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Die Neuen Zwanziger

Stefan Schulz und Wolfgang M. Schmitt

Die Zwanziger waren erst wild, dann golden und endeten doch düster. Und nun sind sie wieder da. Solange sie dauern, veröffentlichen Wolfgang M. Schmitt und Stefan Schulz an dieser Stelle diesen Podcast. Sie schauen jeden Monat zurück auf die Ereignisse, die die Zeitläufte bestimmen, wichtig waren oder wichtig werden. In einer zweiten Folge, dem Salon, halten sie die relevante Lektüre des jeweiligen Monats im Gespräch fest.

Mails an mail@neuezwanziger.de erreichen Wolfgang und Stefan.

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  • 28 episodes
  • weekly
  • Avg 1 hr 52 min
  • German
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  • Today · 21 min

    Richard David Precht und die große Auserzählung | Smalltalk vor dem Salon

    Werbung: Präsentiert von Incogni. Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: incogni.com/zwanziger Präsentiert von onprem.ai. Lokale KI- und LLM-Server, schlüsselfertig für kleine und mittlere Unternehmen: vorkonfiguriert, in fünfzehn Minuten einsatzbereit, laufend geprüfte Open-Weight-Modelle per Knopfdruck. Eure Daten bleiben auf eigener Hardware statt im Klartext auf fremden Servern. onprem.ai Salon Den ganzen Sondersalon über „Auserzählt?“ (knapp zwei Stunden) gibt es auf Steady Vor dem Sondersalon im Oktober sprechen Stefan und Wolfgang über Richard David Prechts neues Buch „Auserzählt? Wie künstliche Intelligenz die Kultur abschafft“. Stefan hält Precht für weithin bekannt, aber inhaltlich unterschätzt. Er liest das Buch als Beschreibung einer großen Auserzählung, die mit Digitalisierung und Google-Suche begann und die die KI nur abschließt. Wolfgang findet darin kein Buch über Chatbots, sondern einen melancholischen Kulturpessimismus nahe an Baudrillard und Virilio, und wundert sich, dass gerade Stefan begeistert ist. Jedes Kapitel beginnt mit Prechts dementem Vater: Lange vor dem biologischen setze der kulturelle Tod ein. Kapitel 00:00 Precht: kennen, schätzen, kritisieren 01:52 Inhaltlich unterschätzt: das Buch von vorne nach hinten lesen 05:13 Die große Auserzählung 08:01 Kein Buch über Chatbots: Melancholie statt Kulturkampf 11:32 Ein Wissender: KI, Datensilos und das biologische Ende 14:08 Ein sehr düsteres Buch und die Frankfurter Schule 15:01 Der demente Vater 16:45 Ab in den Salon Die Lektüre im Salon Richard David Precht – Auserzählt? Wie künstliche Intelligenz die Kultur abschafft (Goldmann)

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  • September 30 · 5 hr 12 min

    Inside CDU, Lanz & die Brandmauer, Enteignung, Die CDU muss sterben, Florian Schroeder, Vonovia kaufen, Klarnamenpflicht

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  • September 19 · 18 min

    Malaria in Schwanheim, Rafael in Osnabrück, Poschardts Heraklit, das Weiße Haus auf Instagram, Nathusius' BrNeue Episode

