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Gleisgeflüster

Andreas Kraniotakes

ECHTE GESPRÄCHE. ECHTE JUGENDHILFE. ECHTE HALTUNG.

Gleisgeflüster behandelt zentrale Themen der Kinder- und Jugendhilfe mit besonderem Fokus auf Intensivpädagogik.

Es geht um praktische Erfahrungen, fachliche Reflexion, systemische Rahmenbedingungen und persönliche Haltung von Menschen, die in diesem Feld arbeiten.

Ziel ist es, Einblicke in die Realität der Jugendhilfe zu geben und Fachkräfte sowie Interessierte fachlich zu informieren und zu stärken.

Mehr von uns gibt es hier: https://gleisgefluester.de/

Triggerwarnung:

In diesem Podcast werden teilweise sensible und belastende Themen aus der Intensivpädagogik und psychischen Gesundheit besprochen. Wenn dir solche Inhalte schwerfallen, achte bitte gut auf dich und schaue das Video gegebenenfalls nicht allein oder pausiere es, wenn du merkst, dass es dir damit nicht gut geht.

Wenn du Unterstützung brauchst oder mit jemandem sprechen möchtest, kannst du dich anonym und kostenlos an folgende Hilfsangebote wenden:

Telefonseelsorge

📞 0800 1110111 oder 0800 1110222

🌐 https://www.telefonseelsorge.de/

Nummer gegen Kummer

📞 116 111

🌐 https://www.nummergegenkummer.de/

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  • 21 episodes
  • weekly
  • Avg 1 hr 8 min
  • German
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  • S2 · E12
    Today · 56 min

    Q&A mit Andreas Kraniotakes | Eure Fragen zu Staffel 2

    (S02|F12) Wie kann es passieren, dass Missstände erkannt werden und trotzdem niemand rechtzeitig eingreift? Wie sollen junge Menschen Vertrauen entwickeln, wenn Beziehungen immer wieder abbrechen? Und wie bleiben Fachkräfte respektvoll, wenn Verhalten ihre Grenzen überschreitet? In dieser Folge Gleisgeflüster stehen eure Fragen zur zweiten Staffel im Mittelpunkt. Wir greifen die bisherigen Gespräche auf und sprechen über den Fall Ole, Sicherheitsdienste in der Jugendhilfe, Forschung und den bewussten Umgang mit Macht. Weitere Themen sind geschlossene Unterbringung, FASD, die Bedürfnisse stiller Kinder und die Wirkung von Zuschreibungen. Auch die eigenen Trigger von Fachkräften, Sexualaufklärung und Prävention ohne Stigmatisierung kommen zur Sprache. Eine Folge mit persönlichen Einschätzungen aus der pädagogischen Praxis, offenen Fragen und dem Blick darauf, was junge Menschen und Fachkräfte brauchen. Was beschäftigt euch im pädagogischen Alltag? Schreibt eure Fragen in die Kommentare. Vielleicht greifen wir sie in einer der nächsten Folgen auf. Abonniert Gleisgeflüster und empfehlt den Podcast weiter, wenn ihr unsere Arbeit unterstützen möchtet. 💛 Mehr über unsere Arbeit: https://gleis9dreiviertel.de #IntensivPädagogik #Gleis934 #QandA #jugendhilfe Folgt uns auch auf Instagram: https://www.instagram.com/gleisgefluester_podcast/ https://www.instagram.com/jugendhilfe.gleis9dreiviertel/

  • S2 · E11
    July 27 · 1 hr 24 min

    SEXUALISIERTE GEWALT in der Jugendhilfe: Zwischen Opferschutz und Täterarbeit (mit Ludwig Lüdenbach)

