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Artwork for Dokumentation und Feature

Dokumentation und Feature

Mitteldeutscher Rundfunk

Ausgewählte Features nehmen Sie mit in das riesige Themenspektrum der Kultur, vom Blick in die Geschichte bis zu hochaktuellen Fragen unserer Zeit, vom Wissenschafts- bis zum Lifestyle-Thema – lassen Sie sich inspirieren!

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  • 21 episodes
  • Avg 45 min
  • German
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  • Monday · 30 min

    Die Zeit im Club

    Uns alle umgibt, umspannt und taktet eine Dimension: die Zeit. Das Feature "Die Zeit im Club" widmet sich Fragmenten, die ein Erleben "außerhalb der Zeit" beschreiben – beim Hineingehen, Eintauchen, Genießen und Verabschieden von Clubkultur, wie sie einmal war. Es geht um Freundschaft, Verliebt- und Hyped-sein, um das schlechte Gewissen nach einer langen Nacht im Club, um Befreiung, Angst, Tod - und um die Erkenntnis, dass sich "die Zeit" nicht wiederholen lässt. Das Feature ist eine persönliche Geschichte, die im Spannungsfeld einer Generation auch Kollektivität verhandelt und nach gemeinsamen Werten sucht. Es fragt: Was bleibt von der Zeit im Club? Begleiten Sie die Autorin mit auf den Dancefloor, ins Backstage, auf eine Afterhour und auf dem Heimweg aus dem Club. Tauchen Sie ein in die Gedankenwelt einer Raverin, die keine mehr ist, die aber auch nicht loslassen kann. Noch nicht. Feature von Nastassja von der Weiden Produktion: MDR 2024 Verfügbar bis 21. September 2027

  • August 31 · 54 min

    Einundzwanzig Schuss Salut für Käptn Bilbo

    Jack Bilbo hielten die einen für Al Capones Bodyguard, andere dachten, er sei ein legendärer Kapitän oder sogar der Schriftsteller B. Traven aus Mexiko. Doch diese Legenden und Mythen hatte Jack Bilbo selbst geschaffen, mit Büchern, in denen er sich als den größten Abenteurer des 20. Jahrhunderts erfand. Dabei wäre sein wirkliches Leben schon abenteuerlich genug gewesen. Jack Bilbo, der in Wirklichkeit Hugo Cyrill Kulp Baruch hieß, stammte aus einer reichen jüdischen Berliner Theaterfamilie. Als Siebenjähriger musste er, der eine englische Mutter hatte, nach Holland emigrieren, mit sechzehn schob ihn sein Vater nach Amerika ab und mit vierundzwanzig feierte er als Schriftsteller seinen ersten Erfolg. Bilbo kämpfte gegen die Nazis in Deutschland und gegen die Faschisten im spanischen Bürgerkrieg. Auf der Isle of Man, wo man ihn während des II. Weltkriegs als Deutschen internierte, gründete er die Volksuniversität und in London die "Modern Art Gallery", die bedeutendste Galerie dieser Zeit. Gegen Lebensende besaß er eine Bar in Berlin: "Käpt'n Bilbos Hafenspelunke". Dort hatte ihn kurz vor seinem Tod 1967 Ludwig Lugmeier besucht. Für den Gangster und Abenteurer, der später selbst Schriftsteller wurde, war Jack Bilbo ein Vorbild gewesen. Vierzig Jahre danach zeichnet er ein Portrait des Mannes, einer Gestalt zwischen Realität und Fiktion. Feature von Ludwig Lugmeier Mit: Udo Wachtveitl, Hans Teuscher, Katja Nottke Produktion: MDR 2006 Verfügbar bis 30. September 2026

