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Bildungsreise

Damian Haas

Begleite Damian Haas, Lehrer und Redaktor bei SRF Kids und SRF school, beim Austausch mit Fachpersonen aus dem Bildungsbereich. Hier erhalten auch Kinder Raum für ihre Perspektiven und Meinungen. Jeden letzten Montag im Monat zu einem anderen Thema. Sei dabei, wenn wir gemeinsam Bildung entdecken und neu denken. «Bildungsreise» – der Podcast für alle, die Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten.

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  • 20 episodes
  • fortnightly
  • Avg 1 hr 1 min
  • German

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  • August 31 · 1 hr 37 min

    Politische und demokratische Bildung – Reichen Klassenrat und Schulparlament?

    In dieser Folge des Podcasts «Bildungsreise» spricht Damian mit Monika Waldis und Rolf Gollob über politische und demokratische Bildung. Monika Waldis leitet das Zentrum Politische Bildung und Geschichtsdidaktik der PH FHNW am Zentrum für Demokratie Aarau. Rolf Gollob beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Demokratie- und Menschenrechtsbildung, engagiert sich als Experte für den Europarat und ist Mitglied der Schweizerischen UNESCO-Kommission. Gemeinsam gehen sie den Fragen nach, weshalb Demokratie gelernt werden muss, welche Rolle die Schule dabei spielt und wie Kinder und Jugendliche Demokratie im Schulalltag tatsächlich erleben können. Ausgangspunkt sind Entwicklungen, die nachdenklich stimmen: Demokratische Werte geraten weltweit unter Druck. Monika zeigt auf, wie Polarisierung, Desinformation, autoritäre Tendenzen und schwindendes Vertrauen in Institutionen demokratische Gesellschaften herausfordern. Rolf betont dabei: Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit – sie muss von jeder Generation neu gelernt, ausgehandelt und gelebt werden. Auch soziale Medien, künstliche Intelligenz und Algorithmen stellen die politische und demokratische Bildung vor neue Herausforderungen. Im Gespräch wird deutlich, dass politische Bildung weit mehr ist als Staatskunde. Rolf beschreibt Demokratie als Herrschafts-, Gesellschafts- und Lebensform. Kinder und Jugendliche brauchen deshalb nicht nur politisches Wissen, sondern auch demokratische Kompetenzen: kritisch denken, argumentieren, unterschiedliche Perspektiven aushalten, Kompromisse finden und Verantwortung übernehmen. Orientierung bietet der Referenzrahmen für Demokratiekompetenzen des Europarats, das sogenannte «Schmetterlingsmodell». Er verbindet vier Bereiche: Werte, Einstellungen, Fähigkeiten sowie Wissen und kritisches Denken. Eine zentrale Rolle spielt die Schule als Lern- und Lebensort. Monika macht deutlich, dass Demokratiebildung nicht allein Aufgabe einzelner Fächer ist, sondern sich in der gesamten Schul- und Unterrichtskultur zeigt. Entscheidend ist, ob Schülerinnen und Schüler erleben, dass ihre Meinung zählt, sie fair behandelt werden, Konflikte gemeinsam ausgehandelt werden und sie tatsächlich mitgestalten können. Schule bereitet damit nicht nur auf das Leben in einer Demokratie vor – sie ist selbst ein Ort, an dem Demokratie gelebt werden kann. Eine besondere Verantwortung tragen die Lehrpersonen. Orientierung bietet der Beutelsbacher Konsens: Kontroverse Themen sollen auch kontrovers behandelt werden, Schülerinnen und Schüler dürfen nicht von der Meinung der Lehrperson überwältigt werden und sollen sich ein eigenes Urteil bilden können. Monika und Rolf zeigen zugleich auf, dass parteipolitische Neutralität nicht Wertneutralität bedeutet. Demokratische Grundwerte und Menschenrechte bilden den gemeinsamen Rahmen. Im letzten Teil wird es praktisch: Klassenrat, Kinder- und Schulparlament, Schulversammlungen und gemeinsam ausgehandelte Regeln können Demokratie unmittelbar erfahrbar machen. Klar wird, dass Partizipation und Mitbestimmung dabei echt sein müssen. Wenn Kinder diskutieren und abstimmen dürfen, die Lehrpersonen am Ende aber ohnehin entscheiden, entsteht Scheinpartizipation. Demokratiebildung bedeutet deshalb auch, Verantwortung abzugeben und Kindern zuzutrauen, Entscheidungen tatsächlich mitzugestalten. Eine bedeutsame Folge darüber, wie Demokratie in der Schule gelebt werden kann und warum sie dort beginnt, wo Kinder mitreden, mitentscheiden und Verantwortung übernehmen. Eine Reise für alle, die Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten. Der Podcast ist und bleibt unabhängig und wird von mir unentgeltlich in meiner Freizeit produziert. Wenn du meine Arbeit schätzt, freue ich mich über deine freiwillige Unterstützung. Herzlichen Dank! Twint In den kommenden Wochen und Monaten erwarten dich zwei weitere Live-Podcasts. Alle Infos sowie Tickets für die Shows in Luzern und Zürich findest du hier: Luzern, 11. September – Infos & Tickets Zürich, 5. November – Infos & Tickets Mehr über Monika Waldis, Rolf Gollob und die erwähnten Angebote und Grundlagen findest du hier: Monika Waldis Rolf Gollob Campus Demokratie Living Democracy PB-Tools Beutelsbacher Konsens Referenzrahmen "Schmetterling" Tag der Demokratie Schreib mir gerne deine Gedanken zur neusten Folge und folge mir auf Social Media für mehr Informationen und Content: Homepage Instagram LinkedIn YouTube Die Musik wurde speziell von Singer/Songwriter Tobias Jensen für diesen Podcast komponiert. Homepage Instagram

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  • July 27 · 1 hr 10 min

    Schulabsentismus – Hinter jedem Fernbleiben verbirgt sich eine Geschichte

    In der neusten Folge des Podcasts «Bildungsreise» spricht Damian mit Stephan Kälin. Der Fachpsychologe für Kinder- und Jugendpsychologie FSP beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Schulabsentismus. Gemeinsam gehen sie den Fragen nach, weshalb immer mehr Kinder und Jugendliche der Schule fernbleiben, welche Ursachen dahinterstecken, wie sich erste Warnsignale erkennen lassen und weshalb Schule, Eltern und Fachpersonen das Problem nur gemeinsam lösen können. Im Gespräch wird deutlich, dass Schulabsentismus weit mehr ist als Schulschwänzen. Hinter dem Fernbleiben stehen häufig Ängste, psychische Belastungen, Mobbing, familiäre Herausforderungen oder eine fehlende Passung zwischen Kind und Schule. Wer nur auf die Absenz schaut, übersieht oft die eigentlichen Ursachen. Stephan Kälin plädiert deshalb dafür, von schulvermeidendem Verhalten zu sprechen und genau hinzuschauen, statt vorschnell auf fehlende Motivation oder Faulheit zu schliessen. Ein weiterer Schwerpunkt der Folge sind die vier Formen von Schulabsentismus: Schulphobie, Schulangst, Schulverweigerung und das Fernhalten durch die Eltern. Obwohl sie sich nach aussen ähnlich zeigen können, unterscheiden sie sich grundlegend in ihren Ursachen und benötigen unterschiedliche Formen der Unterstützung. Besonders hilfreich ist die 3-6-Regel: Hat ein Kind innerhalb von sechs Schulwochen drei nicht zusammenhängende Absenzen, sollte die Situation unbedingt genauer abgeklärt werden – unabhängig davon, ob die Absenzen entschuldigt sind oder nicht. Schulabsentismus entsteht meist schleichend. Bauch- oder Kopfschmerzen, Schlafprobleme, häufige Fehlzeiten oder zunehmende Widerstände vor dem Schulbesuch können frühe Warnsignale sein. Je früher gehandelt wird, desto grösser ist die Chance, eine Chronifizierung zu verhindern. Ein zentrales Thema der Folge ist die psychologische Sicherheit. Kinder brauchen tragfähige Beziehungen, das Gefühl dazuzugehören und eine Schule, in der sie sich sicher fühlen. Gute Beziehungen zu Lehrpersonen, ein positives Klassenklima sowie Anerkennung und Selbstwirksamkeit gehören zu den wichtigsten Schutzfaktoren gegen Schulabsentismus. Immer wieder betont Stephan Kälin, dass Schulabsentismus ein Problem ist, das niemand alleine lösen kann. Erfolgreiche Prävention und Intervention gelingen nur, wenn Eltern, Schule, Schulsozialarbeit, Schulpsychologie und weitere Fachpersonen eng zusammenarbeiten. Entscheidend ist, früh zu handeln: Statt auf eine Besserung zu hoffen, gilt es, die Ursachen sorgfältig zu klären und die Rückkehr in den Schulalltag gezielt zu begleiten. Denn je länger ein Kind der Schule fernbleibt, desto schwieriger wird der Wiedereinstieg. Eine differenzierte Folge darüber, warum Kinder der Schule fernbleiben, weshalb frühes Erkennen entscheidend ist und wie gemeinsames Handeln den Weg zurück in den Schulalltag erleichtert. Eine Reise für alle, die Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten. Der Podcast ist unabhängig und unentgeltlich. Wenn du ihn schätzt, freue ich mich über deine Unterstützung. Herzlichen Dank! Twint Im Herbst erwarten dich zwei weitere Live-Podcasts. Alle Infos sowie Tickets für die Shows in Luzern und Zürich findest du hier: Luzern, 11. September – Infos & Tickets Zürich, 5. November – Infos & Tickets Mehr über Stephan Kälin, den Leitfaden und weitere Fachinformationen findest du hier: Stephan Kälin – Homepage Stephan Kälin – LinkedIn Schulabsentismus – Leitfaden, Ablaufschema usw. Fachartikel Bildung Schweiz Schreib mir gerne deine Gedanken zur neusten Folge und folge mir auf Social Media für mehr Informationen und Content: Homepage Instagram LinkedIn YouTube Die Musik wurde speziell von Singer/Songwriter Tobias Jensen für diesen Podcast komponiert. Homepage Instagram