    Präsentiert von onprem.ai. Lokale KI- und LLM-Server, schlüsselfertig für kleine und mittlere Unternehmen: vorkonfiguriert, in fünfzehn Minuten einsatzbereit, laufend geprüfte Open-Weight-Modelle per Knopfdruck. Eure Daten bleiben auf eigener Hardware statt im Klartext auf fremden Servern. onprem.ai Werbung: Präsentiert von Incogni. Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: incogni.com/zwanziger Shownotes Der Live-Salon vom 18. September 2026 in Frankfurt hat drei Teile: Wolfgang verfolgt die deutsche Aufrüstung vom Interviewsatz bis in die Werkshalle nach Osnabrück, wo statt Volkswagen künftig ein israelischer Rüstungskonzern produzieren soll. Stefan geht danach durch die Accounts, auf denen die amerikanische Regierung ihr Bild von sich selbst herstellt. Zum Schluss die CDU-Content-Creatorin Clara von Nathusius — politische Kommunikation, die aus Erklärvideos besteht. 0:00:00 Vorgespräch Vor dem Saal, bei Pizza: Wolfgang kündigt seinen Block über Osnabrück an, wo künftig keine Autos mehr gebaut werden, sondern Waffen für ein israelisches Unternehmen, und stellt in Aussicht, dass er bei Ulf Poschardt enden wird. Stefan nimmt sich die Accounts vor, auf denen das Weiße Haus und die CDU ihre Öffentlichkeit herstellen. Dazu der Ausblick auf den Oktober-Salon: Isabella Webers Buch zur antifaschistischen Wirtschaftspolitik und Richard David Prechts Essay „Auserzählt". Weil viel vom Abend aus Bildmaterial besteht, gibt es ihn für Mitglieder auch als Video. 0:07:24 Willkommen in Frankfurt Stefan klärt, dass zwei Stunden und zwölf Minuten Rohmaterial bereitliegen, gut zwanzig davon von Wolfgang; das Intro läuft ausdrücklich in einfacher Geschwindigkeit. Als Ortsbestimmung dient ein tagesschau-Beitrag über den an Malaria gestorbenen Menschen aus Frankfurt-Schwanheim und die Satellitenkarte mit dem Sieben-Kilometer-Radius um den Flughafen. Stefan wohnt im selben Stadtteil und beschreibt, wie über drei Sendungen hinweg dieselbe Frage gestellt wurde: ob die Krankheit von Mensch zu Mensch übertragbar sei. 0:12:53 Wer dient wem? Wolfgang beginnt seinen Block mit drei Ausschnitten. Felix Banaszak antwortet bei Tilo Jung auf die Frage, was Soldaten unter einem AfD-Verteidigungsminister tun sollten, sie könnten immer noch desertieren. Ulrich Siegmund erklärt, man verteufele die Produktion von Rüstungsgütern nicht pauschal, weil man bei späteren Remigrationsoffensiven entsprechende Hilfsmittel brauche. Der dritte Clip stammt von einem Influencer, der bei einer Juso-Veranstaltung berichtet, er habe bei einem Termin mit Selenskyj seinen Bankpin auf eine Kampfdrohne geschrieben. Dazu Ursula von der Leyens Rede zur Lage der Union: knapp eine Milliarde Euro Aufbauhilfe für Gaza, Europa halte die Flamme der Zweistaatenlösung am Leben — Wolfgang stellt dem geschätzte 75 Milliarden Euro Wiederaufbaukosten gegenüber. 0:22:31 Wismar, Brüssel, Washington Die tagesschau zeigt die Werfthalle in Wismar, in der künftig U-Boote gebaut werden: Dreharbeiten nur eingeschränkt möglich, die Belegschaft zur Verschwiegenheit verpflichtet, die Mitarbeiterzahl soll von 500 auf 1.500 steigen. Vor der Kamera spricht nur der Vertreter der IG Metall: Im Kern stünden die Leute dahinter. Es folgt das Treffen von Boris Pistorius und Pete Hegseth samt gemeinsamer Rüstungserklärung; Stefan liest die Begrüßungsgeste — wer wem auf der Treppe entgegenkommt — und verweist auf