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Gegen den Strom

Patrik Baab

GEGEN DEN STROM ist das Interview- und Analyseformat von Patrik Baab. Im Fokus: geopolitische Machtverschiebungen, Medienkritik, transatlantische Strukturen, Eurasien sowie Krieg und Frieden – mit historischem Tiefgang und politischer Brisanz.

Zu Gast sind Militärs, Diplomaten, Wissenschaftler, Journalisten und Künstler mit einer anderen Perspektive, als sie in den etablierten Medien zu hören ist.

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  • 36 episodes
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  • German
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  • S1 · E102
    Yesterday · 49 min

    Nord Stream: Wer sprengte die Pipelines? Moritz Enders über Andromeda, Hersh und die USA

    Eine Segeljacht, eine kleine Crew, mehrere Sprengsätze – und eine Pipeline in rund 80 Metern Tiefe. Kann der Anschlag auf Nord Stream tatsächlich so abgelaufen sein? Der Filmemacher Moritz Enders hat für seine Dokumentation „Nord Stream – Die Sprengung“ die Hintergründe des Anschlags untersucht. Im Gespräch mit Patrik Baab erklärt er, warum er erhebliche Zweifel an der Andromeda-Rekonstruktion hat. Enders fragt: Wie viele Tauchflaschen wären nötig? Wie funktioniert die Dekompression in dieser Tiefe? Wie hält man eine Segeljacht über der Pipeline in Position? Wie transportiert und befestigt man Unterwassersprengstoff? Daraus entwickelt Enders seine These einer professionell vorbereiteten militärischen Kommandooperation. Das Gespräch behandelt Seymour Hershs umstrittene Rekonstruktion, das NATO-Manöver BALTOPS, Poseidon-Aufklärungsflugzeuge, mögliche Zündmechanismen sowie Spezialtaucher und Tauchboote. Enders hält eine US-amerikanische Beteiligung für wahrscheinlich, macht aber mehrfach deutlich, wo seine Recherche keine abschließenden Antworten liefert. Im zweiten Teil geht es um die geopolitische Bedeutung von Nord Stream. Enders verbindet den Anschlag mit dem Verhältnis zwischen Deutschland, Russland und den USA, mit Energiepolitik, amerikanischem Flüssiggas und der Heartland-Theorie. Sein Film zieht zudem eine historische Parallele zur Bagdadbahn. Schließlich geht es um Joe Bidens Äußerungen zu Nord Stream 2, Olaf Scholz’ Auftritt in Washington, die deutschen Ermittlungen und die wirtschaftlichen und geopolitischen Folgen für Deutschland. Themen dieser Folge: – Wie plausibel ist die Andromeda-Rekonstruktion? – Tauchen und Sprengstoff in rund 80 Metern Tiefe – Dekompression, Positionierung und Spezialausrüstung – Ungereimtheiten, Spuren und Beweismaterial – Warum Enders eine militärische Operation für plausibler hält – Seymour Hersh, BALTOPS und die Nord-Stream-Sabotage – Poseidon-Aufklärungsflugzeuge und mögliche Zündmechanismen – Enders’ These einer möglichen US-Beteiligung – Deutschland, Russland und die geopolitische Bedeutung von Nord Stream – Fracking-Gas und wirtschaftliche Interessen – Heartland-Theorie und die Parallele zur Bagdadbahn – Biden, Scholz und die Frage nach deutscher Souveränität – Deutsche Behörden und die Aufklärung – Reaktionen auf Enders’ Dokumentarfilm „Was vollkommen deutlich wird, ist ja, dass es eine hochkomplexe Aktion ist. Das ist eine militärisch geplante Kommandoaktion, die Monate vorher geplant werden muss.“ – Moritz Enders Kapitel: 00:00 – Einleitung: Zweifel an der offiziellen Andromeda-These 03:00 – Technische Hürden & Tauchlogistik in 80 m Tiefe 06:24 – Ungereimtheiten der Route & Beweislage 10:20 – Militärische Dimension & Seymour Hershs Recherchen 13:07 – Zündmechanismen & Analyse durch Akustik-Experten 18:15 – Planung in den USA & Spezialeinheiten 22:56 – Flugbewegungen der Poseidon-Aufklärungsflugzeuge 24:28 – US-Strategie gegen Nord Stream im Vorfeld 26:00 – Geopolitische Einordnung & die Heartland-Theorie 30:00 – Wirtschaftliche Interessen: Fracking-Gas & Industriestandort 33:05 – Historischer Vergleich: Die Bagdadbahn im 1. Weltkrieg 37:44 – Der Auftritt von Scholz und Biden in Washington 40:12 – Rolle der deutschen Behörden & des Generalbundesanwalts 43:30 – Transatlantische Bindungen in der Politik 46:30 – Kinoausstrahlung & Reaktionen der Medien Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus: https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr: Website: https://www.patrikbaab.de Telegram: https://t.me/patrik_baab X: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

  • S1 · E101
    Friday · 1 hr 21 min

    (DEUTSCH) Julija Mendel: Von Selenskyjs Sprecherin zur Kritikerin – „Frieden ist pro-ukrainisch“

    Julija Mendel war von 2019 bis 2021 Pressesprecherin des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Heute gehört sie zu seinen schärfsten Kritikerinnen. Im Gespräch mit Patrik Baab erklärt sie, warum sie mit ihrem früheren Chef gebrochen hat und weshalb sie Frieden, Neutralität und einen grundlegenden Strategiewechsel für die Ukraine fordert. Mendel spricht ungewöhnlich offen über ihre Zeit im Präsidentenbüro. Sie erzählt von Selenskyjs Umgang mit Kritik, seinem Fokus auf öffentliche Wirkung und PR und von jenem Moment im Jahr 2021, in dem sie zu der Überzeugung gelangte, der Dialog mit Russland werde abreißen. Dennoch unterstützte sie Selenskyj nach dem russischen Angriff 2022 zunächst weiter. Heute blickt sie selbstkritisch darauf zurück. Besonders persönlich wird das Gespräch, als Mendel über ihre Heimatregion Cherson spricht. Sie schildert die Folgen des russischen Beschusses, die Angst der Zivilbevölkerung und den demografischen Niedergang der Ukraine. Russland und Putin spricht sie ausdrücklich nicht von der Verantwortung für den Krieg frei. Gleichzeitig wirft sie Selenskyj vor, Chancen auf Verhandlungen ausgeschlagen und den eigenen Machterhalt über die Interessen des Landes gestellt zu haben. Weitere Themen sind Korruption, Mobilisierung, politische Sanktionen gegen Mendel, der Maidan, die NATO-Frage und die Verhandlungen von Istanbul 2022. Mendel plädiert für eine neutrale Ukraine und sagt: „Peace is not pro-Russian, peace is pro-Ukrainian.“ Am Ende richtet sich der Blick nach vorn: Was kommt nach Selenskyj? Und könnte Julija Mendel selbst noch einmal eine politische Rolle in der Ukraine übernehmen? Themen dieser Folge: – Warum Julija Mendel mit Selenskyj gebrochen hat– Ihre persönlichen Erfahrungen im Präsidentenbüro– Sanktionen, Meinungsfreiheit und politischer Druck– Cherson und die menschlichen Kosten des Krieges– Korruption, Mobilisierung und der Zustand der ukrainischen Demokratie– Warum Mendel 2021 das Präsidentenbüro verließ– Warum sie Selenskyj 2022 trotzdem noch unterstützte– Maidan und ihre heutige Sicht auf die Ereignisse von 2014– NATO-Mitgliedschaft oder Neutralität?– Istanbul 2022 und Mendels Sicht auf verpasste Friedenschancen– Trump und mögliche Wege zu Verhandlungen– Was kommt nach Selenskyj – und welche Rolle könnte Mendel spielen? Julija Mendel:„Peace is not pro-Russian, peace is pro-Ukrainian.“ Kapitel: (00:00) Julija Mendel: von der Insiderin zur Kritikerin(02:59) Mirotworez und Angst um ihre Familie(04:39) Warum sie nicht ins Europäische Parlament durfte(08:10) Selenskyjs Sanktionen gegen Mendel(09:51) Ist die Ukraine noch eine Demokratie?(11:56) Cherson: die menschlichen Kosten des Krieges(16:42) Warum Mendel Selenskyj mitverantwortlich macht(17:51) So erlebte sie Selenskyj persönlich(21:35) „Ein fantastischer Schauspieler“(24:43) Oligarchen, Geld und Korruptionsvorwürfe(30:04) Maidan: Mendels Blick zurück(34:26) NATO oder Neutralität?(34:59) Wie Mendel Selenskyjs Sprecherin wurde(36:27) PR statt Strategie? Erfahrungen aus dem Präsidentenbüro(39:23) Warum sie 2021 ging(43:17) Ukraine vor dem russischen Großangriff(47:40) Warum sie Selenskyj 2022 trotzdem unterstützte(49:51) Waffenlieferungen und Korruption(51:49) Istanbul 2022 und die Friedensverhandlungen(55:18) Welche Rolle spielte Boris Johnson?(56:25) Mendels Weg zum Frieden: Neutralität(1:00:19) Was kostet dieser Krieg die Ukraine?(1:03:26) Trump und die Friedensfrage(1:05:50) Hat Selenskyj noch Rückhalt?(1:07:06) Was kommt nach Selenskyj?(1:07:25) Würde Julija Mendel selbst bereitstehen? Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus:https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr:Website: https://www.patrikbaab.deTelegram: https://t.me/patrik_baabX: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