    Content-Hinweis: In dieser Folge sprechen wir über sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche sowie über sexuell grenzverletzendes Verhalten. (S02|F11) Wie können Fachkräfte sexualisierte Gewalt klar benennen, ohne einen Menschen auf sein Verhalten zu reduzieren? In dieser Folge spricht Andreas Kraniotakes mit Ludwig Lüdenbach. Ludwig arbeitet seit 2005 als Systemischer Supervisor und Coach, ist Systemischer Kinder- und Jugendtherapeut sowie Traumatherapeut und seit 2009 Geschäftsführer von focus. Zu seinen Schwerpunkten gehören die therapeutische Arbeit mit traumatisierten und sexuell grenzverletzenden Kindern und Jugendlichen sowie die Beratung und Fortbildung von Fachkräften und Institutionen der Jugendhilfe. Im Gespräch geht es darum, warum Verstehen nicht Entschuldigen bedeutet, weshalb Sexualaufklärung zum Opferschutz gehört und wie Traumafolgen, Bindung und sogenannte Deliktkreisläufe grenzverletzendes Verhalten beeinflussen können. Eine Folge über klare Grenzen, wirksame Prävention und die Verantwortung, Betroffene zu schützen und jungen Menschen Wege aus gewalttätigem Verhalten zu eröffnen. Folgt uns auch auf Instagram: https://www.instagram.com/gleisgefluester_podcast/ https://www.instagram.com/jugendhilfe.gleis9dreiviertel/ Mehr zu Ludwig Lüdenbach: Website: http://www.system-im-focus.de/ Hilfsangebote: DGfPI e.V. (Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung, -vernachlässigung und sexualisierter Gewalt e.V.) https://dgfpi.de/

  • S2 · E10
    July 20 · 1 hr 33 min

    GEWALT in der sozialen Arbeit: Wie Fachkräfte handlungsfähig bleiben (mit Andreas Sandvoß)

    (S02|F10) Was bedeutet professioneller Umgang mit Gewalt in der Kinder- und Jugendhilfe? Und wie können Fachkräfte handlungsfähig bleiben, ohne in Härte, Machtkämpfe oder reine Kontrolllogik zu rutschen? In dieser Folge Gleisgeflüster spricht Andreas mit Andreas Sandvoß über Gewalt, Deeskalation, konfrontative Pädagogik und die Frage, was junge Menschen mit herausforderndem Verhalten wirklich brauchen. Andreas Sandvoß ist Sozialpädagoge, Gründer von SyDeMa® – dem Institut für systemisches Deeskalationsmanagement – und Geschäftsführer des Zentrums für konfrontative Pädagogik. In der Folge geht es um Gewalt nicht als Schlagzeile, sondern als professionelles Arbeitsfeld: um Respekt, Haltung, Körpersprache, Mimik, Grenzen, Selbstschutz und die Frage, warum Deeskalation viel früher beginnt als in dem Moment, in dem es körperlich wird. Andreas Sandvoß erzählt von seinen Erfahrungen in Gefängnis, Schule, Jugendhilfe, Psychiatrie, Behörden und anderen Arbeitsfeldern, in denen Menschen täglich mit Aggression, Druck und Krisen konfrontiert sind. Es geht um Polizei und Jugendhilfe, um Gewaltstatistiken und mediale Wahrnehmung, um Einsparungen im sozialen Bereich, Schulverweigerung, überforderte Systeme und junge Menschen, die oft schon viele Abbrüche erlebt haben, bevor sie überhaupt in einer Maßnahme ankommen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Regeln, Autorität und Konsequenz gestaltet sein müssen, damit sie nicht beschämen oder brechen, sondern Beziehung, Orientierung und Sicherheit ermöglichen. Andreas und Andreas sprechen außerdem über konfrontative Pädagogik, über ihre Missverständnisse und Grenzen, über körperliche Präsenz, Support-Systeme, Sicherheitslogiken, DOKI und darüber, warum Fachkräfte ihre eigenen Trigger, Werte und biografischen Erfahrungen kennen sollten, bevor sie versuchen, andere Menschen durch Konflikte zu begleiten. Eine Folge über Gewalt, ohne Gewalt zu romantisieren. Über Klarheit, ohne Härte zu feiern. Über Haltung, ohne einfache Rezepte zu verkaufen. Und über die Frage, wie wir Settings in der Jugendhilfe so belastbar machen können, dass junge Menschen nicht immer wieder weitergereicht werden, sobald es schwierig wird. Folgt uns auch auf Instagram: https://www.instagram.com/gleisgefluester_podcast/ https://www.instagram.com/jugendhilfe.gleis9dreiviertel/ Mehr zu Andreas Sandvoß: Website: https://andreas-sandvoss.de/

  • S2 · E9
    July 13 · 1 hr 38 min

    Careleaver-Perspektive: Was Jugendhilfe von jungen Menschen lernen muss (mit Valeria Anselm)