den zweiten Konferenztag mit deutlich anderem Ton. 0:30:46 Osnabrück Das Kernstück des Abends, entlang einer Deutschlandfunk-Nova-Strecke. Das VW-Werk Osnabrück geht an das Land Niedersachsen und den Finanzinvestor Aurelius, produzieren soll dort der israelische Staatskonzern Rafael. Der Automobilexperte Frank Schwope erklärt, es gebe bislang nur eine Absichtserklärung; rund 1.400 der noch 1.800 Beschäftigten bekämen voraussichtlich einen Anschlussjob. Dass Aurelius zwischengeschaltet wird, führt er auf das Emirat Katar im VW-Aufsichtsrat und dessen Verhältnis zum Staat Israel zurück. Der Osnabrücker IG-Metall-Chef nennt drei verfolgte Optionen — ein weiteres Auto, eine andere Tätigkeit im Konzern, der Ausstieg — und fasst das Ergebnis als „friss oder stirb" zusammen: entweder Defense oder 1.800 Menschen verlieren ihre Arbeit. Auf die Frage nach Alternativen nennt er Landmaschinen, Maschinenbau und Busse; eine Straßenbahn wäre super, aber der Markt dafür sei nicht groß. Daraus entsteht Stefans Vorschlag für einen Satz, den man bei jeder Meldung aus dem Nahen Osten sagen könne: Straßenbahn wäre besser gewesen. Die Zusicherungen im Beitrag stehen unter Vorbehalt — keine Munition am Standort, keine Waffen für Israel, und ob man aussteigen würde, wenn sich das ändert: „Aus heutiger Sicht ja." 0:52:01 Was Rafael baut Wolfgang trägt zusammen, was über die Produkte des Konzerns öffentlich zu finden ist. Ein Erklärvideo stellt das Lenkungssystem SPICE vor, das ohne GPS auskommt: Ein Bild des Ziels wird einprogrammiert, die Bordkamera gleicht das Gelände im Flug damit ab, angegebene Trefferabweichung drei Meter. Ein Werbefilm greift Michelangelos David auf, dessen Stein sich in eine SPICE-Rakete verwandelt: forged by our ancestors, refined by us. Ein indisches Verteidigungsmagazin führt den Einschlag im Libanon als Lehrbuchbeispiel vor; Declassified UK zeigt, dass die Londoner Tochter ganz dem israelischen Staatskonzern gehört. 1:04:14 Der Vater aller Dinge Der Block endet bei einem Podcast von Daniel Stelter und Ulf Poschardt. Stelter sagt, Rüstungsgüter seien auch Exportgüter, deutsche Ausfuhrgenehmigungen dauerten zu lang; Wolfgang hält dagegen, Deutschland stehe in der Weltrangliste der Waffenexporteure auf Platz drei. Poschardt zeigt sich beeindruckt von der deutschen Defence-Tech-Szene, in der die alten Kategorien von Dichtern, Denkern und Tüftlern wieder funktionierten — bei 30 bis 45 Prozent der Deutschen seien die Sekundärtugenden noch intakt. Er zitiert Heraklit mit dem Satz, der Krieg sei der Vater aller Dinge, und nennt die deutschen Rechenmaschinen zur Steuerung der V2. Wolfgang entgegnet, der Staat könne Innovation auch ohne Zerstörung anstoßen, er wolle es nur nicht. Am Ende sagt Poschardt, irgendwann werde man in Europa die Kirchen verteidigen müssen. Wolfgangs Fazit: Jeder sucht sich seinen Kriegsgrund, die einen nennen es Kirche, die anderen liberale Demokratie, am Ende sitzen alle im selben Graben. 1:21:50 Truth Social Ab hier übernimmt Stefan, ausgehend von einer Zusammenstellung, die The Atlantic über den KI-Schrott auf Trumps Netzwerk veröffentlicht hat: Trump und Washington zu Pferde als Ölgemälde, Trump zwischen Kriegsgenerälen, Trump als Hulk Hogan, ein Eishockey-Cartoon Richtung Kanada, ein Kommandopult im Orbit vor brennender Erde und die Umbenennung des Lake Ontario in Lake America — samt bewaffneter Kanadagänse mit Trump-Frisur. 