  • S1 · E101
    Thursday · 1 hr 9 min

    Julija Mendel: Von Selenskyjs Sprecherin zur Kritikerin – „Frieden ist pro-ukrainisch“

    Julija Mendel war von 2019 bis 2021 Pressesprecherin des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Heute gehört sie zu seinen schärfsten Kritikerinnen. Im Gespräch mit Patrik Baab erklärt sie, warum sie mit ihrem früheren Chef gebrochen hat und weshalb sie Frieden, Neutralität und einen grundlegenden Strategiewechsel für die Ukraine fordert. Mendel spricht ungewöhnlich offen über ihre Zeit im Präsidentenbüro. Sie erzählt von Selenskyjs Umgang mit Kritik, seinem Fokus auf öffentliche Wirkung und PR und von jenem Moment im Jahr 2021, in dem sie zu der Überzeugung gelangte, der Dialog mit Russland werde abreißen. Dennoch unterstützte sie Selenskyj nach dem russischen Angriff 2022 zunächst weiter. Heute blickt sie selbstkritisch darauf zurück. Besonders persönlich wird das Gespräch, als Mendel über ihre Heimatregion Cherson spricht. Sie schildert die Folgen des russischen Beschusses, die Angst der Zivilbevölkerung und den demografischen Niedergang der Ukraine. Russland und Putin spricht sie ausdrücklich nicht von der Verantwortung für den Krieg frei. Gleichzeitig wirft sie Selenskyj vor, Chancen auf Verhandlungen ausgeschlagen und den eigenen Machterhalt über die Interessen des Landes gestellt zu haben. Weitere Themen sind Korruption, Mobilisierung, politische Sanktionen gegen Mendel, der Maidan, die NATO-Frage und die Verhandlungen von Istanbul 2022. Mendel plädiert für eine neutrale Ukraine und sagt: „Peace is not pro-Russian, peace is pro-Ukrainian.“ Am Ende richtet sich der Blick nach vorn: Was kommt nach Selenskyj? Und könnte Julija Mendel selbst noch einmal eine politische Rolle in der Ukraine übernehmen? Themen dieser Folge: – Warum Julija Mendel mit Selenskyj gebrochen hat – Ihre persönlichen Erfahrungen im Präsidentenbüro – Sanktionen, Meinungsfreiheit und politischer Druck – Cherson und die menschlichen Kosten des Krieges – Korruption, Mobilisierung und der Zustand der ukrainischen Demokratie– Warum Mendel 2021 das Präsidentenbüro verließ– Warum sie Selenskyj 2022 trotzdem noch unterstützte– Maidan und ihre heutige Sicht auf die Ereignisse von 2014– NATO-Mitgliedschaft oder Neutralität?– Istanbul 2022 und Mendels Sicht auf verpasste Friedenschancen– Trump und mögliche Wege zu Verhandlungen– Was kommt nach Selenskyj – und welche Rolle könnte Mendel spielen? Julija Mendel: „Peace is not pro-Russian, peace is pro-Ukrainian.“ Kapitel: (00:00) Julija Mendel: von der Insiderin zur Kritikerin(02:59) Mirotworez und Angst um ihre Familie(04:39) Warum sie nicht ins Europäische Parlament durfte(08:10) Selenskyjs Sanktionen gegen Mendel(09:51) Ist die Ukraine noch eine Demokratie?(11:56) Cherson: die menschlichen Kosten des Krieges(16:42) Warum Mendel Selenskyj mitverantwortlich macht(17:51) So erlebte sie Selenskyj persönlich(21:35) „Ein fantastischer Schauspieler“ (24:43) Oligarchen, Geld und Korruptionsvorwürfe (30:04) Maidan: Mendels Blick zurück(34:26) NATO oder Neutralität?(34:59) Wie Mendel Selenskyjs Sprecherin wurde(36:27) PR statt Strategie? Erfahrungen aus dem Präsidentenbüro(39:23) Warum sie 2021 ging(43:17) Ukraine vor dem russischen Großangriff(47:40) Warum sie Selenskyj 2022 trotzdem unterstützte(49:51) Waffenlieferungen und Korruption(51:49) Istanbul 2022 und die Friedensverhandlungen(55:18) Welche Rolle spielte Boris Johnson?(56:25) Mendels Weg zum Frieden: Neutralität(1:00:19) Was kostet dieser Krieg die Ukraine?(1:03:26) Trump und die Friedensfrage(1:05:50) Hat Selenskyj noch Rückhalt?(1:07:06) Was kommt nach Selenskyj?(1:07:25) Würde Julija Mendel selbst bereitstehen? Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus: https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr:Website: https://www.patrikbaab.deTelegram: https://t.me/patrik_baabX: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

  • S1 · E100
    Wednesday · 36 min

    Julija Mendel: „Frieden kann nicht prorussisch sein" – Ex-Sprecherin Selenskyjs rechnet mit der Kriegspolitik ab

    Julija Mendel, ehemalige Pressesprecherin des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, hält vor EU-Parlamentariern in Straßburg, am 16. September 2029 eine Rede über die humanitären und gesellschaftlichen Folgen des Krieges. Sie schildert den Zusammenbruch des Alltags in der Ukraine, kollabierende Demografie, zerstörte Infrastruktur, traumatisierte Kinder und fordert einen Kurswechsel hin zu Verhandlungen. Themen dieser Rede:– Die Realität des Krieges: Kinder ohne Bildung und Zukunftsperspektive– Die Lage an der Front und in Regionen wie Cherson– Mendels Kritik an Selenskyjs Maximalforderungen und Vorwürfe von Korruption– Der dramatische Bevölkerungsrückgang und die wirtschaftliche Lage der Ukraine– Meinungsfreiheit unter Druck: Die Kriminalisierung von Friedensforderungen– Das Scheitern von Sanktionen und die Forderung nach Diplomatie „Frieden kann nicht prorussisch sein. Frieden ist der einzige Weg aus der Krise." – Julija Mendel Kapitel: (00:00) Einleitung & Begrüßung(00:17) Julija Mendel über ihre Rolle und den Bruch mit der Kiewer Linie(02:30) Die Realität des Krieges: Kinder ohne Bildung und Zukunft(05:15) Kampf ums Überleben: Die Lage an der Front und in Cherson(08:40) Großmacht-Ideen vs. Rettung der Ukraine(11:30) Gekündigte Vereinbarungen und Selenskyjs Maximalforderungen(14:00) Die bittere Demografie: Der schrumpfende Staat(16:45) Zerstörte Wirtschaft und wachsende Abhängigkeit(19:10) „Frieden kann nicht prorussisch sein": Meinungsfreiheit unter Druck(22:00) Zwangsmobilisierung und Korruption im Führungszirkel(24:45) Aufrüstung, Feindbilder und westliche Illusionen(28:15) Scheitern der Sanktionen und Notwendigkeit von Diplomatie(31:00) Autokratische Tendenzen und Repression gegen Friedensstimmen(33:20) Das finnische Modell vs. Afghanistan-Szenario(34:50) Schlussappell an Europa: Verhandlungen statt Zerstörung(35:40) Danksagung Dieser Beitrag dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus: Website: https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr: https://www.patrikbaab.de | Telegram: https://t.me/patrik_baab | X: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

  • S1 · E99
    Tuesday · 23 min

    Julija Mendel: „Frieden ist nicht pro-russisch“ – Selenskyjs Ex-Sprecherin rechnet mit Europas Ukrainekurs ab