  • August 7 · 1 hr 17 min

    Ich komme und gehe wieder – das wundersame Leben des Joachim Ringelnatz

    Joachim Ringelnatz, der 1883 als Hans Bötticher in Wurzen geboren wurde, war Sachse, Seemann, Dichter, Maler und Kabarettist. Als Schöpfer des Kuttel-Daddeldu, als Verfasser skurriler Nonsens-Verse und bewegender Gedichte, wird er bis heute geliebt und bei vielen Gelegenheiten zitiert. Kaum der Schule entronnen, von der er schreibt: "Keines der Lehrfächer regte mich an. Ich war in allen schlecht", zieht er nach Hamburg und bald treibt ihn das Fernweh in einem Segelschiff um die Welt. Als der Krieg beginnt, meldet er sich freiwillig, wird Kommandant eines Minensuchbootes und eröffnet in den Gefechtspausen eine Tierschau. Um die Person des Mannes mit dem Vogelgesicht ranken sich zahlreiche Legenden. Erzählt werden sie vom Seemann Hanns H. Schlünz, von Muschelkalks Schwester und von Lilly Uhl, der die Spielnachmittage mit Ringelnatz bis heute unvergessen geblieben sind. Und alles fügt sich zu dem Bild eines ungewöhnlichen Mannes, der sich den Luxus bewahrt hatte, die Welt mit kindlicher Unvoreingenommenheit zu betrachten und dessen scheinbar heitere Verse politisch genug waren, um von den Nationalsozialisten verboten zu werden. Feature von Wolfgang Knape Produktion: MDR 2002 Verfügbar bis 15. November 2026

  • July 20 · 53 min

    Strawalde oder mach Dich an dein sündiges Leben

    Der Maler Strawalde heißt eigentlich Böttcher, Jürgen Böttcher und als "Strawalde" hängen seine Bilder inzwischen in vielen bedeutenden Kunstsammlungen dieser Welt. Als Böttcher, Jürgen Böttcher, hat er unvergleichbare Dokumentarfilme gedreht, im DEFA-Studio für Dokumentarfilme, in der DDR. Um Fronarbeit kam Jürgen Böttcher allerdings auch nicht herum. Der Staat dankte sie ihm mit Preisen. Eine Ehrung als bildender Künstler erfuhr er nach "Deutschlands Heirat". Böttcher-Strawalde wuchs in Strawalde, einem Ort in der Oberlausitz auf: Kriegskind, von 1949 bis 1953 Studium an der Akademie für Bildende Künste in Dresden, danach Lehrer für Malerei an der Volkshochschule in Dresden, später Regiestudium an der Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg. Der Hörfunkautor Günter Kotte zeichnet ein akustisches Porträt des Künstlers. Feature von Günter Kotte Mit Klaus Manchen Produktion: MDR 2004 Verfügbar bis 20. Juli 2027

  • June 29 · 55 min

    Max hat es schön – Lotte und Max Pechstein in der Südsee

    Im Mai 1914 leiht sich der 32-jährige Max Pechstein von seinem Kunsthändler Wolfgang Gurlitt 10.000 Mark und reist mit seiner Frau Lotte zur deutschen Insel-Kolonie Palau. Ihren einjährigen Sohn lassen sie bei den Großeltern in Zwickau zurück. Während sich für den deutschen Expressionisten der Traum vom Malerparadies in der Südsee zu erfüllen scheint, stellt sich bei der Künstlergattin alsbald Heimweh ein. Ihr erst 2016 veröffentlichtes Tagebuch erzählt von der Reise und vom Leben auf der Insel. Anfang August 1914 notiert sie: "Max hat es schön, er kann gehen, wann und wo er will - ich immer allein. Er hat oft schlechte Laune." Der Aufenthalt auf der Insel soll nur wenige Wochen dauern. Am 8. Oktober 1914 besetzt die japanische Armee den Archipel und deportiert die Pechsteins und alle anderen deutschen Kolonisten nach Nagasaki in die Gefangenschaft. Angeregt vom exklusiven Material aus Lottes Reisetagebuch und bisher ebenfalls unveröffentlichten Autographen Max Pechsteins (1881-1955), erzählt das Feature von den Ansichten eines Künstlerpaares auf großer Fahrt. Feature von Jürgen Balitzki Regie: Nikolai von Koslowski Mit: Erwin Schastok (Erzähler), Lisa Hrdina (Lotte), Stephan Grossmann (Max), Susanne Bard Produktion: MDR 2026 Verfügbar bis 29. Juni 2027