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  • July 13 · 1 hr 28 min

    Teachfluencer:innen – Zwischen Inspiration, Einfluss und Verantwortung

    In dieser Bonusfolge des Podcasts «Bildungsreise» spricht Damian mit vier der bekanntesten Teachfluencerinnen der Schweiz: Isabelle «f.r.a.u.l.e.h.r.e.r.i.n», Sabrina «schulgefunkel», Ariane «a_teachers_lifestyle» und Sabrina «leh.re.rin». Gemeinsam gehen sie der Frage nach, was es bedeutet, als Lehrperson auf Social Media sichtbar zu sein. Im ersten Teil erzählen die vier, wie ihre Accounts entstanden sind und weshalb sie ihren Schulalltag öffentlich machen. Was als Austausch von Unterrichtsideen begann, entwickelte sich zu einer grossen Community von Lehrpersonen im deutschsprachigen Raum. Im Zentrum steht das «Instakollegium»: ein digitales Lehrpersonenzimmer, in dem Ideen, Materialien und Erfahrungen geteilt werden. Ausserdem sprechen sie darüber, wie sich Social Media in den letzten zehn Jahren verändert hat. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage nach Authentizität. Die Influencerinnen sprechen offen darüber, dass Datenschutz, Persönlichkeitsrechte sowie der Schutz der Schülerinnen und Schüler klare Grenzen setzen. Sie reflektieren auch den Vorwurf, auf Instagram, TikTok und Co. würden vor allem die «perfekten» Momente gezeigt. Zwischen authentischen Einblicken und verantwortungsvollem Handeln entsteht dadurch ein Spannungsfeld, das sie täglich neu ausbalancieren müssen. Auch der Umgang mit Reichweite wird thematisiert. Viele Follower:innen bedeuten Sichtbarkeit, Einfluss und die Möglichkeit, Lehrpersonen zu inspirieren sowie Kooperationen mit Unternehmen einzugehen. Gleichzeitig sprechen die vier offen über Leistungsdruck, Algorithmen, Vergleiche, Hate im Netz und den bewussten Umgang mit den eigenen Grenzen. Dabei wird deutlich, dass Likes, Kommentare und persönliche Rückmeldungen für sie weit mehr sind als Zahlen – sie sind ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung und stärken den Zusammenhalt innerhalb der Community. Auch Kooperationen und Unterrichtsmaterialien bilden einen weiteren Schwerpunkt. Die Teachfluencerinnen geben ehrliche Einblicke in die Zusammenarbeit mit Unternehmen, bezahlte Partnerschaften und ihre persönlichen Grenzen. Sie zeigen, weshalb Glaubwürdigkeit wichtiger ist als kurzfristige Einnahmen und dass ihre Tätigkeit auf Social Media weit mehr umfasst als das Veröffentlichen von Beiträgen: Hinter jedem Post stecken viele Stunden Planung, Produktion und Kommunikation. Im zweiten Teil richtet sich der Blick auf den Schulalltag. Die vier sprechen darüber, wie Schulleitungen, Kollegien, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler auf ihre Präsenz in den sozialen Medien reagieren. Sie erzählen, welche Verantwortung öffentliche Lehrpersonen tragen, welche Regeln sie sich beim Umgang mit Bildern und Inhalten aus dem Schulzimmer auferlegen und welche Chancen Social Media für den Lehrberuf bietet. Zum Abschluss blicken die vier über Social Media hinaus auf Schule und Bildung. Sie sprechen über aktuelle Herausforderungen im Lehrberuf, den Wandel der Schule und ihre Wünsche für die Schule von morgen. Eine ehrliche, persönliche und differenzierte Folge, die zeigt, dass hinter jedem Account ein Mensch steht – mit Leidenschaft für Bildung, aber auch mit Zweifeln, Grenzen und Verantwortung. Eine Reise für alle, die Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten. Der Podcast ist unabhängig und unentgeltlich. Wenn du ihn schätzt, freue ich mich über deine Unterstützung. Herzlichen Dank! Twint Im Herbst erwarten dich zwei weitere Live-Podcasts. Alle Infos sowie Tickets für die Shows in Luzern und Zürich findest du hier: Luzern, 11. September – Infos & Tickets Zürich, 5. November – Infos & Tickets Mehr Informationen über die vier Teachfluencerinnen sowie ihre Materialien und Angebote findest du hier: Isabelle "f.r.a.u.l.e.h.r.e.r.i.n" – Instagram Isabelle "f.r.a.u.l.e.h.r.e.r.i.n" – Homepage Sabrina "schulgefunkel" – Instagram Sabrina "schulgefunkel" – Homepage Ariane "a_teachers_lifestyle" – Instagram Ariane "a_teachers_lifestyle" – Homepage Sabrina "leh.re.rin" – Instagram Sabrina "leh.re.rin" – Homepage Schreib mir gerne deine Gedanken zur neusten Folge und folge mir auf Social Media für mehr Informationen und Content: Homepage Instagram LinkedIn YouTube Die Musik wurde speziell von Singer/Songwriter Tobias Jensen für diesen Podcast komponiert. Homepage Instagram

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  • June 29 · 51 min

    Hochsensibilität – Die Welt mit feinen Antennen wahrnehmen

    In der 30. Folge des Podcasts «Bildungsreise» reist Damian nach Zofingen und trifft Philippe Hollenstein. Der ehemalige Schulsozialarbeiter ist heute Berater für hochsensible Menschen, Autor und Experte für Hochsensibilität. Gemeinsam mit seiner Partnerin Bianca Braun führt er eine eigene Praxis und hostet den Podcast «Sensibel hoch 2». Philippe und Damian gehen den Fragen nach, was Hochsensibilität bedeutet, wie sie sich bei Kindern zeigt und weshalb ein besseres Verständnis im Familien- und Schulalltag so wichtig ist. Hochsensibilität ist keine Krankheit und keine Diagnose, sondern ein angeborenes Temperaments- bzw. Persönlichkeitsmerkmal. Menschen mit hoher Sensitivität nehmen Reize aus ihrer Umwelt und aus ihrem Inneren intensiver wahr und verarbeiten sie besonders tief. Schätzungen zufolge sind rund 20 bis 30 Prozent der Menschen hochsensibel. Gleichzeitig ist Hochsensibilität ein Thema, das wissenschaftlich weiterhin diskutiert wird. Im Gespräch wird deutlich, wie unterschiedlich sich Hochsensibilität zeigen kann. Jedes Kind erlebt und verarbeitet Reize auf seine eigene Weise. Dennoch lassen sich sechs Merkmale beschreiben, die für Hochsensibilität typisch sind: eine ausgeprägte Feinwahrnehmung, eine tiefe Verarbeitung von Eindrücken, soziale Feinfühligkeit, eine erhöhte Anfälligkeit für Überstimulation, eine ausgeprägte emotionale Reaktionsstärke sowie eine besondere Empfänglichkeit für Schönes. Gerade im Schulalltag können Lärm, grosse Gruppen, Zeitdruck oder soziale Spannungen für hochsensible Kinder schnell zur Herausforderung werden. Ein weiterer Schwerpunkt der Folge sind die Vorurteile rund um Hochsensibilität. Hochsensible Menschen gelten oft als «zu empfindlich», wenig belastbar oder besonders verletzlich. Philippe erklärt, weshalb dieses Bild zu kurz greift. Denn in der feinen Wahrnehmung liegen auch grosse Stärken – etwa Empathie, Kreativität, ein ausgeprägtes Gespür für andere Menschen oder die Fähigkeit, Zusammenhänge differenziert zu erkennen. Viele hochsensible Kinder versuchen zudem, sich möglichst anzupassen und ihre Überforderung zu verbergen. Gerade deshalb bleiben ihre Bedürfnisse im Alltag oft unbemerkt. Auch die Frage nach einer Abklärung wird thematisiert. Hochsensibilität lässt sich nicht medizinisch diagnostizieren. Selbsttests können Hinweise geben und entlastend wirken, ersetzen aber keine fachliche Einordnung. Entscheidend ist deshalb nicht ein Etikett, sondern ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse eines Kindes. Dabei wird auch deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule ist: Beide erleben ein Kind oft unterschiedlich – erst gemeinsam entsteht ein vollständigeres Bild. Zum Schluss richtet sich der Blick auf den Familien- und Schulalltag. Hochsensible Kinder brauchen Erwachsene, die ihre Wahrnehmung ernst nehmen und ihre Reaktionen nicht vorschnell als Übertreibung abtun. Rückzugsmöglichkeiten, ausreichend Erholung, verlässliche Beziehungen und Strategien zur Selbstregulation können helfen, Überforderung vorzubeugen und die Stärken hochsensibler Kinder zu entfalten. Eine einfühlsame Folge darüber, wie Verständnis, Beziehung und ein offener Blick Kindern helfen können, ihre Sensibilität als Stärke zu entdecken. Eine Reise für alle, die Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten. Der Podcast ist unabhängig und unentgeltlich. Wenn du ihn schätzt, freue ich mich über deine Unterstützung. Herzlichen Dank! Twint Im Herbst erwarten dich zwei weitere Live-Podcasts. Alle Infos sowie Tickets für die Shows in Luzern und Zürich findest du hier: Luzern, 11. September – Infos & Tickets Zürich, 5. November – Infos & Tickets Mehr über Philippe Hollenstein, Bianca Braun und ihre Angebote rund um Hochsensibilität findest du hier: Philippe Hollenstein – LinkedIn Fachstelle «Ein Hoch auf Sensibilität» achtsinn Coaching Podcast «Sensibel hoch 2» Kartenset «Ein Hoch auf Sensibilität» Schreib mir gerne deine Gedanken zur neusten Folge und folge mir auf Social Media für mehr Informationen und Content: Homepage Instagram LinkedIn YouTube Die Musik wurde speziell von Singer/Songwriter Tobias Jensen für diesen Podcast komponiert. Homepage Instagram

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  • June 15 · 1 hr 33 min

    Live: Inklusion – Eine Schule für alle: Realität oder Ideal?