    Julija Mendel war Sprecherin des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Heute gehört sie zu seinen scharfen Kritikerinnen und fordert ein Ende der militärischen Eskalation. In Straßburg will sie ihre Botschaft vor Abgeordneten des Europäischen Parlaments vortragen – doch sie darf das Parlamentsgebäude nicht betreten. In diesem „Zur Sache“ berichtet Patrik Baab aus dem Hotel Grand-Île, nur wenige Schritte vom Europäischen Parlament entfernt. Während Mendel ihre Rede per Video hält, tagt im Nebenraum eine kanadische Delegation um Premierminister Mark Carney. Für Baab werden die beiden Hotelräume zum Sinnbild zweier politischer Richtungen: hier Mendels Forderung nach Verhandlungen, dort die strategische Annäherung zwischen Kanada und der EU. Mendel spricht über die menschlichen Kosten des Ukrainekriegs, Korruption und die Politik Selenskyjs. Ihre zentrale Botschaft: Frieden zu fordern sei nicht pro-russisch. Russlands Krieg verurteilt sie ausdrücklich, zugleich warnt sie davor, ukrainische Menschenleben einer Strategie dauerhafter militärischer Eskalation unterzuordnen. Doch der Beitrag stellt noch eine zweite Frage: Welche politische Rolle könnte Mendel künftig spielen? Baab zeichnet ihren Weg von Selenskyjs Sprecherin zur Kritikerin nach und untersucht ihre politischen Schnittmengen mit Donald Trump, J.D. Vance und Marco Rubio. Als er sie auf die Rolle der USA anspricht, will Mendel die Frage nicht beantworten. Daraus entwickelt Baab seine Hypothese: Könnte Mendel für Washington eine politische Rolle in einer Ukraine nach Selenskyj spielen? Themen dieser Folge: – Warum Julija Mendel nicht ins Europäische Parlament durfte– Von Selenskyjs Sprecherin zu seiner Kritikerin– Mendels Appell für Verhandlungen und ein Ende der Eskalation– „Frieden ist nicht pro-russisch“– Die menschlichen und gesellschaftlichen Kosten des Ukrainekriegs– Mendels Kritik an Selenskyj und europäischen Entscheidungsträgern– Mark Carney und die strategische Annäherung zwischen Kanada und EU– Unterschiedliche Interessen Washingtons und Brüssels– Mendels politische Schnittmengen mit Trump, Vance und Rubio– Die Frage nach einer politischen Neuordnung der Ukraine „Wenn ihr wirklich gegen Russland kämpfen wollt, geht an die Front. Zensiert nicht die Ukrainer, die nach Frieden rufen.“ – Julija Mendel Kapitel: (00:00) Straßburg: der politische „Tatort“(01:45) Zwei Räume, zwei politische Richtungen(03:25) Warum Julija Mendel nicht ins Parlament darf(05:30) Mendels Friedensappell(07:45) Ukrainekrieg: Menschenleben und Kriegsziele(09:15) „Frieden ist nicht pro-russisch“(11:00) Mendel über Selenskyj und die Ukraine(13:20) Wer ist Julija Mendel heute?(15:20) Die Frage nach Washington(17:00) Trump, Rubio und Vance: politische Schnittmengen(19:00) Washington und Brüssel: unterschiedliche Strategien?(21:00) Mendel nach Selenskyj?(22:30) Rückkehr zum „Tatort“ Grand-Île Dieser Beitrag dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus: https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr: Website: https://www.patrikbaab.de Telegram: https://t.me/patrik_baab X: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

  • S1 · E98
    September 20 · 35 min

    Patrik Baab: Tagebuch meines Todes – Warum ich meine Flucht vorbereitet habe

    Was nimmt man mit, wenn man glaubt, sein Land verlassen zu müssen? Wie schützt man seine Kommunikation? Wohin bringt man sein Geld? Und was geschieht mit einem Menschen, der nachts darauf wartet, dass es an seiner Tür klingelt? In „Tagebuch meines Todes“ verbindet Patrik Baab persönliche Erfahrungen und Ängste mit einer fundamentalen Kritik an der politischen Entwicklung Deutschlands und Europas. Ausgangspunkt ist eine Reise nach Malta: eine anonyme SIM-Karte, die Suche nach einem Bankkonto, ein vorbereiteter Fluchtkoffer und die Frage, wie eine Flucht aus der EU aussehen könnte. Baab erinnert an berufliche Konsequenzen und öffentliche Kampagnen nach seinen Reisen in den Donbass, an Konflikte mit Universität und Arbeitgeber sowie an eine Vorladung der Berliner Staatsanwaltschaft. Aus dieser persönlichen Geschichte entwickelt er seine politische These: Sanktionen, Überwachung, Aufrüstung, Informationskontrolle und Ukrainekrieg seien Ausdruck einer Entwicklung, die demokratische und rechtsstaatliche Sicherheiten zunehmend gefährde. Der Vortrag weitet sich schließlich zu einer Analyse von EU, NATO, Finanzindustrie und Kriegsökonomie aus. Baab stellt die These auf, dass Europas Aufrüstung eine politische und wirtschaftliche Eigendynamik entwickelt habe, die den Frieden selbst zum Problem werden lasse. Doch am Ende kehrt die Geschichte dorthin zurück, wo sie begonnen hat: zu einem einzelnen Menschen und seiner Angst. Traum und Wirklichkeit verschwimmen – bis zur Vision des eigenen Todes. Themen dieser Folge: – Warum Patrik Baab eine mögliche Flucht vorbereitet – Berufliche Ausgrenzung und seine Erfahrungen nach den Donbass-Reisen – Mirotworez, Staatsanwaltschaft und die Angst vor Verfolgung – Anonyme SIM-Karte, Kreditkarte und digitale Überwachung – EU-Sanktionen und Baabs Kritik an rechtsstaatlichen Defiziten – Informationskontrolle und kognitive Kriegsführung – Malta, Luxemburg und die Finanzierung der Aufrüstung – Rüstungsindustrie und die These vom ökonomischen Kriegszwang – Ukrainekrieg und europäische Machtpolitik – Schlaflosigkeit, Todesangst und die „Zeit der Monster“ „Was würde man mitnehmen müssen im Augenblick der Flucht, der den Rückweg auf immer verschlöße.“ – Patrik Baab Kapitel: (00:00) Tagebuch meines Todes: Flucht durch Valletta (03:30) Die Liste, auf der sein Name steht (05:30) Ausgrenzung, Kündigung und öffentliche Kampagnen (08:30) Staatsanwaltschaft und Angst vor den Folgen einer Aussage (10:30) Kreditkarte: die verräterische digitale Spur (12:00) Der Fluchtkoffer unter dem Bett (15:00) Sanktionen und die Angst vor staatlicher Verfolgung (18:00) Malta, EU-Eliten und politische Netzwerke (22:00) Finanzsystem und Kriegsökonomie (25:00) Aufrüstung: Wird Frieden zum Problem? (27:00) „Bankrott oder Krieg“ – Baabs These über Europas Sackgasse (30:00) Schlaflosigkeit und Todesangst (33:00) „Es war die Zeit der Monster“ Dieser Vortrag dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus:https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr:Website: https://www.patrikbaab.deTelegram: https://t.me/patrik_baabX: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

  • S1 · E97
    September 17 · 1 hr 28 min

    Ralph Bosshard: Der „Schattenkrieg“ – Neutralität Geheimdienste, Spezialkräfte und der Ukrainekrieg

