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Fell & Fakten

Dr. Franziska Kuhne

Herzlich Willkommen zum Podcast „Fell & Fakten“ – dort, wo Wissenschaft auf Schnurren und Schwanzwedeln trifft. Ich bin Franziska Kuhne und möchte mit euch in diesem Podcast eintauchen in die spannendsten Erkenntnisse rund um Hunde und Katzen. Ob es um Fragen zur Kommunikation zwischen Mensch und Tier geht, um Emotionen, faszinierende Verhaltensweisen, Gesundheit oder Ernährung – hier bekommst du fundierte Informationen verständlich erklärt. Mach es dir gemütlich, schnapp dir deine Fellnase, und lass uns gemeinsam entdecken, was die Wissenschaft über Hunde und Katzen wirklich weiß.

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  • 14 episodes
  • fortnightly
  • Avg 19 min
  • German
  • S1 · E14
    Thursday · 19 min

    Schau mich an! - Was dein Hund in deinem Gesicht wirklich erkennt (Episode 14)

    Dein Hund schaut dich an – aber erkennt er in deinem Gesicht wirklich deine Stimmung? Hunde und Menschen können Gefühle anhand von Gesichtsausdrücken unterscheiden, doch sie achten dabei auf unterschiedliche Merkmale. Zwei wissenschaftliche Studien aus den Jahren 2016 und 2026 zeigen, dass Hunde besonders auf Augen und Nase achten, während Menschen den Mund stärker betrachten. Besonders spannend: Hunde betrachten bedrohliche Gesichter anderer Hunde besonders aufmerksam, während sie wütende Menschengesichter eher meiden. In dieser Folge von Fell & Fakten erfährst du, warum dein Hund manchmal wegschaut, welche Rolle Augen und Mund bei der Wahrnehmung von Emotionen spielen und weshalb wir Hundemimik häufig falsch interpretieren. Außerdem bekommst du wieder fünf konkrete Tipps, mit denen du deinen Hund im Alltag besser verstehen, Missverständnisse vermeiden und eure Kommunikation verbessern kannst. Diese Folge basiert auf diesen Veröffentlichungen: Somppi, S., et al. (2016). Dogs Evaluate Threatening Facial Expressions by Their Biological Validity – Evidence from Gazing Patterns. https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0143047 Törnqvist, H., et al. (2026). Species-dependent Gazing Behavior of Emotional Facial Expressions in Dogs (Canis familiaris) and Adult Humans (Homo sapiens). Journal of Comparative Psychology, 140(3), 223–235. https://psycnet.apa.org/doiLanding?doi=10.1037%2Fcom0000433 Instagram: @Dr.Franziska.Kuhne Musik: Ian-Marius Ibiss

  • S1 · E13
    October 15 · 18 min

    Wenn die Blase Stress hat oder Warum kleine Veränderungen eine große Wirkung haben (Episode 13)

    Deine Katze pinkelt plötzlich außerhalb ihrer Toilette, geht ständig aufs Katzenklo oder hat immer wieder Probleme mit der Blase? Dahinter kann eine feline idiopathische Cystitis (FIC) stecken – eine schmerzhafte Erkrankung, bei der Stress eine wichtige Rolle spielt. In dieser Folge von Fell & Fakten erfährst du, warum Katzen Stress häufig unauffällig zeigen und wie ihr Nervensystem die Gesundheit der Harnblase beeinflussen kann. Du lernst, weshalb Konflikte zwischen Katzen, ungünstig platzierte Katzentoiletten, fehlende Rückzugsorte und unvorhersehbare Veränderungen zu einer Belastung werden können. Außerdem erkläre ich dir, warum Katzen besonders auf sichere Ressourcen, vertraute Abläufe und selbstbestimmte Entscheidungen angewiesen sind. Du bekommst fünf konkrete Tipps, mit denen du Stressfaktoren im Alltag erkennen und die Lebensbedingungen deiner Katze verbessern kannst. Wichtig: Veränderungen beim Urinabsatz müssen immer tierärztlich abgeklärt werden. Diese Folge basiert auf diesen Veröffentlichungen: Buffington et al. (2006): Clinical evaluation of multimodal environmental modification (MEMO) in the management of cats with idiopathic cystitis Ellis et al. (2013): AAFP and ISFM feline environmental needs guidelines He et al. (2022): Prevalence, Risk Factors, Pathophysiology, Potential Biomarkers and Management of Feline Idiopathic Cystitis: An Update Review Taylor et al. (2025): 2025 iCatCare consensus guidlines on the diagnosis and management of lower urinary tract diseases in cats Hinweis zur wissenschaftlichen Einordnung: Die Folge behandelt die FIC bewusst als multifaktorielle Erkrankung. Die beschriebenen Umweltmaßnahmen können die Behandlung unterstützen, ersetzen aber weder Diagnostik noch Schmerztherapie. Die konkreten Empfehlungen zum Toilettenmanagement und zur Beschäftigung unterstützen ie Behandlung. Instagram: @Dr.Franziska.Kuhne Musik: Ian-Marius Ibiss