    (S02|F09) Was bedeutet es, in einer Wohngruppe aufzuwachsen? Und was macht es mit jungen Menschen, wenn Aufmerksamkeit, Sicherheit und verlässliche Beziehungen dauerhaft zu knappe Ressourcen sind? In dieser Folge Gleisgeflüster spricht Andreas mit „Shootingstar“ Valeria Anselm über stationäre Jugendhilfe aus Careleaver-Perspektive. Valeria ist Autorin, Aktivistin, Careleaver und eine wichtige Stimme für junge Menschen, die nicht in ihrer Herkunftsfamilie, sondern in Wohngruppen, Pflegefamilien oder anderen stationären Hilfen aufgewachsen sind. Bekannt geworden ist sie unter anderem durch ihr Buch „Das ist (nicht) mein Zuhause“ — ein Buch, das ursprünglich gar nicht für die große Öffentlichkeit gedacht war, sondern für ihre Mitbewohner:innen in der Wohngruppe. Es sollte etwas bleiben, wenn Valeria irgendwann auszieht: ein Text für die jungen Menschen, die nach ihr kommen und vielleicht genau dieses Gefühl brauchen, nicht allein zu sein. In der Folge geht es um ihr Buch, um Lesungen in Wohngruppen, um gelebte Expertise, um Fachkräfte, die helfen wollen und trotzdem Teil eines überlasteten Systems sind. Es geht um Aufmerksamkeit als Grundbedürfnis, um Abbrüche, Bindung, Nähe und Distanz, um das Label „Systemsprenger“ und die Frage, ob nicht oft eher das System junge Menschen sprengt. Valeria spricht offen darüber, wie sich Jugendhilfeerfahrungen langfristig auswirken können, warum „funktionieren“ nicht dasselbe ist wie gesund sein, und weshalb Hilfe manchmal erst möglich wird, wenn Fachkräfte bereit sind, außerhalb der üblichen Schablonen zu denken. Eine Folge über Wohngruppen als eigene kleine Welten, über Schmerz, Wut und Sichtbarkeit, aber auch über Räume, in denen Geschichten erzählt werden dürfen, die viel zu lange nicht gehört wurden. Folgt uns auch auf Instagram: https://www.instagram.com/gleisgefluester_podcast/ https://www.instagram.com/jugendhilfe.gleis9dreiviertel/ Mehr zu Valeria Anselm: Buch: https://www.manulit.de/product/4099276460883151217 Instagram: https://www.instagram.com/hope.forlifee

  • S2 · E8
    July 6 · 1 hr 35 min

    Die Folge, mit der du endlich mitreden kannst | Unsere FAQ

    Was bedeutet Jugendhilfe eigentlich genau und warum ist dieses System für Außenstehende oft so schwer zu verstehen? In dieser Folge von Gleisgeflüster wird es bewusst grundlegend. Patrick S., Social Media Manager der Erfolgsbringer Werbeagentur und verantwortlich für den Schnitt der Gleisgeflüster Podcastfolgen, stellt Andreas Kraniotakes die Fragen, die sich viele Menschen stellen, wenn sie zum ersten Mal mit Jugendhilfe, Intensivpädagogik oder sogenannten “Systemsprengern” in Kontakt kommen. Es geht um Begriffe, Zuständigkeiten, Abläufe und Missverständnisse. Was macht ein freier Träger? Wann kommt Jugendhilfe überhaupt ins Spiel? Warum können manche jungen Menschen nicht in klassischen Angeboten gehalten werden? Und weshalb geht es in der Intensivpädagogik nicht einfach nur um Regeln, sondern vor allem um Beziehung, Haltung und Verlässlichkeit? Diese Folge ist eine Einstiegsfolge für alle, die keine fachliche Vorbildung mitbringen, aber verstehen möchten, worüber bei Gleisgeflüster eigentlich gesprochen wird. Verständlich, direkt und ohne Fachsprache, die mehr ausschließt als erklärt. Eine gute Folge für neue Zuhörer:innen, Angehörige, Interessierte, Studierende und alle, die sich schon einmal gefragt haben: Was passiert da eigentlich im System Jugendhilfe? #jugendhilfe #intensivpädagogik #systemsprenger #gleisgeflüster #deeskalation #beziehung #trauma #resilienz #sozialearbeit Folgt uns auch auf Instagram: https://www.instagram.com/gleisgefluester_podcast/ https://www.instagram.com/jugendhilfe.gleis9dreiviertel/