    Ralph Bosshard, früherer Oberstleutnant im Generalstab der Schweizer Armee und geopolitischer Analyst, spricht mit Patrik Baab über die Schweizer Neutralität, Geheimdienstaktivitäten und die Rolle westlicher Spezialkräfte im Ukrainekrieg. Ausgangspunkt ist die Frage, wie neutral die Schweiz heute noch ist. Bosshard beschreibt NATO-Netzwerke und mutmaßliche Aktivitäten ukrainischer Nachrichtendienste und spricht von einem „Schattenkrieg“ auf Schweizer Boden. Dabei unterscheidet er mehrfach zwischen eigener Erfahrung, Schlussfolgerungen und Vermutungen. Ein Schwerpunkt des Gesprächs sind Bosshards persönliche Erfahrungen bei der OSZE in der Ukraine. Er berichtet von Beobachtungen aus Kiew, Kramatorsk und Mariupol und schildert, warum er davon ausgeht, dass westliche Nachrichtendienste und Sonderoperationskräfte bereits 2014 in der Ukraine tätig waren. Im weiteren Verlauf geht es um Stay-Behind-Strukturen, CIA-Stationen, mögliche britische Operationen, westliches Personal an komplexen Waffensystemen und schließlich um die Frage, wie dieser Krieg überhaupt noch beendet werden könnte. Themen dieser Folge: – Schweizer Neutralität und NATO-Netzwerke – Bosshards These vom „Schattenkrieg“ in der Schweiz – Ukrainische und westliche Nachrichtendienste – Gladio, P26 und mögliche neue Stay-Behind-Strukturen – Maidan 2014 und Bosshards Einschätzung westlicher Einflussnahme – Seine persönlichen Erfahrungen bei der OSZE in der Ukraine – CIA-Stationen und verdeckte Strukturen – Westliche Spezialkräfte in der Ukraine – Britische Kräfte, Odessa und die Kerch-Brücke – Westliches Personal bei Drohnen und Langstreckenwaffen – Eskalation und die Frage nach einem politischen Ausweg Ralph Bosshard: „Es gibt einen Schattenkrieg auf dem Boden der Schweiz. Das ist so.“ Kapitel: (00:00) Schweizer Neutralität unter Druck (04:44) NATO-Netzwerke in der Schweiz (07:15) Geheimdienste und der „Schattenkrieg“ (10:58) CIA, MI6 und Einflussstrukturen (16:30) Gladio, P26 und Stay Behind (20:16) Der Drohnenfall Leipzig (28:31) Maidan und westliche Geheimdienste (35:28) Bosshards OSZE-Erfahrungen (43:28) Wurde die OSZE instrumentalisiert? (47:29) Die CIA-Stationen in der Ukraine (49:28) Aufbau einer Stay-Behind-Organisation? (54:14) Westliche Spezialkräfte in der Ukraine (56:28) Britische Kräfte und verdeckte Operationen (58:44) Die Kerch-Brücke (1:05:33) Bundeswehr-Spezialkräfte in der Ukraine? (1:09:54) Fernwaffen gegen Russland (1:21:24) Wo endet dieser Krieg? (1:24:37) Frieden erst nach einem „Elitentausch“? Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus: https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr: Website: https://www.patrikbaab.de Telegram: https://t.me/patrik_baab X: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

  • S1 · E96
    September 15 · 31 min

    Blumen für Piskarewka: Leningrad, deutsche Schuld und die neue Konfrontation mit Russland

    Was bedeutet deutsche Erinnerung an die Blockade von Leningrad in einer Zeit, in der Deutschland und Russland politisch wieder zu Gegnern werden? Die Gesellschaft für deutsch-russische Freundschaft sammelt 4.000 Euro für den Ehrenfriedhof Piskarewka bei St. Petersburg – die größte Begräbnisstätte für Opfer der Blockade von Leningrad. Bei einem Besuch in der russischen Botschaft in Berlin spricht Patrik Baab mit Torsten Rexin von der Gesellschaft für deutsch-russische Freundschaft, dem russischen Botschafter Sergej Netschajew und dem Autor und Professor Michael Schneider. Ausgehend von der Aktion „Blumen für Piskarewka“ führt die Reportage zurück in die Jahre 1941 bis 1944: Hunger, extreme Kälte und der deutsche Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. Rexin und Schneider kritisieren, dass die Blockade von Deutschland nicht als Völkermord anerkannt wird. Gleichzeitig richtet sich der Blick auf die Gegenwart. Wie konnte aus der deutsch-russischen Verständigung nach 1945 eine neue politische Konfrontation werden? Welche Rolle spielt Deutschland im Ukrainekrieg? Und wie groß ist die Gefahr einer weiteren Eskalation? Themen dieser Folge: – „Blumen für Piskarewka“: Warum Deutsche für einen russischen Ehrenfriedhof sammeln – Die Blockade von Leningrad und das Gedenken an ihre Opfer – Warum Rexin und Schneider die Blockade als Völkermord bezeichnen – Deutsche Erinnerungskultur und historische Verantwortung – Der Zerfall der deutsch-russischen Beziehungen – Botschafter Netschajew: „Wir wollen keinen Krieg mit Deutschland“ – Warum Netschajew den Ukrainekrieg als „nicht deutschen Krieg“ bezeichnet – „Unsere Geduld ist nicht unendlich“: Russlands Warnung vor weiterer militärischer Unterstützung – Michael Schneiders These von „Schuldumkehr“ und „seelischer Entlastung“ – Die Sorge vor einer weiteren Eskalation bis hin zu einem neuen großen Krieg „Denn so gehen immer Kriege los, dass die diplomatischen Kanäle gekappt werden und dann nur noch die Waffen sprechen.“ – Michael Schneider Kapitel: (00:00) „Wir wollen keinen Krieg mit Deutschland“ (00:59) Blumen für Piskarewka (02:19) Warum die Blockade als Völkermord bezeichnet wird (05:07) Deutsch-russische Verständigung und zerstörte Brücken (08:00) „Russland ist mitnichten unser Feind“ (09:47) Sergej Netschajew über Erinnerung und deutsch-russische Beziehungen (12:45) Warum Leningrad in Russland unvergessen bleibt (15:24) Netschajew über den Drohnenvorfall in Leipzig (17:20) „Dieser Konflikt ist nicht deutscher Krieg“ (17:52) „Unsere Geduld ist nicht unendlich“ (19:15) Netschajews Hoffnung für Deutschland und Russland (20:57) 125 Gramm Brot: die Blockade von Leningrad (23:21) „Dann nur noch die Waffen sprechen“ (24:11) Michael Schneider über Deutschlands Rolle im Ukrainekrieg (25:09) Vernichtungskrieg und historische Schuld (27:44) NATO-Osterweiterung und Ukrainekrieg (28:27) Schneiders These von der „seelischen Entlastung“ (29:50) Die Zukunft der deutsch-russischen Beziehungen (30:26) „Schlafwandel in einen neuen Weltkrieg“ Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus: Website: patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr: patrikbaab.de Telegram: Patrik Baab X: @PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

  • S1 · E95
    September 13 · 55 min

    Larisa Tropkina: Stalingrad, Ukrainekrieg und die zerstörten deutsch-russischen Beziehungen

    Larisa Tropkinas deutsche Synchronisation wurde mithilfe einer KI-generierten Stimme erstellt. Larisa Tropkina, Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Sport, Tourismus und Jugend im Stadtrat von Wolgograd und Schuldirektorin, spricht mit Patrik Baab über die Erinnerung an Stalingrad, das Verhältnis zwischen Deutschland und Russland und den Krieg in der Ukraine. Sie erzählt, wie Kriegserfahrungen bis heute in Familien und Schulen weitergegeben werden: von ihrer Mutter, die als Kind Hunger und Krieg erlebte, von einem Abschlussjahrgang des Jahres 1941, aus dem niemand zurückkehrte, und von der Frage, wie historische Erinnerung an kommende Generationen weitergegeben werden kann. Im politischen Teil des Gesprächs geht es um die seit 2022 weitgehend eingefrorenen deutsch-russischen Beziehungen, Bürgerdiplomatie und die Auswirkungen des Ukrainekrieges auf Wolgograd. Tropkina vertritt dabei deutlich die russische Sicht auf den Krieg und äußert kontroverse Positionen zur Ukraine, zum Westen und zur Rolle Deutschlands. Zugleich plädiert sie dafür, die persönlichen und kulturellen Verbindungen zwischen Deutschen und Russen nicht abbrechen zu lassen. Themen dieser Folge: – Stalingrad und Wolgograd: Wie Kriegserinnerung über Generationen weitergegeben wird – Schule und Geschichte: Warum persönliche Familiengeschichten für Tropkina wichtiger sind als abstrakte Erinnerung – Deutschland und Russland: Was seit 2022 von Austausch und Zusammenarbeit geblieben ist – Bürgerdiplomatie: Können Menschen erhalten, was die Politik zerstört? – Ukrainekrieg: Tropkinas Sicht auf Russland, die Ukraine und den Westen – „Rache für Stalingrad?“: Eine kontroverse Deutung heutiger deutscher und westlicher Politik – Drohnenalarm, Verwundete und Geflüchtete: Wie der Krieg Wolgograd erreicht – Wolgograd oder Stalingrad? Die Debatte um den Namen der Stadt – Hoffnung auf eine Wiederannäherung zwischen Deutschen und Russen Kapitel: (00:00) Stalingrad und die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg (03:35) Tropkinas Familiengeschichte und die Erfahrungen ihrer Mutter (06:54) Wie Schulen historische Erinnerung weitergeben (08:41) Der Abschlussjahrgang, aus dem niemand zurückkehrte (10:45) Persönliche Geschichten statt abstrakter Geschichte (12:40) Was seit 2022 aus den deutsch-russischen Beziehungen wurde (14:25) Bürgerdiplomatie und persönliche Kontakte (17:36) Tropkinas Sicht auf den Ukrainekrieg (19:00) Informationskrieg und das Bild Russlands im Westen (22:00) Die These von der „Rache für Stalingrad“ (25:08) Was aus der deutsch-russischen Freundschaft wurde (27:39) Drohnenalarm und die Auswirkungen des Krieges auf Wolgograd (31:21) Verwundete, Geflüchtete und gesellschaftliche Unterstützung (35:03) Jugendliche, Mariupol und ukrainische Kinder (38:12) Infrastruktur und Entwicklung Wolgograds (44:33) Wirtschaft, Industrie und Arbeitsplätze (47:10) Soll Wolgograd wieder Stalingrad heißen? (49:21) Kann das Verhältnis zu Deutschland wieder repariert werden? (51:51) Tropkinas Botschaft an deutsche Politiker Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus: Website: patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr: patrikbaab.de Telegram: Patrik Baab | X: @PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