  • S1 · E12
    September 24 · 13 min

    Das Ist unfair! Hunde achten erstaunlich genau darauf, was andere Hunde für dieselbe Leistung bekommen. (Episode 12)

    In dieser Folge von Fell & Fakten geht es um die Frage, ob Hunde einen Sinn für Fairness besitzen – oder wissenschaftlich genauer: ob sie auf Ungleichbehandlung reagieren. Studien zeigen, dass Hunde eine Aufgabe früher verweigern und mehr Stresssignale zeigen können, wenn ein anderer Hund für dieselbe Leistung belohnt wird, während sie selbst leer ausgehen. Besonders spannend: Auch Wölfe reagieren auf ungleiche Belohnungen, was dafür spricht, dass diese Fähigkeit nicht erst durch die Domestikation des Hundes entstanden ist. In der Folge erfährst du, was Inequity Aversion bedeutet, warum sozialer Vergleich für Hunde relevant sein kann und welche Rolle Kooperation dabei möglicherweise spielt. Außerdem erkläre ich, warum „fair“ im Alltag nicht automatisch bedeutet, zwei Hunde immer exakt gleich zu behandeln. Du bekommst fünf konkrete Empfehlungen für Training, Belohnungen und das Zusammenleben mit mehreren Hunden. Wenn du jemanden kennst, der mit mehreren Hunden lebt oder trainiert, teile diese Folge gerne mit ihm – vielleicht verändert sie deren Blick auf die nächste gemeinsame Trainingssituation. Diese Folge basiert auf diesen Veröffentlichungen: Range et al., 2009: The absence of reward induces inequity aversion in dogs Essler et al., 2017: Domestication does not explain the presence of inequity aversion in dogs Instagram: @Dr.Franziska.Kuhne Musik: Ian-Marius Ibiss

  • S1 · E11
    September 10 · 21 min

    Die chemische Visitenkarte der Katze – wie Katzen einander am Geruch erkennen (Episode 11)

    Kann deine Katze am Geruch erkennen, welche andere Katze vor ihr an einem Ort gewesen ist – und sich sogar Monate später noch daran erinnern? Eine neue Studie zeigt, dass Katzen Informationen im Uringeruch unterscheiden können und dass die Vertrautheit mit einem bereits wahrgenommenen Uringeruch über Monate erhalten bleiben kann. Die Studie zeigt, dass verzweigtkettige Fettsäuren im Urin stabile, individuell unterschiedliche Profile bilden und Katzen Unterschiede zwischen diesen Profilen wahrnehmen können. Die enstscheidende Rolle spielen dabei verzweigtkettige Fettsäuren, sogenannte Branched-Chain Fatty Acids (BFA), deren Zusammensetzung sich zwischen Katzen unterscheidet, innerhalb eines Individuums aber vergleichsweise stabil bleibt. Selbst nach 24 Stunden bei 25 °C bleiben diese individuellen BFA-Profile stabil. Überraschend ist auch ihr Ursprung: die verzweigtkettige Fettsäuren befinden sich in Lipidtröpfchen der Nierenrinde und könnten wie ein Speicher dazu beitragen, eine stabile chemische Signatur aufrechtzuerhalten. In dieser Folge von Fell & Fakten erfährst du, was diese besondere geruchliche Wahrnehmung für Mehrkatzenhaushalte, Tierarztbesuche, Vergesellschaftungen und den Umgang mit Urinmarkieren bedeutet. Und du bekommst fünf konkrete Tipps, wie du die geruchliche Welt deiner Katze im Alltag stärker berücksichtigen kannst. Wenn du jemanden kennst, der Katzen hält, teile diese Folge gerne – denn für unsere Katzen steckt in einem Geruch möglicherweise viel mehr Information, als wir Menschen ahnen. Diese Folge basiert auf dieser Veröffentlichung: Ichizawa et al. (2026): Signatures of branched-chain fatty acids derived from a kidney reservoir confer stable chemical individuality on domestic cats Instagram: @Dr.Franziska.Kuhne Musik: Ian-Marius Ibiss

