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CTO Need To Know

INNOQ

„CTO Need To Know” ist der Podcast, der IT-Entscheider:innen aus unterschiedlichsten Branchen an einen Tisch bringt – klar, direkt und ohne Umschweife. Gewinne authentische Einblicke in die Digitalisierung von Geschäftsmodellen im deutschsprachigen Raum und erfahre, wie Unternehmen sowohl technische als auch organisatorische Herausforderungen meistern.

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  • 12 episodes
  • Avg 47 min
  • German
  • March 9 · 28 min

    Der Weg zur heterogenen Cloud-Plattform

    In dieser Episode von „CTO Need to Know" beleuchten Gil Breth und Philipp Beyerlein, Consultant bei INNOQ, den Unterschied zwischen klassischen Multicloud-Ansätzen und einer heterogenen Cloud-Strategie und warum letztere ein wichtiger Schritt in Richtung digitaler Souveränität ist. Sie diskutieren, wie Unternehmen ihre Abhängigkeit von einzelnen (US-)Hyperscalern reduzieren können, ohne dabei auf Performance, Skalierbarkeit oder Entwicklungskomfort verzichten zu müssen. Philipp ordnet außerdem ein, was europäische Cloud-Anbieter heute realistisch leisten können und warum die Frage nach Alternativen zu US-Hyperscalern für viele Unternehmen längst keine theoretische mehr ist. Der Inhalt in Kürze: Multicloud vs. heterogene Cloud – wo liegt der Unterschied? Multi-Cloud bedeutet oft nur eine parallele Nutzung mehrerer Anbieter, etwa AWS für externe, Azure für interne Systeme. Die heterogene Cloud geht einen Schritt weiter: Anwendungen und Daten werden bewusst nach Unabhängigkeitskriterien verteilt, und verschiedene Anbieter werden aktiv miteinander vernetzt - nicht nur nebeneinandergestellt. Das schafft echte Flexibilität und vermeidet neue Monodependenzen. Digitale Souveränität als strategischer Treiber Der Haupttreiber hinter dem heterogenen Ansatz ist die digitale Souveränität. Unternehmen, die ausschließlich auf einen US-Hyperscaler setzen, sind politischen, regulatorischen und wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt – etwa durch künstliche Preiserhöhungen oder eingeschränkten Zugang. Ein heterogener Ansatz ist keine Panikreaktion, sondern eine bewusste Risikoabwägung. Zwei Integrationswege: API-First vs. Data-First Die Wahl des Integrationsansatzes hängt von der bestehenden Architektur ab. Wer bereits vertikal geschnittene Systeme (z. B. nach DDD) betreibt, kann ganze Domänen in andere Clouds verschieben und über APIs integrieren. Wer noch horizontal aufgestellt ist, profitiert zunächst vom einfacheren Data-First-Ansatz: Datenbankspiegelungen oder regelmäßige Backups auf europäischen Storage-Diensten schaffen erste Souveränität ohne große Systemeingriffe. Warnung vor künstlicher Systemaufteilung Ein häufiger Fehler: Systeme werden aus technischen Gründen aufgesplittet, obwohl fachliche Domänen intakt bleiben sollten. Wie bei der Einführung von Microservices kann ein unkontrolliertes Aufteilen die Systemkomplexität unnötig erhöhen. Philipp empfiehlt: Domänengrenzen dürfen nicht aus Cloud-Strategie-Gründen aufgebrochen werden. Risikobasierte Entscheidung – Threats-Analyse für CTOs Ob und wie weit ein Unternehmen in Heterogenität investiert, sollte auf einer klaren Risikoabwägung basieren. Fragen wie „Was passiert, wenn ich den Zugang zu diesem Anbieter verliere?" oder „Wie stark hängt mein Umsatz daran?" helfen bei der Priorisierung. Der Mehraufwand – mehr Verträge, mehr Know-how, mehr Infrastruktur – ist real, muss aber dem konkreten Risiko gegenübergestellt werden. Europäische Anbieter: Lücken und Potenziale Kein einzelner europäischer Anbieter deckt aktuell das Gesamtportfolio eines US-Hyperscalers ab. Aber: Grundlegende Services wie Container-Orchestrierung (Kubernetes), relationale Datenbanken, S3-kompatibler Storage und Terraform-Schnittstellen bieten viele europäische Anbieter wie Telekom Cloud oder Ionos bereits an. Für viele Workloads reicht das aus. Der Ausblick: Heterogenität als Übergang zu einer föderalen Cloud-Infrastruktur Langfristig könnte die heterogene Cloud ein Übergang zu einer föderalen, genossenschaftlich organisierten europäischen Cloud-Infrastruktur sein. Europa hat viele spezialisierte Anbieter – von Netzwerkbetrieb über Datenbankhosting bis Containerorchestrierung. Die Technologien sind vorhanden. Was fehlt, ist die Koordination: ein gemeinsames, standardisiertes Ökosystem, das die Stärken der Einzelanbieter zusammenbringt, ohne neue Monopole zu schaffen. Zitat-Highlight: „Wir sind schon der Hyperscaler in Europa. Wir müssen uns nur zusammentun und eine gemeinsame, gleichwertige Lösung bauen." Fazit: Heterogene Cloud-Strategie ist kein Trend, sondern eine strategische Notwendigkeit für Unternehmen, die echte Unabhängigkeit anstreben. Der erste Schritt muss nicht groß sein – ein Datenbank-Backup auf einem europäischen Bucket reicht als Einstieg. Entscheidend ist, bewusst zu handeln statt einfach den Marktstandard zu kopieren. Weiterführend: Artikel von Philipp Beyerlein im INNOQ Technology Briefing: „Der Weg zur heterogenen Cloud-Plattform" Kontakt und Dialog: Über die INNOQ-Website oder direkt über die Podcast-Shownotes