1:26:22 Das Weiße Haus auf Instagram Stefan beschränkt sich auf die letzten zehn Tage des Accounts. Ein Röhrenfernseher wird eingeschaltet, Trump läuft durch eine Zelda-Landschaft, aus dem Sega-Logo wird Maga, unter einer laufenden Rede läuft ein Arcade-Spiel als zweiter Bildschirm mit. Das meistgesehene Video, neun Millionen Aufrufe, ist das Intro von Rick and Morty mit dem Weißen Haus; ein anderes überträgt den Vorspann von Game of Thrones auf Washington und stellt den eisernen Thron ins Oval Office. Wolfgang ordnet das ein: Jede Präsidentschaft habe eine eigene Ästhetik hervorgebracht, die Trump-Ära drehe Vorhandenes nur noch einmal durch die Maschine. Bei einem Transformers-Video, in dem die Einwanderungsbehörde als Optimus Prime auftritt und Megatron die Freilassung namentlich genannter Migranten fordert, hält er fest, hier diene Fiktion als Gebrauchsanweisung. Dazu ein Labor-Day-Video aus einer vollautomatisierten Stiftfabrik ohne einen einzigen Arbeiter, ein Gebet im Hangar, Pete Hegseth über europäische Strände, die von gefährlichen Ideologien gestürmt würden, und der Sommer-Lesewettbewerb der Second Lady über zwölf Bücher. Stefan stellt eine inszenierte D-Day-Rede gegen eine Aufnahme, in der Trump bei der Verleihung der Medal of Honor ein Bein nachzieht. Zum Schluss liest Trump vor, die Preise verschreibungspflichtiger Medikamente würden um 300, 400 und 500 Prozent sinken — gesendet wird es ungeschnitten. 1:51:37 Clara von Nathusius Stefans Einstieg ist ihr erfolgreichstes Video, in dem sie nacherklärt, was sie am Abend zuvor im Bericht aus Berlin über die Brandmauer gesagt hat, und ankündigt, man müsse zuvor Kohärenz herstellen. Am Beispiel des Freibads vor der Volksbühne, das an einem Tag nur schwarzen Menschen offenstand, beschreibt Wolfgang das Muster: ein Erklärvideo mit historischem Kontext, hier ein Gerichtsurteil aus Baltimore von 1954 — die Art Kontext, die sich heute in Minuten erzeugen lasse. Stefan hält ihr entgegen, dass sie Politikern rate, weniger über ihre Arbeit und mehr über ihre Meinung zu sprechen, während er wissen wolle, was jemand im Bundestag getan hat. Über die aus dem Pentagon abgezogenen Journalisten sagt sie, sie seien nicht hinausgeworfen worden, sondern selbst gegangen. Es folgen ihre Wahlabend-Videos aus Sachsen-Anhalt, wo sie die Reihe „Kunst braucht Freiheit" mit Dieter Hallervorden moderiert hat, ihre Ablehnung eines AfD-Verbotsverfahrens und Andreas Rödder, der die Brandmauer als das genialste Machtinstrument bezeichnet, das die politische Linke je in der Hand hatte. In zwei Wohnungsvideos steht dieselbe Konstruktion zweimal: Enteignung sei, als kaufe man eine Buslinie und finanziere den Kredit über den Ticketverkauf, der Mietendeckel, als werfe man einen Toaster in die Badewanne und kaufe beim nächsten Mal einen größeren. 2:14:20 Merz muss bleiben Zum Abschluss die Frage, ob Friedrich Merz im Amt bleibt. Wolfgang wünscht es sich, weil die Mobilisierung gegen ihn etwas hervorbringen könne, ein einigender Kandidat den Unmut dagegen auflöse. Stefan gesteht, sich im Fernsehpodcast zu dem Satz hinreißen lassen zu haben, er würde Hendrik Wüst akzeptieren — und schließt sich Wolfgang genau deshalb an. Wolfgang erinnert an eine Talkshow, in der Howard Carpendale einen Kanzlerkandidaten damit begründete, der habe ihm gut gefallen. Der Abend endet mit Applaus als Solidarität mit dem Kanzler.

