie erfolgen stufenweise. Nicht alle Betroffenen benötigen eine Urodynamik; bei relevanten neurologischen Erkrankungen oder einer konkreten therapeutischen Konsequenz kann sie entscheidende Zusatzinformationen liefern. Konservative Maßnahmen wie Anpassungen des Trinkverhaltens, Toilettentraining, Physiotherapie und Beckenbodentraining werden im Gespräch als wichtige erste Bausteine beschrieben. Bei der medikamentösen Therapie sind Begleiterkrankungen, Alter und mögliche Nebenwirkungen zu berücksichtigen. Gäste Privatdozentin Dr. Sandra Schönburg, Urologin, leitende Neuro-Urologin und Oberärztin in der Abteilung für Neuro-Urologie am BG Klinikum Bergmannstrost in Halle Andrea Maier, Oberärztin an der Klinik für Neurologie der Uniklinik Aachen; Leiterin des Zentrums für Menschen mit Behinderungen und der Autonomes-Nervensystem-Ambulanz Für wen ist die Folge hörenswert? Für Ärztinnen und Ärzte sowie weitere Healthcare Professionals aus Neurologie, Urologie, Allgemeinmedizin, Geriatrie, Rehabilitation, Pflege und Therapieberufen, die Menschen mit neurologischen Erkrankungen betreuen. https://www.kontinenz-gesellschaft.de/fuer-patienten/infomaterial/miktions-stuhltagebuch/ Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

  • #894
    September 12 · 47 min

    Juristische Risiken in der Niederlassung - mit Jan Gregor Steenberg

    Juristische Risiken in der ärztlichen Niederlassung Praxisübernahme, Abrechnung, Dokumentation oder freie Mitarbeit: Im niedergelassenen Bereich können vermeintliche Details erhebliche juristische und finanzielle Folgen haben. Kai Gruhn spricht mit dem Fachanwalt für Medizinrecht Jan-Gregor Steenberg über aktuelle Gerichtsfälle und typische Fallstricke im Praxisalltag. Anhand konkreter Beispiele zeigt die Folge, weshalb Praxisübernahmeverträge eine klare zeitliche Begrenzung benötigen, wann unbesetzte Stellen in einem MVZ verloren gehen können und wie fehlerhafte Abrechnungen zu hohen Rückforderungen oder sogar strafrechtlichen Ermittlungen führen. Weitere Themen sind die gemeinsame Haftung in Berufsausübungsgemeinschaften, die Abgrenzung zwischen Selbstständigkeit und Scheinselbstständigkeit sowie rechtliche Grenzen bei Videosprechstunden und digitalen Dienstleistern. Themen dieser Folge Risiken bei Praxisübernahme und Nachbesetzungsverfahren Deadline-Klauseln in Praxisübernahmeverträgen Unbesetzte Arztstellen und Zulassungsverlust im MVZ Plausibilitätsprüfungen und auffällige Tagesprofile Gesprächsziffern und obligate Leistungsinhalte Dokumentationsmängel bei spezialisierten Behandlungen Haftung innerhalb einer Berufsausübungsgemeinschaft Ärztliche Selbstständigkeit und Scheinselbstständigkeit Statusfeststellungsverfahren bei der Deutschen Rentenversicherung Bestechlichkeit und Kooperationen im Gesundheitswesen Kosten der Telematikinfrastruktur Rechtliche Grenzen bei Videosprechstunden und extern geführten Patientenakten Take-home-Messages Bei Praxisübernahmen sollte vertraglich geregelt sein, wie lange die Parteien an den Vertrag gebunden bleiben, wenn sich das Nachbesetzungsverfahren verzögert. Nicht aktiv nachbesetzte Stellen in einem MVZ können nach Ablauf bestimmter Fristen verloren gehen. Abgerechnete Leistungen müssen vollständig erbracht und entsprechend den Vorgaben dokumentiert werden. Unplausible Zeitprofile können Rückforderungen, Strafverfahren und berufsrechtliche Konsequenzen auslösen. In einer Berufsausübungsgemeinschaft können Abrechnungsfehler eines Mitglieds auch die übrigen Beteiligten betreffen. Ob eine ärztliche Tätigkeit selbstständig oder abhängig beschäftigt ist, entscheidet sich nach der tatsächlichen Ausgestaltung – nicht allein nach dem Vertrag. Digitale Dienstleister dürfen ärztliche Kernaufgaben, beispielsweise die vollständige Führung der Patientenakte, nicht übernehmen. Für wen ist diese Folge hörenswert? Für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Praxisinhaber:innen, Mitglieder von Berufsausübungsgemeinschaften, Verantwortliche in MVZ und SAPV-Teams sowie für alle, die eine Praxis übernehmen oder aus einer klinischen Tätigkeit in die Niederlassung wechseln möchten. Kennst Du schon die Fortbildungen von Klinisch Relevant?! Schau Dich hier gerne einmal um! Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