  • April 27 · 52 min

    Ich stehe keinem mehr gegenüber – der Schriftsteller Tschingis Aitmatow

    Im Osten war der Schriftsteller Tschingis Aitmatow der große Hoffnungsträger. Im Westen galt er als Exot. Seine Literatur wurde in über 90 Sprachen übersetzt. Der Autor Günter Kotte lernte Tschingis Aitmatow 1963 bei der Kartoffelernte in Bühlau, bei Dresden, kennen. Jahre später besuchte er ihn in Moskau, dann in Luxemburg. So entstand über die Jahre eine gute Freundschaft. Feature von Günter Kotte Regie: Günter Kotte Produktion: MDR 2002 Verfügbar bis 27. April 2027

  • April 25 · 30 min

    Ich war ein Kind von Tschernobyl

    Nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl im Mai 1986 waren im angrenzenden Weißrussland etwa 5000 Orte verstrahlt. Darunter auch Tschausy, die Heimatstadt von Olga Kapustina. Sie war damals gerade ein Jahr alt und die Folgen der Katastrophe gehörten zu ihrem Alltag. Feature von Olga Kapustina Regie: Stefan Kanis Mitwirkende: Uve Teschner, Marina Frenk Produktion: MDR 2011 Verfügbar bis zum 25. April 2027

  • April 21 · 54 min

    Die Tschernobylzüge von Küstrin-Kietz

    Nach dem GAU im April 1986 kam radioaktive Strahlung nicht nur als Wolke nach Deutschland, sondern auch auf Rädern: auf Lastwagen, PKW und Zügen. Unter großer Geheimhaltung wurden die Fahrzeuge beim Grenzübertritt in die damalige DDR gewaschen. Zum Beispiel unweit von Küstrin-Kietz an der Grenze zu Polen. Heute ist nichts mehr davon zu sehen. Doch die Gerüchte bleiben: viele Einsatzkräfte der Waschaktion hätten nichts von der Gefahr gewusst und seien später an Krebs gestorben. Wieviel Wahrheit ist noch übrig, 40 Jahre und einen Systemwechsel später? Feature von Robert Dobe Regie: Felicitas Ott Produktion: SWR 2021 Verfügbar bis zum 21. April 2027

  • April 18 · 29 min

    Schicksal Ü40 – Vom Tanzen-Gehen

    Wie schön waren doch die wilden 90er-Jahre, als im unsanierten Leipzig gefühlt jede Woche ein neuer Club eröffnete, in Abrisshäusern und Fabrikhallen. Den Sound von damals hat man noch im Ohr, doch plötzlich sind 20, 30 Jahre vergangen. Das Nachtleben hat sich verändert – und der Mensch auch. Kann man das Gefühl von damals wieder aufleben lassen? Wohin geht man, wenn man mit Ü40 und älter mal wieder tanzen will? Autorin Judith Burger wandelt auf den nächtlichen Pfaden ihrer Jugend und trifft unter anderem DJ Donis und einen Swing-Tänzer. Eins wird schnell klar: Tanzen macht glücklich und es ist nie zu spät, die Nacht zum Tag zu machen. Feature von Judith Burger Mit Anja Schneider Regie: Stefan Kanis Produktion: MDR 2016 Verfügbar bis 18. April 2027