    In der fünften Live-Show des Podcasts «Bildungsreise» diskutiert Damian im Casino Bern mit drei profilierten Stimmen aus Bildung, Politik und Inklusion: Franziska Roth, Ständerätin, ehemalige Heilpädagogin und Präsidentin der Stiftung Denk an mich, Saphir Ben Dakon, Inklusions- und Kommunikationsexpertin sowie Vizepräsidentin von Agile, und Manuel C. Widmer, Primarlehrer, Grossrat und Präsident von Bildung Bern. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie inklusiv unsere Schulen tatsächlich sind – und was es braucht, damit Teilhabe für alle Kinder gelingen kann. Zum Auftakt spannt Damian den Bogen von der historischen Separation hin zur heutigen Inklusionsbewegung. Er erinnert an die UNESCO-Erklärung von Salamanca, das Behindertengleichstellungsgesetz und die UNO-Behindertenrechtskonvention. Die Grundidee ist klar: Nicht die Kinder sollen sich dem System anpassen, sondern das System den Kindern. Genau hier beginnen die Herausforderungen der Umsetzung. Franziska Roth macht deutlich, dass Inklusion mit einer Haltung beginnt: Jedes Kind gehört dazu und hat ein Recht auf Bildung und Teilhabe. Kritisch sieht sie, dass politische Debatten oft von Kostenfragen dominiert werden, während die Bedürfnisse der Kinder in den Hintergrund geraten. Gleichzeitig fordert sie mehr Vertrauen in die Professionalität und Fachkompetenz der Lehrpersonen sowie in die Erkenntnisse der Bildungsforschung. Saphir Ben Dakon schärft die Begriffe: Während Integration einzelne Kinder in bestehende Strukturen einbindet, versteht sie Inklusion als Auftrag an das gesamte Bildungssystem. Die Schweiz habe weniger ein Wissens- als ein Umsetzungsproblem. Kritisch sieht sie die parallelen Systeme von Regel- und Sonderschulen, die Ressourcen binden und echte Inklusion erschweren. Ebenso problematisch sei die Tendenz, Menschen mit Behinderungen für die Überforderung des Systems verantwortlich zu machen, anstatt strukturelle Defizite in den Blick zu nehmen. Manuel C. Widmer bringt die Perspektive aus dem Klassenzimmer ein. Als Lehrer kennt er die Chancen, aber auch die Grenzen integrativer Bildung. Er beschreibt einen Schulalltag, der von zunehmender Heterogenität, Fachkräftemangel und steigenden Anforderungen geprägt ist. Für ihn steht fest: Inklusion kann gelingen – braucht aber ausreichend Ressourcen, qualifizierte Fachpersonen und tragfähige Rahmenbedingungen. Eindrücklich sind auch die persönlichen Erfahrungen, die im Verlauf des Abends geteilt werden. Camilla Bischofberger, Mediensprecherin von Pro Infirmis, erzählt von ihrer Schulzeit mit einer körperlichen Behinderung und davon, wie sie lange versuchte, möglichst nicht aufzufallen. Erst als Erwachsene erkannte sie, wie wichtig der Austausch mit anderen Menschen mit Behinderungen ist. Ihre Geschichte zeigt, dass Inklusion weit mehr bedeutet als Barrierefreiheit – nämlich Zugehörigkeit, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe. Musikalisch begleitet wird der Abend von Jeremi, einem jungen Pianisten mit Trisomie 21, sowie seinen Geschwistern Johanna und Silas. Sein beeindruckender Weg führte von einer schwierigen medizinischen Vorgeschichte zu internationalen Konzertauftritten und Auszeichnungen. Er macht sichtbar, welches Potenzial sich entfalten kann, wenn Menschen die Unterstützung erhalten, die sie benötigen. Zum Schluss wird deutlich: Inklusion ist weit mehr als eine schulische Frage. Sie betrifft auch den Arbeitsmarkt, die Politik und letztlich unser gesellschaftliches Zusammenleben. Die Podiumsgäste sind sich einig, dass Inklusion Zeit, Ressourcen und politische Verantwortung braucht. Vor allem aber braucht sie die Überzeugung, dass Vielfalt kein Hindernis, sondern eine Bereicherung für alle ist. Tauche ein in diese vielschichtige Diskussion über Teilhabe, Gerechtigkeit und das Menschenbild unserer Gesellschaft. Eine wertvolle Reise für alle, die Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten. Die aufgezeichnete Live-Show findest du auch als Video inkl. Untertitelung auf YouTube: Video Im Herbst erwarten dich zwei weitere Live-Podcasts. Alle Infos sowie Tickets für die Shows in Luzern und Zürich findest du hier: Luzern, 11. September – Infos & Tickets Zürich, 5. November – Infos & Tickets Mehr über die vier Gäste erfährst du hier: Franziska Roth – Homepage Saphir Ben Dakon – Homepage Manuel C. Widmer – Homepage Camilla Bischofberger – LinkedIn Mehr zu Jeremis Geschichte, dem Engagement der Stiftung Denk an mich und den Angeboten von PluSport findest du hier: Stiftung Denk an mich Stiftung Denk an mich – Jeremi Jeremi – YouTube PluSport@school Schreib mir gerne deine Gedanken zum neusten Live-Podcast und folge mir auf Social Media für mehr Informationen und Content: Homepage Instagram Facebook YouTube TikTok

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  • May 25 · 1 hr 10 min

    Maker Education – Lernen durch Machen, Denken und Gestalten

    In dieser Folge des Podcasts «Bildungsreise» spricht Damian mit Björn Maurer, Dozent für Medien und Informatik an der Pädagogischen Hochschule Thurgau, sowie mit Fabian Egger, MakerTeacher in Weinfelden, über Maker Education. Im Zentrum steht die Frage, wie Kinder durch eigenes Ausprobieren, Tüfteln und Gestalten lernen können. Im ersten Teil erklärt Björn Maurer, dass Making weit mehr ist als Arbeiten mit Technik oder 3D-Druckern. Im Zentrum steht ein «Maker-Mindset»: Kinder entwickeln eigene Ideen, probieren aus, dürfen Fehler machen und erleben dadurch Selbstwirksamkeit. Maker Education verbindet Kreativität, Problemlösen und intrinsische Motivation. Gleichzeitig wird deutlich: Entscheidend sind nicht teure Geräte, sondern eine offene Lernkultur und die Bereitschaft, Kindern Verantwortung zu übertragen. Making soll Kinder dazu befähigen, Ideen zu entwickeln, Probleme kreativ anzugehen und ihre Umwelt aktiv mitzugestalten. So werden wichtige Future Skills bzw. Zukunftskompetenzen wie Kreativität, Kollaboration, Eigeninitiative und Problemlösefähigkeit gestärkt. Orientierung für das Gespräch bieten die sechs Schritte aus «Making und Schule». Das Praxishandbuch zeigt auf, wie Schulen von der ersten Idee bis zu einem MakerSpace und einer gelebten Making-Kultur gelangen können. Gemeinsam sprechen Damian und Björn über die ersten Phasen – vom Starten und Planen bis hin zum Konzipieren von Making an Schulen. Dabei wird klar, dass Maker Education weit über einen einzelnen Raum hinausgeht und als Schulentwicklungsthema verstanden werden muss. Ein MakerSpace ist nicht einfach ein Technikraum, sondern eine offene Lernumgebung für kreatives und eigenständiges Lernen. Damit Making gelingen kann, braucht es engagierte Lehrpersonen, Unterstützung durch die Schulleitung und eine Kultur, in der Fehler als wertvoller Teil des Lernprozesses verstanden werden. Im zweiten Teil reist Damian an die Schulen Weinfelden und besucht dort ihren MakerSpace. Gemeinsam mit Fabian Egger spricht er über die weiteren Phasen: das konkrete Umsetzen, Unterrichten und Weiterentwickeln von Making im Schulalltag. Fabian beschreibt, wie aus einer ersten Idee Schritt für Schritt ein Lernort entstand. Gleichzeitig zeigt er, wie sich die Rolle der Lehrperson verändert: weg von der klassischen Wissensvermittlung hin zur Lernbegleitung. MakerTeacher und Lehrpersonen geben Impulse, unterstützen Prozesse und schaffen eine Umgebung, in der Kinder Selbstwirksamkeit erleben können. Besonders eindrücklich sind die Stimmen der Kinder, die von Freiheit, Kreativität und Freude erzählen. Sie erleben den MakerSpace als Ort, an dem sie Ideen umsetzen, Neues ausprobieren und auch scheitern dürfen – ohne dass sofort das perfekte Ergebnis im Vordergrund steht. Die Folge zeigt, wie Making Schule verändern kann: weg von reiner Wissensvermittlung hin zu aktivem, kreativem und handlungsorientiertem Lernen. Eine inspirierende Reise für alle, die Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten. Mehr Informationen über Björn Maurer, die beiden MakerSpaces und das Praxishandbuch «Making und Schule» findest du hier: Björn Maurer – LinkedIn MakerSpace PH Thurgau MakerSpace Weinfelden Makerspace Schule – Homepage Making und Schule – Praxishandbuch 24 Making-Kompetenzen – PDF makerstars CAS Making in der Schule – PH Thurgau Der Podcast ist unabhängig und unentgeltlich. Wenn du ihn schätzt, freue ich mich über deine Unterstützung. Herzlichen Dank! Twint Im Herbst erwarten dich zwei weitere Live-Podcasts. Alle Infos sowie Tickets für die Shows in Luzern und Zürich findest du hier: Luzern, 11. September – Infos & Tickets Zürich, 5. November – Infos & Tickets Schreib mir gerne deine Gedanken zur neusten Folge und folge mir auf Social Media für mehr Informationen und Content: Homepage Instagram LinkedIn YouTube Die Musik wurde speziell von Singer/Songwriter Tobias Jensen für diesen Podcast komponiert. Homepage Instagram

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  • May 11 · 55 min

    Schweizerschulen im Ausland – Bildung, die Kulturen verbindet

    In dieser Bonusfolge von «Bildungsreise» richtet Damian den Blick über die Landesgrenzen hinaus – zu den Schweizerschulen im Ausland. Zwischen Bern und Barcelona geht er den Fragen nach, was diese Schulen heute prägt und welche Bedeutung die Schweizer Bildung im Ausland hat. Im ersten Teil spricht Damian mit Heinz Rhyn, Präsident von educationsuisse. Er zeigt auf, wie die Schulen historisch entstanden sind: Was einst als Bildungsangebot für Kinder von Auslandschweizer:innen begann, ist heute ein internationales Netzwerk mit 17 anerkannten Schulen weltweit. Sie verbinden den Schweizer Lehrplan mit lokalen Gegebenheiten und schaffen Lernorte, an denen unterschiedliche Kulturen aufeinandertreffen. Dabei wird deutlich: Die Schulen sind Privatschulen im Ausland und gleichzeitig stark geprägt von einer «Swissness», die sich in Qualität, Werten und Abschlüssen zeigt. Sie ermöglichen Bildungschancen, fördern kulturelles Verständnis und wirken als Brücke zwischen Ländern und Kulturen. Im zweiten Teil spricht Damian mit Pascal Affolter, Direktor der Schweizer Schule Barcelona. Er beschreibt die Schule als internationale Quartierschule mit starkem Schweizer Kern. Besonders prägend ist die konsequente Mehrsprachigkeit: Die Schüler:innen lernen fünf Sprachen und bewegen sich selbstverständlich zwischen verschiedenen Kulturen. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Leitung einer solchen Schule weit über Pädagogik hinausgeht und auch Management, Marketing sowie strategische Entwicklung umfasst. Die Schulen profitieren von grosser Flexibilität und Innovationskraft, etwa bei Tagesschulmodellen oder neuen Lernformen. Für die Schweiz entsteht dabei ein klarer Mehrwert: Absolvent:innen, die sprachlich und kulturell bestens vorbereitet sind und später in der Schweiz studieren oder arbeiten. Ein eindrücklicher Einblick gelingt über die Stimmen der Kinder und Lehrpersonen aus Barcelona. Sie berichten von Mehrsprachigkeit, kultureller Vielfalt und einem Schulalltag, der sich spürbar von lokalen Systemen unterscheidet. Schule wird hier oft als Privileg erlebt – und als Ort, der Türen zur Welt öffnet. Im letzten Teil gibt Laura Küttel persönliche Einblicke in ihre ersten Monate als Klassenlehrerin in Barcelona. Sie spricht über den Bewerbungsprozess, das Ankommen in einem neuen Land und die Herausforderungen im Alltag. Besonders prägend sind für sie die interkulturellen Erfahrungen, die Zusammenarbeit im Team und der bewusste Umgang mit Sprache im Unterricht. Gleichzeitig wird deutlich: Der Schritt ins Ausland erfordert Offenheit, Flexibilität und Mut – wird aber mit wertvollen Erfahrungen und persönlichem Wachstum belohnt. Tauche in diese vielseitige Folge ein, die zeigt, wie Schweizerschulen im Ausland Kulturen und Perspektiven miteinander verbinden und Brücken bauen – und welche Chancen daraus für Kinder und Lehrpersonen entstehen. Eine wertvolle Reise für alle, die Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten. educationsuisse – Homepage educationsuisse – LinkedIn Schweizerschule Barcelona SRF school – Schweizerschule Barcelona Heinz Rhyn – LinkedIn Pascal Affolter – LinkedIn Der Podcast ist unabhängig und unentgeltlich. Wenn du ihn schätzt, freue ich mich über deine Unterstützung. Herzlichen Dank! Twint Im Herbst erwarten dich zwei weitere Live-Podcasts. Alle Infos sowie Tickets für die Shows in Luzern und Zürich findest du hier: Luzern, 11. September – Infos & Tickets Zürich, 5. November – Infos & Tickets Schreib mir gerne deine Gedanken zur neusten Folge und folge mir auf Social Media für mehr Informationen und Content: Homepage Instagram LinkedIn YouTube Die Musik wurde speziell von Singer/Songwriter Tobias Jensen für diesen Podcast komponiert. Homepage Instagram