  • S1 · E94
    September 10 · 1 hr 31 min

    Norbert Häring: Der „Wahrheitskomplex" – Wie NGOs und Faktenchecker im Staatsauftrag Meinungen steuern

    Wirtschaftsjournalist und Buchautor Dr. Norbert Häring analysiert im Gespräch mit Patrik Baab die Entstehung eines weltumspannenden „Wahrheitskomplexes". Seine These: Staaten, Militärbündnisse und Geheimdienste lagern die Festlegung verbindlicher Narrative unter dem Deckmantel der Desinformationsbekämpfung an ein Netzwerk aus NGOs, Stiftungen und Faktencheckern aus. Themen dieser Folge: – Der Wahrheitskomplex: Härings Analyse der Auslagerung von Zensurfunktionen an scheinbar unabhängige Akteure– Kognitive Kriegsführung: Warum NATO und Thinktanks den menschlichen Verstand als Schlachtfeld betrachten– Digital Services Act: Wie die EU-Regulierung aus Härings Sicht algorithmische Drosselung ermöglicht– Das System Correctiv & Co.: Die Verflechtung staatlich finanzierter Recherche-Netzwerke mit Ministerien– Von 2014 bis zur Ukraine: Der Aufbau der westlichen Zensurinfrastruktur laut Häring– Rückeroberung des Debattenraums: Wege zur Verteidigung der Meinungsfreiheit „Zensur findet heute nicht mehr mit dem Stempel des Zensors statt, sondern über die Auslagerung an private Dienstleister im Auftrag des Staates." „Der Wahrheitskomplex" von Norbert Häring – [Buch-Link einfügen] Kapitel: (00:00) Einstieg: Zensur im modernen Staat(01:40) Der Wahrheitskomplex & Norbert Härings Recherchen(04:12) Kognitive Kriegsführung: Der Geist als Schlachtfeld(06:00) Digital Services Act & Zensurauslagerung(08:08) NATO, Atlantic Council & US-Vorgaben(10:17) Denunziation & Zensurerfahrung in der Praxis(11:10) Corona, Krisensteuerung & Militärbezüge(12:56) Ursprung 2014: Ukraine-Konflikt & Propagandakrieg(14:18) StratCom & Hybride Kriegsführung(16:40) Faktenchecker & die Rolle von Correctiv(19:10) Allianz für resiliente Informationsgesellschaft(23:35) Finanzierungsströme & staatliche Steuerung(28:10) Zersetzung des freien Journalismus(34:15) Kriminalisierung von Kritik & Abweichung(42:00) Überwachung digitaler Kommunikationsräume(51:20) Geopolitische Feindbilder als Herrschaftsinstrument(01:01:45) Der Umbau des Rechtsstaats(01:12:10) Die Illusion freier Medienmärkte(01:21:05) Gegenöffentlichkeit & alternative Kanäle(01:28:15) Fazit & Wege aus der Zensurspirale Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus: Website: https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr: https://www.patrikbaab.de | Telegram: https://t.me/patrik_baab | X: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

  • S1 · E93
    September 6 · 1 hr 1 min

    Hermann Ploppa: Der neue Feudalismus – Wie BlackRock und andere Superreiche. die Demokratie aushöhlen

    Politikwissenschaftler und Autor Hermann Ploppa spricht mit Patrik Baab über die Transformation der Gesellschaft in einen „neuen Feudalismus". Seine These: Eine kleine Schicht von Superreichen und Finanzakteuren wie BlackRock und Vanguard höhlt demokratische Strukturen aus – mit frappierenden Parallelen zum mittelalterlichen Lehnswesen, nur mit modernster Überwachungstechnologie. Themen dieser Folge: – Der neue Feudalismus: Ploppas Analyse einer Refeudalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft– Die Macht der Schattenbanken: Wie BlackRock aus seiner Sicht Staaten in die Schuldknechtschaft treibt– Privatisierung des Krieges: Kriege als Geschäftsmodell für die Rüstungsindustrie– Überwachungsstaat und Palantir: Die Rolle von Peter Thiels Software– Angst als Herrschaftsinstrument: Wie ein „Einschüchterungsstaat" laut Ploppa entsteht– Zerstörung der Vernunft: Bildungssystem, digitale Medien und künstliche Intelligenz „Freiheit und Demokratie sind für die neuen Eliten nicht mehr mit ihrem Profitstreben vereinbar." Kapitel: (00:00) Einleitung: Die Rückkehr des Feudalismus(02:10) Was ist Feudalismus? Von Leibeigenen und Kronzeugen(04:20) Bill Gates und der Zugriff auf das Genom(06:50) Der Schockzustand: Wenn Rechtsstaatlichkeit suspendiert wird(09:10) BlackRock: Die Logik der Heuschrecken(11:50) Finanzkapitalismus vs. reale Bedürfnisse(14:10) Wetten auf den Untergang: Die Jagdlogik der Politik(16:40) Rüstungswahn: Wenn der Krieg zum Konjunkturprogramm wird(19:30) Schachmatt: Die strategische Fehlkalkulation im Nahen Osten(22:10) Die große Enteignung: Das Ende des Privateigentums(24:30) Refeudalisierung der Öffentlichkeit nach Habermas(27:10) Schuldknechtschaft: Warum Staaten erpressbar sind(29:40) Gazastreifen & Ukraine: Privatisierter Wiederaufbau(33:20) Lobbyismus auf höchster Ebene: Die Rolle von Friedrich Merz(35:20) Eugenik 2.0: Die Optimierung des Menschen(38:40) mRNA & Biopolitik: Der übergriffige Staat(41:40) Bevölkerungswachstum vs. Sozialpolitik(43:40) Zerstörung der Vernunft: Vom Buch zum TikTok-Fragment(46:10) KI: Geistige Fertignahrung für die Massen?(49:10) Krieg gegen die eigene Bevölkerung: Überwachung & Sheriffs(52:10) Fiktive Bedrohungen als Herrschaftssicherung(54:50) Ausweg: Genossenschaften und demokratische Instandbesetzung Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus: Website: https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr: https://www.patrikbaab.de | Telegram: https://t.me/patrik_baab | X: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

  • S1 · E92
    September 3 · 1 hr 9 min

    Rafael Lutz: „Das NATO-Netzwerk in der Schweiz" – Verabschiedet sich die Schweiz von der Neutralität?