  • #893
    September 10 · 12 min

    Wie bewerten wir eine Betätigung? - mit Jessica Liers

    Was bewerten wir eigentlich in der Ergotherapie? Und warum reicht es nicht aus zu wissen, ob eine Betätigung gelingt? In dieser Folge von Klinisch Relevant sprechen wir darüber, wie wir die Qualität der Betätigungsausführung beobachten und beurteilen – von motorischen und prozessbezogenen Fertigkeiten bis hin zur Gesamtqualität der Performanz. Wir schauen auf vier zentrale Aspekte: Anstrengung Effizienz Sicherheit Bedarf an Hilfe Außerdem sprechen wir über die AMPS, deren Zertifizierung inzwischen nicht mehr als Fortbildung angeboten wird, und über den Bewertungsbogen zu motorischen und prozessbezogenen Fertigkeiten aus: Fisher, A. G. & Marterella, A. (2019): Powerful Practice – A Model for Authentic Occupational Therapy. Denn unser ergotherapeutischer Blick richtet sich nicht nur auf das Ergebnis einer Handlung, sondern auf den Weg dorthin. Die zentrale Frage lautet: Wie führt ein Mensch eine für ihn bedeutsame Betätigung aus? Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

  • #874
    September 8 · 33 min

    T-Zellen, Mikroglia und BTK-Inhibition bei Multipler Sklerose – mit Prof. Simon Faissner