  • April 11 · 29 min

    Buchenwald: Überleben in der Mitte vom Block

    Im Mai 1943 wird Gert Schramm in einer Autowerkstatt in Langensalza verhaftet. Der 15-jährige Lehrling kommt in Polizeigewahrsam, wird von der Gestapo verhört und am 20. Juli 1944 ins Konzentrationslager Buchenwald eingeliefert. Der Grund: Gert Schramms Hautfarbe ist schwarz. Seine Mithäftlinge verstecken ihn vor den Nazis in der Mitte vom Block. Am 11. April 1945 erleben die 21.000 Häftlinge ihre Befreiung und die Ankunft der US-Armee. Schramm arbeitet nach Kriegsende zuerst bei den Amerikanern, dann als Dolmetscher bei der Sowjetischen Militäradministration. Dann geht er nach Frankreich, siedelt 1955 mit seiner Frau und seinen Kindern in die Bundesrepublik über und kommt 1964 mit seiner Familie in die DDR. Nach einigen Jahren in der "Wismut" wechselt er zum VEB Kraftverkehr Eberswalde, holt seinen Abschluss als Kfz-Mechaniker und Kfz-Meister nach, wird Werkstattleiter, später Abteilungsleiter. 1985 macht er sich als Taxi- und Speditionsunternehmer selbständig. Feature von Angelika Zapf Mit Arianne Borbach, Martin Seifert, Axel Thielmann Regie: Henry Bernhard Produktion: MDR 2012 Verfügbar bis 11. April 2027

  • April 4 · 55 min

    Tonfänger – das Mikrofon eine deutsche Geschichte

    1861 führte der Erfinder Philipp Reis der Physikalischen Gesellschaft zu Frankfurt am Main eine Apparatur vor, die mit Hilfe eines Schweinedarms Schall in elektrische Impulse umwandelte – die Basis für das Mikrofon. Im Berlin der 1920er-Jahre schuf Georg Neumann sein legendäres Kondensator-Mikrofon. Den Militärs und Propagandisten galt dessen Massenproduktion als kriegswichtig; sie wollten die Welt besiegen und beschallen. Aus der in Thüringen versteckten Fabrik wuchs die beste Mikrofonfirma der DDR, die heutige Microtech Gefell GmbH. Für jeden Klang gibt es längst das passende Mikro. Doch das Streben nach dem optimalen Schallwandler geht weiter. Eine Rundreise zu Konstrukteuren, Koryphäen und Klangkünstlern und in die Geschichte des Mikrofons. Feature von Tom Schimmek Mit Matthias Ponnier und Walter Niklaus Regie: Andreas Meinetsberger Produktion: Mitteldeutscher Rundfunk 2007 Verfügbar bis 4. April 2027

  • March 28 · 30 min

    Alles hinter dem Spiegel – Die kosmische Reise des Stephen Hawking

    Der britische Astrophysiker Stephen Hawking (1942-2018) wurde schon zu Schulzeiten mit Einstein verglichen. Hawking war allerdings ein schmächtiger Junge, zu schmal, um in seine Schuluniform zu passen. Im Alter von 22 Jahren diagnostizierte man bei ihm Amytrophe Lateralsklerose (ALS), und gab ihm nur noch wenige Jahre zu leben. Doch statt in die Umlaufbahn zu wechseln, wurde er zum Popstar der Wissenschaft, lieferte erstaunliche Erkenntnisse zu schwarzen Löchern, jagte seine Kinder mit dem Rollstuhl über den englischen Rasen und spielte in populären TV-Serien mit. Am 14. März 2018 starb Stephen Hawking im Alter von 76 Jahren. Feature von Anna Lila May Regie: Ulf Köhler Mit: Ulrike Krumbiegel - Erzählerin, Petra Hartung - Übersetzerin, David Bennent - Stephen Hawking Produktion: MDR 2019 Verfügbar bis 27. März 2031