    Journalist und Buchautor Rafael Lutz spricht mit Patrik Baab über sein Buch „Das NATO-Netzwerk in der Schweiz". Seine These: Transatlantisch orientierte Eliten in Politik, Medien und Militär drängen das Land systematisch Richtung NATO – und stellen damit die verfassungsmäßige Grundlage der Neutralität infrage. Themen dieser Folge: – Die Erosion der Neutralität: Wie der Bundesrat seit 2022 EU-Sanktionen gegen Russland übernimmt– Das NATO-Netzwerk in Bern: Lutz' Analyse zum Einfluss von Denkfabriken und Rüstungslobbyisten– Der F-35-Skandal: Rüstungsgeschäfte und die Abhängigkeit von Washington– Cognitive Warfare: Der Versuch, kritische Stimmen laut Lutz zu marginalisieren– Personalpolitik: Wie Diplomaten und Militärs aus ihren Ämtern gedrängt werden– Rüstungskonzerne: Verflechtungen zwischen Schweizer Verteidigungsapparat und der Industrie „Wir machen die Schweiz zur Zielscheibe, anstatt sie als neutralen Mediator in Stellung zu bringen." Kapitel: (00:00) Einleitung: Die Schweiz am Scheideweg(01:40) Das NATO-Netzwerk: Wer drängt in das Bündnis?(06:10) Neutralität unter Beschuss: Die Zäsur von 2022(09:40) Druck aus Washington: Die Rolle von Wendy Sherman(12:50) Milliarden für die Ukraine: Kosten und Konsequenzen(14:40) Einmischung: Ukrainische Diplomatie als Zensurorgan(17:00) Geheimdienstliche Intrigen: Attentate auf Schweizer Boden?(21:20) Die Neutralitätsinitiative: Diffamierung als „Putin-Propaganda"(24:00) Waffenbrüderschaft: Gemeinsame Übungen mit der NATO(26:30) Der F-35 Skandal: Fixpreis-Lügen und Abhängigkeiten(29:40) Munitionspartnerschaften: Von einer Abhängigkeit in die nächste(33:20) Cognitive Warfare: Der Krieg um die Köpfe in der Schweiz(37:10) Kausa Jean-Daniel Ruch: Wenn die Israel-Lobby Personalpolitik macht(41:10) Denunziation bei der OSZE: Ein Militärdiplomat im Visier(44:50) Pelli Pulli: Die finnische Handschrift in der Sicherheitspolitik(48:20) Rekrutierung aus Think Tanks: Die akademische NATO-Reserve(50:40) Rüstungsgiganten: Elbit und die Drehtüreffekte in Bern(53:50) BlackRock & Co: Die Profiteure des Rüstungsbooms(55:40) Journalisten im Kampfanzug: Die Rolle der NZZ(57:30) Fazit: Zwischen Hochverrat und Demokratieverlust Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus: Website: https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr: https://www.patrikbaab.de | Telegram: https://t.me/patrik_baab | X: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

  • S1 · E91
    August 30 · 1 hr 8 min

    Kari Poutiainen: Der Mord an Olof Palme – War der schwedische Premier zu gefährlich für die NATO?

    Der Autor und Palme-Experte Kari Poutiainen analysiert im Gespräch mit Patrik Baab die Schattenseiten der offiziellen Ermittlungen zum Mord an Olof Palme. Seine These: Palmes Plan einer atomwaffenfreien Zone in Skandinavien und seine Annäherung an Gorbatschow machten ihn zu einem Sicherheitsrisiko für NATO und USA. Themen dieser Folge: – Palme als Bedrohung: Warum sein Plan einer atomwaffenfreien Zone aus Poutiainens Sicht in Washington Alarm auslöste– Die Achse Palme-Gorbatschow: Diplomatische Annäherungen zwischen Stockholm und Moskau– Der unsichtbare Begleiter: Ein mysteriöser „Sicherheitsmann" am Tatort– Geheimdienst-Netzwerke: Poutiainens Blick auf CIA und SÄPO in Stockholm– Parallelen zu Aldo Moro: Die Anatomie von Staatsverbrechen aus seiner Sicht– Warum Poutiainen die „Einzeltäter"-Theorie für unhaltbar hält „Die Ermittlungen waren von Anfang an ein Witz. Palme wurde nicht von einem Verrückten getötet, sondern von Kräften, die in ihm ein Hindernis für die globale Geopolitik sahen." Die deutsche Version des Interviews: https://youtu.be/YpIAOH4F4g4 Film „Olof Palme 40 Jahre": https://youtu.be/2StLwnGBt-c Kapitel: (00:00) Warum Olof Palme für die USA und die NATO „gefährlich" wurde(03:30) Die Allianz mit Gorbatschow: Ein Plan für ein neutrales Europa(07:40) Indizien im Sperrbezirk: Die Rolle der CIA in Stockholm(12:00) Das „Brotherhood" der Geheimdienste: SÄPO und die internationale Vernetzung(15:00) Stay-Behind-Armeen und die Schattenarmeen in Schweden(18:30) Desinformation als Waffe: Warum „Whistleblower" oft Nebelkerzen werfen(23:30) Der beige gekleidete Mann: Ein unidentifizierter Zeuge oder der Operator?(28:50) Die Parallelen zum Fall Aldo Moro: Militärische Präzision am Tatort(37:00) Manipulation der Zeugen: Wie Lisbet Palme beeinflusst wurde(44:00) Wer kontrollierte die Ermittler? Hans Holmér und das SÄPO-Bidding(49:00) Die Farce der „Lone Gunman"-Theorie und der Scandia-Mann(53:15) Craig Williamson und die südafrikanische Spur: Fakt oder Ablenkung?(57:30) Exportverbot und High-Tech: Wie Palme zwischen die Fronten geriet(01:02:00) „Suicided": Wenn Zeugen und Beteiligte im Gefängnis sterben(01:05:00) Warum Palmes Ideen heute im „Kalten Krieg 2.0" fehlen Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus: Website: https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr: https://www.patrikbaab.de | Telegram: https://t.me/patrik_baab | X: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

  • S1 · E90
    August 27 · 58 min

    Olga Petersen: Flucht aus Deutschland – Eine Ex-AfD-Politikerin über ihr neues Leben in Russland

    Die ehemalige AfD-Abgeordnete der Hamburger Bürgerschaft, Olga Petersen, berichtet Patrik Baab von ihrer Flucht aus Deutschland nach Russland. Ihre Darstellung: Politischer Druck, mediale Hetze und der Einsatz des Jugendamts hätten sie gezwungen, mit vier Kindern und einem Hund ihre Heimat zu verlassen. Themen dieser Folge: – Die Nacht-und-Nebel-Flucht: Warum Petersen unter dem Vorwand eines Urlaubs Deutschland verließ– Politischer Druck im Parlament: Die Folgen ihrer Weigerung, einer ukrainischen Delegation zu applaudieren– Wahlbeobachtung in Moskau: Ihre Sicht auf die Reaktionen auf ihre Berichterstattung zur Präsidentschaftswahl 2024– Jugendamt und Schule: Petersens Darstellung des Drucks auf ihre Familie– Bildungsvergleich Deutschland–Russland: Ihre Einschätzung zum Lehrstoff ihrer Kinder– Ausblick: Ihre Perspektive auf Heimat, Patriotismus und die deutsch-russischen Beziehungen „Sobald du nicht gegen Russland bist, bist du der Feind der Demokratie." Kapitel:(00:00) Einleitung: Die Flucht aus Deutschland(01:40) Das erste Jahr in Russland: Ankommen und Realisieren(06:10) Der Eklat in der Bürgerschaft: Verweigerter Applaus für die Ukraine(09:40) Krieg im Donbas: Die ausgeblendete Vorgeschichte(12:50) Rüstungswahn: Wenn nur noch die Waffenindustrie floriert(14:40) Repressalien und Bedrohungen: Der Alltag als Oppositionelle(17:00) Wahlbeobachtung 2024: Warum Fakten zur Gefahr wurden(21:20) „Männer in Zivil": Geheimdienstlicher Druck bei der Rückkehr(24:00) Gender-Gaga an Schulen: Die Indoktrination der Kinder(26:30) Sippenhaft: Wenn das Jugendamt politisch instrumentalisiert wird(29:40) Die AfD im Zwiespalt: Transatlantiker vs. Realpolitiker(33:20) Die Logik des Kapitals: Ideologien als Spielzeug der Mächtigen(37:10) Transsexualismus als Kassenleistung: Die Prioritäten der Regierung(41:10) Entmenschlichung: Der Weg in den Transhumanismus(44:50) Bildungscheck: Warum Russland Deutschland abhängt(48:20) Werte und Heimat: Die Bedeutung von Hymne und Tradition(50:40) Patriotismus vs. Nationalismus: Die Liebe zu zwei Ländern(53:50) BlackRock und die Interessen der Globalisten(55:40) Der letzte Weltkrieg? Die Gefahr einer atomaren Eskalation(57:30) Ausblick: Perspektiven für eine souveräne Zukunft Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus: Website: https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr: https://www.patrikbaab.de | Telegram: https://t.me/patrik_baab | X: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

  • S1 · E89
    August 23 · 1 hr 13 min

    Henry Söderström: Der Mord an Olof Palme – Neue Beweise gegen die Einzeltäter-Theorie