    T- und B-Lymphozyten bei Multipler Sklerose – Neue Perspektiven für Diagnostik und Therapie Multiple Sklerose lässt sich nicht auf einen einzelnen Zelltyp reduzieren. T-Zellen, B-Zellen, Mikroglia und weitere Zellen des angeborenen und adaptiven Immunsystems wirken in einem komplexen Netzwerk zusammen – und ihre Bedeutung kann sich im Verlauf der Erkrankung verändern. In dieser Koproduktion von „Klinisch Relevant“ und „Reine Nervensache“ spricht Prof. Dr. Simon Faissner über aktuelle Vorstellungen zur Immunpathogenese und Progression der MS. Im Mittelpunkt stehen die Wechselwirkungen zwischen Immunzellpopulationen, die Rolle chronischer Entzündungsprozesse im zentralen Nervensystem sowie BTK-Inhibitoren als neuer therapeutischer Ansatz. Außerdem geht es um Neurofilament-Leichtketten, MRT-Marker, digitale Verlaufsparameter und die weiterhin offene Suche nach wirksamen neuroprotektiven und remyelinisierenden Strategien. Themen dieser Folge Warum MS heute eher als komplexes Erkrankungs- und Entzündungskontinuum verstanden wird Das Zusammenspiel von T-Zellen, B-Zellen, Mikroglia und Makrophagen Weshalb zielgerichtete Immuntherapien mehr beeinflussen können als den namensgebenden Zelltyp Unterschiede zwischen peripherer Immunaktivität und chronischer Entzündung im ZNS Wirkprinzip und mögliche Rolle von Hemmern der Bruton-Tyrosinkinase Aktuelle Daten und Grenzen zu Tolebrutinib und Fenebrutinib Sequenz- und Kombinationstherapien als Forschungsansätze Neurofilament-Leichtketten, Paramagnetic Rim Lesions und digitale Verlaufsparameter als mögliche Biomarker Heterogenität der Mikroglia und offene mechanistische Fragen Der Bedarf an neuroprotektiven und remyelinisierenden Therapieansätzen Take-Home Messages MS ist immunologisch vielschichtig: T-Zellen, B-Zellen und Zellen der angeborenen Immunität wirken nicht isoliert, sondern beeinflussen sich gegenseitig. Therapieeffekte gehen über ein einzelnes Target hinaus: Eine B-Zell-Depletion kann beispielsweise auch T-Zell-Antworten und regulatorische Immunzellpopulationen verändern. Progression braucht andere Blickwinkel: Chronische, im ZNS kompartimentierte Entzündung und aktivierte Mikroglia rücken besonders bei progredienten Verläufen in den Fokus. Tolebrutinib hat den Zulassungsstatus verändert: Das im Gespräch noch als bevorstehend bezeichnete Arzneimittel ist seit dem 19. Juni 2026 EU-weit als Cenrifki für Erwachsene mit sekundär progredienter MS ohne Schübe in den vorausgegangenen zwei Jahren zugelassen. Daraus lässt sich keine allgemeine Therapieempfehlung ableiten. Das Lebermonitoring ist zentral: Die EU-Produktinformation verlangt vor Behandlungsbeginn sowie in den ersten zwölf Wochen wöchentliche Kontrollen relevanter Leberparameter; anschließend gelten weitere festgelegte Kontrollintervalle. Fenebrutinib bleibt ein Prüfpräparat: Die Phase-III-Programme bei schubförmiger MS berichteten Vorteile gegenüber Teriflunomid bei Schubraten und MRT-Aktivität. Eine Zulassung und ein abschließend bewertetes Nutzen-Risiko-Profil lagen zum Bearbeitungsstand dieser Shownotes nicht vor. Biomarker ergänzen die klinische Beurteilung: Neurofilament-Leichtketten, MRT-Marker und digitale Messgrößen können zusätzliche Informationen liefern, ersetzen aber keine klinische Gesamtbewertung. Neuroprotektion und Remyelinisierung bleiben zentrale Forschungsziele: Eine etablierte Strategie, die Nervengewebe zuverlässig schützt oder Myelin klinisch relevant wiederherstellt, steht weiterhin aus. Hörenswert für Neurologinnen und Neurologen in Klinik und Praxis Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung MS-Nurses und Pflegefachpersonen in neuroimmunologischen Bereichen Forschende und Studienpersonal in Neurologie und Neuroimmunologie Therapeutische Berufsgruppen und weitere Healthcare Professionals, die Menschen mit MS begleiten Zu Gast Prof. Dr. Simon Faissner ist Neurologe am St. Josef-Hospital des Universitätsklinikums der Ruhr-Universität Bochum. Er ist geschäftsführender Oberarzt und leitet die MS-Forschergruppe beziehungsweise Studienambulanz. Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt in der translationalen Neuroimmunologie, insbesondere bei Progressionsmechanismen und neuen therapeutischen Ansätzen der Multiplen Sklerose. Add-on: Aktueller Stand zur Veröffentlichung Seit der Aufzeichnung der Folge haben sich Zulassungs- und Studienstand der besprochenen BTK-Inhibitoren weiterentwickelt. Die folgenden Ergänzungen entsprechen dem Informationsstand vom 8. September 2026: Tolebrutinib ist inzwischen in der Europäischen Union zugelassen. Unter dem Handelsnamen Cenrifki besteht seit dem 19. Juni 2026 eine EU-weite Zulassung für Erwachsene mit sekundär progredienter Multipler Sklerose, die in den vorausgegangenen zwei Jahren keine Schübe hatten. Die im Gespräch formulierte Erwartung einer bevorstehenden Zulassung ist damit überholt. Die HERCULES-Studie bildet die zentrale Wirksamkeitsgrundlage für diese Indikation. Bei nicht schubförmiger SPMS trat eine über mindestens sechs Monate bestätigte Behinderungsprogression unter Tolebrutinib bei 22,6 Prozent und unter Placebo bei 30,7 Prozent der Teilnehmenden auf. Dies entspricht einer relativen Risikoreduktion von 31 Prozent; daraus folgt keine pauschale oder individuelle Therapieempfehlung. Bei schubförmiger MS ist die Datenlage anders einzuordnen. In GEMINI 1 und 2 war Tolebrutinib beim primären Endpunkt der annualisierten Schubrate gegenüber Teriflunomid nicht überlegen. Ergebnisse bei schubförmiger und nicht schubförmiger progredienter MS dürfen daher nicht gleichgesetzt werden. Für Tolebrutinib gelten verbindliche Sicherheitsmaßnahmen. Wegen des Risikos einer arzneimittelinduzierten Leberschädigung sieht die EU-Produktinformation Leberwertkontrollen vor Behandlungsbeginn, wöchentlich während der ersten zwölf Wochen, monatlich in den Monaten vier bis zwölf und halbjährlich zwischen Monat zwölf und 24 vor. Weitere Kontrollen richten sich nach der Fachinformation und der individuellen Situation. Fenebrutinib ist weiterhin ein Prüfpräparat. Die Phase-III-Studien FENhance 1 und 2 berichteten bei schubförmiger MS eine stärkere Reduktion der Schubrate und der MRT-Aktivität als unter Teriflunomid. Die Ergebnisse zur Behinderungsprogression wurden als positive Trends beschrieben. Eine Zulassung oder eine abschließende regulatorische Nutzen-Risiko-Bewertung lag zum genannten Informationsstand nicht vor. **Biomarker bleiben ergänzende Instrumente Neurofilament-Leichtketten, Paramagnetic Rim Lesions und digitale Verlaufsparameter können die klinische und bildgebende Beurteilung ergänzen, sind aber nicht als alleinige Grundlage einer Therapieentscheidung zu verstehen. Zulassungsstatus, Fachinformationen und Sicherheitshinweise können sich nach Veröffentlichung dieser Folge ändern. Für die klinische Anwendung sind stets die aktuell gültige Fachinformation, einschlägige Leitlinien und die individuelle ärztliche Beurteilung maßgeblich. Weiterführende Informationen EMA: Cenrifki (Tolebrutinib) – Zulassungsübersicht und Produktinformationen EU-Produktinformation zu Cenrifki/Tolebrutinib HERCULES-Studie: Tolebrutinib bei nicht schubförmiger sekundär progredienter MS GEMINI 1 und 2: Tolebrutinib versus Teriflunomid bei schubförmiger MS FENhance 1 und 2: veröffentlichte Phase-III-Ergebnisse zu Fenebrutinib MS-/Neuroimmunologische Ambulanz des Universitätsklinikums Bochum Quellenhinweis: Die verlinkten Fenebrutinib-Ergebnisse wurden bislang als Mitteilung des Herstellers veröffentlicht. Für eine abschließende Bewertung sind die vollständige wissenschaftliche Publikation und eine regulatorische Nutzen-Risiko-Bewertung abzuwarten. Für Therapieentscheidungen sind die jeweils gültige Fachinformation, Leitlinien und die individuelle klinische Situation maßgeblich. Redaktioneller Hinweis: Diese Podcastfolge dient der medizinischen Fort- und Weiterbildung. Sie ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung oder Therapieentscheidung. Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! 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  • #881
    September 1 · 32 min