  • S2 · E7
    June 29 · 17 min

    System Jugendhilfe: Wenn Praxis das System verändern dürfte

    Was würden Menschen aus der Praxis verändern, wenn sie an einer Stelle im System Jugendhilfe ansetzen könnten? In dieser besonderen Folge von Gleisgeflüster hört ihr die Antworten auf eine Frage, die Andreas Kraniotakes allen Gäst:innen aus Staffel 1 gestellt hat: Welche eine Sache würdest du am System ändern, wenn du könntest? Wir sprechen über Strukturen, die Fachkräfte ausbremsen, über Schnittstellen, die junge Menschen verlieren, und über Veränderungen, die aus unserer Sicht längst notwendig wären. Dabei geht es nicht um einfache Schuldzuweisungen., es geht um Perspektiven aus der Praxis. Um Jugendhilfe, Schule, Verwaltung, Psychiatrie, Politik und die Frage, wie Zusammenarbeit besser gelingen kann, wenn alle Beteiligten wirklich hinschauen. Vielleicht zeigt gerade diese Frage, worum es in Gleisgeflüster immer wieder geht: Veränderung beginnt dort, wo Menschen ehrlich aussprechen, was sie täglich erleben.

  • S2 · E6
    June 22 · 9 min

    Anfangen in der Jugendhilfe: Was wir dir mitgeben

    Was hilft, wenn man neu in der Jugendhilfe anfängt und plötzlich merkt: Dieses Arbeitsfeld lässt sich nicht aus Lehrbüchern allein verstehen? In dieser besonderen Folge von Gleisgeflüster hört ihr die Antworten auf eine Frage, die Andreas Kraniotakes allen Gästen aus Staffel 1 gestellt hat: Welchen Rat würdest du Menschen geben, die neu in der Jugendhilfe anfangen? Entstanden ist ein Zusammenschnitt voller Erfahrung, Haltung und ehrlicher Einblicke. Die Gäste sprechen darüber, warum Geduld oft wichtiger ist als schnelle Lösungen, weshalb Beziehung nicht einfach eine Methode ist und warum junge Menschen mehr brauchen als Konzepte, Diagnosen oder gut gemeinte Pläne. Es geht um Anfängerfehler, um Mut, um Reflexion und um die Frage, wie man in einem herausfordernden System handlungsfähig bleibt, ohne abzustumpfen. Eine Folge für Berufseinsteiger:innen, Studierende, erfahrene Fachkräfte und alle, die sich daran erinnern möchten, worauf es in der Jugendhilfe wirklich ankommt. Vielleicht ist genau das der Kern dieser Staffel: Jugendhilfe beginnt nicht mit perfekten Antworten. Sie beginnt mit Haltung, Zuhören und der Bereitschaft, dranzubleiben.

  • S2 · E5
    June 15 · 18 min

    Der eigentliche Skandal hinter MICHAEL WINTERHOFF

    Michael Winterhoff galt jahrelang als Deutschlands bekanntester Kinderpsychiater, Bestsellerautor und gefragter TV-Experte. Heute steht sein Name für einen der größten Skandale der Kinder- und Jugendpsychiatrie der letzten Jahre. Der Prozess gegen Michael Winterhoff begann am 12. Februar 2025 vor dem Landgericht Bonn. Am 4. März 2026 wurde er wegen vorsätzlicher Körperverletzung in sieben Fällen sowie fahrlässiger Körperverletzung in einem weiteren Fall zu neun Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Das Urteil ist bislang noch nicht rechtskräftig. Die Ideen von Winterhoff wurden in Fachkreisen schon seit vielen Jahren kritisch gesehen. Trotzdem wurde er in der öffentlichen Wahrnehmung gefeiert, bekam große Bühnen, Talkshowauftritte und enorme mediale Aufmerksamkeit. Warum eigentlich? In diesem Video spricht Andreas Kraniotakes darüber, wie es so weit kommen konnte, warum einfache Antworten auf komplexe Probleme gesellschaftlich so attraktiv sind und was der Fall über Jugendhilfe, Psychiatrie, Autorität und unseren Umgang mit „auffälligen“ Kindern verrät. Es geht nicht nur um eine Einzelperson. Es geht um Systeme, Macht, Verantwortung und darum, warum Kinder oft keine echte Stimme haben. Die ARD-Dokumentation über den Fall Winterhoff: https://www.ardmediathek.de/video/der-kinderpsychiater-die-macht-des-dr-winterhoff/folge-1-der-star-s01-e01/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtNDFhODg5NTgtNjVjNy00MzJiLTk5MzEtNzk3MGVlOTJiM2U4 Kinderpsychiater vor Gericht - Aufstieg & Fall des Dr. Winterhoff (1/3) | WDR Doku: https://youtu.be/0jZ1n23t5V8?si=LZTUhclfLMu-fMwd Folgt uns auch auf Instagram: https://www.instagram.com/gleisgefluester_podcast/ https://www.instagram.com/jugendhilfe.gleis9dreiviertel/