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  • September 16 · 44 min

    Soziale Frage oder Migration, Ronzheimers Haushalt, Grünewalds Reformmüdigkeit, Machtwechsel, Salon-Lektüren

    Werbung Präsentiert von onprem.ai. Lokale KI- und LLM-Server, schlüsselfertig für kleine und mittlere Unternehmen: vorkonfiguriert, in fünfzehn Minuten einsatzbereit, laufend geprüfte Open-Weight-Modelle per Knopfdruck. Eure Daten bleiben auf eigener Hardware statt im Klartext auf fremden Servern. onprem.ai Werbung: Präsentiert von Incogni. Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: incogni.com/zwanziger Fünf Tage nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gehen Stefan und Wolfgang Nachwahlbefragungen und Clips aus Podcasts und Morning Briefings durch. Die Leitfrage: Hat die soziale Lage oder die Migration die Wahl entschieden? 00:00:55 Soziale Frage oder Migration Wolfgang nennt Zahlen: 65 Prozent derer, die ihre finanzielle Lage als schlecht einschätzen, haben AfD gewählt. Gegen einen Instagram-Post von Aladin El-Mafaalani hält er, dass beides zusammengehört, und erzählt von einer Mutter am Bahnsteig, die Lehrerzeit für ihren Sohn gegen ausländische Kinder aufrechnet. 00:05:31 Rassismus als Konstante, Containment Wolfgang: Der immer vorhandene Rassismus finde jetzt politischen Ausdruck. Stefan fragt, wie solche Haltungen früher eingehegt wurden, und rechnet vor, dass die AfD auch mit absoluter Mehrheit nur vier von 69 Bundesratsstimmen hätte. 00:13:08 Ronzheimer und Piatov Im Podcast „Ronzheimer" fragt Filipp Piatov, wie die Regierung das Geld rechtfertigt, das ins Ausland fließt; Paul Ronzheimer hält dagegen, es gebe nur einen Haushalt. Stefan nennt Tom Krebs' Zahl: Haushalten fehlen 12.000 Euro, die Regierung verspricht 600. 00:18:55 Handelsblatt und Grünewald Zwei Morning Briefings: Am Montag heißt es, die Mitte habe die falschen Themen gesetzt, wahlentscheidend seien Steuern und Abgaben; am Dienstag ist die Wahlbevölkerung reformmüde. Stephan Grünewald erklärt dort die Reformaversion mit Zumutungen und vermisst die Blut-Schweiß-und-Tränen-Rede des Kanzlers. 00:25:57 Machtwechsel Im Podcast „Machtwechsel" merkt Dagmar Rosenfeld an, Journalisten hätten Friedrich Merz erst für verschobene, dann für vorgezogene Reformen gerügt; Robin Alexander sagt, alle wüssten, was zu tun sei, nur niemand, wie man Mehrheiten organisiert. Stefan hofft auf Blockade, solange Reform Kürzung bedeutet; Wolfgang befürchtet Boris Pistorius als nächste Galionsfigur. 00:32:11 Ausblick auf den Salon Tom Krebs „Kapital und Krise", das FReDA-Panel zum Kinderwunsch, das AfD-Wahlprogramm, der PISA-Bericht gegen Karin Prien und Friedrich Merz, Hanna Jacobs' Zeit-Text zum Sonntagsgottesdienst, Mithu Sanyal „Nein", Rachel Cusk „Das Leben der M" und ein Text aus Le Monde diplomatique über Warteregime in Freizeitparks.

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  • July 20 · 19 min

    Wir lesen Kybernetik und Kritik

    Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de Werbung: Präsentiert von Incogni. Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: incogni.com/zwanziger

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  • July 11 · 49 min

    Dieser Drang nach Härte, Kybernetik und Kritik, Bismarck, AfD in Sachsen-Anhalt, Im ersten Licht, Trillionär als Killer,

    Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de Werbung: Präsentiert von Incogni. Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: incogni.com/zwanziger Nächste Live-Show 22. August in Frankfurt: Tickets für den Sommersalon 00:00:00 Vor dem Salon Stefan und Wolfgang steigen mit der EU-Chatkontrolle ein und verbinden sie mit der Einschränkung des Informationsfreiheitsgesetzes und der Frage, ob Konzerne oder Politik regieren. Stefan fordert materielle Kritik statt Empörung in Feedback-Schleifen, Wolfgang hält Konsumboykotte für Pseudoaktivismus; daran schließt ein Schlagabtausch über den Überlebenskampf von OpenAI an. Stefan skizziert eine blockierte Republik, in der die Fixierung aller Parteien auf die Verhinderung der AfD scheitern werde, und verteidigt seine Presseclub-Aussage zur Kapitalmarktrendite von 3,5 Prozent. Das Kapitel endet mit Stefans These, Trumps Wahlerfolg 2016 sei durch das „Grab them by the pussy"-Video begünstigt worden — Wolfgang erklärt das mit Redeckers Phantombesitzverteidigung. Literatur im Salon Eva von Redecker: Dieser Drang nach Härte. Über den neuen Faschismus (S. Fischer) Die Philosophin Eva von Redecker analysiert in ihrem neuen Buch die Gegenwart anhand der realen und imaginierten Eigentumsordnung. https://www.fischerverlage.de/buch/eva-von-redecker-dieser-drang-nach-haerte-9783103977240 Anna-Verena Nosthoff: Kybernetik und Kritik (Suhrkamp) Anna-Verena Nosthoff, Juniorprofessorin für Ethik der Digitalisierung, legt eine Geschichte und Theorie der digitalen Regierungskunst vor. https://www.suhrkamp.de/buch/anna-verena-nosthoff-kybernetik-und-kritik-t-9783518300794 Christoph Nonn: Bismarck. Ein Preuße und sein Jahrhundert (C.H.Beck) Wer macht Geschichte? Zumindest bei Bismarck waren sich doch fast alle einig: Eine große Persönlichkeit ist entscheidend. Der Historiker Christoph Nonn relativiert diese Annahme jedoch kühn und stichhaltig. https://www.chbeck.de/nonn-bismarck/product/14347915 Valerie Schönian: AfD in Sachsen-Anhalt: Lohnt sich das Reden? (DIE ZEIT) Lohnt sich das Reden mit AfD-Wählern? Valerie Schönian besucht ihre Familie in Sachsen-Anhalt und findet Fatalismus mit Urvertrauen. https://www.zeit.de/2026/28/afd-sachsen-anhalt-landtagswahl-gardelegen-verwandschaft/komplettansicht Norbert Gstrein: Im ersten Licht (Hanser) Anti-Kriegsliteratur: Der in Tirol geborene Autor Norbert Gstrein erzählt in seinem mitreißenden Roman von einem Mann, der von seinem Vater kriegsuntauglich geschlagen wird und deshalb in den beiden Weltkriegen nicht kämpfen muss. https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/norbert-gstrein-im-ersten-licht-9783446282971-t-5846 TC Sottek: The world's first trillionaire is a killer (The Verge) Der erste Trillionär der Geschichte — und was sein Reichtum gekostet hat. TC Sottek rechnet nach: Gespart hat Doge fast nichts. https://www.theverge.com/tech/949259/the-worlds-first-trillionaire-is-a-killer Jan Schlemermeyer: Links, demokratisch, wehrhaft (Blätter 7/2026) Jan Schlemermeyer von der Linkspartei plädiert in den „Blättern" für Aufrüstung zwecks antifaschistischer Außenpolitik. https://www.blaetter.de/ausgabe/2026/juli/links-demokratisch-wehrhaft Jan Schwenkenbecher: Hitzetote: Hitze – die unterschätzte Gefahr (DIE ZEIT) 5.200 Übersterbliche in zwei Juni-Wochen — warum ist die tödlichste Wetterlage des Landes kein politisches Thema? https://www.zeit.de/wissenschaft/2026-07/hitzetote-hitzewelle-gefahr-europa-extremwetter/komplettansicht Trio E.T.A.: un///known (Album) Das aufstrebende Klaviertrio E.T.A. veröffentlicht sein zweites Album unter dem Titel „un///known". Es ist unbekannteren Kompositionen gewidmet, die es dringend zu entdecken gilt. https://trio-e-t-a.com/diskographie/unknown

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  • June 21 · 9 min

    Lang lebe das Storytelling, SpaceX, Reemtsmas Kritik an der Faschismus-Soziologie, Höckes Ideenhaushalt, Banalität der B