  • S1 · E7
    July 9 · 20 min

    Wenn Schmerz wie ein Verhaltensproblem aussieht – Was der Hund uns wirklich sagen will (Episode 7)

    Aggression, Ängstlichkeit oder Schlafprobleme werden häufig als reine Verhaltensprobleme interpretiert – doch steckt möglicherweise chronischer Schmerz dahinter? In dieser Folge von Fell & Fakten stelle ich eine aktuelle Studie vor, die zeigt, wie eng Schmerz und Verhalten bei Hunden miteinander verknüpft sein können. Du erfährst, warum Schmerzen oft unentdeckt bleiben, welche Warnsignale man als Hundehalter ernst nehmen sollte und wie eine systematische Verhaltensanalyse dabei helfen kann, die eigentliche Ursache zu finden. Außerdem spreche ich darüber, warum Videos aus dem Alltag häufig aussagekräftiger sind als die Untersuchung in der Tierarztpraxis. Die wichtigsten Erkenntnisse dieser Folge: Chronischer Schmerz kann sich ausschließlich durch Verhaltensänderungen äußern – oft lange bevor körperliche Symptome sichtbar werden. Plötzliche Veränderungen wie Aggression, Rückzug oder Schlafstörungen sollten immer auch medizinisch abgeklärt werden. Verhalten und Schmerz schließen sich nicht gegenseitig aus – häufig beeinflussen sie sich gegenseitig. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung kann die Lebensqualität betroffener Hunde erheblich verbessern. 🐾 Teil den Podcast gerne mit anderen Hundehaltern, die nicht wissen, weshalb sich ihr Hund gerade so verhält. Ich freue mich über eine Bewertung. Bis zur nächsten Folge ❤️ Kwik et al. (2025): Detection of maladaptive pain in dogs referred for behavioral complaints: challenges and opportunities Instagram @Dr.Franziska.Kuhne Musik und Schnitt: Ian-Marius Ibiss

  • S1 · E2
    April 30 · 10 min

    Das Verhalten von Hunden und Katzen langfristig beeinflussen (Episode 2)

    Worum geht’s in dieser Folge? Wie lernen Hunde und Katzen eigentlich, uns anzuschauen? Und noch wichtiger: Wie können wir dieses Verhalten gezielt beeinflussen – im Alltag und im Training? In dieser Folge von Fell & Fakten tauchen wir tief in die Frage ein, wie Verhalten entsteht und warum unsere Fellnasen oft mehr „gelernt“ haben, als wir denken. 🐕🐈 Die zentrale Erkenntnis Blickkontakt bei Hunden und Katzen ist kein Zufall – er ist gelerntes Verhalten. Basierend auf einer Studie von Bentosela zeigt sich: 👉 Verhalten wird stark durch Konsequenzen beeinflusst 👉 Tiere wiederholen, was sich lohnt – und lassen weg, was sich nicht lohnt 😕 Frustration verstehen Wenn Erwartungen nicht erfüllt werden, zeigen Hunde und Katzen deutliche Stresssignale: Abwenden oder Rückzug Hinlegen oder „Abschalten“ Übersprungshandlungen (z. B. Lecken, Kauen, Gras fressen) 👉 Das ist kein „Ungehorsam“, sondern Frustration 🎯 In dem Podcast wird auf wichtige Trainingsprinzipien eingegangen wie 1) Verhalten verändert sich direkt durch die Konsequenzen: 2) Die Premack-Regel - Beliebtes Verhalten verstärkt oft stärker als Futter weniger beliebtes Verhalten, zum Beispiel: 3) Jackpot-Belohnung - Für besonders gutes Verhalten, was dem Tier signalisiert „Das war richtig gut!“: 4) Überraschungseffekt - Variable Belohnung steigert Motivation: Auf folgende Grundsätze wird eingangen: 👉 Hunde und Katzen lernen ständig – auch ohne bewusstes Training 👉 Du beeinflusst ihr Verhalten jeden Tag 👉 Aufmerksamkeit ist trainierbar Oder anders gesagt: Wenn deine Fellnase dich anschaut, hat sie gelernt: 👉 „Du bist relevant – bei dir passiert etwas!“ Instagram @Dr.Franziska.Kuhne Musik und Schnitt: Ian-Marius Ibiss Bentosela, et al. 2008: Effect of reinforcement, reinforcer omission and extinction on a communicatie response in domestic dogs (Canis familiaris)

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