  • S2 · E4
    June 8 · 1 hr 27 min

    FASD: die UNSICHTBARE Behinderung (mit Carina Eßer)

    (S02|F04) FASD begegnet uns in der Jugendhilfe vermutlich häufiger, als wir denken. Und genau das ist Teil des Problems: Viele betroffene Kinder und Jugendliche werden nicht als beeinträchtigt erkannt, sondern als „faul“, „unmotiviert“, „schwierig“ oder „nicht erziehbar“ abgestempelt. In dieser Folge Gleisgeflüster spricht Andreas mit Carina Eßer über die Fetale Alkoholspektrumstörung, kurz FASD. Carina ist pädagogische Fachkraft, Pflegemutter eines betroffenen Kindes und Expertin für ein Thema, das in Pflegefamilien, Jugendämtern, Schulen und intensivpädagogischen Hilfen dringend mehr Aufmerksamkeit braucht. Es geht um Alkohol in der Schwangerschaft, Schuld und Scham, gesellschaftliche Verantwortung, Diagnostik, Pflegekinderhilfe, Jugendhilfeabbrüche und die Frage, warum klassische Pädagogik bei FASD oft an ihre Grenzen kommt. Eine Folge über eine unsichtbare Behinderung, über Menschen, die häufig falsch verstanden werden, und über Systeme, die besser helfen könnten, wenn sie früher genauer hinschauen würden. Folgt uns auch auf Instagram: https://www.instagram.com/gleisgefluester_podcast/ https://www.instagram.com/jugendhilfe.gleis9dreiviertel/ Carina Eßer (FASD Coaching): https://www.fasd-coaching.de/FASD Deutschland e. V. https://www.fasd-deutschland.de/

  • S2 · E3
    June 1 · 1 hr 12 min

    Vom „Systemsprenger“ und Obdachlosigkeit in ein neues Leben (mit Yannick)

    In dieser Folge von Gleisgeflüster sprechen Andreas Kraniotakes und Yannick – und zwar nicht über junge Menschen in der Jugendhilfe, sondern mit einem, der sie selbst durchlebt hat. Mit drei Jahren kam Yannick in die Kinder- und Jugendhilfe, später folgten mehr als 15 Einrichtungen und eine geschlossene Unterbringung mitten in der Pubertät. Ein Lebensweg, der oft unter dem Begriff „Systemsprenger“ zusammengefasst wird. Doch was bedeutet das eigentlich aus der Perspektive eines Betroffenen? Yannick erzählt offen von Erfahrungen zwischen Wegsperren, Beziehungsabbrüchen und fehlender Aufklärung – aber auch davon, was ihm tatsächlich geholfen hat. Es geht um Macht, Grenzen, Vertrauen und die Frage, warum Beziehung oft der entscheidende Faktor ist. Heute steht er an einem ganz anderen Punkt: eigene Wohnung, Beziehung, Arbeit im Tiefbau. Eine Entwicklung, die viele ihm so nicht zugetraut hätten. Eine ehrliche Folge über Brüche, Wendepunkte und darüber, was Jugendhilfe leisten kann – und wo sie genauer hinschauen muss.

  • S2 · E2
    May 25 · 1 hr 38 min

    Wissenschaft, die Jugendhilfe WIRKLICH verändern kann (mit Marion Moos)