    Henry Söderström, Sohn des ranghöchsten Polizeibeamten in der Mordnacht von Olof Palme, spricht mit Patrik Baab über eines der größten ungelösten Rätsel der politischen Zeitgeschichte. Er präsentiert Beweise und Augenzeugenberichte, die aus seiner Sicht der offiziellen „Einzeltäter"-Version widersprechen und auf eine internationale Verschwörung hindeuten. Themen dieser Folge: – Die manipulierten Minuten: Warum der Polizeialarm laut Söderström in der Tatnacht verzögert wurde – Gefälschte Beweise? Die Geschichte der erst Tage später gefundenen Projektile – Palme und die Iran-Contra-Affäre: Sein mögliches Motiv im internationalen Waffenhandel – „Stay Behind"-Armeen und die NATO: Söderströms Spur zur Operation „Tree" – Südafrika-Verbindung: Der Geheimdienst und rechte Netzwerke in der schwedischen Polizei – 40 Jahre Vertuschung: Warum Söderström eine internationale Wahrheitskommission fordert „Mein Vater wusste von Anfang an, dass hier etwas nicht stimmt. Die Zeit ist reif, die Wahrheit ans Licht zu bringen, solange noch Zeitzeugen leben." Kapitel: (00:00) Die Alarmverzögerung: 6 Minuten für den Attentäter (02:00) Die Mordnacht in Stockholm: Henrys persönliche Erinnerung (03:30) Das Schweigen der Zentrale: Söderströms Vater am Tatort (07:40) Die Diskrepanzen im Polizeiprotokoll (13:15) Die Theorie der Polizeiverstrickung (14:40) Manipulation der Tonbänder: Die verschwundenen Beweise (16:50) Die Walkie-Talkie-Männer: 80 ignorierte Zeugen (18:50) Ohne Leibwächter: Eine Einladung zum Mord? (19:50) Die Bullet-Story: Warum die Magnum-Munition ein Fake war (24:20) Hans Holmér: Ein Bürokrat übernimmt die Ermittlungen (27:00) Die Spur der Kurden (PKK) als Ablenkungsmanöver (30:30) Iran-Contra und Oliver North: Palmes gefährliches Eingreifen (38:40) Das „Traitor Track": Warum Palme für die NATO ein Problem war (42:00) Operation „Tree": Das geheime Treffen in Wiltshire (45:40) Mysteriöse Todesfälle: Der Fall Algernon und Frankovich (47:15) Die P2-Loge und das Telegramm: „Der schwedische Baum wird gefällt" (50:15) Der südafrikanische Hit-Team-Track: Craig Williamson in Stockholm (54:15) Die Übung zum Staatsstreich: Tarnung für das echte Attentat? (58:00) Der Cover-up der schwedischen Justiz (01:01:00) Die „Baseball-Gang": Rechte Netzwerke innerhalb der Polizei (01:06:00) Der „Scandia-Mann": Die letzte schwache Lösung der Staatsanwaltschaft (01:10:00) Der Appell für eine Wahrheitskommission (Palme 40) Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus: Website: https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr: https://www.patrikbaab.de | Telegram: https://t.me/patrik_baab | X: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

  • S1 · E88
    August 20 · 1 hr 51 min

    Jan Opielka: Polens Zerrissenheit – Zwischen Solidarität mit der Ukraine und historischen Wunden

    Der polnische Journalist Jan Opielka analysiert im Gespräch mit Patrik Baab die geopolitische Lage Polens im Ukrainekrieg. Im Fokus: Warum die anfängliche Solidarität mit ukrainischen Geflüchteten Risse bekommt und welche historischen Traumata sowie politischen Interessen das Verhältnis zwischen Warschau, Kiew und Moskau prägen. Themen dieser Folge:– Stimmungswechsel in Polen: Wie nationalistische Kräfte das Thema für den Wahlkampf nutzen– Historische Wunden: Das Massaker von Wolhynien und der Streit um die Heldenverehrung der UPA– Polens „USA-Religion": Opielka über die transatlantische Vernetzung der polnischen Eliten– Wirtschaftliche Konkurrenz: Die Angst vor dem EU-Beitritt der Ukraine in der Landwirtschaft– Der antirussische Komplex: Zwischen historischer Erfahrung und Ängsten– Nord Stream und „Thank you, USA": Opielkas Einordnung der polnischen Reaktion „Die Waffen liefern die Reichen, die Armen liefern die Leichen." Das Buch zum Thema: „Mit Russland für einen Politikwechsel" (Hrsg. Jan Opielka) Kapitel:(00:00) Einleitung: Wo steht Polen heute?(03:23) Kippt die Stimmung gegenüber der Ukraine?(08:35) Das Trauma von Wolhynien: Massaker und Erinnerung(13:55) Die Provokation der Heldenverehrung: UPA und Bandera(18:07) EU-Beitritt der Ukraine: Kosten und Agrar-Konflikte(26:10) Die Giedroyc-Doktrin: Polens Sicherheitsstrategie(32:01) Der antirussische Reflex: Geschichte und Gegenwart(36:05) Transatlantische Seilschaften: Die Rolle von Sikorski und Co.(47:32) Warschauer Aufstand 1944: Heldentum vs. Fehlentscheidung(52:50) Solidarność und das Kriegsrecht: Jaruzelski im Zwiespalt(58:47) Friedrich Merz und die deutsche Aufrüstung(01:06:50) USA-Verehrung und die militärische Abhängigkeit(01:15:30) Europa handelt gegen das eigene Interesse(01:20:20) Nord Stream: „Thank you, America"(01:26:20) Wege zum Frieden: Ist ein Ausgleich mit Russland möglich?(01:32:40) Zerfallserscheinungen und die Angst vor dem großen Krieg(01:41:00) Drei Bedingungen für eine friedliche Lösung(01:43:30) Musikalischer Abschluss: „Schwarzes Meer" von Jan Opielka Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus: Website: https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr: https://www.patrikbaab.de | Telegram: https://t.me/patrik_baab | X: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

  • S1 · E87
    August 16 · 42 min

    Sachar Prilepin: Vom Schriftsteller zum Frontkämpfer – Ein russischer Autor über Donbas, Attentat und Krieg

    Sachar Prilepin, einer der meistgelesenen Schriftsteller Russlands und ehemaliger Kommandeur im Donbas, spricht mit Patrik Baab über die Hintergründe des Konflikts. Gezeichnet von einem Attentat, das er 2023 nur knapp überlebte, schildert er seine Sicht auf die Verbundenheit zwischen Russland und der Ukraine und die Realität an der Front. Themen dieser Folge: – Der Weg in den Konflikt: Warum Prilepin die Schreibmaschine gegen das Gewehr tauschte– Der Donbas 2014: Prilepins Sicht auf den Aufstand als Volksbewegung– Militärische Realität: Feldkommandeure, westliche Söldner und die frühen Kriegsjahre– Das Attentat: Prilepin über den Verlust seines Kameraden und die Folgen– Minsk und 2022: Warum Prilepin den Einmarsch als Präventivschlag interpretiert– Appell an Deutschland: Seine Botschaft zu Frieden und Eskalation „Das Vaterland steht über allem und das Leid meines Volkes ist weitaus wichtiger als Sanktionen. Wir müssen alles tun, um eine solche Vernichtung von Menschen zu verhindern." Die Originalversion mit deutschen Untertiteln: https://youtu.be/YEt9NO-HM94 Kapitel: (00:00) Einleitung: Ein Schriftsteller an der Front(01:05) Positionen jenseits des Mainstreams(02:35) Identität: Die Ukraine als Teil Russlands(04:09) Familiengeschichte & Weltkriege(05:18) Zerfall der UdSSR & Einmischung(06:30) Maidan 2014: Doppelte Standards(08:21) Volksaufstand im Donbas 2014(11:41) Wahrheit über den Aufbruch(13:38) Igor Girkin & die Rolle des FSB(16:32) Strategie: Slawjansk & Strelkow(18:54) Alexander Sachartschenko im Porträt(21:17) Schattenmächte: CIA & Söldner(22:41) Wagner im Donbas: Einordnung(24:42) Beraterjahre: Improvisation vs. Kreml(27:44) Attentat auf Sachartschenko(28:32) Oligarchen & Rinat Achmetow(30:50) Die Macht der Volksrepubliken(32:05) Minsk: Diplomatie oder Aufrüstung?(34:52) 2022: Ein unvermeidlicher Schritt?(36:21) Dienst in der Rosguardia(38:03) Das Attentat 2023: Überlebenswunder(39:40) Leben mit Sanktionen(40:15) Zukunft: Sackgasse oder Sieg?(40:51) Botschaft an Deutschland(41:54) Fazit: Kampf der Perspektiven Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus: Website: https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr: https://www.patrikbaab.de | Telegram: https://t.me/patrik_baab | X: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