  • March 17 · 56 min

    Letzter Ausweg Prag – Die Botschaftsflüchtlinge im Palais Lobkowicz

    "Wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise ..." Der damalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher wird von einem gewaltigen Jubelschrei unterbrochen. 5.000 Personen im Garten des Palais Lobkowicz - der bundesdeutschen Botschaft in Prag - geben ihren Gefühlen freien Lauf. Der Lärm verschluckt das Satzende: "dass heute Ihre Ausreise möglich geworden ist." Es war der 30. September 1989. Kaum verließen die ersten Flüchtlinge das Gelände der Botschaft mit Zügen in Richtung Bundesrepublik, kamen immer mehr Menschen aus der DDR, um über Prag in den Westen auszureisen. Einige von ihnen hielten sich wochenlang auf dem Gelände der BRD-Botschaft auf. Insgesamt sollen es über 70.000 Menschen gewesen sein, die auf diesem Weg die DDR verließen, so der Botschafter Hermann Huber. In den Tagen der Belagerung befürchtete der damalige Hausherr, dass unter den katastrophalen hygienischen Bedingungen Seuchen ausbrechen. Erst als am 3. November die tschechoslowakische Regierung DDR-Bürgern, die sich in der bundesdeutschen Botschaft aufhielten, die direkte Ausreise über ihre Grenzen erlaubte, entspannte sich die Situation im Palais Lobkowicz. Feature von Tobias Barth: Tobias Barth (1970-2026) arbeitete als Industriekletterer und in Umweltprojekten, lernte Tischler und studierte Medienwissenschaft, Germanistik und Theaterwissenschaft in Leipzig und Basel. Seit 1997 arbeitet er als freier Autor, Regisseur und Produzent. Am 28. Februar 2026 verstarb unser Kollege, Freund und Gefährte im Garten eines Freundes an einem Herzinfarkt. Regie: Sabine Ranzinger Produktion: MDR/WDR 1999

  • March 14 · 27 min

    Johann Sebastian Bach: Köthen, Leipzig und der Erdenkreis

    Der 22. April 1723 ist ein Schlüsseldatum in der Musikwelt. An diesem Tag wählte der Rat der Stadt Leipzig einstimmig Johann Sebastian Bach, bis dahin Hofkapellmeister des Fürstenhauses Anhalt-Köthen, zum Thomaskantor und städtischen Musikdirektor. Allerdings war er für die Ratsherren nur die "vierte Wahl", sie hätten lieber seine Komponistenkollegen Georg Philipp Telemann, Christoph Graupner oder Johann Friedrich Fasch in dieser Position gesehen. Und auch für Bach selbst war der Wechsel von Köthen nach Leipzig eher eine Verlegenheitslösung als ein Karrieresprung. Denn das Amt eines Hofkapellmeisters genoss im Barock höheres Ansehen als das Kantors und Schulmeisters. Am wenigsten begeistert war Bach von der Aussicht, die Knaben des Thomanerchors nicht nur in Musik, sondern auch in Latein unterweisen zu müssen. Dennoch: Jede Woche schreibt Bach eine neue Kantate und führt sie auf – eine selbstgestellte Mammutaufgabe – die er nicht durchhalten wird. Der Grund dafür: Eine "wunderliche, der Music wenig ergebene Obrigkeit" bereite ihm "Verdruss". Das Feature von Claus Fischer erzählt von Bachs Dienstantritt in Leipzig als einem holprigen Moment, aus dem dennoch Musikgeschichte wurde. Regie: Andreas Meinetsberger Mit: Benjamin Kramme, Axel Thielmann, Conny Wolter Produktion: MDR 2023 Verfügbar bis 13. März 2027.

  • March 7 · 29 min

    Schrot auf Kormorane

    2010 ausgezeichnet als Vogel des Jahres war er einst Sinnbild für eine geglückte Rückkehr einer fast verdrängten Art: der Komoran. Heute, 16 Jahre später, hat sich das Bild grundlegend gewandelt. Der Kormoran steht im Zentrum einer zunehmend zugespitzten Debatte. Seine Bestände sind vielerorts stabil bis hoch, regional nimmt die Anzahl der Vögel weiter zu und mit ihnen der Konflikt um Fischbestände, Artenschutz und Nutzung der Gewässer. Ein Feature über Natur im Ungleichgewicht, über Verantwortung und die Frage, wie Artenschutz in Zeiten ökologischer Kipppunkte neu gedacht werden muss. Der Hörfunkautor Jan Schilling begleitet sächsische Fischer, die den schwarzen Vogel ins Visier nehmen und besucht Brandenburger Kormorankolonien. Feature von Jan Schilling Mit: Fabian Busch, Jürgen Schulz Regie: Tobias Barth Produktion: MDR 2013 Online verfügbar bis 6. März 2027

