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Artwork for Geist.Zeit

Geist.Zeit

Thorsten Dietz & Andreas Loos

«Geist.Zeit»: Der Titel bringt auf den Punkt, was Theologie spannend macht. Geist zeichnet den Menschen und seine Zeit aus. Gott ist Geist, heisst es zugleich in der Bibel. Theologie ist Rede von Gott. Wenn es um Gott geht, geht es auch um uns. Nach Gott fragen, bedeutet immer auch, nach Selbst- und Welterkenntnis streben. Die Wahrheit des christlichen Glaubens kann jeweils nur in einer bestimmten Zeit ausgesprochen und verstanden werden.

«Geist.Zeit» ist ein neuer Theologiepodcast von Fokus Theologie, der Fachstelle für Erwachsenenbildung der Deutschschweizer Reformierten Kirchen.

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  • 23 episodes
  • fortnightly
  • Avg 1 hr 10 min
  • German
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  • Nov 23, 2025 · 1 hr 4 min

    Noa Zenger: Kontemplative Spiritualität

    Seit Jahren geschieht das früher Unvorstellbare: Zunehmend gewinnen klassische katholische Formen der Spiritualität wie die Exerzitien der Jesuiten Zulauf auch bei Reformierten. Längst ist es auch für Protestanten selbstverständlich, Meditationsübungen zu machen, Kontemplation für sich zu entdecken und nach geistlicher Begleitung zu fragen. Andi und Thorsten reden mit Noa Zenger, reformierte Pfarrerin, geistliche Begleiterin und Anleiterin von Kontemplation. Sie lassen sich von ihr erzählen, wie sie selbst die Faszination klassischer Formen der Spiritualität entdeckt hat. Tatsächlich sind die Ursprünge solcher Übungswege oft sehr viel älter als die reformierte und die römisch-katholische Kirche. Stille und Selbsterfahrung, Begleitung auf geistlichen Wegen der Reifung und die Erfahrung der Gottesliebe sind in der Christentumsgeschichte immer wieder entdeckt worden. Wenn reformierte Gläubige heute danach fragen und zunehmend Angebote in anderen und auch in ihrer eigenen Kirche finden, dann entdecken sie ein reiches Erbe christlicher Frömmigkeit. Passt kontemplative Spiritualität denn zur reformierten Konzentration auf die Bibel? Ja, so Noa Zenger, im Schweigen frei und offen für neues Hören zu werden, das passt ausgezeichnet zur reformierten Betonung der Bibel und der Freiheit des Einzelnen. Das gilt auch für die neue Faszination, die das Fasten für viele hat. Es war eine urreformierte Handlung in Zwinglis Zürich, sich im Froschauer Wurstessen 1522 gegen den religiösen Zwang zum Fasten aufzulehnen. Zugleich ist das freiwillige Fasten schon immer Teil vieler religiöser Wege gewesen, auch im Judentum und Christentum. Fasten ist nicht nur aus gesundheitlichen Gründen eine Option. Auch die geistliche Entdeckung innerer Freiheit kann für viele Menschen eine grosse Bereicherung sein, auch in den reformierten Landeskirchen. Podcast Geist.Zeit Website Noa Zenger RefLab-Beitrag Sternstunde Religion zu Heilfasten Bref-Artikel zu Vergebung Reformiert.-Artikel zur Fastenzeit

  • Nov 9, 2025 · 1 hr 13 min

    Jahreslosung 2026: «Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu»

