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Morgenimpuls · Yesterday · 3 min

Wunder

Morgenimpuls mit Vanessa Grbavac Vor gar nicht allzu langer Zeit wurde ich im Unterricht gefragt: "Ist Ihnen schon mal ein echtes Wunder passiert?"Und ich habe erst einmal ganz trocken gesagt:"Nein."Die Schülerin, die gefragt hatte, war sichtlich irritiert. Wahrscheinlich hatte sie mit einer anderen Antwort gerechnet.Und ich machte es nicht besser, sondern sagte noch:"Also zumindest nicht so, wie ihr Wunder gerade beschrieben habt. Etwas völlig Unmögliches, Außergewöhnliches, womit niemand gerechnet hat. Wenn das ein Wunder sein soll, dann habe ich so etwas noch nie erlebt."Zu meiner großen Freude gingen sofort mehrere Finger hoch. Andere fragten direkt:"Aber ist es dann für Sie kein Wunder, wenn jemand einen schlimmen Autounfall überlebt?"Und genau da wurde das Gespräch spannend.Denn ich glaube schon an Wunder. Sehr sogar. Und ich glaube auch daran, dass Gott in unserem Leben wirkt. Aber ich glaube nicht an Wunder wie in Zaubershows. Nicht an spektakuläre Einzelmomente, die plötzlich alle Naturgesetze außer Kraft setzen.Wunder sind für mich etwas anderes.Wunder sehe ich dort, wo Menschen trotz Verzweiflung füreinander da sind.Wo jemand bleibt, obwohl Weggehen leichter wäre.Wo Menschen sich gegenseitig tragen, obwohl sie selbst kaum noch Kraft haben.Wunder geschehen dort, wo Verbundenheit stärker ist als Angst oder Einsamkeit.Und eigentlich sind die Wunder in der Bibel oft genau so erzählt. Nicht wie Zauberei. Da gibt es keine magischen Formeln und keine großen Tricks. Stattdessen passiert etwas anderes: Menschen werden angesehen. Berührt. Aufgerichtet. Ihnen wird wieder Hoffnung zugesprochen.Für mich ist genau das das eigentliche Wunder.Dass Menschen wieder in Beziehung treten können. Mit sich selbst. Mit anderen. Mit Gott.Trotz allem, was weh tut. Trotz Leid, Dunkelheit und Verzweiflung.Und vielleicht beginnt genau dort Gottes Wirken. Nicht immer laut und spektakulär. Aber tief und lebensverändernd.

0:00-3:19

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Morgenimpuls mit Vanessa Grbavac
Vor gar nicht allzu langer Zeit wurde ich im Unterricht gefragt: "Ist Ihnen schon mal ein echtes Wunder passiert?"Und ich habe erst einmal ganz trocken gesagt:"Nein."Die Schülerin, die gefragt hatte, war sichtlich irritiert. Wahrscheinlich hatte sie mit einer anderen Antwort gerechnet.Und ich machte es nicht besser, sondern sagte noch:"Also zumindest nicht so, wie ihr Wunder gerade beschrieben habt. Etwas völlig Unmögliches, Außergewöhnliches, womit niemand gerechnet hat. Wenn das ein Wunder sein soll, dann habe ich so etwas noch nie erlebt."Zu meiner großen Freude gingen sofort mehrere Finger hoch. Andere fragten direkt:"Aber ist es dann für Sie kein Wunder, wenn jemand einen schlimmen Autounfall überlebt?"Und genau da wurde das Gespräch spannend.Denn ich glaube schon an Wunder. Sehr sogar. Und ich glaube auch daran, dass Gott in unserem Leben wirkt. Aber ich glaube nicht an Wunder wie in Zaubershows. Nicht an spektakuläre Einzelmomente, die plötzlich alle Naturgesetze außer Kraft setzen.Wunder sind für mich etwas anderes.Wunder sehe ich dort, wo Menschen trotz Verzweiflung füreinander da sind.Wo jemand bleibt, obwohl Weggehen leichter wäre.Wo Menschen sich gegenseitig tragen, obwohl sie selbst kaum noch Kraft haben.Wunder geschehen dort, wo Verbundenheit stärker ist als Angst oder Einsamkeit.Und eigentlich sind die Wunder in der Bibel oft genau so erzählt. Nicht wie Zauberei. Da gibt es keine magischen Formeln und keine großen Tricks. Stattdessen passiert etwas anderes: Menschen werden angesehen. Berührt. Aufgerichtet. Ihnen wird wieder Hoffnung zugesprochen.Für mich ist genau das das eigentliche Wunder.Dass Menschen wieder in Beziehung treten können. Mit sich selbst. Mit anderen. Mit Gott.Trotz allem, was weh tut. Trotz Leid, Dunkelheit und Verzweiflung.Und vielleicht beginnt genau dort Gottes Wirken. Nicht immer laut und spektakulär. Aber tief und lebensverändernd.

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