    Warum scheitert gute Jugendhilfe manchmal nicht am fehlenden Wissen, sondern daran, dass dieses Wissen nicht im Alltag ankommt? In dieser Folge von Gleisgeflüster spricht Andreas Kraniotakes mit Marion Moos vom Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz über Praxisforschung, Beteiligung und die Frage, wie wissenschaftliche Erkenntnisse tatsächlich in der Kinder- und Jugendhilfe ankommen. Marion Moos gibt Einblicke in ihre Arbeit zwischen Forschung, Praxis und Fachpolitik. Es geht darum, warum Wissenschaft in der Jugendhilfe nicht im Elfenbeinturm stattfinden darf, welche Rolle junge Menschen und Familien in Forschungsprozessen spielen und warum Beteiligung weit mehr ist als ein pädagogisches Schlagwort. Gemeinsam sprechen Andreas und Marion über die großen Baustellen der Jugendhilfe: die Zusammenarbeit zwischen freien und öffentlichen Trägern, fehlende Standards, Machtfragen, Hilfeplanung, Fachkräftemangel und den schwierigen Transfer von Wissen in den Alltag. Ein besonderer Schwerpunkt der Folge liegt auf einem aktuell hochrelevanten Thema: Sicherheitsdienste und Deeskalationsteams in der Jugendhilfe. Wann können solche Strukturen sinnvoll sein? Wo liegen Risiken? Warum braucht es dringend verbindliche Standards? Und weshalb darf Sicherheit niemals als Ersatz für Pädagogik verstanden werden? Eine Folge über Forschung, die nicht nur Daten sammelt, sondern Praxis verändern will. Über junge Menschen, deren Perspektive ernst genommen werden muss. Und über die Verantwortung, genauer hinzuschauen, bevor wieder etwas passieren muss.

  • S2 · E1
    May 18 · 1 hr 8 min

    Wie verhindern wir den nächsten FALL OLE? (mit Markus Feuerherdt)

    (S02|F01) In dieser Folge Gleisgeflüster starten Andreas Kraniotakes und Markus Feuerherdt in die zweite Staffel - mit einem Thema, das unbequem ist, aber längst zur Realität der Jugendhilfe gehört: Sicherheitsdienste in intensivpädagogischen Maßnahmen. Ausgangspunkt ist der sogenannte „Fall Ole“: Ein junger Mensch mit massivem Unterstützungsbedarf wurde in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie von einem Sicherheitsdienst begleitet. Laut Medienberichten soll es dabei zu massiven Übergriffen gekommen sein. Der Fall macht sichtbar, was passiert, wenn hochkomplexe Jugendhilfe auf fehlende Standards, unklare Verantwortung und massive Überforderung trifft. Andreas und Markus sind Geschäftsführer der Gleis 9 3/4 Jugendhilfe GmbH sowie des Deeskalationsteams (D-Team). Im D-Team wurden viele Standards, über die heute diskutiert wird, bereits eingeführt: klare Rollen, Dokumentation, fachliche Schulungen und eine spezialisierte Vorbereitung von Sicherheitsdienstmitarbeitern, bevor sie in der Jugendhilfe eingesetzt werden. Doch genau solche Standards fehlen vielerorts noch. Deshalb sprechen die beiden darüber, warum Sicherheit in der Jugendhilfe nicht mit Bewachung verwechselt werden darf, weshalb Wegschauen gefährlich ist und was passieren muss, damit junge Menschen in Krisen nicht zusätzlich zum Risiko eines überforderten Systems werden. MDR Investigativ Doku über den Fall Ole: https://youtu.be/KkLPkXBylKw?si=_XqwtM_bHeDHpvJk

  • S1 · E11
    May 11 · 47 min

    Gleisgeflüster Staffel 1 Recap: EURE FRAGEN, MEINE ANTWORTEN

    In dieser besonderen Folge von Gleisgeflüster blickt Andreas Kraniotakes auf die erste Staffel zurück und beantwortet Fragen, die nach den bisherigen Gesprächen aus der Community entstanden sind. Andreas Kraniotakes ist Diplom-Pädagoge, Trainer für Gewaltfreie Kommunikation, Gründer von Gleis 9¾ und fachlich verantwortlich für intensivpädagogische Konzepte, Deeskalation und Gewaltprävention. Seine Perspektive verbindet praktische Erfahrung aus der Jugendhilfe mit einem klaren Blick auf Systemgrenzen, Beziehungsgestaltung und professionelle Haltung. Im Mittelpunkt steht kein klassisches Interview, sondern ein ehrliches Staffel Recap: Welche Themen haben sich durch die erste Staffel gezogen? Welche Fragen sind offengeblieben? Und was lässt sich aus den Gesprächen mit Gästen aus Jugendhilfe, Schule, Therapie, Jugendamt und angrenzenden Systemen für die Praxis mitnehmen? Eine Folge über Rückblick, Einordnung und die Frage, was Fachkräfte, Träger und Systeme aus diesen Gesprächen lernen können.