  • S1 · E86
    August 15 · 16 min

    Patrik Baab: Die FAZ-Frage „mehr Russen töten" – Wenn Journalisten zu Kriegsakteuren werden

    Journalist Patrik Baab analysiert die Suggestivfrage des FAZ-Korrespondenten Michael Martens an Präsident Selenskyj, wie man dabei helfen könne, „mehr Russen zu töten". Seine These: Der Vorfall ist kein handwerklicher Fehler, sondern Symptom eines Rollenwechsels vom Berichterstatter zum Akteur im „Cognitive Warfare". Themen dieser Folge:– Journalismus im Blutrausch: Baabs Einordnung der Frage als Rollenwechsel vom Beobachter zum Kombattanten– Die Tradition des Russenhasses: Historische Parallelen aus Baabs Sicht– Verstoß gegen das Grundgesetz? Baabs Einschätzung zur verfassungsrechtlichen Friedenspflicht– Das Schweigen der Redaktionen: Wie die FAZ auf die Kritik reagierte– Die geopolitische Quittung: Folgen für Deutschland als Industriestandort Ein Kommentar über journalistische Distanz und die Frage, wo die Grenze zwischen Berichterstattung und Aktivismus verläuft. Kapitel: (00:00) Einleitung: Eine mörderische Suggestivfrage der FAZ(01:42) Rollenwechsel: Wenn Journalisten zu Aktivisten werden(03:03) Cognitive Warfare: Der Krieg um die Köpfe und die NATO-Strategie(04:14) Historische Kontinuitäten: Russenhass als Form des Rassismus(05:31) Rechtsbruch: Verstoß gegen die Friedenspflicht des Grundgesetzes(06:41) Das Versagen der Justiz: Wo bleiben die Staatsanwälte?(07:44) Medien-Gleichschaltung: Das dröhnende Schweigen im Mainstream(09:14) Die Stellungnahme der FAZ: Eine Analyse der Doppelmoral(10:21) Geopolitische Realitäten: Von der Osterweiterung bis zum Energie-Aus(13:00) Echo aus Moskau: Die Wirkung deutscher Kriegstreiberei in Russland (15:14) Fazit: Ein Appell für eine neue Informationsdiät Dieser Beitrag dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus: Website: https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr: https://www.patrikbaab.de | Telegram: https://t.me/patrik_baab | X: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

  • S1 · E85
    August 13 · 1 hr 3 min

    Diether Dehm: „Aufstieg und Niedertracht" – Verrat, Karriere und die Geschichte der Bundesrepublik

    Der Liedermacher, Autor und Politiker Diether Dehm spricht mit Patrik Baab über seine Romantrilogie „Aufstieg und Niedertracht". Aus marxistischer Perspektive beschreibt er, wie kritische Impulse der 68er-Generation vom System absorbiert wurden – und welche Rolle Geheimdienste und wirtschaftliche Eliten dabei spielten. Themen dieser Folge: – War die DDR das „bessere Deutschland"? Dehms Blick auf Ost und West – Die „Diagonalkarriere": Wie individueller Aufstieg laut Dehm zur moralischen Isolation führt – Geheimdienstlich-medialer Komplex: Dehm über Journalisten und die Zusammenarbeit mit dem BND – Die Rolle von SPD und Grünen: Eine Abrechnung mit dem „Umkippen" einstiger Friedensparteien – Literarische Tradition: Warum sich Dehm in der Nachfolge von Tolstoi und Balzac sieht – Sexuelle Revolution und Kommerz: Von der Jugendbewegung zu neuen Abhängigkeiten „Wenn du dich auf deine Karriere einlässt – nur auf die Karriere – hast du schon den ersten Schritt zur Individualisierung, zur Isolation getan." „Katharina" von Diether Dehm: https://buecher.krasser.guru/produkt/katharina/ Kapitel:(00:00) Einleitung: Auf den Spuren der Partisanen(02:03) Die Trilogie „Aufstieg und Niedertracht"(04:03) Rudi Hermann: Das „schlechte Alter Ego"(05:58) War die DDR das bessere Deutschland?(07:44) Zwei Lebensstile: West-Gönnerhaftigkeit vs. Ost-Skepsis(09:52) Russlandfreundlichkeit im Westen und Osten(11:51) In jeder Hilfe lauert der Übergriff(13:17) Die Jagd auf die Deutsche Bank und die Asse-Affäre(15:44) Der Pakt mit dem Mephisto: Deals mit der Stasi(18:29) Journalisten am Gängelband der Geheimdienste(21:19) Der Fall Heribert Schwan und die Unterwanderung der Medien(22:34) Die Diagonalkarriere: Von links unten nach rechts oben(24:51) Das Verstellungstheater der parlamentarischen Demokratie(28:35) Wie man einen Parteitag manipuliert(31:51) Wolf Biermann und der Verkauf der Seele(35:20) Zwischen Puff und Ortsverein: Die Moral der Macht(38:12) Tolstois „Auferstehung" als literarische Matrix(43:58) Die Zukunft des Bürgertums und der Humanismus(46:17) Billiges Gas und die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung(50:58) Der Moment, in dem Parteien kippen(55:08) Abschied von der SPD und der Jugoslawienkrieg(58:58) Ausblick auf Band 3: Die Zeit nach der Einheit Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus: Website: https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr: https://www.patrikbaab.de | Telegram: https://t.me/patrik_baab | X: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

  • S1 · E84
    August 9 · 48 min

    Anton Chizhenok (Oligarkh): Russische Kunst zwischen Zensur, Symbolsprache und Europa

    Anton Chizhenok, Künstler und Art Director der Petersburger Band „Oligarkh", spricht mit Patrik Baab über die Rolle von Kunst und Kultur im heutigen Russland. Sein Projekt verbindet orthodoxe Gesänge und slawische Folklore mit elektronischen Beats – ein Brückenschlag, wie er ihn selbst versteht. Themen dieser Folge: – Oligarkh als Kunstprojekt: Vom „Schlafzimmer-Produzenten" zur international gefeierten Band – Identität zwischen Ost und West: Warum Russland für Anton kulturell tief in Europa verwurzelt bleibt – Leben im Ausnahmezustand: Die Flucht nach Serbien 2022 und die Rückkehr nach Russland – Symbolische Sprache: Wie russische Künstler heute unterhalb der Strafbarkeitsgrenze kommunizieren – Kultur als „Soft Power": Die Gratwanderung zwischen staatlicher Förderung und künstlerischer Unabhängigkeit – Zwischen den Stühlen: Auftritte im Westen und die Nominierung für den Berlin Music Video Award „Russische Kultur und Literatur sind seit über tausend Jahren Teil Europas. Für mich gibt es diese Trennung im Inneren nicht, egal wie die politische Situation aussieht." Kapitel: (00:00) Einleitung: Russland als Teil der europäischen Kultur (01:30) Wer ist Anton? Die Ursprünge der Band Oligarkh (04:20) Der Name „Oligarkh": Zwischen Etymologie und 90er-Dokumentationen (07:15) Von St. Petersburg auf die internationalen Bühnen (08:30) Die Verbindung zu Daria Dugina und Alexander Dugin (11:50) Die Flucht 2022: Auf dem „Philosophenschiff" nach Belgrad (14:40) Schätzungen zur Emigrationswelle junger Russen (16:00) Die Rückkehr nach Russland: Familie und finanzielle Realität (17:30) Politische Repression und die „symbolische Sprache" (19:30) Zwischen den Stühlen: Auftritte im Westen und staatliche Förderung (22:50) Die Kunst der Collage: Visuelle Identität und Wiedererkennung (26:30) Kooperationen: Von Gebeten bis zu „World of Tanks" (29:30) St. Petersburg: Das Fenster nach Europa bleibt offen (33:30) Vergleich mit Leningrad und Sergey Shnurov (36:00) Professor Karaganov und das Ende der „europäischen Reise" (39:10) Der Ukraine-Konflikt: Persönliche Betroffenheit und rechtliche Grenzen (41:40) Die Mission: Post-sowjetische Länder kulturell verbinden (43:10) Kultur als politisches Instrument: Der Fall Gergiev (44:30) Berlin Music Video Awards: Nominierung neben Björk und Rosalía (45:40) Ausblick: Neue Projekte (48:10) Fazit und Abschluss Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus: Website: https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr: https://www.patrikbaab.de | Telegram: https://t.me/patrik_baab | X: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

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