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  • April 27 · 43 min

    Begabungs- und Begabtenförderung – Den Blick für Potenziale schärfen

    In dieser Folge des Podcasts «Bildungsreise» spricht Damian mit Anuschka Meier-Wyder, Dozentin an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik (HfH) in Zürich und Expertin für Begabungs- und Begabtenförderung (BBF). Gemeinsam diskutieren sie, wie Schulen die Stärken und Potenziale von Kindern erkennen und gezielt fördern können – und warum dieses Thema immer noch zu wenig konsequent umgesetzt wird. Im ersten Teil macht Anuschka deutlich: Begabungsförderung betrifft alle Kinder, denn jedes Kind bringt Fähigkeiten und Potenziale mit. Begabtenförderung richtet sich an jene mit besonders ausgeprägten Stärken, die zusätzliche kognitive Anregung brauchen. Beide Ansätze sind Teil des Bildungsauftrags und eng mit einer inklusiven, kompetenzorientierten Schule verbunden. Im Gespräch wird klar: Entscheidend ist ein Verständnis von Begabung als Potenzial – nicht als sichtbare Leistung. Damit sich dieses entfalten kann, braucht es gezielte Lernangebote sowie Lehr- und Fachpersonen, etwa schulische Heilpädagog:innen, die genau hinschauen. Gleichzeitig zeigt sich im Schulalltag ein Spannungsfeld: Themen wie Verhalten oder Lernschwierigkeiten stehen oft im Vordergrund, während leistungsstarke Kinder als «selbstlaufend» gelten – ein Trugschluss. Im Zentrum stehen die Ergebnisse einer schweizweiten Erhebung zur Begabungs- und Begabtenförderung. Sie zeigen: An vielen Schulen ist das Thema noch nicht systematisch verankert. Es fehlt an Wissen, geeigneten Instrumenten und klaren Konzepten zur Identifikation und Förderung. Begabung wird häufig über Noten oder Abklärungen definiert, wodurch viele Kinder unentdeckt bleiben. Gleichzeitig werden Weiterbildungen wenig genutzt, Zuständigkeiten sind oft unklar, und Förderung wird an Einzelpersonen delegiert, statt als gemeinsame Aufgabe verstanden. Auch erhalten leistungsstarke Kinder seltener individuelle Förderziele, obwohl sie ebenso darauf angewiesen sind. Im letzten Teil der Folge geht es um konkrete Möglichkeiten der Begabungs- und Begabtenförderung – von differenzierten Lernangeboten im Unterricht über Pull-out-Programme bis hin zu Massnahmen wie Enrichment, Compacting oder Akzeleration. Deutlich wird: Es gibt engagierte Ansätze, doch in der Breite fehlt es an Verbindlichkeit und an einer nachhaltigen Verankerung. Eine Folge über verborgene Stärken und Potenziale, die entdeckt werden wollen – und darüber, wie Förderung gelingen kann. Eine (Entdeckungs-)Reise für alle, die Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten. Mehr über Anuschka Meier-Wyder sowie Weiterbildungen und weiterführende Informationen zum Thema Begabungs- und Begabtenförderung findest du hier: Anuschka Meier-Wyder – LinkedIn Modul Begabungs- und Begabtenförderung (HfH) CAS Begabungs- und Begabtenförderung (HfH) Netzwerk Begabungsförderung Positionspapier LCH Der LISSA-Preis zeichnet Projekte und Initiativen aus, die sich für die Förderung hochbegabter Kinder und Jugendlicher engagieren und innovative Wege in der Begabungsförderung gehen. Weitere Informationen zum Wettbewerb und zur Bewerbung findest du unter: Projekt "LISSA par excellence" In den kommenden Monaten erwarten dich drei weitere Live-Podcasts. Infos und Tickets zur zweiten Show in Bern zum Thema Inklusion findest du hier: Bern, 8. Mai – Infos & Tickets Der Podcast ist unabhängig und unentgeltlich. Wenn du ihn schätzt, freue ich mich über deine Unterstützung. Herzlichen Dank! Twint Schreib mir gerne deine Gedanken zur neusten Folge und folge mir auf Social Media für mehr Informationen und Content: Homepage Instagram LinkedIn YouTube Die Musik wurde speziell von Singer/Songwriter Tobias Jensen für diesen Podcast komponiert. Homepage Instagram

  • April 13 · 1 hr 24 min

    Live: Bildungsgerechtigkeit – Wer hat wirklich faire Chancen?

    In der vierten Live-Show des Podcasts «Bildungsreise» diskutiert Damian mit drei ausgewiesenen Expert:innen auf der Bühne der Aschbachhalle in Aarau: Margrit Stamm, emeritierte Professorin für Erziehungswissenschaften, Jörg Berger, Schulleiter, Vorstandsmitglied des VSLCH und Vizepräsident von proEdu, sowie Roger Stiel, langjähriger Schulleiter in Spreitenbach und Berater Allianz Chance+. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie gerecht unser Bildungssystem ist – und wo es soziale Ungleichheiten eher verstärkt als ausgleicht. Zum Auftakt stellt Damian eine verbreitete Annahme infrage: dass Fleiss und Wille allein über Bildungserfolg entscheiden. Studien zeigen, dass Herkunft, Ressourcen und Erwartungen oft stärker wirken als individuelle Leistung. Damit ist der Rahmen für eine differenzierte Diskussion gesetzt. Margrit Stamm schärft zunächst die Begriffe: Chancengleichheit meint gleiche Bedingungen, Chancengerechtigkeit die passende Unterstützung für jedes Kind. Bildungsgerechtigkeit richtet den Blick auf die Wirkung – also darauf, ob Kinder ihr Potenzial tatsächlich entfalten können. Ein gemeinsames Verständnis fehlt jedoch oft, was die Debatte zusätzlich erschwert. Jörg Berger zeigt, wie früh Ungleichheit entsteht: häufig schon vor Schuleintritt – und sie sich an jedem Übergang verstärkt. Elternhaus, Herkunft und Erwartungen prägen Bildungswege über Generationen hinweg. Roger Stiel bringt die Perspektive aus dem Schulalltag ein. Seine Erfahrung: Entscheidend ist der Blick auf das einzelne Kind. Schule kann Ungleichheit ausgleichen – vorausgesetzt, es gibt genügend Ressourcen, Erfahrung und stabile Teams. Gleichzeitig wird deutlich, wie anspruchsvoll die Realität im Klassenzimmer geworden ist. Auch die Stimmen der Kinder berühren: Sie sprechen über Fleiss und Eigenverantwortung, benennen aber ebenso Unterschiede im Elternhaus, in der Sprache und bei den finanziellen Möglichkeiten. Musikalisch begleitet wird der Abend von Šuma Čovjek. Die Band verbindet Sprachen und Kulturen mühelos, singt in Französisch, Arabisch und Kroatisch und schafft mit Songs wie «Bouge ton coeur», «Mira» und «Med du Miel» besondere Momente. Frontmann Ivica Petrušić erzählt im Gespräch von seiner Flucht in die Schweiz mit 14 Jahren – und von Lehrpersonen, die seinen Weg entscheidend geprägt haben. Gleichzeitig erlebt er in der Arbeit mit Jugendlichen, wie stark Herkunft und familiäre Bedingungen Bildungschancen weiterhin beeinflussen. Zum Schluss richtet sich der Blick nach vorn: Mehr Bildungsgerechtigkeit braucht differenzierte Förderung, neue Bewertungsansätze und ausreichend Ressourcen – vor allem aber ein gemeinsames Verständnis davon, was gerechte Bildung bedeutet. Können. Müssen. Dürfen. Drei Worte, die laut Margrit Stamm eine zentrale Rolle spielen, wenn es darum geht, Kinder in ihrer Entwicklung zu stärken. Sie fasst sie in drei einfache, wirkungsvolle Sätze: «Du kannst etwas erreichen, wenn du dich anstrengst. Du musst dir Ziele setzen. Und du darfst deine Wünsche äussern.» Die Diskussion zeigt, wie vielschichtig das Thema ist: Die zahlreichen Facetten von Bildungs(un)gerechtigkeit lassen sich oft nur kursorisch streifen. Dennoch gelingt es den profilierten Stimmen auf der Bühne immer wieder, das Publikum mit prägnanten Gedanken und persönlichen Erfahrungen zu fesseln. Tauche ein in diese vielschichtige Diskussion, die zeigt: Bildungsgerechtigkeit ist kein fixer Zustand, sondern ein fortlaufender Prozess – und eine gemeinsame Aufgabe für alle, die Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten. Die aufgezeichnete Live-Show findest du auch als Video auf YouTube: Video In den kommenden Monaten erwarten dich drei weitere Live-Podcasts. Infos und Tickets zur zweiten Show in Bern zum Thema Inklusion findest du hier: Bern, 8. Mai – Infos & Tickets Mehr über die drei Gäste sowie die erwähnten Dokumente erfährst du hier: Margrit Stamm – LinkedIn Jörg Berger – LinkedIn Roger Stiel – LinkedIn Schulleitungsmonitor 2024 Orientierungsrahmen von Allianz Chance+ Mehr über Šuma Čovjek erfährst du hier: Šuma Čovjek – Homepage Šuma Čovjek – Instagram Schreib mir gerne deine Gedanken zum vierten Live-Podcast und folge mir auf Social Media für mehr Informationen und Content: Homepage Instagram Facebook YouTube TikTok