  • Mar 20, 2024 · 50 min

    Legacy-Modernisierung: Shop-Monolithen knacken

    In dieser Folge erfahren wir: Wie Phoenix Contact die Herausforderung meistert, monolithische Shop-Infrastrukturen in einem hochspezialisierten Bereich zu modernisieren, während gleichzeitig die Industriestandards für Zuverlässigkeit und Sicherheit erfüllt werden müssen. Die spezifischen Schwierigkeiten, denen sich Peter Whitmore und sein Team bei der Überarbeitung der E-Commerce-Plattform gegenübersahen, und wie diese Herausforderungen gemeistert wurden. Die entscheidende Rolle der Unternehmenskultur und der Kund:innenorientierung bei der Neugestaltung von IT-Systemen, die nicht nur technologische, sondern auch organisatorische Veränderungen erfordern. Einblicke in die Motivation für Self-contained Systems und Cloud-Technologien bei Phoenix Contact. Tipps und Empfehlungen für IT-Entscheider:innen, die vor der Aufgabe stehen, Bestandssysteme zu modernisieren und gleichzeitig die Weichen für zukünftige Innovationen stellen möchten.

  • Mar 14, 2024 · 24 min

    Legacy-Modernisierung: Zwischen Innovation und Sicherheit

    In dieser Folge erfahren wir: Wie die Balance zwischen technischer Innovation und der notwendigen Zuverlässigkeit und Sicherheit im Gesundheitswesen gehalten wird. Die spezifischen Herausforderungen, denen sich Meierhofer bei der Modernisierung von Legacy-Systemen in Kliniken stellt. Die Rolle, die Kund:innenenorientierung und strategische Planung bei der Transformation von IT-Systemen spielen. Praktische Beispiele und Erfolgsgeschichten aus der Arbeit von Meierhofer. Tipps für IT-Entscheider:innen, die vor ähnlichen Modernisierungsprojekten stehen.

  • Feb 6, 2024 · 50 min

    Legacy-Modernisierung: Ein Update für die Sozialwirtschaft

    Einführung in die VRG IT und deren Rolle in der Sozialwirtschaft, insbesondere im Bereich Personalabrechnung und -management. Diskussion über die Modernisierung von Legacy-Systemen in sozialen Einrichtungen, einschließlich Leistungsdokumentation und Personalabrechnung. Erwähnung von spezifischen Technologien und Plattformen wie PL1, DB2, Unix-Derivaten, Linux und Windows-Oberflächen. Darstellung des Ansatzes zur Modernisierung und Cloud-Migration von Softwareprodukten, einschließlich der Herausforderungen der Datenmigration und IT-Sicherheit. Erörterung der Rolle und des Einflusses von gesetzlichen Anforderungen auf Softwareupdates, speziell im Kontext der ITSG-Zertifizierung für Personalabrechnungssysteme. Besprechung von Themen rund um Datenschutz und Sicherheit beim Umgang mit Gesundheitsdaten in der Cloud.

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