    "Scheiße, ein Notfall! Wie sich Erste Hilfe und Comedy verbinden lassen - mit Lüder Warnken

    „Scheiße, ein Notfall!“ – Wie sich Erste Hilfe und Comedy verbinden lassen Erste Hilfe muss nicht kompliziert, trocken oder angsteinflößend sein. Davon ist Dr. Lüder Warnken überzeugt. Der Notarzt und Comedian verbindet in seinem Bühnenprogramm „Scheiße, ein Notfall!“ medizinisches Wissen mit Stand-up-Comedy – und verfolgt dabei eine klare Mission: Menschen die Angst vor Notfällen nehmen und sie zum Handeln bringen. In dieser besonderen Folge von Klinisch Relevant sprechen wir mit Lüder Warnken über seinen ungewöhnlichen Weg vom Rettungsassistenten über das Medizinstudium zum Notarzt und schließlich auf die Comedy-Bühne. Es geht um die Frage, wie Humor dabei helfen kann, medizinische Inhalte verständlicher zu vermitteln, warum Erste Hilfe möglichst einfach sein sollte und weshalb komplizierte Botschaften bei medizinischen Laien schnell zu Überforderung führen. Außerdem diskutieren wir über die Qualifikation von Notärzt:innen in Deutschland, die zunehmende Professionalisierung der Notfallsanitäter:innen und die Frage, ob Deutschland einen eigenständigen Facharzt für Notfallmedizin braucht. Themen dieser Folge Von der Rettungsassistenz über die Anästhesie zum Notarzt Wie aus medizinischen Alltagssituationen ein Comedy-Programm entsteht „Scheiße, ein Notfall!“ – Erste Hilfe auf der Comedy-Bühne Warum Erste-Hilfe-Botschaften möglichst einfach sein müssen Was die Reanimationskampagne „Ein Leben retten“ bewirkt hat Wie sich Angst und Unsicherheit bei Ersthelfer:innen reduzieren lassen Humor im medizinischen Alltag und in Notfallsituationen Die Bedeutung von Berufserfahrung und Routine Qualifikation und Ausbildung von Notärzt:innen in Deutschland Notfallsanitäter:innen als hochqualifizierte Partner im Rettungsdienst Die Diskussion um einen eigenständigen Facharzt für Notfallmedizin Take-Home Messages Erste Hilfe muss vor allem eines sein: einfach. Je niedriger die Hemmschwelle, desto eher werden Menschen im Notfall aktiv. Medizinische Laien müssen nicht alles wissen – sie müssen wissen, was sie konkret tun können. Kampagnen wie „Ein Leben retten“ zeigen, dass vereinfachte Botschaften und kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit das Verhalten von Ersthelfer:innen nachhaltig verändern können. Humor kann dabei helfen, Ängste abzubauen, Aufmerksamkeit zu erzeugen und medizinische Inhalte zugänglicher zu machen. Im professionellen Notfalleinsatz sind Erfahrung, Routine und eine fundierte Qualifikation entscheidend. Die zunehmende Kompetenz von Notfallsanitäter:innen wirft auch die Frage auf, wie die Rolle und Qualifikation von Notärzt:innen künftig weiterentwickelt werden sollte. Die Diskussion um einen eigenständigen Facharzt für Notfallmedizin bleibt ein wichtiges berufspolitisches Thema. Hörenswert für Diese Folge ist nicht nur für Notfallmediziner:innen interessant. Sie richtet sich an alle Healthcare Professionals, die sich mit Notfallversorgung, medizinischer Ausbildung oder der Kommunikation medizinischer Inhalte beschäftigen. Besonders spannend ist die Folge für Notärzt:innen, Notfallsanitäter:innen, Rettungsdienstmitarbeitende, Ärzt:innen in Weiterbildung, Pflegefachpersonen, Ausbilder:innen sowie alle, die sich für die Zukunft der Notfallmedizin interessieren. Und natürlich auch für alle, die wissen möchten, was passiert, wenn ein Notarzt auf die Comedy-Bühne steigt. Weiterführende Informationen Klinisch Relevant Informationen und Termine zu Dr. Lüder Warnken und seinem Programm „Scheiße, ein Notfall!“ Eine Folge über Medizin, Kommunikation und Humor – und über die vielleicht wichtigste Botschaft überhaupt: Im Notfall muss man nicht alles richtig machen. Man muss anfangen zu helfen. 👉[Kennst Du die Fortbildungen von Klinisch Relevant? Lerne live und online von Experten! Schau Dich hier mal um👍!](https://klinischrelevant.de/fortbildungen/) Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! 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    August 29 · 29 min

    Robotik in der Endoprothetik - mit Prof. Yves Gramlich

    Robotik in der Endoprothetik In der heutigen Folge des Klinisch Relevant Podcasts sprechen wir erneut mit Prof. Yves Gramlich, Chefarzt der Unfallchirurgie/Orthopädie am Agaplesion Markus Krankenhaus in Frankfurt. Mit ihm durften wir schon mehrere Folgen aufnehmen- falls Du diese noch nicht kennst: hör gerne mal rein: Endoprothetische Versorgung des Kniegelenks Hüftprothese bei Coxarthrose Periprothetische Infektionen Auch in der "O+U" geht die rapide Entwicklung der Medizin weiter: Wir sprechen daher über Prothesen aus dem 3D-Drucker und Robotik bei endoprothetischen Operationen. Dabei stellt sich die provokante Frage: Stehen denn bald gar keine menschlichen Operateure mehr am Tisch? 👉Kennst Du schon die Live-Online Fortbildungen von Klinisch Relevant?! Schau Dich hier gerne einmal um! Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

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