  • March 30 · 52 min

    Hochbegabung – zwischen IQ, Potenzial und fehlender Passung

    In der 27. Folge des Podcasts «Bildungsreise» spricht Damian mit Letizia Gauck. Sie ist Psychotherapeutin und Fachpsychologin für Kinder- und Jugendpsychologie und leitet das Zentrum für Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie an der Universität Basel. Gemeinsam gehen sie den Fragen nach, was Hochbegabung ist, wie sie erkannt werden kann und warum das Thema bis heute mit vielen Vorurteilen behaftet ist. Viele verbinden Hochbegabung mit «Wunderkindern», konstanten Spitzenleistungen oder einem sehr hohen IQ. Doch dieses Bild greift zu kurz. Hochbegabung ist in erster Linie ein Potenzial, das sich sehr unterschiedlich zeigen kann – und nicht automatisch in guten Noten oder schulischem Erfolg sichtbar wird. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Fähigkeiten, Motivation, Persönlichkeit und Umfeld. Die Folge macht deutlich, dass viele hochbegabte Kinder im Schulalltag unerkannt bleiben. Während sich einige anpassen oder bewusst «unter dem Radar» bleiben, reagieren andere auf Unterforderung – etwa durch Unruhe, Rückzug oder fehlende Motivation. Besonders komplex wird es, wenn zusätzliche Faktoren wie ADHS, Autismus oder Lernschwierigkeiten dazukommen («twice exceptional»). Zudem zeigt sich, dass Minderleistung selten ein Zeichen fehlender Fähigkeit ist, sondern vielmehr Ausdruck einer fehlenden Passung zwischen Kind und Lernumgebung. Ein weiteres zentrales Thema sind Vorurteile und die Tabuisierung. Hochbegabung wird oft mit Elite, Leistungsdruck oder sozialer Schwierigkeit verknüpft. Dabei halten sich hartnäckige Zuschreibungen: Hochbegabte gelten als sozial schwierig, überheblich oder automatisch erfolgreich. Die Folge macht deutlich, wie stark diese Bilder den Blick auf Kinder prägen – und wie wichtig es ist, Begabung differenziert zu betrachten. Im Gespräch geht es auch um Diagnostik: Eine Abklärung kann helfen, Potenziale sichtbar zu machen und Kinder besser zu verstehen. Diagnosen können entlasten und Orientierung geben, bergen aber die Gefahr von Etikettierungen. Entscheidend ist, ob ein Kind Unterstützung braucht und wie gut das Umfeld auf seine Bedürfnisse eingehen kann. Zum Schluss rückt die Frage in den Fokus, was hochbegabte Kinder wirklich brauchen. Die Antwort ist überraschend einfach: in erster Linie das Gleiche wie alle Kinder – Beziehung, Wertschätzung und Verständnis. Ergänzend dazu braucht es eine gute Passung im Unterricht, individuelle Förderung und Erwachsene, die Potenziale erkennen, ohne Druck aufzubauen. Denn hochbegabte Kinder brauchen nicht weniger, sondern oft mehr Begleitung. Eine differenzierte Folge über Hochbegabung zwischen Potenzial und Erwartung – und darüber, wie Kinder gesehen, verstanden und in ihrer Entwicklung begleitet werden können. Eine Reise für alle, die Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten. In den kommenden Monaten erwarten dich drei weitere Live-Podcasts. Infos und Tickets zur zweiten Show in Bern zum Thema Inklusion findest du hier: Bern, 8. Mai – Infos & Tickets Mehr über Letizia Gauck sowie weitere Informationen und Hintergründe zum Thema Hochbegabung findest du hier: Letizia Gauck – LinkedIn Stiftung für hochbegabte Kinder Schweizerisches Institut für Hochbegabung Positionspapier LCH Der LISSA-Preis zeichnet Projekte und Initiativen aus, die sich für die Förderung hochbegabter Kinder und Jugendlicher engagieren und innovative Wege in der Begabungsförderung gehen. Weitere Informationen zum Wettbewerb und zur Bewerbung findest du unter: Projekt "LISSA par excellence" Der Podcast ist unabhängig und unentgeltlich. Wenn du ihn schätzt, freue ich mich über deine Unterstützung. Herzlichen Dank! Twint Schreib mir gerne deine Gedanken zur neusten Folge und folge mir auf Social Media für mehr Informationen und Content: Homepage Instagram LinkedIn YouTube Die Musik wurde speziell von Singer/Songwriter Tobias Jensen für diesen Podcast komponiert. Homepage Instagram

  • February 23 · 41 min

    Cybermobbing – Gewalt im Internet

    In der neusten Folge des Podcasts «Bildungsreise» spricht Damian mit Ingrid Broger. Sie ist Medienpädagogin und Fachperson Medienkompetenz bei Pro Juventute und seit vielen Jahren in der Prävention von Cybermobbing tätig. Gemeinsam gehen sie den Fragen nach, was Cybermobbing ist, wie es sich vom klassischen Mobbing unterscheidet und wie Kinder und Jugendliche im digitalen Raum geschützt werden können. Cybermobbing passiert dort, wo Kinder und Jugendliche heute viel Zeit verbringen: in Klassenchats, sozialen Netzwerken und Games. Es ist gezielt, wiederholt und oft schwer zu erkennen – und kann rund um die Uhr weitergehen. Anders als beim Mobbing auf dem Pausenplatz endet es nicht mit dem Schultag. Angriffe sind öffentlich, können anonym erfolgen und ein grosses Publikum erreichen. Für Betroffene bedeutet das oft starken Druck, Scham, Rückzug oder Angst. Klar wird: Auch digitale Angriffe sind Gewalt und können das Wohlbefinden und die Entwicklung von Kindern nachhaltig beeinträchtigen. Die Folge zeigt, dass Cybermobbing meist im bekannten Umfeld entsteht und eng mit Gruppendynamiken verknüpft ist. Zuschauer:innen spielen eine wichtige Rolle: Sie können mitmachen, schweigen – oder helfen und Zivilcourage zeigen. Viele Kinder erzählen lange nichts aus Angst vor Konsequenzen oder weil sie befürchten, nicht ernst genommen zu werden. Umso wichtiger ist es, ruhig zuzuhören, das Erlebte ernst zu nehmen und gemeinsam Lösungen zu suchen. Im Gespräch geht es auch um den Umgang mit Vorfällen. Eltern und Lehrpersonen sollten dem Kind Geborgenheit und Verständnis vermitteln und gemeinsam mit ihm schauen, wie man dagegen vorgehen könnte. Wichtig sind klare Zuständigkeiten, sorgfältige Fallanalysen und Unterstützung durch Fachstellen. Schulen tragen Verantwortung, wenn Cybermobbing innerhalb der Klassengemeinschaft entsteht – auch ausserhalb der Schulzeit. Zum Schluss rückt die Prävention in den Fokus: Cybermobbing lässt sich nicht mit einzelnen Lektionen verhindern. Es braucht eine gemeinsame Haltung, kontinuierliche Gespräche über Fairness im Netz und gelebte Medienkompetenz im Alltag. Ziel ist eine Kultur, in der Kinder Grenzen erkennen, Hilfe holen und füreinander einstehen. Eine aufklärende Folge über Cybermobbing als Gewalt- und Kinderschutzthema – und darüber, wie Erwachsene im digitalen Raum hinschauen, begleiten und stärken können. Eine Reise für alle, die Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten. Deine Stimme zählt – jetzt voten! Mein Podcast «Bildungsreise» ist bei den Suisse Podcast Awards für den Publikumspreis 2026 (Top 20) nominiert. Herzlichen Dank für deine Unterstützung! Zum Voting – Suisse Podcast Awards 2026 Im neuen Jahr erwarten dich vier Live-Podcasts. Infos und Tickets zur zweiten Show in Bern zum Thema Inklusion findest du hier: Bern, 8. Mai – Infos & Tickets: Mehr über Ingrid Broger und die Angebote zum Thema Cybermobbing von Pro Juventute findest du hier: Ingrid Broger - LinkedIn Pro Juventute: Anlaufstelle gegen Mobbing Online-Elternveranstaltung zum Thema Cybermobbing Beratung und Hilfe für Kinder und Jugendliche #standup – Initiative gegen Mobbing Der Podcast ist unabhängig und unentgeltlich. Wenn du ihn schätzt, freue ich mich über deine Unterstützung. Herzlichen Dank! Twint Schreib mir gerne deine Gedanken zur neusten Folge und folge mir auf Social Media für mehr Informationen und Content: Homepage Instagram LinkedIn YouTube Die Musik wurde speziell von Singer/Songwriter Tobias Jensen für diesen Podcast komponiert. Homepage Instagram

  • February 9 · 58 min

    Jubiläum – 2 Jahre Bildungsreise: Was war und was kommt

    In dieser besonderen Jubiläumsfolge wechselt Gastgeber Damian die Perspektive und nimmt selbst auf dem Interviewstuhl Platz. Gemeinsam mit SRF-Moderatorin Angela Haas blickt er zurück auf die Entstehung von «Bildungsreise», auf prägende Stationen seines Lebens und auf seine Zeit als Lehrer. Es geht um Neugier, Mut, Umwege und tragende Beziehungen – und um die Frage, was Bildung jenseits von Lehrplänen wirklich ausmacht. Damian erzählt offen von seiner eigenen Schulzeit, von Menschen, die ihn geprägt haben, von schönen, lustigen und herausfordernden Momenten im Klassenzimmer und davon, warum er sich mit 34 noch einmal für einen Neuanfang entschieden hat. Die Folge gewährt einen ehrlichen Einblick in die Motivation hinter «Bildungsreise»: den Wunsch, dazuzulernen, zuzuhören, Brücken zu bauen und unterschiedliche Perspektiven im Bildungswesen sichtbar zu machen. Eine persönliche Folge über Bildung als Reise – geprägt von Vertrauen, Verantwortung und Verbundenheit. Und darüber, warum es sich lohnt, Kindern und sich selbst mit Offenheit zu begegnen. Deine Stimme zählt – jetzt voten! Mein Podcast «Bildungsreise» ist für den Suisse Podcast Award 2026 nominiert. Herzlichen Dank für deine Unterstützung! Zum Voting – Suisse Podcast Awards 2026 Im neuen Jahr erwarten dich vier Live-Podcasts. Infos und Tickets zum Auftakt am 12. März 2026 zum Thema Bildungsgerechtigkeit in Aarau sowie zur zweiten Show in Bern zum Thema Inklusion findest du hier: Aarau, 12. März – Infos & Tickets: Bern, 8. Mai – Infos & Tickets: Der Podcast ist unabhängig und unentgeltlich. Wenn du ihn schätzt, freue ich mich über deine Unterstützung. Herzlichen Dank! Twint Schreib mir gerne deine Gedanken zur neusten Folge und folge mir auf Social Media für mehr Informationen und Content: Homepage Instagram LinkedIn YouTube Mehr über Angela Haas und ihre Tätigkeit als Moderatorin erfährst du hier: Angela Haas – Homepage Angela Haas – Instagram Die Musik wurde speziell von Singer/Songwriter Tobias Jensen für diesen Podcast komponiert. Homepage Instagram

