
18 - Nur so viel wie nötig
„Mein Hund muss ausgelastet werden.“ Ein Satz, den man im Hundetraining ständig hört. Aber was bedeutet Auslastung eigentlich? In dieser Folge schauen wir uns genauer an, was hinter dem Begriff steckt und warum ein voller Terminkalender noch lange nicht bedeutet, dass ein Hund tatsächlich das bekommt, was er braucht. Wir sprechen über den Unterschied zwischen körperlicher und mentaler Auslastung und darüber, warum Beschäftigung nicht automatisch bedürfnisorientierte Auslastung bedeutet. Welche Faktoren spielen bei der individuellen Auslastung eines Hundes eine Rolle? Woran erkenne ich, dass meinem Hund etwas fehlt – und woran erkenne ich, dass ich vielleicht längst zu viel mache? Wir sprechen über typische Anzeichen für Über- und Unterforderung und darüber, warum gerade das „Leck“ in der Auslastung manchmal ganz woanders zu finden ist, als man zunächst denkt. Dabei geht es auch um den Einfluss von Social Media. Ständig sehen wir Hunde, die scheinbar permanent beschäftigt werden: Training, Hundesport, Wanderungen, Ausflüge, Social Walks, Nasenarbeit und noch schnell ein bisschen Kopfarbeit obendrauf. Schnell entsteht das Gefühl, mit dem eigenen Hund nicht genug zu machen. Unser menschliches schlechtes Gewissen kann dabei dazu führen, dass wir immer mehr anbieten – und unsere Hunde dadurch nicht auslasten, sondern zunehmend überreizen. Ein großer Teil der Folge dreht sich deshalb um ein Thema, das bei der Diskussion über Auslastung häufig vergessen wird: Ruhe. Wir bringen unsere eigenen Hunde mit ein und erklären, wie wir Auslastung bei ihnen betrachten und warum weniger manchmal tatsächlich mehr ist. Denn auch in einer reizvollen Umgebung einfach nichts zu tun, kann für einen Hund eine enorme Leistung sein. Selbstregulation ist anstrengend – und ein Hund muss nicht permanent beschäftigt werden, um einen erfüllten Alltag zu haben. Wir sprechen darüber, warum wir nicht versuchen wollen, jede freie Minute unserer Hunde mit Aktivitäten zu füllen, weshalb Ruhe nicht mit Langeweile gleichzusetzen ist und warum es manchmal genau das Richtige sein kann, gemeinsam einfach nichts zu machen. Eine Folge über Bedürfnisse, Reize, Ruhe, schlechtes Gewissen – und die Frage, ob unsere Hunde wirklich mehr brauchen oder wir ihnen manchmal einfach zu viel geben. Schreibt uns eure Fragen, Themenvorschläge oder eigenen Geschichten — vielleicht landen sie schon in einer der nächsten Folgen. Instagram: @impulskontrolle_podcast @justhelpberlin @closetodogs Habt eine schöne Woche und denkt immer daran - ein bisschen mehr Impulskontrolle schadet niemandem. 😉