
Rasputin: Wie ein Mord im Zarenreich Hollywood veränderte (#149)
Der Satz "Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig" steht heute in unzähligen Filmvor- und -abspannen, seinen Ursprung kennt kaum jemand. Er geht zurück auf die Ermordung Rasputins 1916 durch Fürst Felix Jussupow und auf einen Hollywoodfilm von 1932, der die Tat erzählte, mit echten Namen für Rasputin und die Zarenfamilie, aber erfundenen für die Täter. Weil MGM im Vorspann dennoch behauptete, die lebenden Figuren seien real, erkannte jeder sofort Jussupows Frau Irina in der Filmfigur Natascha, die darin von Rasputin vergewaltigt wird. Irina verklagte das mächtigste Studio Hollywoods wegen Verleumdung in London und gewann, ein Urteil, das MGM Millionen kostete und bis heute jeden Film prägt, der sich an wahre Ereignisse anlehnt. Selbst die Coen-Brüder spielten Jahrzehnte später mit genau diesem Trick, als sie "Fargo" als wahre Geschichte ausgaben, obwohl sie komplett erfunden war.


