  • January 26 · 47 min

    Mobbing – ein Gruppenphänomen mit schweren Folgen

    In der neusten Folge des Podcasts «Bildungsreise» spricht Damian mit Christelle Schläpfer. Sie ist ehemalige Gymnasiallehrerin und gilt in der Schweiz als führende Expertin für Mobbing, Cybermobbing und psychosoziale Dynamiken im schulischen Kontext. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, was Mobbing ist und was nicht, wie es sich von Konflikten unterscheidet und warum betroffene Kinder so selten Hilfe holen. Christelle macht deutlich: Nicht jede Gemeinheit ist Mobbing. Konflikte sind punktuell, meist einmalig und zwischen gleich starken Parteien. Mobbing hingegen ist ein Prozess: systematisch, wiederholt, über längere Zeit – und immer gegen dieselbe Person gerichtet. Ziel ist nicht, ein Problem zu klären, sondern eine Person zu beschämen, auszugrenzen oder zu verletzen. Besonders tückisch: Mobbing geschieht oft im Verborgenen. Ein Schwerpunkt der Folge liegt auf der Gruppendynamik. Mobbing ist kein Zweikampf zwischen Täter:in und Opfer, sondern ein Gruppenphänomen. Mitläufer:innen und Zuschauer:innen ermöglichen das Geschehen durch Mitmachen oder Schweigen. Dahinter steht ein starkes menschliches Bedürfnis nach Zugehörigkeit: Kinder passen sich an, um nicht selbst aus der Gruppe zu fallen. Christelle unterscheidet zwischen passiven und aktiven Opfern. Passive Opfer ziehen sich zurück und erdulden das Geschehen. Aktive Opfer hingegen wehren sich, reagieren laut oder impulsiv und werden in der Schule häufig als «schwierig» wahrgenommen. Ihr Mobbingerleben bleibt dadurch nicht selten lange unerkannt. Kinderstimmen in der Folge zeigen eindrücklich, wie sich Mobbing anfühlt: Angst vor der Schule, Rückzug und das schmerzhafte Gefühl, von Freund:innen im Stich gelassen zu werden. Christelle erklärt, warum viele betroffene Kinder keine Hilfe holen – aus Angst, als «Petze» zu gelten oder dass alles noch schlimmer wird. Sie betont den wichtigen Unterschied zwischen Petzen und Zivilcourage: Hilfe zu holen, weil es jemandem schlecht geht, ist Mut. Ein weiterer Teil widmet sich dem Umgang mit Mobbingfällen. Klar benannt werden No-Gos für Eltern und Schule: keine direkten Konfrontationen, keine Gegenüberstellungen, keine Strafen und keine öffentlichen Diskussionen im Klassenrat. Stattdessen braucht es sorgfältige Beobachtung über Zeit, systemische Fallanalysen und Sicherheit für das betroffene Kind – und bei Bedarf externe Unterstützung. Zum Schluss geht es um Prävention und Intervention. Christelle plädiert für eine gelebte Haltung statt einzelner Präventionslektionen: früh eingreifen bei Mikroaggressionen, Beziehungen stärken und Verantwortung gemeinsam tragen. Ziel ist nicht nur, dass Mobbing aufhört, sondern dass die Klassengemeinschaft gestärkt daraus hervorgeht. Tauche ein in diese aufklärende Folge über Mobbing als Gewalt- und Kinderschutzthema – und warum genaues Hinschauen entscheidend ist. Eine Reise für alle, die Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten. Der Podcast ist unabhängig und unentgeltlich. Wenn du ihn schätzt, freue ich mich über deine Unterstützung. Herzlichen Dank! Twint Im neuen Jahr erwarten dich vier Live-Podcasts. Infos und Tickets zum Auftakt am 12. März 2026 zum Thema Bildungsgerechtigkeit in Aarau findest du hier: Infos & Tickets Schreib mir gerne deine Gedanken zur neusten Folge und folge mir auf Social Media für mehr Informationen und Content: Homepage Instagram LinkedIn YouTube Mehr über Christelle Schläpfer, ihre Angebote und ihren Podcast findest du hier: Christelle Schläpfer - edufamily Christelle Schläpfer - LinkedIn Christelle Schläpfer - Instagram Podcast: Mobbing anders angehen Die Musik wurde speziell von Singer/Songwriter Tobias Jensen für diesen Podcast komponiert. Homepage Instagram

  • Dec 29, 2025 · 55 min

    Das Bildungsjahr 2025: Im Dialog mit Dagmar Rösler

    In der letzten Folge des Jahres des Podcasts «Bildungsreise» blickt Damian gemeinsam mit Dagmar Rösler, der Zentralpräsidentin des Dachverbands Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH), auf das Jahr 2025 zurück. Im Zentrum stehen die prägendsten Ereignisse, Debatten und Entwicklungen der Schweizer Bildungslandschaft. Dagmar, die seit 2019 die Interessen der Lehrpersonen vertritt und als wichtiges Sprachrohr der Schweizer Lehrpersonen gilt, gibt dabei Einblicke in ihre persönliche wie auch berufliche Perspektive. Im ersten Teil der Folge spricht Damian mit Dagmar über ihre Neujahrsbotschaft «Zusammen leben», in der sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt ins Zentrum stellte. Ausgehend vom Roman «Apeirogon» reflektiert sie, wie stark Individualisierung und Pluralisierung die Schule herausfordern – und weshalb gerade die Schule eine zentrale gesellschaftliche Klammer darstellt. Ein zentrales Thema der Folge ist die integrative Schule. Dagmar schildert die intensiven Diskussionen innerhalb des LCH sowie die Entscheidung, eine grosse Mitgliederstudie zum Thema Integration durchzuführen. Für sie ist klar: Die integrative Schule steht unter grossem Druck, darf aber nicht zurückgebaut werden. Vielmehr braucht es Weiterentwicklungen, gezielte Unterstützung der Schulen und realistische Rahmenbedingungen, damit Integration gelingen kann. Ausführlich diskutiert werden zudem die schulische Selektion und Fragen der Bildungsgerechtigkeit. Dagmar erläutert das neue Positionspapier des LCH und betont die Bedeutung von Durchlässigkeit, fairen Zuteilungsprozessen und Vertrauen in die professionelle Einschätzung der Lehrpersonen. Während der Folge kommen auch Lehrpersonen und Eltern zu Wort. Sie schildern, was sie im Jahr 2025 in Bezug auf Schule und Bildung besonders bewegt hat. Im weiteren Verlauf sprechen Damian und Dagmar über die Ergebnisse der nationalen Überprüfung der Grundkompetenzen (ÜGK) sowie über die teils hitzigen Debatten rund um den Fremdsprachenunterricht – insbesondere über Französisch auf der Primarstufe. Die Diskussion berührt dabei nicht nur pädagogische Fragen, sondern auch den nationalen Zusammenhalt und die Rolle der Mehrsprachigkeit in der Schweiz. Damian thematisiert zudem die Verbandsarbeit auf kantonaler Ebene. Anhand zweier aktueller Beispiele aus den Kantonen Schwyz und Uri wird deutlich, wie wirkungsvoll das Engagement der kantonalen Lehrerinnen- und Lehrerverbände sein kann. Dagmar zeigt auf, wie viel Überzeugungsarbeit, politischer Dialog und Engagement hinter solchen Erfolgen stehen – und wie zentral diese Arbeit ist, um gute Rahmenbedingungen für Lehrpersonen und Schulen nachhaltig zu sichern. Zum Schluss blickt Dagmar dankbar auf die Arbeit ihres Teams sowie der kantonalen Lehrerinnen- und Lehrerverbände zurück und formuliert ihre Wünsche für das kommende Jahr. Sie bedankt sich bei allen Lehrpersonen, die mit Engagement, Professionalität und Herzblut täglich Schule gestalten. Tauche ein in diese inspirierende Folge, die Herausforderungen benennt, Erfolge sichtbar macht und Orientierung bietet – eine wertvolle Reise für alle, die Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten. Das ist ein unabhängiger, unentgeltlicher Podcast. Wenn du ihn schätzt und die Produktion unterstützen möchtest, freue ich mich über jede Form der Unterstützung. Herzlichen Dank! Twint Im neuen Jahr erwarten dich vier Live-Podcasts. Infos und Tickets zum Auftakt am 12. März 2026 zum Thema Bildungsgerechtigkeit in Aarau findest du hier: Tickets Schreib mir gerne deine Gedanken zur letzten Folge des Jahres und folge mir auf Social Media für mehr Informationen und Content: Homepage Instagram Facebook YouTube TikTok Mehr über Dagmar Rösler und den LCH findest du hier: Dagmar Rösler - LinkedIn Homepage LCH Die Musik wurde speziell von Singer/Songwriter Tobias Jensen für diesen Podcast komponiert. Homepage Instagram

  • Dec 8, 2025 · 31 min

    Live: Digitale Bildung – Wie viel Digitalität verträgt die Schule?

    In der dritten Live-Show des Podcasts «Bildungsreise» diskutiert Damian an der Swissdidac in Bern mit zwei profilierten Stimmen der Schweizer Bildungslandschaft: Nicole Platel, Direktorin von Pro Juventute, Juristin und zweifache Mutter, sowie Jörg Berger, Schulleiter, Vorstandsmitglied des VSLCH, Vizepräsident von proEdu und Vater eines fünfjährigen Sohnes. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie Kinder und Jugendliche in einer zunehmend digitalen Welt begleitet werden können, wo Chancen liegen und wo klare Grenzen nötig sind. Zum Auftakt skizziert Damian die aktuellen Debatten rund um Handy- und Social-Media-Verbote: von kantonalen Regelungen über internationale Bewegungen wie «Smartphone Free Childhood» bis hin zur geplanten Schweizer Regulierung von Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen. Schnell wird deutlich: Zwischen Schutz und Teilhabe spannt sich ein Feld komplexer Erwartungen, das Schulen, Politik, Plattformen und vor allem Familien herausfordert. Jörg Berger beschreibt, wie Schulen diese Entwicklungen erleben. Während Medien primär über Verbote sprechen, sei die Realität vieler Primarschulen viel gelassener: Smartphones seien im Schulalltag kaum präsent, andere Themen sorgten stärker für Diskussionen, etwa Smartwatches, die Eltern zur Ortung oder Überwachung nutzen. Für ihn liegt das eigentliche Problem nicht in den Geräten, sondern in Überbehütung und fehlendem Vertrauen. Schulen müssten Eltern stärker einbeziehen und offen erklären, wozu digitale Tools dienen – als Grundlage für gemeinsame Haltungen. Nicole Platel unterstreicht die Sicht der Eltern: Viele seien verunsichert und gleichzeitig von digitalen Plattformen abhängig, etwa durch schulische Kommunikationstools. Sie plädiert für Begleitung statt Verbote, für klare Regeln im Alltag und für Austausch unter Eltern. In der geplanten Regulierung fordert sie einen deutlich stärkeren Fokus auf Jugendschutz; die Verantwortung dürfe nicht allein auf Kinder und Eltern abgewälzt werden. Ein besonderer Höhepunkt der Live-Show sind die Stimmen der Kinder: ehrlich, reflektiert und mit einem erstaunlich klaren Blick auf Chancen und Risiken digitaler Welten. Im zweiten Teil richtet sich der Blick auf digitale Lernwelten. Jörg betont das grosse Potenzial von KI-Tools für Diagnostik, Differenzierung und personalisiertes Lernen. Gleichzeitig warnt er davor, KI zu vermenschlichen. Entscheidend sei, dass digitale Mittel Werkzeuge bleiben und in ein ausgewogenes, abwechslungsreiches Lernen eingebettet sind. Nicole Platel stellt die neue digitale Lernwelt «MediaMentor» von Pro Juventute vor, ein mit Jugendlichen entwickeltes Angebot, das Medienkompetenz, Selbstregulation und soziale Fähigkeiten stärkt. Die grosse Nachfrage nach Medienkompetenz-Angeboten zeige, wie sehr Schulen nach Unterstützung suchen. Tauche ein in diese lebendige Diskussion, die deutlich macht: Digitale Bildung ist weit mehr als eine Debatte über Verbote. Sie betrifft Werte, Vertrauen, pädagogische Visionen – und den Mut, gemeinsam mit Kindern neue Wege zu erkunden. Eine wertvolle Reise für alle, die Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten. Das ist ein unabhängiger, unentgeltlicher Podcast. Wenn du ihn schätzt und die Produktion unterstützen möchtest, freue ich mich über jede Form der Unterstützung. Herzlichen Dank! Twint Schreib mir gerne deine Gedanken zum dritten Live-Podcast und folge mir auf Social Media für mehr Informationen und Content: Homepage Instagram Facebook YouTube TikTok Mehr über Nicole Platel, Jörg Berger und die erwähnten Angebote findest du hier: Nicole Platel LinkedIn Jörg Berger LinkedIn MediaMentor von Pro Juventute Was heisst eigentlich «Handyverbot»? Die Musik wurde speziell von Singer/Songwriter Tobias Jensen für diesen Podcast komponiert. Homepage Instagram