    Werbung: Präsentiert von Incogni. Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: incogni.com/zwanziger Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de Live-Salon aus Frankfurt bei 36 Grad. Wolfgang und Stefan über das Ende und die Wiederkehr des Storytellings im Zeitalter der KI, den SpaceX-Börsengang als reine Erzählung und die Frage, ob der Faschismusbegriff überhaupt noch etwas erklärt. Alle Live-Salons und regulären Salons gibt es über Steady, Apple oder Patreon — die Links stehen auf neuezwanziger.de. Nächster Live-Salon: 22. August in Bornheim (Frankfurt). (00:00:00) Vor dem Salon In der Garderobe kündigt Wolfgang die Themen an: SpaceX gegen das Ende des Storytellings, Reemtsmas Faschismus-Vortrag, Höcke bei Köppel und Studio 9. Ausblick auf den nächsten Salon: Eva von Redeker, „Drang nach Härte", und Anna-Verena Nosthoff, „Kybernetik und Kritik". (00:05:55) Livesalon Begrüßung im klimatisierten Saal, Hitze-Awareness, drei Themenblöcke. (00:08:22) Lang lebe das Storytelling Das Kino lebt („Obsession", „Backrooms"), aber die KI verwischt alles: Casting-Director Dante unterscheidet Schauspieler und KI nicht mehr, NYT-Bildforensiker Hany Farid gibt auf. Kostenkontrast aus „Intelligent Machines": rund 1 Mio. $ pro Filmminute gegen ein KI-Studio mit bis zu 3.000-fachem Kostenvorteil; „Dreams of Violence", der erste reine KI-Film (Tribeca, über den Iran). Dann Geschmack als knappes Gut: Linda Büscher, Sarah Rojewski zu Million-Dollar-Storyteller-Stellen. Stefan über seine Keynote in Erfurt und PowerPoint-Spott. (00:30:46) SpaceX Der größte Börsengang der Geschichte als reines Storytelling. Ed Elson („Prof G Markets") und Gil Luria: Musk verkauft das „Geschäft von morgen". Wolfgang und Stefan zerlegen den Trick: künstliche Verknappung, erzwungene Aufnahme in den NASDAQ-100 und damit automatische ETF- und 401k-Nachfrage. Mit Jimmy Kimmel, Scott Galloway (Citizens United, Gary Stevenson, Schweden) und Frank Stauss („Die Elefantenrunde"). Im Hintergrund der Disput Primatkapital gegen Primatpolitik. (00:47:33) Reemtsmas Kritik an der Faschismus-Soziologie Jan Philipp Reemtsma in Konstanz, im Publikum Nachtwey, Amlinger und Redeker: Aus der Diagnose „Faschismus" folge keine Strategie. Hitler kam durch eine „Handbewegung" an die Macht (Kleist), die „Geheimnislosigkeit" des NS (Feuchtwanger), der Faschist als „Bully", „zäsarische Macht" (Hayek). Stefan hält mit Stefan Kühl und Luhmann dagegen. Nachtweys Einwand (Stauffenberg, Adam Tooze) und der FAZ-Antworttext: Konservative bleiben Demokraten. (01:36:31) Höckes Ideenhaushalt Björn Höcke bei Roger Köppel („Weltwoche"): Deutschland existenziell bedroht, „ich bin nicht Westen", alter gegen neuen Liberalismus, die Postmoderne als Feindbild. Stefans Erklärung: Höckes Programm sei das Leiden („Westworld"). Dazu die Thüringer Mentalität (Thüringen-Monitor), Köppels Nostalgie, Arne Semsrott zum Fall Vogt und ein Gruß an Rainald Grebe. (01:57:06) Banalität der Blöden Friedrich Merz vor dem Verband der Familienunternehmer, „ohne jede Larmoyanz". Dann Studio 9 (Deutschlandfunk Kultur, Nicole Dittmar und Matthias Greffrath) als Programmbeschwerde: Sparen als alternativlos, „bitte keine Zahlen", die Einnahmenseite bleibt ausgeblendet. Schließlich Wolfram Weimers Spiegel-Interview (die AfD falle „wie ein Soufflé" zusammen) — und das „Reich des Glaubens" als Schlusspointe.

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  • June 14 · 19 min

    Öffentliche Kunstfreiheit

    Wolfgang und Stefan besprechen das Buch Öffentliche Kunstfreiheit von Christoph Möllers und Nils Weinberg