  • February 28 · 33 min

    Cold Case aus der Steinzeit: Die Schamanin von Dürrenberg

    Es ist der 4. Mai 1934. Am Ufer der Saale in Bad Dürrenberg, Sachsen-Anhalt, eilt Grabungstechniker Henning zu einer tumultartigen Notgrabung. Beim Kanalschachten im Kurpark waren Arbeiter an der Gradiermauer auf ein Grab gestoßen. Für den Tag darauf plant der Kurpark ein Volksvergnügen. Hektisch birgt er das Skelett, kritzelt mit Bleistift den Fundort auf einen Zettel und lässt die Grube zuschütten. Im Museum für Frühgeschichte Halle attestieren zwei überzeugte Nationalsozialisten eine Sensation: Das Skelett sei ein weißer Mann, beerdigt zur Bronzezeit vor Tausenden Jahren - der Archetyp des Ariers, entdeckt in mitteldeutscher Heimaterde! Sie veröffentlichen ihre Theorie vom Ursprung der arischen Rasse in Preußen und präsentieren die Dürrenberger Knochen als Beleg. Fast 90 Jahre später wird der komplette Gencode entschlüsselt. Was die Archäogenetiker entdecken: Das reichste Grab der Mittleren Steinzeit, das je in Europa gefunden wurde, gehörte einer Frau. Sie lebte vor rund 9.000 Jahren und war als Schamanin offenbar weithin bekannt. Beerdigt wurde sie wie eine Königin, mit ungewöhnlichen Mengen an Grabbeigaben, Ketten, Masken aus geschnitzten Tierknochen, Steinklingen, gebettet in einen Kokon aus weißem Ton. Besonders überraschte ihr Äußeres: Die Schamanin hatte helle Augen, pechschwarzes Haar und sie war dunkelhäutig. Produktion: DLF 2025 Verfügbar bis 26. Februar 2027

  • February 23 · 53 min

    Der talentierte Mr. F.

    Über drei Jahre lang arbeiteten die beiden Berliner Filmstudenten Julius und Moritz an ihrem Animationsfilm "Butty". Mit ihrem Film wollten sie den Sprung in die große Filmwelt schaffen und der Weg doprthin führt auch über verschiedene Festivals. Als eines Tages die Nachricht eintrifft, sie seien disqualifiziert worden und sie ihre Einreichung zurückziehen mussten, werden sie hellhörig. "Butty" kursiere bereits online und wird einem Filmemacher aus den USA zugeordnet, so die Begründung. Die Filmstudenten sind sich sicher, dass es sich um eine Verwechslung handeln muss. Doch je mehr sie der Sache nachgehen, desto unglaublicher wird die Geschichte des "talentierten Mr. F." aus den USA, der ihren Animationsfilm offensichtlich geklaut hat, der Titel und Credits veränderte und sich schließlich im Rampenlicht von Filmfestivals und US-amerikanischen TV-Shows sonnte. "Der talentierte Mr. F. – Die Jagd auf einen Filmdieb“ ist eine Produktion der Neuen Flimmer GmbH im Auftrag des MDR in Zusammenarbeit mit ARD Kultur, BR, RBB und HR. Buch/Regie: Igor Plischke Umarbeitung: Ulf Köhler Verfügbar bis 23. Februar 2027