    Thorsten und Andi lassen die neue Jahreslosung 2026 sprechen. Wochenlang haben sie an den Worten aus der Johannesoffenbarung gearbeitet und eine Fülle an Impulsen, Ideen und Arbeitshilfen online gestellt. Ihre Begeisterung über die Botschaft von Gottes hoffnungsfroher Kreativität behalten sie nicht für sich. Die beiden Theologen nähern sich der Jahreslosung auf dem Weg eigener Erfahrungen. «Siehe, ich mache alles neu», das sind Kraftworte, die zunächst jenseits theologischer Reflexionen in ausweglosen Momenten tragen können. Von der Gegenwart geht es zurück in die Zeit gegen Ende des ersten Jahrhunderts, als der Seher Johannes die Worte der Jahreslosung kommunizierte. Sein Buch war Untergrundliteratur zum Widerstand gegen das mächtige Römische Reich und prophezeite dessen Untergang. Was will die Johannesapokalypse, was will sie nicht? Was ist die Faszination, die sie kulturgeschichtlich zum einflussreichsten Buch der Bibel machte? Leider wurde sie in der Geschichte des Christentums oft missverstanden als Endzeitfahrplan und missbraucht, um die Zeiger auf der Weltuntergangsuhr zu bestimmen. Andi und Thorsten versuchen, die Jahreslosung als Kriterium zu verstehen für das, was heute Hoffnung sein könnte. Denn das Neue ist genauso wie das Alte ein schillernder Begriff. Wie geht gutes Hoffen auf eine neue Welt jenseits von Erneuerungsfuror und Verklärung des Alten? Hoffnung stiften kann die Jahreslosung, weil Gottes Kreativität durch seine Liebe bestimmt ist. Sie erschafft weder willkürlich noch durch blinde Zerstörung, sondern zielt auf Kooperation mit allen Geschöpfen. Daraus ergeben sich neue Perspektiven auf die Art und Weise, wie Gott die Erde neu macht. Hier kannst Du die Arbeitshilfe zur Jahreslosung 2026 als pdf herunterladen Zur Jahreslosung 2026 gibt es ein ganzes Dossier mit weiteren Beiträgen Lohnenswert ist auch die Auslegung der Jahreslosung 2026 von Thomas Witulski und Andreas Ohlemacher. Podcast Geist.Zeit

  • Oct 26, 2025 · 1 hr 10 min

    Lea Hümbeli: Ekstatische Spiritualität

    Noch immer gehen manche davon aus, das Christentum befinde sich in einem Niedergang schrumpfender Mitgliedzahlen und sich leerender Kirchen. Weltweit gesehen stimmt das keineswegs. Das Christentum wächst. Vor allem eine Strömung wird immer grösser: Charismatische Bewegungen und Pfingstkirchen sind längst ein globales Massenphänomen, mit je nach Schätzung mit bis zu 600 Millionen Mitgliedern. Auch in Europa gibt es Zulauf, wenn auch in viel geringerem Masse als überall sonst. Die Gründe sind vielfältig. Nicht zuletzt dürfte es an der emotionalen und begeisterten Frömmigkeit liegen. Was ist das Geheimnis dieser Spiritualität der Ekstase? Darüber haben Andi und Thorsten mit der reformierten Theologin Lea Hümbeli gesprochen. Gemeinsam tragen sie Gründe zusammen, warum diese Art zu glauben für manche Menschen so anziehend ist. Charismatische Gottesdienste sind anders. Menschen, vor allem auch viele Jüngere, geniessen sie. Die Spiritualität bleibt nicht im Kopf. Sie durchdringt den ganzen Körper, entfacht tiefe Emotionen und wirkt wie ein Wärmestrom in der Kälte. Es werden aber auch Risiken und Gefährdungen diskutiert. Viele waren erstaunt, als sie sahen, wie stark die Stürmung des Kapitols am 06.01.2021 von solchen charismatischen Gruppen getragen war. In kaum einer religiösen Gruppe haben sich so viele als anfällig für christlichen Nationalismus erwiesen, z.B. auch in Brasilien. Woran kann das liegen? Was hilft gegen solche Versuchungen? Zuletzt führt das Gespräch zur Frage: Was könnten die Landeskirchen lernen? Was ist kulturelle Prägung, was Zeitstimmung, und was könnten geistliche Entdeckungen sein, die zumindest für manche eine Bereicherung wären? Weitere Informationen und Anregungen: Pfingstbewegung und Charismatisierung. Zugänge – Impulse – Perspektiven. Eine Orientierungshilfe der Kammer der EKD für Weltweite Ökumene, Leipzig 2021. Online Zur neueren Geschichte der Pfingstbewegung Pfingstkirchen in Brasilien Podcast Geist.Zeit

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