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  • June 5 · 32 min

    Unsere Salon-Lektüre, Wolfgang Kubickis Zukunft, Zeitgeist

    Werbung: Präsentiert von Incogni. Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: incogni.com/zwanziger Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de Links Tickets für den Sommersalon! 00:00:00 Beginn Stefan erklärt, warum die letzte Folge verspätet bei Spotify erschien: Hoster und Spotify stellen gerade auf einen neuen technischen Zugang um, und die Shownotes hatten erstmals die Marke von 10.000 Zeichen durchbrochen — die Fehlersuche erledigte er am Ende selbst, schneller als der Hoster. Wer die zweistündige Besprechung der Papst-Enzyklika deshalb verpasst hat, dem empfehlen die beiden das Nachhören, zumal sie regelmäßig darauf zurückkommen — auch heute. Wolfgang ergänzt: Wer den Podcast abonniert, bekommt zuverlässig alles mit — über Steady, Apple oder Patreon. 00:02:30 Lektüre-Vorstellung Wolfgang kündigt die Salon-Lektüren an: Arne Semsrotts »Gegenmacht« über das, was die Zivilgesellschaft dem Rechtsruck entgegensetzen kann, Christoph Möllers' und Nils Weinbergs »Öffentliche Kunstfreiheit« — ursprünglich ein Gutachten — zur Frage, wie viel Einfluss der Staat auf staatlich geförderte Kunst nehmen darf, Judith Schalanskys literarische Essays »Marmor, Quecksilber, Nebel« (mit der Autorin spricht er auf der phil.cologne) sowie David Szalays Roman »Was nicht gesagt werden kann« über einen Mann, der fast nur »Okay« sagt und dennoch in die Londoner Upper Class aufsteigt. Stefan ergänzt Stefan Kühls »Führung und Gefolgschaft« — für ihn das beste Soziologie-Lehrbuch der letzten Jahre —, »After Automation« aus der Software-Firma Every, deren Gründer 95 Prozent seiner E-Mails von einer KI beantworten lässt und dem Diktum der Enzyklika von der bloßen Datenverarbeitung beispringt, sowie zum Abschluss Sebastian Jonas Hubers »Der Begriff der narrativen Hegemonie«. Dazu kommen Franziska Brantners Liberalismus-Essay und ein Musiktipp. 00:08:06 Kubicki Den Auftakt macht die Nachricht, dass Deutschland keinen Sitz im UN-Sicherheitsrat erhält — für Wolfgang die Quittung für die Außenpolitik von Friedrich Merz und seinen Vorgängern. Stefan wundert sich grundsätzlicher über eine Demokratie, die statt der Besten Figuren wie Johann Wadephul nach oben spült, der »aus heiterem Himmel« kam und ebenso spurlos wieder gehen werde. Dann zum FDP-Parteitag: Wolfgang Kubicki gewinnt die Kampfabstimmung um den Vorsitz mit gerundet 60 zu 40 Prozent gegen die überraschende Gegenkandidatur von Marie-Agnes Strack-Zimmermann. In Ausschnitten aus dem Tagesthemen-Interview mit Jessy Wellmer sagt Kubicki, 60:40 sei ein gutes Ergebnis, auf die Frage, wie er Strack-Zimmermanns 40-Prozent-Anhängerschaft für sich gewinnen wolle: »gar nicht«, Brandmauern seien für Liberale kein Kriterium, und die AfD sei nicht das Zentrum des Universums. Wolfgang findet — bei voller inhaltlicher Ablehnung, spätestens seit Kubickis Vorgehen gegen El Hotzo — genau diese unbeschwichtigende Kommunikation richtig und hält sie der Linken wie der SPD als Lehrstück vor: Wer Strack-Zimmermanns Positionen wolle, finde das Angebot längst bei den Grünen, wie auch Franziska Brantners Essay zeige. Stefan hält dagegen, dass hinter der One-Man-Show niemand mehr steht, und verweist mehrfach auf Arne Semsrott: Schlimmer, als wenn die AfD AfD-Politik macht, sei es, wenn die Parteien der angeblichen Mitte sie machen — und die Brandmauer hat die FDP eingerissen. Zum Abschluss der Clip, in dem Kubicki seine Forderung nach einer »klaren Sprache« kaum verständlich vorträgt — für Stefan und Wolfgang ein Kandidat für den Einbürgerungstest. 00:25:42 Farage, Macron, FAS-Rückblick Stefan blickt nach England, wo sich die BBC eine komplette Newsnight-Sendung selbst zensiert habe, weil Nigel Farage in einem Halbsatz falsch zitiert worden sei — so mächtig sei der Mann mit seiner Reform-Partei inzwischen, der vor zehn Jahren den Brexit verbockt habe, dessen Folgen sich das Land bis heute nicht eingestehe: ein Drittel in absoluter Armut, monatelange NHS-Wartelisten, Tories verschwunden, Labour in Auflösung. In Frankreich sei Macron samt seiner eigens erfundenen Partei schon wieder abgemeldet — während sich in Deutschland sogar die einmal aussortierte FDP zurückmeldet. Dazu Jörg Thomanns Rückblick in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung auf deren erste Ausgabe von 2001: Nichts sei geblieben wie damals — außer den Tagesthemen, in denen nun ein 74-jähriger Kubicki die Hoffnung seiner Partei beschreibt. Befund der beiden: eine groteske Welt. 00:27:53 Salon-Werbung Wolfgang rekapituliert das Salon-Programm und lädt zum Abonnieren ein: möglich bei Apple und Patreon, empfohlen via Steady — auf neuezwanziger.de führt der goldene Button zur Anmeldung, und der Salon lässt sich als freier RSS-Feed in jeder Podcast-App hören.

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  • May 8 · 39 min

    Mariam Lau zu 1 Jahr Merz, Salon-Lektüre

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