  • S1 · E10
    May 4 · 59 min

    Disziplin, Dämonen und falsche Vorbilder (mit Markus Rühl)

    In dieser Folge von Gleisgeflüster spricht Andreas Kraniotakes mit Markus Rühl über weit mehr als Bodybuilding. Es geht um Disziplin, Strukturen, Identität, Rückschläge und die Frage, warum viele junge Menschen heute zwischen Leistungsdruck, Social Media und Selbstzweifeln ihren Platz suchen. Markus Rühl ist ehemaliger Profi-Bodybuilder, Unternehmer und heute eine der bekanntesten Stimmen im deutschsprachigen Fitnessbereich. Im Gespräch erzählt er, wie sehr ihn der Sport nicht nur körperlich, sondern auch mental geprägt hat. Er spricht über innere Unruhe als Antrieb, über Schmerz, Ehrgeiz und die Schattenseiten eines Lebens, das sich fast nur um Leistung dreht. Gemeinsam schauen Andreas und Markus auf Parallelen zwischen Spitzensport und Intensivpädagogik: auf junge Menschen, die nach Zugehörigkeit suchen, auf den Wert von Struktur, auf das Ringen mit dem eigenen Selbstbild und auf die Frage, wie man Halt geben kann, ohne jemanden zu verbiegen. Außerdem geht es um die Wirkung von Social Media, um falsche Körperideale, um Verantwortung als öffentliche Person und darum, warum Authentizität oft leichter gesagt als gelebt ist. Eine Folge über Härte, Ehrlichkeit, Selbstkritik und darüber, was Menschen stark machen kann und was sie manchmal fast zerstört. *Disclaimer: diese Folge konnte aus logistischen Gründen nicht im Studio aufgenommen werden. Wir hoffen, dass ihr trotzdem Spaß beim Zuschauen habt. Folgt uns auch auf Instagram: https://www.instagram.com/gleisgefluester_podcast/ Markus Rühl: https://www.instagram.com/markusruehl/

  • S1 · E9
    April 27 · 1 hr 15 min

    Trauerbegleitung: Die größten Missverständnisse (mit Manuel Schweichler)

    In dieser Folge des Podcasts Gleisgeflüster sprechen Andreas Kraniotakes und Manuel Schweichler über Trauer und darüber, warum sie weit mehr ist als der Verlust eines geliebten Menschen. Manuel Schweichler ist pädagogische Leitung bei TrauBe e.V. Köln, systemischer Coach und Heilpraktiker für Psychotherapie, mit viel Erfahrung in der Begleitung von Trauerprozessen und einem sehr klaren, ruhigen Blick auf ein Thema, das viele lieber vermeiden. Gemeinsam schauen sie auf die Realität von Trauer im Alltag und in der Jugendhilfe, auf unsichtbare Verluste, auf gesellschaftliche Erwartungen und auf die Unsicherheit im Umgang mit trauernden Menschen. Es geht um die Vielfalt von Trauer, um Schuldgefühle und Sprachlosigkeit, um die Frage, wie man überhaupt unterstützen kann und warum Loslassen nicht immer der richtige Ansatz ist. Außerdem sprechen sie darüber, wie Fachkräfte mit trauernden Kindern und Jugendlichen umgehen können, warum Prävention in Einrichtungen so wichtig ist und weshalb Haltung oft entscheidender ist als jedes Konzept.

  • S1 · E8
    April 20 · 1 hr 19 min

    Die Sicht eines Jugendamtsleiters (mit Philipp Thelen)

    In dieser Folge von Gleisgeflüster sprechen Andreas Kraniotakes und Philipp Thelen darüber, wie sich die Jugendhilfe verändert und warum einfache Lösungen oft nicht greifen. Philipp Thelen ist Leiter des Jugendamtes Duisburg und seit über 20 Jahren in der Jugendhilfe tätig. Er gibt persönliche Einblicke in seinen Weg ins System und teilt, was ihn auf dieser Reise geprägt und überrascht hat. Im Gespräch geht es um steigende Komplexität, Intensivpädagogik und die Frage, ob Hilfen manchmal zu spät greifen. Eine ehrliche Folge über Verantwortung, Grenzen und ein System, das viel leistet und gleichzeitig vor einigen Herausforderungen steht.