  • Nov 24, 2025 · 58 min

    Rechtschreibung – von ihrer Bedeutung über das lautgetreue Schreiben bis zur LRS

    In der 23. Folge des Podcasts «Bildungsreise» reist Damian nach Fribourg, um mit Silvana Flütsch Keravec zu sprechen. Sie ist Logopädin, Dozentin an der Universität Fribourg und verbindet seit vielen Jahren schulische Praxis mit wissenschaftlicher Forschung. Gemeinsam diskutieren sie die Bedeutung der Rechtschreibung sowie Herausforderungen und Chancen im Umgang mit Lese-Rechtschreibstörungen (LRS). Ausgangspunkt sind aktuelle Schlagzeilen zu sinkenden Deutschleistungen. Silvana ordnet ein: Von einem «Sturzflug» könne man nicht sprechen, doch die Daten zeigen tendenziell einen Abwärtstrend. Zwar erreichen 84% der Schülerinnen und Schüler die Grundkompetenzen in der Orthografie, doch ein relevanter Anteil benötigt gezielte Unterstützung. Warum ist Rechtschreibung so wichtig? Silvana fasst es in drei Gedanken zusammen: Erstens, wer korrekt schreibt, wird besser verstanden. Zweitens, wer flüssig schreibt, und dazu gehört auch die Rechtschreibung, hat den Kopf frei für Ideen. Und das bedeutet: Wer seine Gedanken verständlich formulieren kann, wird gehört. Rechtschreibung beeinflusst also, wie Kinder wahrgenommen werden – auch in anderen Fächern. Als drittes stärkt die Rechtschreibung zudem die Lesekompetenz, weil man effizienter liest, wenn man die Wortformen sofort erkennt. So hat Rechtschreibung insgesamt einen grossen Einfluss auf die Bildungschancen. Kinderstimmen in der Folge zeigen eindrücklich, dass Rechtschreibung als herausfordernd, aber wichtig für die Zukunft erlebt wird. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Unterricht: Schreiben braucht Zeit, Routine und Training. Lautgetreues Schreiben bildet die Grundlage – Laute bewusst wahrnehmen und in Buchstaben übertragen. Orthografische Regeln folgen schrittweise, begleitet von gezieltem Üben. Silvana vergleicht es mit dem Klavierspielen: Wer gut werden will, muss über Jahre regelmässig trainieren. Auch die Rolle neuer Technologien – von Autokorrektur über KI-Tools bis zu Spracherkennung – wird diskutiert. Silvana sieht grosse Chancen, besonders für Kinder mit LRS. Digitale Hilfen ersetzen Grundkompetenzen jedoch nicht, sondern brauchen einen reflektierten Einsatz. Im letzten Teil geht es um Lese-Rechtschreibstörung (LRS), auch Legasthenie oder Dyslexie genannt: eine neurologische Entwicklungsstörung, die trotz Förderung zu anhaltenden Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben führt. Erste Warnzeichen können bereits im Kindergarten sichtbar werden – etwa bei der phonologischen Bewusstheit (Reimen, Silben, Laute). Unterstützung durch Logopädie und schulische Heilpädagogik sollte früh und gut koordiniert eingesetzt werden. Eine erkenntnisreiche Folge, die zeigt, warum Rechtschreibung weit mehr ist als Regelwissen – sie eröffnet Wege zu Bildung und Beteiligung. Eine Reise für alle, die Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten. Der Podcast ist unabhängig und unentgeltlich. Wenn du ihn schätzt, freue ich mich über deine Unterstützung. Herzlichen Dank! Twint Schreib mir gerne deine Gedanken zur neusten Folge und folge mir auf Social Media für mehr Informationen und Content: Homepage Instagram LinkedIn YouTube Mehr über Silvana Flütsch Keravec sowie logopädische Angebote und Informationen findest du hier: Silvana Flütsch Keravec - LinkedIn DLV - Deutschschweizer Logopädinnen- und Logopäden-Verband Verband Dyslexie Schweiz Die Musik wurde speziell von Singer/Songwriter Tobias Jensen für diesen Podcast komponiert. Homepage Instagram

  • Oct 27, 2025 · 1 hr 5 min

    Verstärkerprinzip – Zwischen Belohnen, Bestrafen und echter Motivation

    In dieser Folge des Podcasts «Bildungsreise» spricht Damian mit Joëlle Gut, Psychologin, Dozentin, Gründerin von Erziehungskosmos und Leiterin Masterclass von Hirncoach, über das Verstärkerprinzip – also über die Frage, wie sich Belohnungen und Bestrafungen auf die Motivation von Kindern auswirken und welchen Platz sie heute in Erziehung und Schule haben. Joëlle erklärt, dass das Verstärkerprinzip aus dem Behaviorismus stammt – der Idee, dass Lernen durch Reize und Reaktionen geschieht. Wer gelobt wird, wiederholt ein Verhalten; wer negative Konsequenzen erfährt, vermeidet es. Gemeinsam sprechen Joëlle und Damian über die klassische Konditionierung nach Pawlow und die operante Konditionierung nach Skinner – und übertragen diese Prinzipien auf den heutigen Schulalltag: Kinder lernen nicht nur durch Strafe oder Lob, sondern im Zusammenspiel von Erfahrung, Beziehung und innerer Motivation. Im Gespräch wird deutlich: Strafen können kurzfristig wirken, verändern aber selten langfristig Verhalten. Oft entstehen sie aus Hilflosigkeit oder Überforderung, etwa im hektischen Unterrichts- oder Familienalltag. Joëlle empfiehlt, in solchen Momenten nicht im Affekt zu reagieren, sondern ruhig zu bleiben, das Verhalten zu verstehen und Kinder aktiv in Lösungen einzubeziehen. Partizipation, also das Mitgestalten von Regeln und Konsequenzen, fördert die Einsicht und Akzeptanz – vorausgesetzt, Kinder werden nicht überfordert und die Grenzen bleiben klar. Auch Belohnungen werden kritisch beleuchtet. Sie setzen Glückshormone frei, wirken kurzfristig motivierend – können aber zu Abhängigkeit und Druck führen, besonders bei Kindern, die alles perfekt machen wollen. Entscheidend ist, nicht die Leistung, sondern die Anstrengung anzuerkennen und Lob individuell und ehrlich zu gestalten. Positive Verstärkung wirkt langfristiger, weil sie auf Beziehung und Selbstwirksamkeit aufbaut, nicht auf Kontrolle. Während der Folge erzählen Kinder, was ihnen mehr hilft – Belohnungen oder Bestrafungen – und welche Systeme sie in der Schule kennen. Ein besonderes Augenmerk gilt den Belohnungs- und Bestrafungssystemen in Schulen. Viele Klassen arbeiten mit Token-Systemen und erhalten Punkte, Sterne oder Murmeln – gut gemeint, aber oft problematisch: Solche Systeme können schnell Unfairness erzeugen, weil immer dieselben Kinder profitieren oder verlieren. Joëlle und Damian diskutieren die Vor- und Nachteile dieser Modelle – und wie sie Motivation, Beziehung und Selbstverantwortung beeinflussen. Zum Schluss geht es um die Motivation an sich: Echte, intrinsische Motivation entsteht nicht durch Druck oder Belohnung, sondern durch Beziehung, Vertrauen und Sinn. Belohnungen und Strafen können eine Starthilfe sein – doch entscheidend ist, dass Kinder lernen, aus sich selbst heraus handeln zu wollen. Eine erkenntnisreiche Folge über alte Muster, neue Wege und die Kunst, Kinder zu stärken, ohne sie zu steuern. Eine Reise für alle, die Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten. Der Podcast ist unabhängig und unentgeltlich. Wenn du ihn schätzt, freue ich mich über deine Unterstützung. Herzlichen Dank! Twint Schreib mir gerne deine Gedanken zur neusten Folge und folge mir auf Social Media für mehr Informationen und Content: Homepage Instagram LinkedIn YouTube Mehr über Joëlle Gut und ihre Angebote erfährst du hier: Joëlle Gut - Homepage Erziehungskosmos für Schulen Erziehungskosmos für Eltern Hirncoach Die Musik wurde speziell von Singer/Songwriter Tobias Jensen für diesen Podcast komponiert. Homepage Instagram