  • February 22 · 55 min

    Die Geheimrede – Die Stalinkritik Chruschtschows und ihre Wirkung im Osten

    Die Geheimrede Chruschtschows, gehalten am 25. Februar 1956 auf dem XX. Parteitag der KPdSU, war der vorläufige Höhepunkt der Entstalinisierungsbemühungen nach dem Tod Stalins, zu denen die Separierung von Innenministerium und Staatssicherheit ebenso gehörten, wie vorzeitige Haftentlassungen. Chruschtschows Politik und seine Stalinkritik blieben jedoch inkonsequent. Am Leninschen Prinzip der Alleinherrschaft der Partei rüttelte er in keiner Weise - im Gegenteil. Dennoch regte sich in der Folge bei vielen Menschen eine gewisse Hoffnung auf eine liberalere Politik. Die Partei- und Staatsbürokratie verzögerte bzw. verhinderte die Reformbestrebungen. In Ländern wie Ungarn oder Polen wurde die Geheimrede Chruschtschows als Ermutigung für den Beginn bzw. die konsequente Fortsetzung eigener Entstalinisierungsansätze und der Zurückgewinnung der nationalen Souveränität interpretiert. Einsetzende Demonstrationen und Massenproteste ließ Chruschtschow von sowjetischen Truppen brutal niedergeschlagen. Die SED-Führung unter Ulbricht und Pieck wies die Stalinkritik Chruschtschows innerlich zurück. Eine breite Debatte über die Beschlüsse und die Geheimrede des XX. Parteitages unterbindend, verfolgte die SED-Führung nach der Niederschlagung der Proteste in Polen und Ungarn Kritiker in und außerhalb der SED. Obwohl alle politischen Reformbemühungen Mitte der 1950er Jahre scheiterten, sahen sich die nachfolgend Regierenden gezwungen, ihr Handeln stärker von dem Stalins abzusetzen. Wesentlicher ist jedoch, dass die Geheimrede die antistalinistische Kommunikation in der Gesellschaft einleitete, die bis zu Chruschtschows Sturz 1964 relativ offen, anschließend im Untergrund geführt wurde. Feature von Meinhard Stark Mit: Ulrike Krumbiegel, Sergej Gladkich, Thomas Stecher, Martin Seifert, Alexander Brabandt Schnitt: Hans-Peter Ruhnert Ton: Holger Kliemchen Regie: Sabine Ranzinger Produktion: Mitteldeutscher Rundfunk 2006 Verfügbar bis 16. Februar 2027

  • February 21 · 55 min

    Es ging seinen Gang: Aufstieg und Fall eines Buches in der DDR

    Im Frühjahr 1978 erschien nahezu zeitgleich in beiden Teilen Deutschlands Erich Loests Roman "Es geht seinen Gang oder Mühen in unserer Ebene" - im Westen vielfach übersetzt, verfilmt und Schullesestoff, wurde er im Osten zunächst in ungewohnt kleiner Auflage gedruckt, wenig später verboten. Das bewirkte auf literarischem, was ehedem die Ausbürgerung Wolf Biermanns auf politischem Gebiet bewirkt hatte. Sieben Jahre Zuchthaus und schwere Krankheit lagen hinter dem Autor Erich Loest, mit Krimis hatte er sich finanziell über Wasser halten müssen. Doch nun schrieb er mit diesem Werk gegen alle von oben verordneten Tabus an: Wahrhaftig, präzise, witzig. "Das gelbe Buch" avancierte binnen kurzem zu einem Kultroman. Wie heftig, ja hysterisch, Staat, Stasi, die Kulturfunktionäre reagierten, dokumentierte Loest später in seinem Bericht "Der Vierte Zensor". Die Autorin befragt Personen, die damals mit der Veröffentlichung des Buches "Es geht seinen Gang" befasst waren", es gefördert oder verhindert haben. Feature von Linda Rotta Regie: Sabine Ranzinger Produktion: MDR 2003 Verfügbar bis 19. Februar 2027

  • February 7 · 31 min

    Napoleon, King Charles und die Erfurter Brunnenkresse

    Heute gilt Brunnenkresse als "Superfood" und "Powergemüse" und dient mit seiner scharfen, leicht senfigen Note in den feinsten Gourmetrestaurants als Küchenkraut und Blattgemüse. Auch King Charles III. bekam zu seinem Antrittsbesuch im Schloss Bellevue im März 2023 einen Salat aus Erfurter Brunnenkresse serviert. Ralf Fischers Familie baut seit sechs Generationen die Brunnenkresse an - ein mühsames Geschäft, für das der Gärtner viel Hingabe und Erfahrung braucht. Nun kommt der 71-Jährige langsam an seine körperlichen Grenzen. Er sucht einen Nachfolger. Aber wer will schon die mühsame, hochsensible und auch nicht sehr einträgliche Arbeit des Brunnenkresseanbaus übernehmen? Feature von Antje Kirsten Regie: Andreas Meinetsberger Ton & Technik: Steffen Brosig und Christian Grund Mitteldeutscher Rundfunk 2023 Verfügbar bis 6. Februar 2027

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