  • S1 · E7
    April 13 · 1 hr 13 min

    Psychotherapie mit "Systemsprenger:innen" (mit Dr. Nina Schünemann)

    Was, wenn gut gemeinte Hilfe manchmal mehr schadet als nutzt? In dieser Folge von Gleisgeflüster spricht Andreas Kraniotakes mit Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Dr. Nina Schünemann darüber, warum Therapie nicht automatisch die richtige Antwort ist und weshalb Stabilität oft wichtiger ist als der schnelle „Start“. Im Zentrum steht eine unbequeme Erkenntnis: Viele Reaktionen von Fachkräften sind menschlich, aber nicht immer hilfreich. Warum Betüdeln und „in Watte packen“ Entwicklung eher ausbremsen kann und weshalb „ausreichend gut“ ein sinnvoller Leitspruch ist, erfahrt ihr in dieser Folge. Eine Folge über Therapie mit sogenannten „Systemsprenger:innen“, typische Missverständnisse und die Frage, wann Helfen wirklich hilft.

  • S1 · E6
    April 6 · 1 hr 17 min

    Schule abseits von 0815-Pädagogik (mit Andreas Hens)

    Was passiert, wenn Jugendliche im klassischen Schulsystem immer wieder scheitern und trotzdem Schulpflicht besteht? In dieser Folge von Gleisgeflüster spricht Andreas Kraniotakes mit Andreas Hens, Schulleiter der Albert-Einstein-Schule (Förderschule mit dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung), über Schule für Jugendliche, die in vielen Systemen bereits an ihre Grenzen gestoßen sind. Im Mittelpunkt steht Hens’ Vision: eine Schule für „verhaltenskreative“ Jugendliche, die in klassischen 0815-Settings oft große Schwierigkeiten haben, erfolgreich zu lernen und zu leben. Statt standardisierter Lösungen geht es hier um Beziehungsarbeit, klare Regeln, Sicherheit und verlässliche Strukturen, die überhaupt erst die Grundlage für Lernen schaffen. Außerdem wird über das Jedermannsrecht gesprochen, das (auch) Fachkräfte verpflichtet, in gefährlichen Situationen einzugreifen. Die beiden diskutieren über den Wandel von der früheren „Sonderschule“ zur heutigen Förderschule, über Stigmatisierung, spezialisierte Bildungsangebote und darüber, warum manche Jugendliche gerade in solchen Settings wieder eine echte Chance auf Bildung bekommen.

  • S1 · E5
    March 30 · 1 hr 9 min

    Allein im Dienst: Mental Health in der Intensivpädagogik (mit Johanna Voß)

    In dieser Folge von Gleisgeflüster spricht Andreas mit Johanna Voß – Psychologin (M.Sc.), Systemischer Coach und Mental-Health-Beauftragte bei Gleis 9 ¾. Es geht um ihren Weg vom Sauerland über ein Psychologiestudium in Florida (inklusive Volleyball-Stipendium und „Miami-Realität“) bis in die Intensivpädagogik – und um die Frage, was Mitarbeitende in 1:1-Einzelmaßnahmen wirklich brauchen, um gesund zu bleiben. Im Mittelpunkt stehen die psychische Belastung im Setting, Abgrenzung, Schuldgefühle nach Krisen, das Thema „Scheitern“ in Hilfeverläufen und warum ein „guter Dienst“ nicht zwingend ein harmonischer Dienst ist. Außerdem: Wie die Stelle „Mental Health“ entstanden ist, warum Vertraulichkeit so zentral ist und was man Bewerbenden im Vorstellungsgespräch unbedingt ehrlicher sagen sollte.

  • S1 · E4
    March 23 · 1 hr 34 min

    Warum Supervision keine fertigen Lösungen liefert (mit Martha Leverkus)

    In dieser Folge des Podcasts Gleisgeflüster sprechen Andreas Kraniotakes und Martha Leverkus über Supervision in der Intensivpädagogik und darüber, warum sie kein Ort für schnelle Antworten ist. Martha Leverkus ist Supervisorin, Coachin, Diplompädagogin, Optimistin und Feministin – mit klaren Worten, viel Selbstreflexion und einer guten Portion Humor. Gemeinsam werfen sie einen ehrlichen Blick auf die Realität hochbelasteter Teams: auf Perfektionismus im sozialen Bereich, auf die Erwartung, alles im Griff haben zu müssen, und auf die Frage, wo professionelle Verantwortung tatsächlich beginnt und wo sie endet. Es geht um Gewaltlatenz im Alltag, emotionale Durchlässigkeit, Abgrenzung ohne Mauer, Erfahrungslernen statt Theorie und um die unbequeme Erkenntnis, dass man Menschen nicht perfekt auswählen, kontrollieren oder retten kann.

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