  • Sep 29, 2025 · 58 min

    Medienkompetenz – Kinder sicher und stark in der digitalen Welt begleiten

    In der neusten Folge des Podcasts «Bildungsreise» spricht Damian mit Daniel Labhart, Dozent für Medien und Informatik an der Pädagogischen Hochschule Thurgau, über das Thema Medienkompetenz – eine Schlüsselkompetenz für Kinder und Jugendliche im digitalen Zeitalter. Gemeinsam gehen sie den Fragen nach, was Medienkompetenz beinhaltet, wie sie im Lehrplan 21 verankert ist – und wie Eltern und Lehrpersonen Kinder sinnvoll begleiten können. Daniel erklärt: Medienkompetenz umfasst weit mehr als die Bedienung von Geräten. Sie bedeutet, Informationen kritisch zu hinterfragen, Medien verantwortungsvoll zu nutzen und eigene Inhalte reflektiert zu gestalten. Modelle wie jenes von Dieter Baacke machen deutlich: Medienkritik, -kunde, -nutzung und -gestaltung greifen ineinander und gehören zur Grundausbildung. Ein Schwerpunkt der Folge liegt beim digitalen Alltag: Studien zeigen, dass Jugendliche rund drei Stunden täglich online sind – Musik hören, chatten, Videos scrollen oder gamen. Entscheidend ist dabei weniger die Dauer vor dem Bildschirm als vielmehr die Qualität der Nutzung – und ob daneben ein gesundes Gleichgewicht zwischen Schlaf, Bewegung und persönlichen Begegnungen bleibt, erklärt Daniel. Auch KI-Tools wie ChatGPT prägen zunehmend den Alltag. Verbote hält er für wenig zielführend – wichtiger ist, Kinder zu befähigen, Chancen zu nutzen und Risiken zu erkennen. Ein weiterer Teil widmet sich der Rolle von Eltern und Schule. Eltern prägen durch ihr Verhalten – als Vorbilder und im Dialog über Regeln und Inhalte. In der Schule wird Medienkompetenz fächerübergreifend gefördert, besonders spielerisch im Kindergarten und in der Unterstufe. Ab Zyklus 2 kommt eine Wochenlektion im Fach «Medien und Informatik» hinzu. Lehrpersonen müssen dafür keine digitalen Expert:innen sein – oft genügt es, gemeinsam mit den Kindern zu lernen und Fragen kritisch zu reflektieren. Unterstützung bieten pädagogische ICT-Fachpersonen wie PICTS, die als Multiplikatoren wirken. Während der Folge erzählen Kinder, wie sie Medien nutzen – zwischen Begeisterung und Bewusstsein für mögliche Gefahren. Zum Schluss geht es um die gesellschaftliche Debatte: Soll Social Media für unter 16-Jährige verboten oder Smartphones im Klassenzimmer untersagt werden? Ein weiteres Thema ist dabei die Nachrichtenkompetenz. Viele Jugendliche informieren sich über Social Media und laufen Gefahr, Desinformationen wie Fake News oder manipulierten Inhalten zu begegnen. Daniel betont: Kinder brauchen Erwachsene, die mit ihnen über Quellen sprechen und Informationen gemeinsam einordnen. Tauche ein in diese erkenntnisreiche Folge: Kinder für die digitale Welt stark zu machen gelingt nur gemeinsam – durch Vertrauen, Beziehung und Begleitung. Eine Reise für alle, die Kinder auf ihrem (digitalen) Lebensweg begleiten. Der Podcast ist unabhängig und unentgeltlich. Wenn du ihn schätzt, freue ich mich über deine Unterstützung. Herzlichen Dank! Twint Schreib mir gerne deine Gedanken zur neusten Folge und folge mir auf Social Media für mehr Informationen und Content: Homepage Instagram LinkedIn YouTube Mehr über Daniel Labhart sowie Angebote und Informationen zum Thema Medienkompetenz von Pro Juventute, Jugend und Medien und UseTheNews findest du hier: Daniel Labhart PH Thurgau Pro Juventute – Medienkompetenz Jugend und Medien – Digitale Medien UseTheNews Die Musik wurde speziell von Singer/Songwriter Tobias Jensen für diesen Podcast komponiert. Homepage Instagram

  • Sep 15, 2025 · 50 min

    Sexualisierte Gewalt – Kinder schützen durch Aufklärung und Prävention

    In der zwanzigsten Folge des Podcasts «Bildungsreise» reist Damian nach Köniz und spricht mit Agota Lavoyer – Expertin und Beraterin für sexualisierte Gewalt sowie Autorin des Kinderfachbuchs «Ist das okay?». Gemeinsam sprechen sie über ein Thema, das oft hinter verschlossenen Türen geschieht, viel zu selten benannt wird – und dennoch viele Kinder betrifft: sexualisierte Gewalt. Im Zentrum stehen die Fragen, was genau darunter zu verstehen ist, wie wir Anzeichen erkennen – und wie wir Kinder wirksam schützen können. Agota erklärt eindrücklich, was unter sexualisierter Gewalt zu verstehen ist: jede sexuelle Handlung an oder vor einem Kind – mit oder ohne Körperkontakt – immer verbunden mit dem Ausnutzen eines Machtgefälles. Dazu gehören auch sogenannte Hands-off-Delikte, etwa das Zeigen von Pornografie oder sexuelles Verhalten vor einem Kind. Wichtig ist: Kinder können niemals einwilligen. Es ist immer Gewalt – und die Verantwortung liegt allein bei den Erwachsenen. In der Schweiz erlebt rund jedes siebte Kind sexualisierte Gewalt – die Dunkelziffer ist deutlich höher. Rund 90 Prozent der Übergriffe geschehen im nahen Umfeld, oft innerhalb der Familie. Umso wichtiger ist es, dass Erwachsene Kindern glauben, ihnen zuhören und auf ihre Signale achten. Täterinnen und Täter nutzen Vertrauen und Abhängigkeiten gezielt aus, um Kinder zum Schweigen zu bringen. Schutz brauchen Kinder nicht nur offline, sondern auch in der digitalen Welt. Sexting und Cyber-Sexualdelikte wie Sextortion oder Cyber-Grooming gehören heute zur Lebenswelt vieler Kinder und Jugendlicher. Studien zeigen: Fast jedes zweite Kind in der Schweiz ist bereits mit unerwünschten sexuellen Inhalten im Netz konfrontiert worden. Auch Kinder erzählen von unangenehmen Situationen, von Grenzverletzungen und von Gefühlen der Scham oder Hilflosigkeit. Ihre Aussagen machen deutlich: Kinder spüren sehr genau, wenn etwas nicht stimmt. Was können Eltern, Bezugspersonen und Schulen konkret tun? Agota plädiert für eine offene Gesprächskultur – über Körperteile, Gefühle, Nähe und Distanz sowie über gute und schlechte Geheimnisse. Kinder müssen altersgerecht über sexualisierte Gewalt aufgeklärt werden. Gleichzeitig sind Erwachsene gefordert, sich Wissen anzueignen und Verantwortung zu übernehmen. Ebenso wichtig ist die Rolle der Schule: Lehr- und Betreuungspersonen müssen professionell mit Nähe umgehen, aufmerksam hinschauen, Verdachtsmomente dokumentieren und sich beraten lassen – ohne allein zu handeln. Eine eindrückliche Folge, die zeigt: Sexualisierte Gewalt ist kein Randphänomen, sondern eine gesellschaftliche Realität. Kinder zu schützen bedeutet, Verantwortung zu übernehmen – von uns allen. Eine Reise für alle, die Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten. Der Podcast ist unabhängig und unentgeltlich. Wenn du ihn schätzt, freue ich mich über deine Unterstützung. Herzlichen Dank! Twint Schreib mir gerne deine Gedanken zur neusten Folge und folge mir auf Social Media für mehr Informationen und Content: Homepage Instagram LinkedIn YouTube Mehr über Agota Lavoyer sowie Angebote und Informationen von Kinderschutz Schweiz, Pro Juventute und Opferhilfe Schweiz findest du hier: Agota Lavoyer: Homepage Agota Lavoyer: Instagram Kinderschutz Schweiz: Sexualisierte Gewalt Pro Juventute: Sexualisierte Gewalt Opferhilfe Schweiz: Sexuelle Gewalt Die Musik wurde speziell von Singer/Songwriter Tobias Jensen für diesen Podcast komponiert. Homepage Instagram

  • Aug 25, 2025 · 47 min

    Gewaltfreie Erziehung – Gewalt erkennen, Kinder schützen, Eltern stärken

    In der neusten Folge des Podcasts «Bildungsreise» reist Damian nach Bern, um mit Stéphanie Bürgi-Dollet zu sprechen. Sie leitet das Präventionsprogramm «Gewaltfreie Erziehung» bei Kinderschutz Schweiz. Gemeinsam sprechen sie über ein Thema, das bewegt – und oft tabuisiert wird: Gewalt in der Erziehung. Sie gehen den Fragen nach, welche Formen von Gewalt Kinder betreffen, welche Folgen sie haben – und wie man sie verhindern kann. Stéphanie macht klar: Gewalt an Kindern ist in der Schweiz weit verbreitet. Fast jedes zweite Kind erlebt sie im Erziehungsalltag. Ursachen sind häufig Überforderung, Stress oder fehlendes Wissen. Noch immer gilt Gewalt für viele Eltern als legitimes Erziehungsmittel – obwohl die Forschung zeigt: Sie zerstört Vertrauen und Beziehungen. Der Kinderschutz Schweiz unterscheidet vier Formen: körperliche Gewalt (z. B. Schläge), psychische Gewalt (z. B. Demütigungen oder das Miterleben von Paargewalt), Vernachlässigung sowie sexualisierte Gewalt, die in einer eigenen Folge vertieft wird. Besonders psychische Gewalt ist schwer zu erkennen und wird häufig unterschätzt – dabei hinterlässt sie oft tiefe Spuren. Auch Kinder erzählen von ihren Erfahrungen. Ihre Stimmen machen eindrücklich sichtbar, wie sich Gewalt in ihrem Alltag zeigen kann. Die Folge beleuchtet auch Wege aus der Gewaltspirale: Was hilft Eltern, wenn sie an ihre Grenzen kommen? Wie kann man Gewalt beenden, ohne zu verurteilen? Stéphanie betont die Bedeutung von Selbstreflexion, Wissen und guter Begleitung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Rolle von Lehr- und Betreuungspersonen. Sie sehen die Kinder täglich, gehören oft zu den Ersten, die spüren, wenn etwas nicht stimmt – und tragen eine besondere Verantwortung. Entscheidend ist, achtsam zu beobachten, sorgfältig zu dokumentieren und besonnen zu handeln. Ihre Aufmerksamkeit kann den Unterschied machen. Auch die rechtliche Dimension wird angesprochen: In der Schweiz fehlt bisher eine rechtliche Grundlage, die festhält, dass in der Erziehung keine Gewalt angewendet werden darf. Die geplante gesetzliche Verankerung der gewaltfreien Erziehung im Zivilgesetzbuch wäre ein wichtiges gesellschaftliches Signal. Es geht um ein Zeichen und die Stärkung der Prävention – damit ist keine Strafe verbunden. Eine eindrückliche und aufklärende Folge, die zeigt: Gewaltfreie Erziehung ist kein Ideal, sondern eine Voraussetzung für das Kindeswohl – und eine gemeinsame Verantwortung. Eine Reise für alle, die Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten. Das ist ein unabhängiger, unentgeltlicher Podcast. Wenn du ihn schätzt und die Produktion unterstützen möchtest, freue ich mich über jede Form der Unterstützung. Herzlichen Dank! Twint Schreib mir gerne deine Gedanken zur neusten Folge und folge mir auf Social Media für mehr Informationen und Content: Homepage Instagram LinkedIn YouTube Mehr über Stéphanie Bürgi-Dollet, den Kinderschutz Schweiz sowie die erwähnten Kurse und Materialien findest du hier: Stéphanie Bürgi-Dollet: LinkedIn Kinderschutz Schweiz Elternkurs "Starke Eltern – Starke Kinder" Handlungsalternativen für Eltern Die Musik wurde speziell von Singer/Songwriter Tobias Jensen für diesen Podcast komponiert. Homepage Instagram

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